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Die Hubenlisten von Rotaha

Title: Die Hubenlisten von Rotaha

Textbook , 2026 , 26 Pages

Autor:in: Karl Pohl (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Untersuchung der im Codex Lorsch für das Kloster und Königsgut Rotaha erwähnten Hubenlisten und deren Aussagen über die Wirtschaft. Die Schrift reiht sich ein in die hier veröffentlichten Bücher des gleichen Verfassers über das mittelalterliche benediktinische Eigenkloster Rotaha in Rodgau.

Über die Existenz des Klosters Rotaha, seinen Standort und die des Niwenhofes sowie über die Existenz eines Königshofes ist in der Vergangenheit viel nachgedacht worden.

Wenn über Rotaha geschrieben wurde, dann standen stets die beiden Schenkungsurkunden CL 12 und Cl 58 der Äbtissinnen Aba und Kunigunde aus den Jahren 786 und 903 im Vordergrund. Dabei enthält der Codex Lorch noch zwei Urkunden, aus denen man Einblicke in die Wirtschaftskraft von Rotaha und im weitesten Sinne einen Hinweis auf den Niwenhof als Verwaltungszentrum erhalten kann. Es sind die Hubenlisten, die in den Urkunden CL 3678 und 3679 im Rahmen vorliegender Schrift enthalten sind.

Über die zeitliche Einordnung dieser Urkunden wird diskutiert. Die wirtschaftlichen Verflechtungen von Rotaha werden analysiert und ausgewertet. Im Zusammenhang mit den Einkünften werden das damalige Geldsystem und die Produktionsweisen dargestellt. Verbunden damit sind die Erläuterungen, die sich mit den „Steuerterminen“ und Transportwesen beschäftigen. Auf Grund der Angaben über die Hubenanzahl wird auch auf die damalige Einwohnerzahl rückgeschlossen.
Insgesamt werden die damaligen Verhältnisse unter die Lupe genommen, soweit die Hubenliste Rückschlüsse zulassen.
Mit vorliegender Schrift schließt sich die Schriftenreihe, die sich mit dem Kloster Rotaha und seiner Einbettung in die geschichtliche Situation beschäftigt. In der Gesamtheit der Wertung der verschiedenen Aspekte, wie sie in den einzelnen Schiften des gleichen Verfassers vorgenommen wurde, ist als Resultat die Plausibilität unabweisbar, dass das Eigenkloster Rotaha auf dem Gelände des Königsgutes Rotaha, verwaltet durch den Niwenhof, in der heutigen Gemarkung Nieder-Roden – Rollwald zwischen Nieder-Roden (Rodgau) und Ober-Roden (Rödermark) situiert war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die zeitliche Einordnung

2. Die wirtschaftlichen Beziehungen von Rotaha

3. Betrachtung der Aufzeichnung der Urkunde CL3678, der 1. Hubenliste

4. Betrachtung der Aufzeichnung der Urkunde CL3679, der 2. Hubenliste

5. Das Karolingische Münzsystem

6. Die Einnahmen des Reichsklosters Lorsch aus Rotaha

7. Die Weberei zu karolingischen Zeiten

8. Die Einnahmen des Reichsklosters Lorsch aus der Herstllung von Leinwand

9. Weitere Folgerungen aus der Hubenliste

10. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wirtschaftsabläufe und administrativen Strukturen des Klosters Rotaha und dessen Anbindung an das Reichskloster Lorsch durch die Auswertung der sogenannten Hubenlisten. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Abgaben, der Verwaltung des Niwenhofes und der karolingischen Produktionsweisen die Plausibilität der Existenz eines Königshofes in diesem Gebiet nachzuweisen.

  • Historische Einordnung der Urkunden CL 3678 und CL 3679 aus dem Codex Lorsch
  • Analyse der wirtschaftlichen Verflechtungen und der Rolle des Niwenhofes als Verwaltungszentrum
  • Untersuchung von Abgabesystemen, Zinsterminen und dem karolingischen Münzwesen
  • Dokumentation der Leinenproduktion als essenziellem Wirtschaftsfaktor der Region
  • Rekonstruktion der infrastrukturellen Anforderungen für Logistik und Transport

Auszug aus dem Buch

Die wirtschaftlichen Beziehungen von Rotaha

Um zu veranschaulichen, welche Wirtschafts- und verwaltungstechnische Beziehungen für das Kloster und das Königsgut Rotaha bestanden, wurde nachfolgende Darstellung eingefügt.

Kloster Lorsch als neuer Eigenkirchenherr ist durch die im Capitulare de villis [4] enthaltenen Maßgaben für die Verwaltung des Klosters zuständig. Als Entgelt dafür kann auch die in der Urkunde CL 12 vereinbarte Pachtsumme betrachtet werden. [2]

Der bisherige Eigenkirchenherr Theodo - ein hochrangiger Magistraler- war, wie die Urkunde CL 12 berichtet, womöglich erst kürzlich verstorben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die zeitliche Einordnung: Dieses Kapitel prüft die Entstehungsdaten der Hubenlisten und hinterfragt die gängigen Datierungen, um den historischen Kontext korrekt zu bestimmen.

2. Die wirtschaftlichen Beziehungen von Rotaha: Hier werden die administrativen und finanziellen Verflechtungen zwischen dem Kloster Rotaha, dem Königsgut und dem Reichskloster Lorsch analysiert.

3. Betrachtung der Aufzeichnung der Urkunde CL 3678, der 1. Hubenliste: Eine detaillierte Aufschlüsselung der in den Hubenlisten genannten Liden- und Knechtshuben sowie deren Abgabenlast.

4. Betrachtung der Aufzeichnung der Urkunde CL 3679, der 2. Hubenliste: Analyse der 2. Hubenliste mit besonderem Fokus auf den Niwenhof als königliches Verwaltungszentrum und die Rolle der dort ansässigen Leibeigenen.

5. Das Karolingische Münzsystem: Darstellung des monetären Systems zur Zeit Karls des Großen, inklusive der Auswirkungen der Währungsreform von 794.

6. Die Einnahmen des Reichsklosters Lorsch aus Rotaha: Untersuchung der monetären Einkünfte, die das Kloster Lorsch aus den vertraglich geregelten Abgaben generierte.

7. Die Weberei zu karolingischen Zeiten: Einblick in die handwerklichen Produktionsschritte der Leinenherstellung und die Bedeutung dieses Gewerbes als Nebenerwerbsquelle.

8. Die Einnahmen des Reichsklosters Lorsch aus der Herstellung von Leinwand: Bewertung der textilen Abgaben aus den Huben und deren ökonomischer Wert für das Kloster.

9. Weitere Folgerungen aus der Hubenliste: Erörterung der logistischen Herausforderungen bei Steuer- und Zinsabgaben, insbesondere im Hinblick auf Transportorganisation und Stichtage.

10. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die die Existenz des Königshofes Rotaha und dessen administrative Anbindung an das Reichskloster Lorsch bestätigen.

Schlüsselwörter

Rotaha, Kloster Lorsch, Hubenliste, Niwenhof, Königshof, Karolingische Zeit, Codex Lorsch, Leinenproduktion, Zinsabgaben, Landwirtschaft, Münzsystem, Frondienst, Wirtschaftsgeschichte, Urkundenanalyse, Agrarstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der historischen Hubenlisten des Klosters Rotaha und untersucht deren wirtschaftliche sowie administrative Einbettung in das karolingische Reich unter der Verwaltung des Klosters Lorsch.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Verwaltung landwirtschaftlicher Besitztümer, die Bedeutung von Abgabensystemen, die Rolle des Niwenhofes und die wirtschaftliche Funktion der Leinenherstellung im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, durch die Analyse der im Codex Lorsch enthaltenen Urkunden die Plausibilität der Existenz eines Königshofes auf dem Gelände des Klosters Rotaha nachzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, kombiniert mit der Auswertung von Quellen (Codex Lorsch), Flurnamen und dem Abgleich mit zeitgenössischen administrativen Regelwerken wie dem Capitulare de villis.

Was steht im Hauptteil im Fokus des Interesses?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Aufschlüsselung der in den Hubenlisten verzeichneten Abgaben, die Umrechnung von Naturalien in Geldwerte und die logistischen Aspekte der zentralen Verwaltung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Schlüsselbegriffe sind Hubenliste, Königsgut, Reichskloster Lorsch, Karolingische Finanzreform und Verwaltungsstruktur.

Warum wird der Niwenhof als Verwaltungszentrum hervorgehoben?

Der Niwenhof wird aufgrund der spezifischen Aufzeichnungen in der Urkunde CL 3679 als organisatorisches Zentrum interpretiert, welches direkt mit der Bewirtschaftung des königlichen Gutes verbunden war.

Welche Rolle spielen die "Zinstermine" in der Argumentation?

Die Zinstermine (wie der Martinstag) verdeutlichen die erforderliche Organisation und Buchführung. Sie offenbaren die logistischen Herausforderungen beim Transport der Abgaben an die zentrale Sammelstelle.

Wie bewertet der Autor die Pachtsumme von 10 Solidi?

Der Autor stuft diese Summe im Vergleich zu den Kosten eines Streitrosses als recht bescheiden ein, was auf eine besondere kirchliche Verbundenheit oder wirtschaftliche Schwierigkeiten der Nonnen bei der Erwirtschaftung hindeutet.

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Details

Title
Die Hubenlisten von Rotaha
Author
Karl Pohl (Author)
Publication Year
2026
Pages
26
Catalog Number
V1707926
ISBN (PDF)
9783389184875
ISBN (Book)
9783389184882
Language
German
Tags
hubenlisten rotaha
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl Pohl (Author), 2026, Die Hubenlisten von Rotaha, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1707926
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