Das Bild der Hanse in der Forschung während des Nationalsozialismus


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001
31 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Der Hansische Geschichtsverein und die Hanseforschung

3. Fritz Rörig

4. Das nationalsozialistische Geschichtsbild

5. Tendenzen der deutschen Geschichtswissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

6. Die Publikationen in den Hansischen Geschichtsblättern
6.1 Überlegenheit germanischer Völker
6.2 Überlegenheit einheitlich handelnder Gesellschaften
6.3 Machtgedanke
6.4 Reichsgedanke
6.5 Ostbewegung

7. Schlusswort

Literatur:

1. Einführung

Geschichte läuft immer Gefahr, im Rahmen von Gegenwartsdeutung missbraucht zu werden. Dieser Umstand begründet sich in verschiedenen menschlichen Grundbedürfnissen, die den Rahmen des Geschichtsbewusstseins des Individuums bilden. Historische Neugier, die die Quelle jedweder Beschäftigung mit Geschichte ist, Historische Identität des Subjekts, das dieses im Abwägen kollektiver Erinnerungen gegeneinander entwickelt und sich damit seines eigenen Platzes in der Geschichte vergewissert, sowie Historische Legitimation und Argumentation zur gezielten Beeinflussung anderer und zur Erklärung von bestimmten Verhaltensweisen im Großen wie im Kleinen. Die Geschichtswissenschaft soll in der Erwartung der Öffentlichkeit in diesem Rahmen eine regulierende Funktion einnehmen und Instanz für die historische Wahrheit sein. Problematisch am Verhältnis zwischen Geschichtswissenschaft und öffentlichen Erwartungen ist, dass das öffentliche Bedürfnis nach einfachen Symbolen, Gewissheiten und Wahrheiten durch die Geschichtswissenschaft, deren „Produkt“ der Diskurs und der Austausch von Argumenten ist, nicht gestillt werden kann[1].

Das Bedürfnis nach historischer Legitimation wird in Kriegszeiten größer, denn die Selbstvergewisserung über die eigenen Kriegsziele und Feindbilder bedarf um so mehr des Rückgriffs auf die Geschichte, je mehr einer aus sich selbst ungerecht(-fertigt)en Sache der Ruch des Übels anhaftet. Ausdruck dieses Bedürfnisses wurden für den Forschungsbereich der Hanse während des Zweiten Weltkriegs die beiden Bände „Hanse, Downing Street und Deutschlands Lebensraum“[2] und „Hanse, Rhein und Reich“[3]. Auf jeweils etwa 160 Seiten finden sich hochwertige, großformatige Reproduktionen hansischer Dokumente, von Siegeln, Bildern, Fotos von Bauten aus Hansestädten oder mit Bezug zur Hanse, dazu Übersichtskarten über die geographische Ausbreitung der Hanse und ihrer Handelswege[4] (bzw. des Rheines und der deutschen Städte im Mittelalter[5] oder der Verbreitung deutscher Stadtrechte in Europa[6] ) denen eine „Karte des britischen Weltbesitzes“[7] in Relation zur Bevölkerung (verglichen mit dem deutschen Besitz) gegenübergestellt wird. Die darstellenden Beiträge nehmen sich dagegen mit 62 bzw. 68 Seiten eher schmal aus. Auch sie bieten einen historischen Rückblick auf die Zeiten der Hanse, denen die britische Expansionspolitik gegenübergestellt und – in Abgrenzung zu dieser – Gedanken über die zukünftige wirtschaftliche und territoriale Gestalt Europas – mit der eindeutigen „Stoßrichtung“ gegen Großbritannien – entwickelt werden.

Die Hanse, so formuliert das Vorwort, „ist die Trägerin der Schutz- und Kampfgemeinschaft deutscher Kaufleute und Städte, getragen von größter Achtung vor allem Volkstum und fremder Souveränität, wirtschaftlich und kulturell Ausdruck höchster Leistung.“[8] Ihre Kaufleute waren „die Schicksalsgemeinschaft der Auslandsdeutschen“, die beseelt vom Reichs- und Volkstumsgedanken Außenpolitik trieben, und damit zum entscheidenden Faktor der deutschen Ostkolonisation geworden sind.[9] Das historische Vorbild der Hanse legitimiert hier also aktuelle Politik, wobei ungeachtet historischer oder aktueller Ereignisse der friedliche Charakter der Hanse hervorgehoben wird.

Nun stellt sich angesichts der eindeutig politisch-propagandistischen Ausrichtung dieser Bände die Frage, ob das hier vermittelte Bild den Ergebnissen der damaligen Hanseforschung entspricht. Entspricht die Meinung derjenigen Historiker, die sich in solcher Weise während der Jahre 1933-1945 geäußert haben, ihren Äußerungen über Hanse und Hansekaufleute vor und – soweit feststellbar – nach dieser Periode? Daran schließen sich zwei weitere Fragen an: Inwieweit wurden diesem Bild entsprechende Strömungen innerhalb der Geschichtswissenschaft im Allgemeinen festgestellt, und war diese Darstellung vom nationalsozialistischen Weltbild beeinflusst, oder hat die Geschichtswissenschaft mit zur Genese desselben beigetragen? Das Augenmerk soll deshalb nicht auf die substanziellen Erkenntnisse der damaligen Forschung gerichtet sein, sondern auf die Wertung ihrer Autoren: Wie werten sie historische Gegebenheiten in Hinblick auf ihre Folgen, und welche Handlungen und Charakterzüge werden von ihnen als positiv oder negativ bewertet?

2. Der Hansische Geschichtsverein und die Hanseforschung

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden die Jahrgänge 1920 bis 1957 der vom Hansischen Geschichtsverein herausgegebenen „Hansischen Geschichtsblätter“ untersucht, der bedeutendsten Fachpublikation zur Hansegeschichte.[10] Der 1871 auf Anregung der historischen Vereine der Städte Lübeck, Hamburg und Bremen gegründete Verein verstand sich von Anfang an als Kommission und Mittelpunkt für die Erforschung der Hansegeschichte. Diesem Anspruch wurde er durch die Einbeziehung der bedeutendsten Mediävisten, wie Georg Waitz (1813-1886) und seiner Schüler gerecht und entfaltete bereits in seinen ersten Jahren mit der Herausgabe der Hansischen Geschichtsblätter sowie der ersten Bände der Hanserezesse und des Hansischen Urkundenbuchs eine rege Publikationstätigkeit, die der Hanseforschung eine solide Quellen- und Arbeitsgrundlage verschaffte. Mit dem Waitz-Schüler Dietrich Schäfer (1845-1928), der 1903 in den Vorstand des Hansischen Geschichtsvereins gewählt wurde, erhielt die Hanseforschung eine erheblich nationalistischere Richtung und wurde gleichzeitig zu einer allgemeinen Seegeschichtsforschung ausgeweitet. Hanse war für Schäfer die mittelalterliche Vertreterin der deutschen Interessen zur See[11] und die Erforschung ihrer Geschichte sollte die historische Legitimation für die imperialistische Flottenpolitik liefern, durch die allein einem großen Volk wie dem deutschen die Weltgeltung und – nach damaliger Vorstellung – das Überleben gesichert werden könnte.[12]

Fritz Rörig (1882-1952), der nächsten in der Hanseforschung überragenden Gestalt, gelang es, der Hanse als historischer Größe einen festen Platz innerhalb der allgemeinen Geschichte, insbesondere der Wirtschafts- und Sozialgeschichte zu geben. Er betrachtete die Organisationsformen der Handel treibenden Menschen als wichtiger als die umgesetzten Güter. Diese Perspektivenerweiterung eröffnete die Möglichkeit, der Hanseforschung in der Erforschung wirtschaftlicher und sozialer Aspekte ein „unpolitisches“ und internationaleres Profil zu geben, an das auch nach dem Nationalsozialismus wieder angeknüpft werden konnte.[13] Rörig war seit 1925 Mitglied des Vorstands des Hansischen Geschichtsvereins und seit 1935 Schriftleiter der Hansischen Geschichtsblätter und damit der einflussreichste Hanseforscher; seine Person und seine Publikationen sollen deshalb hier besonders untersucht werden.

3. Fritz Rörig

Rörig wurde nach seinem Universitätsstudium (1901-1905, Promotion 1906 mit dem Titel: „Die Entstehung der Landeshoheit des Trierer Erzbischofs“)[15] in Leipzig und Tübingen zunächst als Assistent am Kaiserlichen Bezirksarchiv in Metz tätig (1908-1910)[16], um anschließend in Göttingen Rechtswissenschaft zu studieren. Hier begann er mit seinen stadtgeschichtlichen Forschungen, die ihn von paläographischen Untersuchungen über den Freiburger Stadtrodel (1911-13) schon bald nach dem Beginn seiner Tätigkeit am Lübecker Staatsarchiv (1911), zur Beschäftigung mit dieser Stadt und ihren Kaufleuten, mithin der Hanse, führten. Sein Interesse erstreckte sich von der Lübecker Ratsverfassung (1915) über den Lübecker Markt (1917/19 bzw. 1921) bis zur Erforschung der Hoheitsrechte in der Lübecker Bucht (1923-28), wodurch er der Stadt zum Erfolg in einer Rechtsstreitigkeit mit Mecklenburg verhalf. Der Berufung als außerordentlicher Professor für Hilfswissenschaften sowie für Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte nach Leipzig im Jahre 1918 folgte schon 1923 die Professur für mittlere und neuere Geschichte in Kiel, die er bis zu seinem Wechsel 1935 an die Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin innehaben sollte.[14]

In dieser Zeit forschte er über die Gründung mittelalterlicher Städte und über die hinter diesen Initiativen stehenden Personen. Als Hauptkraft hinter den Gründungen erschien ihm das Fernhandel treibende und nach Autonomie strebende deutsche Bürgertum, so dass er für Kolonialstädte den Fachterminus „Gründungsunternehmerstädte“ (Vortrag 1926: „Die Gründungsunternehmerstädte des 12. Jahrhunderts“) einführte. Dem Bürgertum und seiner wirtschaftlichen Tätigkeit galt deshalb weiterhin seine Aufmerksamkeit („Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt“, 1924; „Großhandel und Großhändler im Lübeck des 14. Jahrhunderts“, 1926; „Die geistigen Grundlagen der hansischen Vormachtstellung“, 1928 u.a.). Mit diesen und weiteren Aufsätzen zur Lübecker und hansischen Geschichte fasste er seine Forschungspositionen in dem 1928 erschienenen Sammelband „Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte“ zusammen. Weiterhin versuchte er darzulegen, dass die mittelalterlichen Städte – und in ihnen die Kaufleute – die Träger der wirtschaftlichen Dynamik waren, die nicht, wie von anderer Seite behauptet, erst durch Privilegien und Wirtschaftspolitik der Landesherren hergestellt werden musste. Vielmehr erwiesen sich die etablierenden Territorien als hemmend für die wirtschaftliche Tätigkeit und trugen somit zum Niedergang von Handel und Städten bei. (Vortrag 1932 „Mittelalterliche Weltwirtschaft“, Aufsatz 1934 „Territorialwirtschaft und Stadtwirtschaft“)

Im Jahr 1933 veröffentlichte er seinen Vortrag „Rheinland-Westfalen und die deutsche Hanse“, eine übersichtsartige Beschreibung und Deutung der Entwicklung der Hanse im Ostseeraum, dessen Gedanken er in den nächsten Jahren weiter ausarbeitete (1937 „Wesen und Leistung der Hanse“, „Die Erschließung des Ostseeraums durch das deutsche Bürgertum“, 1938 „Unternehmerkräfte im flandrisch-hansischen Raum“). Seine wichtigsten Aufsätze der Jahre 1926-1937 brachte er 1940 in dem Sammelband „Vom Werden und Wesen der Hanse“ heraus, der bis 1944 noch vier weitere Auflagen erfuhr. Im Jahre 1940 wandte sich Rörig auch wieder dem Norden zu: mit seinem Aufsatz „Reichssymbolik auf Gotland“ versuchte er nachzuweisen, dass die im 12. Jhd. auf Gotland wohnenden deutschen Kaufleute die Keimzelle der Hanse und zugleich die legitimen, vom Reichsgedanken beseelten Vertreter Deutschlands waren. Die wirtschaftliche Leistung der Hanse für Norwegen stellte er in seinem Vortrag von 1942, „Hanse, Ostseeraum und Skandinavien“ heraus[17].

In den letzten 10 Jahren seines Lebens widmete sich Rörig stärker der allgemeinen Mittelalterforschung (Akademiereden 1944: „Geblütsrecht und freie Wahl in ihrer Auswirkung auf die deutsche Geschichte“, 1948: „Magdeburgs Entstehung und die ältere Handelsgeschichte“, 1952: „Die Staufer und die Krisis der deutschen Königserhebung“, Erwiderung auf Martin Lintzel 1952: „Die Kaiserpolitik Ottos des Großen“).

Fritz Rörigs Interesse galt über die Fragen wirtschaftsgeschichtlicher Forschungen hinaus immer wieder den Bedingungen, denen das Deutsche Reich seine lange Zeit der Uneinigkeit und damit – in seinen Augen – Schwäche verdankte (Rede zur Reichsgründungsfeier 1928: „Bürgertum und Staat in der älteren deutschen Geschichte“, Vortrag 1937: „Ursachen und Auswirkungen des deutschen Partikularismus“, Aufsatzfolge 1947: „Geschichte und Gegenwart“). Er brachte auch dem „Laien“ die Ergebnisse seiner Forschungen durch Zeitschriften- und Zeitungsartikel nahe und bot der Öffentlichkeit, wenn ihm die Gelegenheit gegeben wurde, die Geschichte als Lehrmeisterin an[18]. Vierzig Dissertationen, darunter die von Ahasver von Brandt und Wilhelm Koppe, wurden von ihm zwischen 1922 und 1952 betreut, so dass man von ihm mit Recht als Begründer einer „Schule“ sprechen kann.

4. Das nationalsozialistische Geschichtsbild

Es scheint ein vermessenes Unterfangen zu sein, ein nationalsozialistisches Geschichtsbild zu ermitteln um dieses später zu einem allgemeinen, vornazistischen oder akademischen Geschichtsbild abzugrenzen. Außerhalb der Universitäten hat es trotz verschiedener Versuche, eine neue, den Interessen des Regimes förderliche Geschichtsforschung zu etablieren, weder einen maßgeblichen Wissenschaftler noch ein von der NSDAP autorisiertes, dogmatisches Standardwerk zur Geschichtsdeutung gegeben. Auch gab es von „offizieller“ Seite im Laufe der Zeit durchaus Entwicklungen in der Bewertung gewisser Tendenzen oder Personen der deutschen Geschichte (z. B. Karl der Große).[19]

[...]


[1] Vgl.: K.-E. Jeismann, Geschichte und Öffentlichkeit. Historie zwischen Vergewisserung und Verführung, Osnabrück/Bad Iburg 1999.

[2] H. Hunke (Hrsg.), Hanse, Downing Street und Deutschlands Lebensraum, Berlin 1940

[3] H. Hunke (Hrsg.), Hanse, Rhein und Reich, Berlin 1942. Ein dritter Band unter dem Titel: „Hanse, Novgorod und die Erschließung des Ostens“ sowie zwei weitere geplante Bände der Hanse-Reihe kamen wegen des Krieges offenbar nicht mehr zur Ausführung.

[4] Hunke (wie Anm. 2), 16 bzw. Hunke (wie Anm. 3), 64

[5] Hunke (wie Anm. 3), 33, 36

[6] Hunke (wie Anm. 2), 128

[7] Hunke (wie Anm. 2), 96

[8] H. Hunke, Geleitwort, in: Hunke (wie Anm. 2), 7

[9] H. Reincke, Hanse, in: Hunke (wie Anm. 2), 17-37, 19-21. Gleiches konstatiert dieser Autor für den Bereich der Niederlande und Flanderns in seinem Beitrag: Der Hansische Kaufmann und die Niederlande, 45-74. Die derzeitige Unabhängigkeit der Niederlande von Deutschland wird als Folge der Einflussnahme Englands und Spaniens angesehen.

[10] Die Auswertung der entsprechenden Jahrgänge der Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde (ZVLGA) und der Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte (ZVHG) erwies sich bis auf drei Ausnahmen als nicht ergiebig.

[11] D. Schäfer, Die Deutsche Hanse, Bielefeld / Leipzig 41943, 88

[12] Vgl.: V. Henn, Wege und Irrwege der Hanseforschung und Hanserezeption in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, in: M. Nikolay-Panter / W. Janssen / W. Herborn (Hrsg.), Geschichtliche Landeskunde der Rheinlande. Regionale Befunde und raum­über­greifende Perspektiven (Gedächtnisschrift Georg Droege), Köln / Weimar / Wien 1994, 388-414, 399-405

[13] Vgl.: Henn (wie Anm. 12), 407-409

[14] Vgl. zu diesem Kapitel: W. Koppe, Fritz Rörig und sein Werk, in: A. v. Brandt / W. Koppe (Hrsg.), Städtewesen und Bürgertum als geschichtliche Kräfte (Gedächtnisschrift Fritz Rörig), Lübeck 1953, 9-24

[15] Zu den genauen bibliographischen Angaben der hier genannten Titel vgl.: P. Kaegbein, Fritz-Rörig-Bibliographie, in: A. v. Brandt / W. Koppe (wie Anm. 14), 535-560

[16] Ahasver von Brandt charakterisiert ihn als einen nationalistisch eingestellten Forscher, wenn er zu dieser Episode schreibt: „Es wird hoffentlich später eine Zeit kommen, wo man wird darlegen können, welchen Mannesmutes dieser deutsche Historiker fähig war: beginnend mit jenen Wochen im Jahre 1910, wo er die kaum errungene feste Stellung am Kaiserlichen Bezirksarchiv in Metz hinwarf, weil ihm die von oben gedeckte französisierende Gesinnung des Archivleiters gegen die Überzeugung ging ...“. A. v. Brandt, Fritz Rörig †, HGBll 71 (1952), 1-8, 6

[17] In diesem Vortrag für das „Reichsinstitut für Seegeltungsforschung“ bewertet er diese Leistung im Gegensatz zu seinen Vorträgen aus dem Jahre 1925 (veröffentlicht in den „Hansischen Beiträgen“) und im Gegensatz zur herrschenden Forschungsmeinung nunmehr positiv, so Koppe (wie Anm. 14), 18.

[18] Ein großer Teil der 145 Titel seiner Bibliographie (die 124 von ihm verfassten Rezensionen nicht mitgezählt), von denen hier nur die wichtigsten genannt wurden, besteht aus derartigen öffentlichkeitswirksamen Vermittlungen mittelalterlicher und hansischer Themen.

[19] Vgl.: K. F. Werner, Das NS-Geschichtsbild und die deutsche Geschichtswissenschaft, Stuttgart u.a. 1967, 24. Über außeruniversitäre Institutionen der Geschichtswissenschaft und nationalsozialistische Wissenschaftspolitik s. K. Schönwälder, Historiker und Politik. Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus, Frankfurt / New York 1992, 82-89

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Das Bild der Hanse in der Forschung während des Nationalsozialismus
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Abteilung für Westfälische Landesgeschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar zur Fachdidaktik: Störtebeker – 600 Jahre nach seiner Hinrichtung
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
31
Katalognummer
V17418
ISBN (eBook)
9783638220033
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Untersuchung des Hansebildes hauptsächlich in den Hansischen Geschichtsblättern, jedoch auch eine Übersicht über Geschichtsbilder in der deutschen Mediävistik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Schlagworte
Bild, Hanse, Forschung, Nationalsozialismus, Hauptseminar, Fachdidaktik, Störtebeker, Jahre, Hinrichtung
Arbeit zitieren
Christoph Osterholt (Autor), 2001, Das Bild der Hanse in der Forschung während des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17418

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