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Du versus Ich. Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips in der Casting-Show "Popstars - Du und ich"

Titel: Du versus Ich. Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips in der Casting-Show "Popstars - Du und ich"

Bachelorarbeit , 2010 , 107 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Schmidt (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bachelor-Arbeit "Du versus Ich – Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips in der Casting-Show 'Popstars - Du und ich'" widmet sich dem sowohl in wissenschaftlichen als auch in alltäglichen Auseinandersetzungen viel diskutierten Phänomen der Casting-Show und den damit einhergehenden Formen des öffentlichen Wettbewerbs. Mit Hilfe einer exemplarischen empirischen Analyse der jüngsten Popstars-Staffel kann aufgezeigt werden, wie sowohl durch die Gesamtdramaturgie der Sendung als auch durch detaillierte visuelle, auditive und audiovisuelle Eigenheiten Konkurrenz als Kernprinzip des Medienprodukts etabliert wird. So konnten neben Auswahl und Zusammenstellung des filmischen Materials auch sieben Konzepte der Konkurrenz auf der Mikro-Ebene des Produkts (wie beispielsweise Dualismus von Sieg und Niederlage oder direkte Gegenüberstellung) als für die Wettbewerbsinszenierung verantwortlich herauskristallisiert werden.
Aufbauend auf soziologischen Gegenwartsanalysen, welche besagen, dass Konkurrenz und der damit verbundene Leistungsgedanke zentrale Kennzeichen der aktuellen Gesellschaft sind, wird weiterhin das Verhältnis der medialen Inszenierung zur außermedialen Situation betrachtet. Die durch die qualitative Produktanalyse gewonnenen Erkenntnisse zeigten im Rückbezug auf soziologische Literatur, dass das in Popstars inszenierte Konkurrenzprinzip dem neoliberalistischen Paradigma heutiger Wettbewerbssituationen folgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Einordnungen und zentrale Begriffe

2.1 Das Konkurrenzprinzip

2.1.1 Der Begriff Konkurrenz

2.1.2 Das Konkurrenzprinzip in der heutigen Gesellschaft

2.2 Casting-Shows

2.2.1 Reality-TV

2.2.2 Das Genre Casting-Show

2.2.3 Die Casting-Show Popstars

2.3 Das Konkurrenzprinzip im Fernsehen

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Grundzüge der Produktanalyse

3.2 Begründung der Datenauswahl

4. Produktanalyse – Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips

4.1 Dramaturgie

4.1.1 Die Komposition des medialen Produkts

4.1.2 Die Organisation innerhalb des medialen Produkts

4.2 Konzepte der Konkurrenz

4.2.1 Direkte Gegenüberstellung

4.2.2 Regelhaftigkeit

4.2.3 Dualismus von Sieg und Niederlage

4.2.4 Individualisierung

4.2.5 Permanenz der Konkurrenz

4.2.6 Dominanz der Konkurrenz

4.2.7 Dramatisierung und Emotionalisierung

5. Das Verhältnis zur sozialen Realität

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer qualitativen Produktanalyse, wie das Konkurrenzprinzip in der Casting-Show Popstars medial inszeniert wird und inwiefern diese Inszenierung Rückschlüsse auf die Bedingungen der sozialen Realität in Deutschland zulässt.

  • Die mediale Konstruktion von Konkurrenz im Reality-TV-Genre.
  • Methodische Aspekte der qualitativen Fernsehanalyse und Produktanalyse.
  • Die dramaturgische Gestaltung und Strukturierung von Casting-Formaten.
  • Soziologische Einordnung von Wettbewerb, Leistung und Selbstverantwortung.
  • Die Wechselwirkung zwischen medialen Erfolgsmodellen und gesellschaftlichen Realitäten.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Komposition des medialen Produkts

Wie im Zuge der Datenauswahl in Kapitel 3.2 erläutert wurde, bestehen die Work-Shop-Episoden aus wiederkehrenden thematischen Segmenten. Deren Gewichtung innerhalb einzelner Folgen und deren Relation zur Wettbewerbsthematik wurden in diesem Zusammenhang bereits konstatiert. So finden sich nur sporadisch Sequenzen, die inhaltlich abweichen. Die Präsentation des Gewinnersongs oder der Rückblick auf die bisherigen Erfahrungen bei Popstars lassen sich als einzelne Bestandteile nicht direkt in die sieben Hauptelemente einordnen, sind aber dennoch dem Wettbewerbsprinzip zuträglich. Daraus folgt, dass keine bedeutsamen Nebenstränge in der Handlungsstruktur des filmischen Geschehens enthalten sind.

Das Fehlen relevanter Nebenstränge und die Fokussierung auf zentrale Wettbewerbselemente gehen unter anderem auf eine narrative Verdichtung der Handlung zurück. Wie in der Sendung häufig erwähnt wird, stellt eine etwa 90-minütige Episode den Verlauf einer Woche dar. Das bedeutet, dass die Aufbereitung der Erzählung auf einer doppelten Konstitution der Zeit beruht. Die Unterscheidung in erzählte Zeit – den Zeitrahmen des eigentlichen Geschehens – und Erzählzeit – die Länge des filmischen Produkts – zeigt, dass es „Zeitsprünge, Zeitübergänge und Zeitraffungen [gibt], die beachtet werden müssen“. Dies ist im Wesentlichen auf die Montage in der Sendung zurückzuführen, denn diese „ordnet und gestaltet vor allem die Zeitstruktur des Films“. Die Verknappung des Geschehens auf die Erzählzeit verdeutlicht, dass bereits durch die Auswahl der Aufnahmen und die Montage eine Inszenierung stattfindet. Auch Faulstich ist der Ansicht, dass die Montage eines der wichtigsten dramaturgischen Mittel für Formate des Reality-TV ist: „Dröge Tagesabschnitte, langweilige ‚Gespräche‘, handlungsloses Herumhängen usw. müssen herausgeschnitten werden. Die Erzählzeit ist extrem viel kürzer als die erzählte Zeit.“ Die Konzentration auf wettbewerbsträchtige Themensegmente in den Work-Shop-Folgen von Popstars ist demnach eine Folge der Auswahl und Zusammenstellung des filmischen Materials. Somit wird durch die Verdichtung der Handlung eine Dominanz von Konkurrenzthematiken in dem Produkt angelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Phänomen der Casting-Shows ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der medialen Inszenierung des Konkurrenzprinzips in Popstars.

2. Grundlegende Einordnungen und zentrale Begriffe: Dieses Kapitel erläutert soziologische Theorien zu Konkurrenz und Wettbewerb sowie das Genre Casting-Show im Kontext des Reality-TV.

3. Methodisches Vorgehen: Die Autorin legt ihre qualitative, hermeneutische Vorgehensweise offen, die auf der Analyse von Sequenz- und Einstellungsprotokollen basiert.

4. Produktanalyse – Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips: Das Kernkapitel untersucht dramaturgische Mittel und sieben spezifische Konzepte der Konkurrenz, wie direkte Gegenüberstellung und Individualisierung.

5. Das Verhältnis zur sozialen Realität: Die Analyseergebnisse werden soziologisch kontextualisiert, um Parallelen zwischen der medialen Welt und gesellschaftlichen Anforderungen aufzuzeigen.

6. Fazit: Die Studie fasst zusammen, dass Popstars Konkurrenz als dominantes Interaktionsmodell inszeniert und somit als Spiegel bzw. Teil der wettbewerbsorientierten Realität fungiert.

Schlüsselwörter

Konkurrenzprinzip, Casting-Show, Reality-TV, Produktanalyse, Wettbewerb, Leistungsprinzip, Individuelle Verantwortung, Medieninszenierung, Soziale Realität, Dramaturgie, Selektionsprozess, Popstars.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie das Prinzip des Wettbewerbs und der Konkurrenz in der Casting-Show Popstars durch spezifische mediale Gestaltungsstrategien in Szene gesetzt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Soziologie der Konkurrenzgesellschaft, die Strukturmerkmale des Reality-TV, die Dramaturgie medialer Inszenierungen sowie die Verknüpfung von Leistungsdruck und individueller Selbstverantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen filmischen und dramaturgischen Mechanismen aufzudecken, die dazu führen, dass Konkurrenz in der Sendung als das absolut dominierende Handlungsprinzip dargestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Produktanalyse auf Basis von Sequenz- und Einstellungsprotokollen, um filmästhetische Entscheidungen und ihre Wirkung auf die Darstellung von Konkurrenz hermeneutisch zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine dramaturgische Makro-Analyse der Sendung und eine detaillierte Mikro-Analyse einzelner Sequenzen anhand von sieben definierten Konkurrenzkonzepten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Konkurrenzprinzip, Casting-Show, Reality-TV, Leistungsgesellschaft, Individualisierung und mediale Inszenierung.

Warum wurde die achte Staffel "Popstars – Du und Ich" als Material gewählt?

Die Wahl fiel auf diese Staffel, da sie durch das gesuchte Gesangsduo und die Rolle der Jury eine besonders starke Konzentration auf Leistungsbewertung und Wettbewerb aufweist, die sich für die Analyse der Konkurrenzinszenierung ideal eignet.

Wie geht die Arbeit mit dem Aspekt der Solidarität zwischen Kandidaten um?

Die Arbeit zeigt auf, dass kooperatives Verhalten oder Solidarität unter den Teilnehmern in der Sendung nicht als eigenständiges Prinzip, sondern fast immer als dem Wettbewerb untergeordnetes oder gar dienliches Mittel inszeniert wird.

Ende der Leseprobe aus 107 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Du versus Ich. Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips in der Casting-Show "Popstars - Du und ich"
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,0
Autor
Sandra Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
107
Katalognummer
V172841
ISBN (eBook)
9783640928767
ISBN (Buch)
9783640928590
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konkurrenz Casting-Shows Reality-TV Inszenierung Wettbwerb Wettbewerb Filmanalyse Fernsehanalyse Popstars Neoliberalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Schmidt (Autor:in), 2010, Du versus Ich. Die mediale Inszenierung des Konkurrenzprinzips in der Casting-Show "Popstars - Du und ich", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172841
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Leseprobe aus  107  Seiten
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