Familie stellt in der Kindheit und Jugend eine zentrale Beziehungsebene dar, die das Aufwachsen sowie die Entwicklung nachhaltig beeinflusst. Als wichtiger Lebens- und Erfahrungsraum prägt sie insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation. Dabei haben sich die Familienkonstellationen- und strukturen seit dem Ende des 20. Jahrhunderts stark gewandelt und zu einer Erweiterung sowie Vermehrung von Familienformen geführt. Hierdurch hat sich auch der Begriff „Familie“ erweitert und verändert. Auch Bücher nehmen im Leben von Kindern einen großen Stellenwert ein und erweisen sich als wichtige Begleiter im Alltag und im Aufwachsen. Dabei sind Bücher nicht nur ein Unterhaltungsmedium, sondern vermitteln auch Wissen über gesellschaftliche Zusammenhänge und Werte. Ähnlich wie die Familie tragen sie somit zur Sozialisation von Kindern bei. Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, das Familie als Lebensbereich von Kindern auch ein zentrales Thema und Motiv in der Kinderliteratur darstellt. Angesichts der zunehmenden Vielfalt von Familienformen stellt sich die Frage, ob sich diese Veränderungen auch in der Kinderliteratur widerspiegeln.
In der vorliegenden Hausarbeit soll daher untersucht werden, wie Familien in Kinderbüchern dargestellt werden, insbesondere im Kontext wachsender Vielfalt familiärer Lebensformen. Ziel ist es, herauszufinden, ob unterschiedliche Familienformen in der Kinderliteratur abgebildet werden und welche Vorstellungen von Familie dabei vermittelt werden. Außerdem wird betrachtet, ob und in welchem Umfang sich gesellschaftliche Entwicklungen hin zu mehr Diversität familiärer Lebensformen auch in der Kinderliteratur widerspiegeln.
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- Jana Burger (Author), 2026, Familie in der Kinderliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1723889