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Franz Schuberts "Gute Nacht" und "Einsamkeit" im Vergleich. Inwiefern wird der Text jeweils musikalisch versinnbildlicht?

Titel: Franz Schuberts "Gute Nacht" und "Einsamkeit" im Vergleich. Inwiefern wird der Text jeweils musikalisch versinnbildlicht?

Hausarbeit , 2024 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Musikwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit werden die Lieder "Gute Nacht" und "Einsamkeit" aus Franz Schuberts Winterreise vergleichend analysiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Versinnbildlichen des Textes in der Musik. Dafür wird zunächst jeweils kurz der wesentliche Inhalt des Textes zusammengefasst. Danach werden musikalische Merkmale und Besonderheiten in Bezug auf Struktur, Form, Tonarten und Schlüsse in Bezug zum Text analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Franz Schuberts „Gute Nacht“ als Beginn der Winterreise

3 Franz Schuberts „Einsamkeit“ im Vergleich zu „Gute Nacht“

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die musikalische Versinnbildlichung des Textes in Franz Schuberts Liedern „Gute Nacht“ und „Einsamkeit“ aus dem Liederzyklus „Winterreise“, um die Korrelation zwischen textlichem Ausdruck und musikalischer Gestaltung zu analysieren.

  • Analyse des textlichen Inhalts der gewählten Lieder
  • Untersuchung musikalischer Merkmale wie Tonart, Takt und Phrasenstruktur
  • Vergleichende Betrachtung der musikalischen Umsetzung des Gefühlsausdrucks
  • Einordnung der Erkenntnisse in den Kontext der „Winterreise“
  • Interpretation der Tonartwechsel als Ausdruck emotionaler Zustände

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Tonart d-Moll für dieses Stück und für die Winterreise als Gesamtes

Die Bedeutung der Tonart d-Moll für dieses Stück und für die Winterreise als Gesamtes wurde unter anderem vom Komponisten Wolfgang Hufschmidt untersucht. Nach Hufschmidt dient das d-Moll als „Anfangstonart“, welche in dem Zyklus den „Winter“ symbolisiert, was auch weiter klar werden würde, durch einen Blick in das Stück „Der stürmische Morgen“, welches ebenfalls in d-Moll steht. Nach dieser Interpretation hat die Tonart sogar im Kontext des Textes eine spezifische metaphorische Bedeutung, was auch das D-Dur in der vierten Strophe wie etwas anderes, fremdes wirken lässt.

Ebenso betont Hufschmidt, dass die Verwendung der Tonarten d-Moll und D-Dur eine Parallele zu Ludwig van Beethovens neunter Sinfonie ziehen lassen, wobei das d-Moll eine graue Realität der Welt und das D-Dur dann das „Freude, schöner Götterfunken“ darstellen würde. Dieser Vergleich zwischen Schubert und Beethoven als Zeitgenossen mag auch deshalb interessant sein, weil sie die Tonarten dennoch verschieden gebrauchen, denn in Schuberts „Gute Nacht“ wird schließlich doch wieder nach d-Moll zurückmoduliert.

Ein möglicher Grund dafür, dass die vierte Strophe in D-Dur steht, kann darin liegen, dass es dort mehr um die Geliebte geht als um das lyrische Ich selbst. Denn dieses wiederum verbindet mit der Geliebten weiterhin positive Gefühle und Erinnerungen. Der Grund für den Wechsel zurück nach d-Moll zum Ende der Strophe, auf der erneuten Wiederholung des letzten Verses in den Takten 97–99, kann auf mehrere Arten interpretiert werden. Zum einen kann dies das Stück als Gesamtes abrunden und zum Schluss wieder den eigentlichen, traurigen Charakter annehmen. Zum anderen kann es aber auch symbolisieren, dass eben die positiven Gedanken bezüglich der Geliebten auf Dauer nichts weiter als eine positive Erinnerung an die Vergangenheit bleiben werden. Das lyrische Ich in der Gegenwart ist weiterhin unglücklich und in diesem Moment, in dem es an die Geliebte denkt, macht es sich dies vielleicht zum Schluss selbst klar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der „Winterreise“ ein, erläutert die Forschungsfrage bezüglich der musikalischen Textvermittlung und definiert das methodische Vorgehen.

2 Franz Schuberts „Gute Nacht“ als Beginn der Winterreise: Hier erfolgt eine detaillierte Text- und Musikanalyse des ersten Liedes des Zyklus unter besonderer Berücksichtigung der Tonartenwahl und formalen Gestaltung.

3 Franz Schuberts „Einsamkeit“ im Vergleich zu „Gute Nacht“: Das Kapitel analysiert das zwölfte Lied, vergleicht dessen formale und harmonische Struktur mit „Gute Nacht“ und arbeitet Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede heraus.

4 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Analyse und zeigt Möglichkeiten für weiterführende musikwissenschaftliche Untersuchungen des gesamten Zyklus auf.

Schlüsselwörter

Franz Schubert, Winterreise, Gute Nacht, Einsamkeit, Musikanalyse, Musikwissenschaft, d-Moll, Textvermittlung, Liederzyklus, Wilhelm Müller, Gefühlsausdruck, Tonart, Musiktheorie, Romantik, Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Franz Schuberts Liedern „Gute Nacht“ und „Einsamkeit“ aus dem Liederzyklus „Winterreise“ unter dem Aspekt, wie der poetische Text musikalisch interpretiert und versinnbildlicht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Korrelation von Textinhalt und musikalischer Gestaltung, der Bedeutung von Tonarten sowie der formalen Struktur der Lieder.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, durch eine vergleichende Analyse zu untersuchen, wie Schubert durch musikalische Mittel wie Takt, Tonart und Phrasenbildung die Befindlichkeit und den Gefühlsausdruck des lyrischen Ichs im jeweiligen Text darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit beruht primär auf einer eigenen detaillierten Text- und Musikanalyse sowie der Einbeziehung und kritischen Würdigung einschlägiger musikwissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von „Gute Nacht“ und „Einsamkeit“, wobei jeweils erst der Text zusammengefasst und anschließend die musikalische Partitur analysiert wird, um die Interaktion von Wort und Ton aufzuzeigen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen die „Winterreise“, Musik- und Textanalyse, die spezifische Funktion der Tonarten (insbesondere d-Moll und D-Dur) sowie der künstlerische Ausdruck von Einsamkeit und Trauer.

Warum vergleicht der Autor ausgerechnet „Gute Nacht“ und „Einsamkeit“?

Diese Wahl ermöglicht eine Analyse des Anfangs und eines markanten Punktes im späteren Verlauf der „Winterreise“, um strukturelle Gemeinsamkeiten und Entwicklungen im Umgang mit der Textvermittlung über den Zyklus hinweg aufzuzeigen.

Welche Rolle spielen die Tonartwechsel innerhalb der Strophen?

Die Tonartwechsel fungieren als zentrale Gestaltungsmittel, um Kontraste zwischen der „grauen Realität“ (Moll-Tonarten) und Momenten positiver Erinnerung oder Wunschvorstellungen (Dur-Tonarten) hervorzuheben und die psychologische Tiefe des lyrischen Ichs abzubilden.

Welche Bedeutung kommt dem formalen Aspekt der „Periode“ zu?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob sich die Stücke in das klassische Modell einer „Periode“ einordnen lassen, und stellt fest, dass Abweichungen vom Standardmodell die musikalische Einheitlichkeit und den emotionalen Gehalt der Lieder verstärken.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Franz Schuberts "Gute Nacht" und "Einsamkeit" im Vergleich. Inwiefern wird der Text jeweils musikalisch versinnbildlicht?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Übung: Allgemeine Musiklehre
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
14
Katalognummer
V1723835
ISBN (PDF)
9783389191415
ISBN (Buch)
9783389191422
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Allgemeine Musiklehre Musiktheorie Musiktheoretische Grundlagen Grundlagen der Musiktheorie Franz Schubert Winterreise Gute Nacht Einsamkeit Musikanalyse Textanalyse Gedichtanalyse Liedanalyse Vergleich Vergleichende Analyse Musikwissenschaft Musikwissenschaftliches Arbeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Franz Schuberts "Gute Nacht" und "Einsamkeit" im Vergleich. Inwiefern wird der Text jeweils musikalisch versinnbildlicht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1723835
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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