Diese Fachpräsentation bietet ihnen einen Überblick über die Bad Otterbach Digitalstrategie 2026-2030 (BODI 26-30). Diese haben wir in Zusammenarbeit mit der Veraltungsleitung, der amtierenden CIO, Akteur:innen aus der Privatwirtschaft, Regierungs- und Verwaltungseinheiten sowie Bürger:innen und Mitarbeitenden aus unserer Gemeinde ausgearbeitet. Dafür haben wir in der letzten Legislaturperiode viele Ideen und Impulse gesammelt und ausgewertet. Die für Bad Otterbach interessantesten und realistisch umsetzbaren Vorschläge sollen im Folgenden präsentiert werden.
Zuerst stellen wir die aktuelle Situation in Bezug auf die Digitalisierung von Bad Otterbach dar und geben Hinweise auf eine übergeordnete Zielsetzung. In dem darauffolgenden Kapitel skizzieren wir konkrete Maßnahmen und die Verantwortlichen sowie Akteur:innen, die uns bei der Umsetzung zur Seite stehen werden. Veranschaulicht wird die Umsetzung dann durch einen Zeitplan als Tabelle, die Meilensteine und Priorisierungen enthält.
Ein gesondertes Kapitel wird den Kosten gewidmet. Eine Übersichtstabelle soll einen transparenten Überblick über die einmaligen Kosten zur Implementierung und die laufenden Projektkosten sowie die Förderungen (und Kosteneinsparungen), die wir nutzen können, geben.
Besonders am Herzen liegen uns die Themen Benefits und Herausforderungen für Mitarbeitende, Bürger:innen und unsere Gemeinde, welches in Kapitel 6 beleuchtet wird. Wie können wir den bestmöglichen Service bieten und dabei eine gute Work-Life-Balance unserer Mitarbeitenden wahren?
In einem kurzen Fazit sowie Ausblick werden die Impulse, die wir von allen Beteiligten bekommen haben, zusammengefasst und zukunftsorientiert weitergedacht, damit Bad Otterbach auch weiterhin für Bürger:innen, Mitarbeitenden und Interessengruppen eine innovative Gemeinde und ein lebenswerter Ort bleibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Status quo und übergeordnete Zielsetzung
3. Konkrete Maßnahmen und verantwortliche Stellen
3.1 Relaunch der Website
3.2 Bad Otterbach Digital: Die BODI-App für Bürger:innen
3.3 Bad Otterbach Self-Service: die BOSS- Applikation für unsere Mitarbeitenden
3.4 Bodi-Chat und Chatbot – digitale Bürgerkommunikation rund um die Uhr
4. Zeitplan, Meilenstein und Priorisierung
5. Kostenplan
6. Benefits und Herausforderungen
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel der Arbeit ist die Konzeption und Darstellung der Digitalisierungsstrategie „BODI 26-30“ für die Gemeinde Bad Otterbach, um die Verwaltung effizienter zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und einen modernen, bürgernahen Service zu etablieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch digitale Maßnahmen eine ganzheitliche Modernisierung der Verwaltung gelingen kann, ohne die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden zu gefährden.
- Modernisierung der digitalen Präsenz durch einen Relaunch der Website
- Etablierung zentraler Applikationen für Bürger (BODI-App) und Mitarbeitende (BOSS-App)
- Implementierung digitaler Kommunikationskanäle mittels Chatbots und Chat-Systemen
- Optimierung der Verwaltungsprozesse und interne Entlastung durch medienbruchfreie Verfahren
- Strategische Finanzplanung unter Einbindung von Fördermitteln
Auszug aus dem Buch
3.4 Bodi-Chat und Chatbot – digitale Bürgerkommunikation rund um die Uhr
Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie wird mit BODI-Chat ein neuer, digitaler Kommunikationskanal für Bürger:innen eingeführt. Der Chat ist sowohl über die Website der Gemeinde als auch über die BODI-App zugänglich. Damit ist eine direkte und unkomplizierte Kontaktaufnahme mit unserer Verwaltung gewährleistet.
Bürger:innen können über diesen Kanal rund um die Uhr Anfragen stellen. Während der Servicezeiten werden diese Anfragen direkt von Mitarbeitenden der Verwaltung persönlich beantwortet, sofern diese im System eingeloggt sind. Die persönliche Chat-Beratung soll von Montag bis Freitag zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr möglich sein. Zu den Zeiten, zu denen niemand für den persönlichen Chat verfügbar ist, werden die Bürger:innen entsprechend mit einem Hinweis im Chatfenster informiert. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, ihr Anliegen zunächst über einen Chatbot zu klären. Gleichzeitig wird angezeigt, ab wann der persönliche Chat wieder zur Verfügung steht, sodass Bürger:innen ihr Anliegen zu einem späteren Zeitpunkt direkt besprechen können.
Damit wird der Zugang zur Verwaltung deutlich erweitert. Bürger:innen können ihre Anliegen zukünftig auch außerhalb der klassischen Öffnungszeiten stellen. Gleichzeitig bietet dieses Modell unseren Mitarbeitenden flexiblere Arbeitsmöglichkeiten. Sie können beispielsweise auch aus dem Homeoffice heraus Bürgeranfragen bearbeiten und so ihre Arbeitszeit und individueller gestalten.
Über die BOSS-App können Mitarbeitende ihre verfügbaren Zeiten für den persönlichen Chat hinterlegen. Während dieser Zeitfenster sind sie für Anfragen im Chat erreichbar und können diese direkt beantworten. Auf diese Weise verbindet die Gemeinde verbesserte Servicezeiten für Bürger:innen mit zeitgemäßen und flexiblen Arbeitsmodellen für Mitarbeitende.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Digitalisierungsstrategie 2026-2030 für Bad Otterbach ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen bei der Erarbeitung der Fallstudie.
2. Status quo und übergeordnete Zielsetzung: Hier wird der bestehende Aufholbedarf der Gemeinde analysiert und das Ziel definiert, durch digitale Services die Effizienz zu steigern und die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden zu verbessern.
3. Konkrete Maßnahmen und verantwortliche Stellen: In diesem Kapitel werden die vier Kernprojekte (Website, BODI-App, BOSS-App, Bodi-Chat) detailliert beschrieben und deren operative Umsetzung skizziert.
4. Zeitplan, Meilenstein und Priorisierung: Das Kapitel veranschaulicht den zeitlichen Rahmen der fünfjährigen Umsetzungsphase und priorisiert die Maßnahmen anhand ihrer Abhängigkeiten.
5. Kostenplan: Dieser Abschnitt bietet eine transparente Aufstellung der Investitions- und Betriebskosten sowie der verfügbaren Fördermittel und errechnet die wirtschaftliche Belastung pro Einwohner.
6. Benefits und Herausforderungen: Hier werden die Vorteile für die Gemeinde und die Belegschaft den notwendigen Anforderungen an die digitale Kompetenz und Fehlerkultur gegenübergestellt.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um die Zukunftsfähigkeit der digitalen Gemeinde zu sichern.
Schlüsselwörter
Digitalisierungsstrategie, E-Government, Bürgerdienste, Bad Otterbach, BODI-App, BOSS-App, Medienbruchfreiheit, Verwaltungseffizienz, Work-Life-Balance, Chatbot, Smart-City, Bürgerbeteiligung, Digitaler Wandel, Prozessoptimierung, Kommunalverwaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Implementierung einer umfassenden Digitalisierungsstrategie für die Gemeinde Bad Otterbach im Zeitraum von 2026 bis 2030.
Was sind die zentralen Themenfelder der Fallstudie?
Die Schwerpunkte liegen auf der Modernisierung des Webauftritts, der Einführung mobiler Apps für Bürger und Mitarbeitende sowie der Etablierung digitaler Kommunikationskanäle wie Chatbots.
Was ist das primäre Ziel der Strategie?
Hauptziel ist es, die Verwaltung durch medienbruchfreie Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Service für Bürger zu verbessern sowie die Attraktivität als Arbeitgeber durch flexible Arbeitsmodelle zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Es handelt sich um eine Fallstudie, die auf einer Analyse des Status quo, einer zielorientierten Strategieentwicklung und der Erstellung eines detaillierten Kosten- und Zeitplans basiert.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der vier Kernmaßnahmen, einen detaillierten Zeitplan, eine transparente Kostenkalkulation und eine reflektierte Betrachtung der Vorteile und Herausforderungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Government, Bürgerbeteiligung, Digitalisierung, Prozessoptimierung und moderne Verwaltungsarbeit.
Welche Rolle spielt das efA-Prinzip bei der Umsetzung?
Das „Einer-für-Alle“-Prinzip wird genutzt, um bereits bestehende Lösungen anderer Kommunen zu übernehmen und anzupassen, was Kosten spart und die Implementierung beschleunigt.
Wie wird die finanzielle Belastung für die Bürger ausgewiesen?
Die Kosten wurden als Investitions- und Betriebskosten über die fünfjährige Amtsperiode kalkuliert und belaufen sich auf unter 2 Euro pro Einwohner und Jahr.
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- S.A.L. Werner (Author), 2026, E-Government. Digitalisierung von Bürgerdiensten in einer Gemeinde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1724129