Dass der Tod die Menschen von ihrem quälenden und trostlosen Leben befreit, in dem es nur Arbeit, Einsamkeit und Warten auf die Erlösung gibt ist die Arbeitshypothese der Interpretation des Sonetts „Abend“ von Andreas Gryphius, welches im Jahre 1650 veröffentlicht wurde. Das Gedicht wurde zur Zeit des Barocks geschrieben und ist in zwei Quartette und zwei Terzette eingeteilt.
In dieser Arbeit wird auf fünf Seiten eine Interpretation des Gedichtes "Abend" von Andreas Gryphius vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Interpretation des Gedichtes Abend
- Die erste Strophe: Trostloses Leben
- Die zweite Strophe: Das Leben und Sterben
- Das erste Terzett: Die Bitte um Schutz
- Das zweite Terzett: Erlösung durch den Tod
- Vanitas und Memento Mori
- Der Einfluss des 30-jährigen Krieges
- Die aktuelle Relevanz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Interpretation analysiert das Sonett „Abend“ von Andreas Gryphius aus dem Jahr 1650 und beleuchtet die Rolle des Todes als Befreiung von einem quälenden und trostlosen Leben. Das Gedicht wird hinsichtlich seiner formalen Elemente, der sprachlichen Gestaltung und seiner inhaltlichen Aussage untersucht.
- Die Darstellung des trostlosen Lebens der Bevölkerung
- Die Bedeutung des Todes als Erlösung
- Der Glaube an Gott als Quelle der Hoffnung
- Die Auswirkungen des 30-jährigen Krieges auf die Lebensbedingungen der Menschen
- Die bleibende Relevanz des Gedichts für die heutige Zeit
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- In der ersten Strophe wird das trostlose Leben der Bevölkerung mit der Ankunft der Nacht beschrieben, welche als eine Art Erlösung empfunden wird. Die Menschen können ihre Arbeit auf dem Feld und in den Werkstätten beenden und der traurigen Einsamkeit entgegensehen.
- Die zweite Strophe fokussiert auf den unausweichlichen Tod, dem das lyrische Ich und das lyrische Du entgegensehen müssen. Die Metapher des Hafens verdeutlicht die Erlösung durch den Tod vom „Rennen“ des Lebens.
- Das erste Terzett enthält eine Bitte des lyrischen Ich an Gott um Schutz und Beistand in der Ewigkeit. Die Wortwahl und der Parallelismus verdeutlichen die Obermacht Gottes.
- Das zweite Terzett unterstreicht die Erlösung durch den Tod, der die Seele aus dem müden Körper befreit und in das „Tal der Finsternis“, ein Symbol für das irdische Leben, entlässt. Die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod wird durch den Glauben an Gott gestärkt.
Schlüsselwörter (Keywords)
Andreas Gryphius, „Abend“, Sonett, Barock, Tod, Erlösung, trostloses Leben, Einsamkeit, Hoffnung, Glaube, Gott, 30-jähriger Krieg, Vanitas, Memento Mori, Leben nach dem Tod, aktuelle Relevanz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Gedicht „Abend“ von Andreas Gryphius?
Das Sonett aus dem Jahr 1650 thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens (Vanitas) und stellt den Tod als ersehnte Erlösung von einem mühsamen, irdischen Dasein dar.
Welche typischen Barock-Motive finden sich im Gedicht?
Zentrale Motive sind Vanitas (Vergänglichkeit), Memento Mori (Gedenke des Todes) und die Sehnsucht nach dem Jenseits als Kontrast zum leidvollen Leben während des Dreißigjährigen Krieges.
Wie ist das Gedicht formal aufgebaut?
Es handelt sich um ein klassisches Sonett, bestehend aus zwei Quartetten (Vierzeilern) und zwei Terzetten (Dreizeilern).
Welche Rolle spielt Gott in Gryphius' Interpretation?
Gott wird als die einzige beständige Instanz und Quelle der Hoffnung dargestellt, die dem Menschen Schutz in der Ewigkeit bietet und die Seele befreit.
Warum hat das Gedicht heute noch Relevanz?
Trotz des historischen Kontexts bleiben die Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Angst vor dem Tod und der Suche nach innerem Frieden zeitlos aktuell.
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- Genevieve Mulack (Author), 2009, Interpretation Andreas Gryphius "Abend", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173718