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Gründungsförderung warum? Eine kritische Analyse möglicher Ziele und Zwecke der Förderung von Start-ups

Title: Gründungsförderung warum? Eine kritische Analyse möglicher Ziele und Zwecke der Förderung von Start-ups

Term Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Kaufmann Torsten Philipp (Author)

Business economics - Economic Policy
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Der Grad an Unsicherheit über die volkswirtschaftliche Bedeutung von Gründungen spiegelt sich in der seit Jahren anhaltenden Diskusson um den Sinn staatlich geförderter Gründungen in Deutschland wieder. Die bisherigen Veröffentlichungen zu diesem Thema haben noch zu keiner gemeinsamen förderpolitischen Verständnis geführt, jedoch scheint sich die Erkenntniss durchzusetzen, dass insbesondere junge und technologieorientierte Unternehmen als Symbol für den Selbstständigkeitsgrad der Gesellschaft geeignete Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wachstum benötigen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die politische Entscheidungsfindung

2.1 Ziel- Mittel- Kombination

2.1.1 Ziel-Mittel-Schema vs. Ursache-Wirkung-Schema

2.1.2 Kritische Analyse des Ziel-Mittel-Schemas

2.2 Der politische Unternehmer

3 Politische Eingriffe in den Markt

3.1 Ziele der Wirtschaftspolitik

3.2 Kritik an förderpolitischen Eingriffen in den Markt

4 Kritische Analyse weiterer Legitimationsansätze der Gründungsförderung

4.1 Der Ruf nach einer „neuen Kultur der Selbständigkeit“

4.2 Die Selbstständigenquote

4.3 Leistungsfähigkeit junger Unternehmen

4.4 Coverage Problematik

4.4.1 Coverage- Problematik bei Gewerbeanmeldungen

4.4.2 Coverage- Problematik bei der Umsatzsteuerstatistik

4.4.3 Coverage- Problematik der Datenbank der Deutschen Ausgleichsbank (DtA)

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Ziele und Zwecke staatlicher Gründungsförderung in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit politische Fördermaßnahmen tatsächlich die gewünschten positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft erzielen können oder ob sie durch methodische Probleme und politische Interessenkonflikte in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt sind.

  • Analyse der politischen Entscheidungsfindung und der Rolle des politischen Unternehmers.
  • Kritische Auseinandersetzung mit staatlichen Eingriffen in Marktprozesse.
  • Untersuchung der Legitimationsansätze für Gründungsförderung (z.B. neue Kultur der Selbstständigkeit).
  • Kritische Betrachtung der statistischen Erfassungs- und Coverage-Problematik.

Auszug aus dem Buch

4.4 Coverage Problematik

Um zu einer fundierten Aussage über das Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland zu gelangen, wäre eine Datenerfassung der gegründeten Unternehmen notwendig. Leider wird bis zum heutigen Tag keine explizite Gründungsstatistik geführt, aus denen sich Rückschlüsse auf das Gründungsverhalten gewinnen ließen. Lediglich einzelne ausgewählte Datenquellen einzelner Institutionen ermöglichen einen groben Einblick in die Gründerlandschaft Deutschland.

Schwachstellen dieser Datenbanken bestehen darin, dass diese Datenquellen Gründungen nur unvollständig erfassen. Diese Unvollständigkeit wird in der Literatur als Coverage Problem bezeichnet. Die im Rahmen dieser Hausarbeit zu untersuchenden Formen der Analyseinstrumente der Gründungserfassung sind die Gewerbestatistik, Umsatzsteuerstatistik sowie die Statistik der DtA- Datenbank. Bei der Beurteilung des Gründungsverhaltens entstehen Verzerrungen aufgrund der Coverage- Problematik welche in Art und Umfang der einzelner statistischer Quellen differieren. Diese können sein:

• Auslassung im Erhebungsplan (z.B. Freie Berufe in der Gewerbemeldestatistik)

• Ausfälle im Erhebungsprozess (z.B. Schattenwirtschaft)

• Mehrfachmeldung (z.B. aller geschäftsführender Gesellschafter einer Personengesellschaft)

• Scheingründung (z.B. erlangen von Einkaufsvorteilen)

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung der Selbstständigkeit für die Arbeitsmarktpolitik und skizziert die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Effektivität von Fördermaßnahmen.

Die politische Entscheidungsfindung: Dieses Kapitel erläutert, wie politische Entscheidungen mittels Ziel-Mittel-Schemata zustande kommen und welche Rolle Politiker als nutzenmaximierende Akteure dabei spielen.

Politische Eingriffe in den Markt: Hier wird analysiert, welche Aufgaben dem Staat in einer Marktwirtschaft zukommen und warum förderpolitische Eingriffe oft zu allokativen Ineffizienzen führen können.

Kritische Analyse weiterer Legitimationsansätze der Gründungsförderung: In diesem Hauptteil werden populäre Argumente für die Gründungsförderung – wie die „neue Kultur der Selbstständigkeit“ – sowie die statistischen Probleme bei der Erfassung von Gründungen untersucht.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Gründungsförderung zwar nützlich sein kann, aber aufgrund mangelnder Datengrundlage und politischer Zielkonflikte realistischer bewertet werden muss.

Schlüsselwörter

Gründungsförderung, politische Entscheidungsfindung, Ziel-Mittel-Schema, Wirtschaftsordnung, Marktintervention, Selbstständigenquote, Coverage-Problematik, Gewerbeanmeldungen, Umsatzsteuerstatistik, DtA-Datenbank, Arbeitsmarktpolitik, Existenzgründung, öffentliche Förderung, Fehlallokation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die staatliche Förderung von Start-ups und Existenzgründungen unter Berücksichtigung ökonomischer und politischer Gesichtspunkte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die politische Entscheidungsfindung, staatliche Markteingriffe, die Legitimation von Förderungen und die statistischen Schwierigkeiten bei der Erfassung von Unternehmensgründungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob die eingesetzten staatlichen Fördermaßnahmen in der Lage sind, die gewünschten positiven wirtschaftlichen Auswirkungen tatsächlich zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische theoretische Analyse sowie die Auswertung bestehender ökonomischer Literatur und Datenquellen (wie etwa Statistiken zur Gründungslandschaft).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Rolle des „politischen Unternehmers“, kritisiert staatliche Marktinterventionen und analysiert die „Coverage-Problematik“, die eine fundierte statistische Erfassung von Gründungen in Deutschland erschwert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gründungsförderung, Marktversagen, politischer Wettbewerb, Coverage-Problematik, Ziel-Mittel-Schema und Existenzgründung.

Warum ist die statistische Erfassung von Gründungen in Deutschland problematisch?

Es existiert keine explizite, einheitliche Gründungsstatistik. Bestehende Quellen wie die Gewerbe- oder Umsatzsteuerstatistik weisen sogenannte „Coverage-Probleme“ auf, da sie unterschiedliche Erfassungsfehler (Under- oder Overcoverage) beinhalten.

Welchen Einfluss haben politische Akteure auf Förderentscheidungen?

Politiker agieren oft als nutzenmaximierende Akteure („politische Unternehmer“), die Entscheidungen unter Berücksichtigung von Wiederwahlaspekten und dem Druck einer sich wandelnden Wählerpräferenz treffen, was nicht immer der langfristigen gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt dient.

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Details

Title
Gründungsförderung warum? Eine kritische Analyse möglicher Ziele und Zwecke der Förderung von Start-ups
College
University of Wuppertal
Grade
1,3
Author
Diplom Kaufmann Torsten Philipp (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V17148
ISBN (eBook)
9783638217873
ISBN (Book)
9783638645034
Language
German
Tags
Gründungsförderung Eine Analyse Ziele Zwecke Förderung Start-ups
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Kaufmann Torsten Philipp (Author), 2003, Gründungsförderung warum? Eine kritische Analyse möglicher Ziele und Zwecke der Förderung von Start-ups, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17148
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