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Eine ethische Betrachtung der ärztlich durchgeführten Immunisierung

am Beispiel der Masernimpfung

Title: Eine ethische Betrachtung der ärztlich durchgeführten Immunisierung

Essay , 2011 , 14 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Anja Hellmann (Author)

Health - Miscellaneous
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In dieser Arbeit wird die Impfung unter ethische Gesichtspunkten aus den Bereichen ´Utilitarismus, Liberalismus und Pflichtethik` betrachtet.

Hierbei beziehe ich mich im konkreten auch auf die Frage, inwieweit diese drei Theorien eine Entscheidung eines Menschen für oder gegen das Impfen als richtig oder falsch betrachten und aus welchen Gründen sie dies tun.Mein Fokus liegt deutlich auf der Analyse der genannten Theorien anhand eines Fallbeispiels, sowie der kritischen Betrachtung der einzelnen Begründungen.

Zudem gehe ich auch zusammenfassend auf die verschiedenen Impfstrategien, Interessenskonflikten beim Impfen und dem ´ínformed consent` als Ideal ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Relevanz des Themas

2 Impfstrategien und der ´informed consent`

3 Interessenskonflikte

4 Ethische Theorien

4.1 Utilitarismus

4.2 Liberalismus (Rawls)

4.3 Pflichtethik (Kant)

5 Kritik der Sichtweisen anhand eines Fallbeispiels

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethischen Hintergründe ärztlicher Masernimpfungen, analysiert dabei auftretende Interessenskonflikte zwischen Eltern, Kindern und der Gesellschaft und bewertet diese anhand verschiedener ethischer Theorien, um eine begründete Stellungnahme zur Sittlichkeit und möglichen Impfpflicht zu formulieren.

  • Ethische Bewertung von Impfstrategien und deren Auswirkungen auf den informed consent.
  • Analyse der Interessenskonflikte zwischen Individualwohl und Gemeinwohl.
  • Anwendung des Utilitarismus, Liberalismus und der Pflichtethik auf die Masernimpfung.
  • Kritische Diskussion der elterlichen Entscheidungsfreiheit versus der Fürsorgepflicht für das Kind.
  • Diskussion der Berechtigung einer gesetzlichen Impfpflicht bei Masern.

Auszug aus dem Buch

4.1 Utilitarismus

Der Utilitarismus ist von verschiedenen Personen geprägt worden, wie zum Beispiel Jeremy Bentham (1748-1832) oder John Stuart Mill (1806-1973) (Frühbauer, 2007). Im Folgenden möchte ich mich auf keine spezifische Richtung des Utilitarismus beschränken, sondern seine zentralen Grundzüge erläutern.

Im Zentrum der utilitaristischen Denkweise steht das größte Glück für die größte Zahl. Das Wort ´utility`, das in diesem Fall mit ´Glück` übersetzt wurde, kann auch als ´Nutzen`, ´Wohl`, oder ´Lust bezeichnet werden. Man kann also sagen, dass die Folgen eine richtige oder falsche Handlung ausmachen. Bezogen auf die Masernimpfung ist der Utilitarismus durchaus positiv gegenüber der Impfung eingestellt. Die Folge der hohen Impfungsrate ist die sogenannte Herdimmunität, die die Ansteckungsgefahr für Alle auf ein Minimum reduziert und somit positiv für die Gemeinschaft ist. Die Autonomie des Einzelnen darf also dementsprechend durchaus beeinträchtigt werden, wenn dies zum Glück für die größte Zahl führt (Frühbauer, 2007). Höffe hat hier –abgeleitet vom kategorischen Imperativ Kants- den utilitaristischen Imperativ formuliert: „Handle so, dass die Folgen deiner Handlung bzw. Handlungsregel für das Wohlergehen aller Betroffenen optimal sind.“ (Höffe, 2008, S.11). Im Gegensatz zum kategorischen Imperativ stehen hier die Folgen der Handlung und das Wohlergehen Aller im Mittelpunkt und nicht der Wille des Menschen und die Handlung selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas Masernimpfung als ethisches Problemfeld und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

1 Relevanz des Themas: Aufzeigen der gesundheitlichen Gefahren durch Masern und der Bedeutung der Impfung für die weltweite Ausrottung der Krankheit.

2 Impfstrategien und der ´informed consent`: Differenzierung zwischen Impfpflicht, empfohlenen und freiwilligen Impfungen sowie der Bedeutung der Aufklärung.

3 Interessenskonflikte: Darstellung der Spannungsfelder zwischen elterlichem Erziehungsrecht, Kindeswohl und gesellschaftlichem Interesse an hoher Immunitätsrate.

4 Ethische Theorien: Kurze Einführung in die Grundlagen des Utilitarismus, Liberalismus nach Rawls und der Pflichtethik nach Kant.

5 Kritik der Sichtweisen anhand eines Fallbeispiels: Anwendung der ethischen Theorien auf eine konkrete Entscheidungssituation bezüglich einer Nicht-Impfung.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Sittlichkeit des Impfens und persönliche Positionierung für eine Impfpflicht.

Schlüsselwörter

Masernimpfung, Ethik, Utilitarismus, Liberalismus, Pflichtethik, Informed consent, Impfpflicht, Interessenskonflikt, Kindeswohl, Individualwohl, Gemeinwohl, Impfmüdigkeit, Herdimmunität, Sittlichkeit, Medizinethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethischen Implikationen ärztlich durchgeführter Masernimpfungen unter Berücksichtigung verschiedener ethischer Denkschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Impfpolitik, der informed consent, die Abwägung zwischen elterlicher Freiheit und staatlicher Schutzpflicht sowie das Spannungsfeld zwischen Individual- und Gemeinwohl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Anwendung ethischer Theorien eine Antwort auf die Frage nach der Sittlichkeit des Impfens und der Rechtfertigung einer Impfpflicht zu finden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zu ethischen Grundlagentheorien und wendet diese auf ein praxisnahes Fallbeispiel an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Darstellung der Impfstrategien, eine Analyse der Interessenskonflikte sowie die theoretische Aufarbeitung durch Utilitarismus, Liberalismus und Pflichtethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Masernimpfung, Impfpflicht, Informed consent, Utilitarismus, Liberalismus und Pflichtethik.

Wie bewertet die Autorin das Spannungsfeld zwischen Impfverweigerung und Gemeinwohl?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Individualrisiko durch die Impfung sehr gering ist, während der Nutzen für das Allgemeinwohl überwiegt, was eine Impfpflicht in diesem Kontext vertretbar macht.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel im Text?

Das Fallbeispiel der Kita-Tochter dient dazu, die abstrakten ethischen Theorien auf eine konkrete, schwierige Entscheidungssituation anzuwenden und die Grenzen der jeweiligen Theorien aufzuzeigen.

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Details

Title
Eine ethische Betrachtung der ärztlich durchgeführten Immunisierung
Subtitle
am Beispiel der Masernimpfung
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,2
Author
Anja Hellmann (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V172283
ISBN (eBook)
9783640921034
ISBN (Book)
9783640921218
Language
German
Tags
immunisierung masernimpfung impfung ethik utilitarismus liberalismus pflichtethik kant informed consent Impfstrategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Hellmann (Author), 2011, Eine ethische Betrachtung der ärztlich durchgeführten Immunisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172283
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