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Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Untersuchungen zur Künzelsauer Berufsstruktur von 1690 anhand der Bürgerliste aus der Chronik von Augustin Faust

Title: Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Untersuchungen zur Künzelsauer Berufsstruktur von 1690 anhand der Bürgerliste aus der Chronik von Augustin Faust

Term Paper (Advanced seminar) , 1983 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr., M.A. Roland Engelhart (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Augustin Faust (1659-1742), ein Künzelsauer Weißgerber, hat über 60 Jahre lang aufgeschrieben, was er als aufzeichnenswert und als wichtig erachtete: von den Rechtsverhältnissen seiner Heimatstadt, über Beobachtungen zum Wetter bis hin zu den alltäglichen Sorgen und Wandlungen. So ist im Laufe der Jahre eine umfangreiche Chronik über Künzelsau entstanden, die ein lebendiges und facettenreiches Bild zeichnet und kurzweilig zu lesen ist.

Diese Chronik ist ein wertvolles Zeugnis für Alltagsgeschichte und eine wichtige Quelle für Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. So wurde sie zum Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit über die Künzelsauer Berufsstruktur von 1690. Anhand einer Bürgerliste, die anlässlich einer Steuerumlage erstellt wurde und der gedruckten Chronik als Anlage beigegeben ist, können wichtige Rückschlüsse auf die Wirtschaft- und Sozialstruktur von Künzelsau gezogen werden.

Die berufliche Zusammensetzung der Künzelsauer Bürger spiegelt sich in der erhobenen Steuerumlage. Die Höhe der Steuerschuld steht dabei in engem Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf. Da viele frühere Berufe heute nicht mehr üblich sind bzw. nicht mehr so bekannt sind, werden solche historische Berufe in einem eigenem Kapitel erläutert. Danach erfolgt eine Analyse der Bürgerliste, woraus sich die Berufsstruktur von Künzelsau ableiten lässt. Bei der Auswertung der in Künzelsau vorhandenen Berufe wird nicht nur eine quantitative Auflistung der einzelnen Berufe vorgenommen, sondern es ergibt sich daraus auch ein Überblick über diejenigen Branchen, die für das Gewerbewesen von Künzelsau typisch und bestimmend waren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Disposition

2. Augustin Faust und die Künzelsauer Chronik

3. Berufsstruktur von Künzelsau um 1690

3.1 Bürgerliste von Augustin Faust

3.2 Umlage vom März 1690

3.3 Erklärung nicht mehr üblicher Berufe

3.4 Auswertung der in Künzelsau um 1690 vorhandenen Berufe

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Wirtschafts- und Sozialstruktur der Stadt Künzelsau im Jahr 1690. Basierend auf einer historischen Bürgerliste aus der Chronik von Augustin Faust untersucht die Arbeit die damalige Berufsverteilung, die soziale Schichtung anhand von Steuerumlagen und erläutert die Bedeutung historischer Berufsbezeichnungen.

  • Analyse der Künzelsauer Berufsstruktur um 1690
  • Auswertung einer historischen Bürgerliste und Steuerumlage
  • Erklärung und Kontextualisierung alter Handwerksberufe
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten zwischen den Gewerben
  • Verknüpfung von Quellenmaterial mit sozialgeschichtlichen Fragestellungen

Auszug aus dem Buch

3.3 Erklärung nicht mehr üblicher Berufe

Die nachstehenden Erklärungen beschränken sich auf Berufe, die in der Bürgerliste vorkommen. Die Literatursuche gestaltete sich hierbei relativ schwierig. Es fand sich kein Buch, in dem pro Beruf auf wenigen Seiten die Berufe des Mittelalters dargestellt sind. Einzelne Monographien heranzuziehen, wäre zu umständlich gewesen. Heimpel bringt in seinem Buch „Das Gewerbe der Stadt Regensburg“ viel Spezielles und nur wenig allgemein Erläuterndes. Auch in den von Steinhausen herausgegebenen „Monographien zur deutschen Kulturgeschichte“, Band 8, war nicht das zu finden, was das Inhaltsverzeichnis versprach. Hier geht es mehr um das Handwerk allgemein, über die rechtliche Abgrenzung und über die Zunft- und Ausbildungsverordnung. Das Buch enthält jedoch sehr schöne Holzschnittabbildungen über die Tätigkeiten der einzelnen Berufe. Die Personennamenslexika – denn der Beruf ergab oft den Namen – gehen selten über eine philologische Erklärung hinaus. Als fruchtbarste Quelle hat sich das Konversationslexikon von Zedler erwiesen, das zudem zeitlich sehr nahe an das Datum der Chronik heranragt. Aber es kommt öfters vor, dass sich über Begriffe, die in der damaligen Zeit selbstverständlich waren, nicht viel findet, wie beispielsweise über den Beruf des Wagners oder Berufe gar ganz fehlen. Hier musste dann auf die oftmals einzeiligen Erklärungen von Grimm und Fischer zurückgegriffen werden.

Einen großen Anteil nimmt das Leder herstellende und verarbeitende Gewerbe ein. Besonders wichtig sind hierbei die Gerber. Man teilt die Gerber in Rot- und Weißgerber ein. Nach Grimm stellt der Rotgerber rotes und der Weißgerber weißes Leder her. Heimpel vertritt die Ansicht, dass das Gewerbe des Weißgerbers feiner und auch jünger ist als das des Rotgerbers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Disposition: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, stellt den Aufbau der Arbeit dar und erläutert die methodische Herangehensweise an die Auswertung der Chronik.

2. Augustin Faust und die Künzelsauer Chronik: Das Kapitel bietet ein Porträt über den Autor der Chronik, Augustin Faust, und ordnet seine Aufzeichnungen in den historischen und verfassungsrechtlichen Kontext von Künzelsau ein.

3. Berufsstruktur von Künzelsau um 1690: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Berufe basierend auf der Bürgerliste von 1690, inklusive einer quantitativen Auswertung und Erklärungen zu historischen Tätigkeiten.

3.1 Bürgerliste von Augustin Faust: Hier wird die Bürgerliste als Datenquelle vorgestellt und der Begriff des Bürgers sowie die Bedingungen für den Erwerb des Bürgerrechts erläutert.

3.2 Umlage vom März 1690: In diesem Abschnitt wird die steuerliche Belastung der Bürger statistisch aufbereitet, um Rückschlüsse auf die Vermögensstruktur zu ziehen.

3.3 Erklärung nicht mehr üblicher Berufe: Dieses Kapitel liefert eine philologische und fachliche Einordnung von Berufsbezeichnungen, die im heutigen Sprachgebrauch weitgehend unbekannt sind.

3.4 Auswertung der in Künzelsau um 1690 vorhandenen Berufe: Hier werden die Häufigkeiten der Berufe analysiert und wirtschaftliche Abhängigkeitsketten innerhalb der städtischen Gewerbestruktur aufgezeigt.

4. Literaturangaben: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und weiterführende Literatur auf, die für die Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Künzelsau, Augustin Faust, Berufsstruktur, Sozialgeschichte, 1690, Bürgerliste, Handwerk, Steuerumlage, Wirtschaftsgeschichte, Gerber, Kleinstadt, Quellenanalyse, Zunftwesen, Regionalgeschichte, Wirtschaftsleben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wirtschafts- und Sozialstruktur der Stadt Künzelsau im späten 17. Jahrhundert anhand einer historischen Bürgerliste aus der Chronik des Handwerkers Augustin Faust.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die damalige Berufsverteilung, die rechtliche Stellung der Bürger und die wirtschaftliche Differenzierung innerhalb der städtischen Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aus den Daten einer Steuerumlage von 1690 ein Bild der beruflichen Zusammensetzung Künzelsaus zu rekonstruieren und die damaligen Lebensumstände besser verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Quellenkritik und quantitative Auswertungsmethoden, indem sie historische Register (Bürgerliste) mit ergänzenden Kirchenbuchdaten kombiniert und terminologische Analysen durchführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bürgerliste, die statistische Aufarbeitung der Steuerumlage, die Definition veralteter Berufsbezeichnungen sowie die Interpretation wirtschaftlicher Abhängigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Künzelsau, Sozialgeschichte, Berufsstruktur, Bürgerliste, Steuerumlage, Handwerk und das 17. Jahrhundert.

Warum war das Ledergewerbe in Künzelsau so bedeutend?

Die Analyse zeigt eine hohe Konzentration von Berufen wie Gerbern und Schuhmachern, die eng mit der Grundbedürfnisdeckung und der lokalen Infrastruktur verbunden waren.

Welche Bedeutung haben die Wirte in der historischen Aufstellung?

Die hohe Zahl an Wirten sowie deren Doppelfunktion als Metzger oder Bäcker unterstreichen die ökonomische Vernetzung und die Vielfalt der Nebenerwerbe in der damaligen Kleinstadt.

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Details

Title
Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Untersuchungen zur Künzelsauer Berufsstruktur von 1690 anhand der Bürgerliste aus der Chronik von Augustin Faust
College
University of Tubingen  (Institut für geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften)
Course
Deutsche und Schweizerische Städtechroniken des Spätmittelalters und der Frühneuzeit
Grade
1,0
Author
Dr., M.A. Roland Engelhart (Author)
Publication Year
1983
Pages
19
Catalog Number
V175498
ISBN (eBook)
9783640965069
ISBN (Book)
9783640965281
Language
German
Tags
Augustin Faust (1659-1742) Chronik Künzelsau Hohenlohe Alltagsgeschichte Berufsstruktur Gewerbewesen Bürgerliste Steuerumlage Wirtschafts- und Sozialstruktur Stadtgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr., M.A. Roland Engelhart (Author), 1983, Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Untersuchungen zur Künzelsauer Berufsstruktur von 1690 anhand der Bürgerliste aus der Chronik von Augustin Faust, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175498
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