Sylvia Plath, Lady Lazarus


Seminararbeit, 2001

4 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Formanalyse und Interpretation zu Sylvia Plath „Lady Lazarus“

In dem Gedicht „Lady Lazarus“ aus dem Jahre 1962 beschreibt Sylvia Plath ihre eigenen Gefühle beim Suizid und der Wiederbelebung, sie erklärt damit ihr Streben nach dem Tode und ihren Haß auf sich und ihre „Leben“. Der Titel „Lady Lazarus“, ein Symbol für die Überwindung des Todes, verdeutlicht ihre Absichten. Sie will sterben, aber nicht wie er durch ein Wunder wiedererweckt werden.

Lazarus war der Bruder von Maria und ein Freund Jesu. Er erkrankte und starb, vier Tage später erweckte ihn Jesus aber wieder von den Toten ( Johannesevangelium 11, 1-45 ). Schon auf frühchristlichen Sarkophagen wurde er als Symbol für „die den Tod überwindende Kraft“ benutzt. Sein Name bedeutet auf hebräisch „Gott hat geholfen“. Das „Lady“ im Titel deutet an, daß sich Sylvia Plath mit dieser biblischen Figur identifiziert, sie wird ungewollt wieder ins Leben zurück geholt, trotzdem ist er der einzige, von dem sie denkt verstanden zu werden, da er auch starb und zurückgeholt wurde.

Das Gedicht ist in achtundzwanzig Strophen unterteilt, jede drei Verse lang. Ein Reimschema ist nicht zu erkennen. Das gesamte Gedicht erinnert mehr an eine Erzählung, eine Aneinanderreihung verschiedener Bilder. Allerdings kann man die Strophen in vier Blöcke unterteilen.

Im erste Block ( Str. 1 – 7 ) beschreibt sie sich selbst nach ihrem „ersten Tod“. „my skin bright as a Nazi lampshade“. Sie beschreibt sich selbst als eine Jüdin und generiert ein Nazimotiv, das besonders in den Strophen 22 – 27 hervortritt. „my right foot a paperweight“ ist ein Bild für den Mißbrauch der Nazis an den Körpern der jüdischen Gefangenen. Sie fühlt sich mißbraucht durch ihre Wiederbelebung. Am Ende dieses Blockes vergleicht sie sich mit einer Katze, die neun Leben haben soll. Allerdings verdreht sie diese positive „Eigenschaft“ ins Negative, da sie schreibt „And like the cat I have nine times to die.“ Also muß sie neun mal sterben, um wirklich endgültig gestorben zu sein. Dies zeigt drastisch wie sehr sie ihre Existenz bedauert.

Der folgende Block ( Str. 8 – 11 ) beschreibt ihre Suizidversuche als „The big strip tease“. Sie fühlt sich beobachtet von einer nicht verstehen könnenden „peanut-crunching crowd“. Sie beschreibt ihre eigenen Selbstmordversuche selbst als lächerlich, so wie es anderen Menschen wohl erscheinen muß „What a trash / To annihilate each decade“. In diesem Vers fällt auch die Stärke des Wortes „annihilate“ sofort ins Auge, sie will sich komplett vernichten, nicht einfach nur „mal wieder“ sterben.

[...]

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Sylvia Plath, Lady Lazarus
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Anglistik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2001
Seiten
4
Katalognummer
V17332
ISBN (eBook)
9783638219273
Dateigröße
409 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine kurze Interpretation und Formanalyse zu Sylvia Plath &quot,Lady Lazarus&quot,
Schlagworte
Sylvia, Plath, Lady, Lazarus
Arbeit zitieren
Frank Bothe (Autor), 2001, Sylvia Plath, Lady Lazarus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17332

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Titel: Sylvia Plath, Lady Lazarus



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