Homosexualität - Eine exegetische Analyse und Auseinandersetzung mit Römer 1,26-27


Seminararbeit, 2011

36 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Arbeitsübersetzung

3. Historischer Hintergrund zum Römerbrief
3.1. Homosexualität zur Zeit von Paulus

4. Textanalyse
4.1. Botschaft des Römerbriefes
4.2. Literarischer Kontext von Römer 1,26-27
4.3. Wortstudien zu Römer 1,26
4.3.1. Dahingegeben werden
4.3.2. Schändliche Leidenschaften
4.3.3. Ihre Frauen
4.3.4. Natürlicher Verkehr getauscht in den widernatürlichen.
4.4. Wortstudien zu Römer 1,27
4.4.1. Verlassen
4.4.2. Wollust
4.4.3. Treiben
4.4.4. Die notwendige Strafe
4.4.5. Verirrung

5. TheologischeAnalyse
5.1. Definition von Homosexualität
5.2. Ursachen von Homosexualität
5.3. Römer 1,26-27
5.4. Homosexualität in 1. Korinther 6,9-10 und 1. Timotheus 1,8-10
5.5. Schlussfolgerung zur theologischenAnalyse

6. Umgang mit Homosexualität
6.1. Als Gemeinde
6.2. Als Seelsorger

7. Schluss

8. Bibliographie

1. EINLEITUNG

Als vor einigen Jahren bekannt wurde, dass ein Sohn eines adventistischen Geistlichen in höhere Position homosexuell sei und mit Bekanntwerden dieser Sache, eine hitzige Diskussion innerhalb der Gemeinde ausgelöst wurde, zeigte sich, wie herausfordernd dieses Thema für Christen sein kann. Unlängst erzählt mir eine Pastorentochter, dass ihr Vater seit einiger Zeit einem homosexuellen Pärchen, das im gemeinsamen Haushalt lebt, Bibelstunden gibt. Der Pastor sieht sich nun vor der Situation, „es“ irgendwann einmal ansprechen zu müssen. Wenn doch nur Klarheit herrschen würde! Unzählige Fragen stellen sich, wenn man sich auf das Thema Homosexualität einlässt: Ist Homosexualität angeboren oder nicht? Ist sie Sünde oder nicht? Wenn nein, welche Art von Homosexualität ist Sünde? Und wenn sie Sünde ist, wie verhält man sich dann? Was tut eine homosexuelle Person, die gläubig ist und Jesus lieb hat? Darf sie dann wenigstens eine monogame homosexuelle Beziehung führen, wenn man doch gläubig und fromm ist? Ist die sexuelle Orientierung eine Privatsache oder hat sie eine weitere Tragweite? Wie kann es sein, das etwas, dass die postmoderne Gesellschaft mittlerweile akzeptiert, und keinem zu Schaden scheint, von Christen immer noch als sündiges Verhalten dargestellt werden? Heute wird Homosexualität nicht mehr therapiert. Heute wird Homophobie therapiert. Doch was sagt die Bibel über Homosexualität? Diese Arbeit beschäftigt sich mit paulinischen Aussagen zu homosexuellem Verhalten in Römer 1,26-27 und geht auch auf 1. Korinther 6,9-10 und 1. Timotheus 1,8-10 ein. Weiters werden Implikationen für den Umgang mit Homosexualität als Christen beleuchtet.

2. ARBEITSÜBERSETZUNG

Zunächst eine nahezu wörtliche Arbeitsübersetzung des Textabschnittes Römer 1,26-27, die der nachfolgenden Textanalyse als Grundlage dienen soll.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. HISTORISCHER HINTERGRUND ZUM RÖMERBRIEF

Das Paulus der Verfasser des Römerbriefes ist, wird heute von keinem ernsthaften Theologen bestritten. So wird der Römerbrief in 1,1 mit dem Wort „Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel“ eingeleitet. Eigentlich müsst man eher sagen, dass Paulus den Brief erstellte und von Tertius, seinem „Sekretär“, niederschreiben ließ (Röm 16,22).1 Paulus lässt uns deutlich erkennen in welcher Situation er sich zur Zeit der Abfassung befindet. Anhand von internen Hinweisen wie in 16,1 wo Paulus die Gemeinde in Kenchreä2 erwähnt, lässt darauf schließen, dass Paulus sich zu dieser Zeit in Korinth aufhielt.3 Die Verfassungszeit des Briefes wird auf das Datum um 55. n. Chr. gelegt. Mit diesem Brief wir die Sammlung der paulinischen Briefe im Neuen Testament eröffnet. Sowohl von seiner länge als auch von seinem geistlichen und theologischen Gewicht her ist er der bedeutendste Lehrbrief des Apostels. Um auch andere Völker mit dem Evangelium bekannt zu machen, hatte Paulus die Absicht, eine Missionsreise nach Spanien zu unternehmen. Dies wird in Kapitel 15,24 ersichtlich. Die Welthauptstadt Rom schien ihm bei der Durchführung dieses Vorhabens eine willkommene Ausgangsbasis zu sein. In 15,24 wünscht sich Paulus einige römische Christen als Reisebegleiter und Mitarbeiter. Doch hiermit eröffnet sich die Frage, warum Paulus einen solch umfangreichen Brief an die Gemeinde in Rom geschrieben hat.4

Eine mögliche Begründung könnte die geistliche Situation der Gemeinde in Rom sein. Sie bestand aus Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunf, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden hatten: Juden aus Palästina und der Diaspora, Proselyten, Orientalen, Griechen, Römer und Angehörige westlicher Fremdvölker. So schreibt Douglas:

„The book of Acts tells us nothing about the founding of the church. But Luke does tell us that Jews from Rome were among those who saw the pouring out of the Spirit on the Day of Pentecost (2:10). We may surmise that some of them were among the three thousand converted on that day (2:41) and that they brought their new belief in Jesus as Messiah back with them to Rome.“5

Die meisten dieser Christen hatten noch nie jene anhaltende und sorgfältige Unterweisung im Glauben erhalten, die der Apostel den Gemeinden zur Zeit ihrer Gründung gab.6 Es ist daher schwer vorstellbar, dass der strategisch denkende Völkermissionar nicht das Bedürfnis empfunden haben sollte, diesem Mangel durch nachträgliche gründliche Unterweisung abzuhelfen. Die geistliche Festigung der Gemeinde in der Kaiser- und Reichshauptstadt Rom hatte Bedeutung für das gesamte Christentum. Diese Theorie kann sich auch auch auf konkrete Aussagen im Brief selbst stützen: Paulus wollte den Glauben der römischen Gemeinde stärken (1,11; 16,25). Mit dieser Tatsache stellt sich nun konkret die Frage, aus welchem Grund Paulus das Thema der Homosexualität im Brief an die Gemeinde in Rom erwähnt. Gab es einen spezifischen Anlass in der Gemeinde, der Paulus animiert haben könnte, dieses Thema aufzugreifen? Oder hatte Paulus bloß die römische Kultur im Hinterkopf und wollte vor ihr warnen? Oder war es die hellenistische Kultur die Paulus vor Augen hatte? Immerhin schrieb er aus Korinth. Dieser Frage ist es wichtig nachzugehen indem die kulturellen Umstände und Hintergründe erarbeitet werden.

3.1. Homosexualität zur Zeit von Paulus

Zur Zeit von Paulus kannte man das „Phänomen“ der Homosexualität bereits. Müller behauptet sogar, dass drei verschiedene Konzepte bezüglich der Gründe von Homosexualität, bekannt waren. So macht er eine Unterteilung zwischen Leuten die eigentlich keine wahren Homosexuellen sind, sondern „teenagers and adults who are bored with hetereosexuality and get involved with members of the same sex“7 und den so genannten „situational homosexuals“8, Leute die aus Mangel an heterosexuellen Begegnungen die Homosexualität als Zuflucht sahen. Neben diesen beiden Konzepten gab es auch die Idee der anlagebedingten Homosexualität. Die Vorstellung, dass die Neigung zur Homosexualität eine Veranlagung, ein Teil einer Person ist. Diese Vorstellung findet sich in Platos androgynem9 Mythos.

„In this myth Plato explains that primal man was dual. He had four hands, four feet, two faces and two privy parts, that is, like two people back to back-the faces opposite directions. Some of these dual, primal creatures were male in both parts, others were female in both parts and yet others (a third sex) part male and part female. These primal creatures were so strong that they became insolent, attacking the gods. Because of their continued insolence, Zeus divided these dual four-legged creatures into two-legged creatures. A dual male became two males, a dual female two females and the male-female (androgynous) became a male and a female. On this basis he accounts for the differing sexual desires apparent in society, for each creature searches out its own or opposite kind, according to its original orientation. When dual parts encounter each other they fall in love. By the creation of this myth Plato attempts to explain the attraction some men and women have for persons of the same sex.“10

Es ist schwer vorstellbar, dass Paulus, der ja ein sehr gebildeter Mann war und sogar griechische Autoren zitierte,11 Platos Mythos und somit das Konzept von anlagebedingter Homosexualität nicht kannte.

Daher gibt es keine Rechtfertigung für die Ansicht, dass Paulus mit dem Abschnitt in Römer 1,26-27 bloß die gewalttätige und ausbeuterische Homosexualität und/ oder die Päderastie an den Pranger stellt und nicht die dauerhafte, fürsorgliche, sich bloß auf einen Partner einschränkende gleichgeschlechtliche Beziehung. Ihm war auch diese Art der Homosexualität bekannt. Da Paulus keinen Unterschied in den verschiedenen Formen von Homosexualität macht, scheint er wohl alle Fälle von gleichgeschlechtlichen Beziehung abzulehnen.12 So schreibt Thiselton:

„Paul witnessed around him both abusive relationships of power or money and examples of ,genuine love‘ between males. We must not misunderstand Pauls ,worldly‘ knowledge.“13

4. TEXTANALYSE

4.1. Botschaft des Römerbriefes

Der Römerbrief ist im Neuen Testament die ausführlichste Darstellung der freien Gnade Gottes, die in Jesus Christus jedem Menschen angeboten ist. Paulus verfolgt hier eine Argumentationslinie, die sich an den Kernproblemen orientiert, die im Dialog mit judaisierenden Strömungen innerhalb der Christenheit immer wieder auftraten.

In den ersten acht Kapiteln zeigt Paulus die Erlösungsbedürftigkeit aller Menschen - Juden wie Nichtjuden - auf und betont mit Nachdruck die Notwendigkeit, dass der Mensch aus der Macht der Sünde befreit werden muss. So taucht das Wort paß - alle, an genau 70 Stellen im Römerbrief auf. Durch diesen Begriff macht Paulus deutlich, dass „alle Christen, im selben Boot‘ sitzen. Alle haben gesündigt (Rö 3,23). Alle werden vor Christus als dem Richter stehen (Rö 14,10).“14 Mit dieser theologischen Aussage beseitigt Paulus alle Unterschiede, die Mauern zwischen Menschen aufrichten und die verhindern, dass die Gläubigen wahre Einheit in Christus erleben.15 Er macht deutlich, dass sich alle Menschen unter dem Zorn, den die Sünde herausfordert, befinden. Absolut niemand hat ein Anspruch auf Erlösung und auch niemand kann nur das Geringste tun um sich selbst zu retten. Diese Befreiung geschieht aber nicht durch die Einhaltung des mosaischen Gesetzes oder das Tun guter Werke. Die Gerechtigkeit, die „vor Gott gilt“16 kann auf solche Weise nicht erworben werden. Gott sandte daher seinen Sohn Jesus Christus, der für die Schuld aller (paß) Menschen am Kreuz sterben musste, damit das eigentlich uns betreffende Gericht von uns abgewandt und von Jesus Christus getragen wird. Das Geschenk der Gnade gehört ebenfalls zu der Botschaft des Paulus. Diese, uns „umsonst“ - d.h. ohne Verdienst - zugeeigneten Gerechtigkeit ist nichts mehr hinzuzufügen, sie ist eine gnädige Herablassung Gottes, die nur im Glauben ergriffen werden kann und gilt für alle. Paulus verwendet das Wort cariß, Gnade, 24 Mal in seinem Brief an die Römer. So schreibt Conzelmann:

„Bei Paulus ist cariß der zentrale Begriff, der am klarsten sein Verständnis des Heilsgeschehens ausdrückt. [...] Das spezifisch Paulinische ist die Verwendung des Wortes für die Freilegung der Struktur des Heilsgeschehens. Sprachlicher Ausgangspunkt ist die Bedeutung Erfreuen durch Schenken, der geschenkte, nicht verdiente Gunsterweis. [...] Wenn Gottes Gunst mit dem Kreuzesgeschehen identisch ist, so ist dessen Absolutheit festgestellt. Die Gnade ist nicht nur der Grund der Rechtfertigung (R 3, 24f; 5, 20f), sie stellt sich vielmehr auch in dieser dar; denn die Rechtfertigung ist nicht die subjektive Aneignung des in Christus objektiv verwirklichten Heils. Das Heilsgeschenk ist an sich selbst auf den Sünder gerichtet und führt die Rechtfertigung mit sich, so wird es im Glauben empfangen.“17

Das Wort drückt im Grunde aus, dass Gott die Menschen bedingungslos und ohne jede menschliche Vorleistung annimmt. „Die Gnade bleibt Geschenk, sie ist im Wort zugesprochen.“18 Kein anderer Begriff könnte die Grundüberzeugung des Paulus besser zusammenfassen. Die einzige Hoffnung des Christen und das Fundament seiner Erlösung ist Gott, der in seiner Liebe aus Gnade den ersten Schritt tut, um so uns ohne jede eigene Vorleistung und ohne Bedingung zu erretten.19

Nun gibt es für Paulus nur eine angemessene Antwort auf das gnädige Angebot Gottes hin, nämlich den Glauben. Das Wort Glaube (pistiß) nutzt Paulus in allen verschiedenen Formen vierzig Mal in diesem Brief. pistiß ist mehr als „nur“ glauben.

„Glaube ist vertrauensvolle Hingabe an Gott und die Bereitschaft, ihn beim Wort zu nehmen und sich in puncto Erlösung auf ihn zu verlassen.“20 Aus diesem Glauben folgt bei Paulus nun der Gehorsam. Der Gehorsam, den Gott will, ist der Glaube.21

Ein anderer wichtiger und letzter Punkt bei Paulus ist die Gerechtigkeit (dikaiosunh) die wir aus Glauben haben. In Römer 1,16-17 heißt es:

„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: ,Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.‘“

Paulus zitiert hier am Ende von Vers 17 einen alttestamentlichen Text, nämlich aus Habakuk 2,4 wo es im letzten Teil heißt: „Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“ So schreibt Brunt:

„Nach Paulus sind wir durch unser Vertrauen auf Gottes Gnade gerechtfertigt. Damit treten wir in eine neue Beziehung zu Gott. Dieses neue Verhältnis ändert unsere Stellung, unsere Sichtweise und unsere Lebensrichtung. Das ist die Erfahrung der ,Gerechtigkeit‘, die wir allein aufgrund des Glaubens erleben (Rö 1,17).“22

Dieser Zuspruch gilt für Juden und Nichtjuden. Daher ist es verständlich, dass es im Bereich der jüdischen Christenheit zu Fragen kam, welche Bedeutung denn nun das Gesetz Gottes und die Erwählung des Volkes Israel im Alten Bund noch hat. Diese Thematik greift Paulus nun im zweiten großen Hauptteil auf und legt dies sorgfältig und leidenschaftlich in den Kapitel 9-11 dar, welchen heilsgeschichtlichen Ort das Gesetz einnimmt und welche Rolle Israel, als Volk einnimmt.

Der dritte Hauptteil (Kapitel 12-15) handelt dann über die Ethik, d.h. die praktischen Fragen zum Verhalten als Christen etwa in der Gemeinde und gegenüber der staatlichen Obrigkeit. Paulus nimmt dabei zur konkreten Spannung in der Gemeinde zu Rom Stellung, u.a. zu dem Konflikt zwischen „Starken“ und „Schwachen“.23 Grundlegend ist dabei seine Weisung in 15,7: „Nehmt einander an, gleichwie Christus uns angenommen hat.“ Zusammenfassend könnten wir den Römerbrief wie folgt in drei Teile unterteilen, wobei der erste Teil die vier Hauptthemen des Briefes inkludiert.

Erster Teil: Römer 1-8 - Erlösungsbedürfigkeit aller Menschen

1. Erlösung für alle (paß).
2. Das Geschenk der Gnade (cariß).
3. Der Gehorsam des Glaubens (pistiß).
4. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben (dikaiosunh).

Zweiter Teil: Römer 9-11 - Die Rolle Israels

Dritter Teil: Römer 12-15 - Praktisches Christentum

4.2. Literarischer Kontext von Römer 1,26-27

Der Kontext von Römer 1,26-27 zeigt im Grunde die universale Natur der Nationen (eqnesin). In Röm 1,18-19 werden diese Nationen bzw. Heiden mit dem Attribut der Gottlosigkeit versehen. Diese sind es die die „Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten“. Römer 1 zeigt das alle Heiden (pasin toiß eqnesin) Sünder sind „weil sie Gott kannten ihn aber weder als Gott verherrlichten noch im Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde“ (V. 21). Dies ist der Grund, warum Paulus nun in den Versen 21-32 einen Sündenkatalog präsentiert, der die geistliche Einstellung der Heiden darstellt. Interessant ist nun, dass Paulus in Kapitel 2 auf die Juden eingeht und zeigt, dass die Juden ebenfalls Sünder sind.24 Paulus geht weiter und schließt das Thema in Kapitel 3 ab, indem er sagt, dass alle gesündigt haben (Röm 3,23) und alle von der Gnade Gottes abhängig sind (Röm 3,24), die sich im Opfer Jesu Christi manifestiert (Röm 3,25). Kapitel 5 führt dann den Gedanken weiter aus und kommt zu dem Punkt an dem Paulus sagt, dass alle Menschen Sklaven der Sünde sind aber durch und vor allem in Jesus Christus davon befreit sind.

Der Hintergrund dieser Diskussion über Homosexualität in Römer 1 ist das Thema der Schöpfung. So heißt es in 1,20:

„Denn sein unsichtbares [Wesen], sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien“

[...]


1 Douglas J. Moo, Romans: From Biblical Text to Contemporary Life, The NIV Application Commentary (Grand Rapids, Michigan: Zondervan, 2000), 16.

2 So schreibt Douglas ebd.: „For Cenchrea was the seaport next to Corinth.“

3 Ibid.

4 Über diesen Punkt sind sich die Ausleger nicht einig. Eine gute Zusammenfassung findet sich in John C. Brunt, Der R ö merbrief (Lüneburg: Adventverlag, 1999) auf Seite 13.

5 Douglas,17-18.

6 Vgl. dazu Apostelgeschichte 19,10; 20,27.

7 Ekkehardt Müller, Gehard Pfandl (Hg.), Interpreting Scripture: Bible Questions and Answers, Biblical Research Institute Studies Vol. 2 (Silver Spring, MD: Review and Herald, 2010), 334.

8 Ibid.

9 Androgynie (von altgr. ἀνήρ, Gen. ἀνδρός = Mann, γυνή = Frau) bedeutet weibliche und männliche Merkmale vereinigend. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Androgynie (Stand: 24.02.2011)

10 Roland M. Springett, Homosexuality in History and the Scriptures (Silver Spring, MD: Biblical Research Institute of the General Conference, 1988, 97-98.

11 Vgl. Apostelgeschichte 17,28 oder Titus 1,12.

12 Ibid.

13 Anthony C. Thiselton, The First Epistle to the Corinthians, The New International Greek Testament Commentary (Grand Rapids, MI: Wm B. Eerdmans Publishing Company, 2000), 452.

14 Brunt, 19.

15 Ibid.

16 Im Grunde geht es in Römer 1,17; 3,21.22; 10,3 sowie in 2. Korinter 5,21 nicht um „die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt“, sondern viel mehr um Gottes Gerechtigkeit. So heißt es wortwörtlich in Römer 1,17: „Denn die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm offenbart aus Glauben zum Glauben“.

17 Hans Conzelmann, „cariß“ in Gerhard Kittel (Hg.), Theologisches W ö rterbuch zum Neuen Testament, Bd. 9 (Stuttgart: W. Kohlhammer, 1973), 383-385.

18 Ibid., 385.

19 Brunt, 21.

20 Ibid.

21 Wobei die grieschiche Wendung upakohn pistewß in Römer 1,5 auch Gehorsam des Glaubens, gegenüber dem Glauben oder durch den Glauben bedeuten.

22 Brunt, 23.

23 Heiko Krimmer, R ö merbrief, Edition C Bibelkommentar, Bd. 10 (Stuttgart: Hänssler, 1991 3 ), 11. 9

24 Ekkehardt Müller, Homosexuality in Rom 1:26-27, in Biblical Research Institut General Conference of Seventh-day Adventist, 10/07, 2.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Homosexualität - Eine exegetische Analyse und Auseinandersetzung mit Römer 1,26-27
Hochschule
Seminar Schloss Bogenhofen
Note
3,0
Autoren
Jahr
2011
Seiten
36
Katalognummer
V175776
ISBN (eBook)
9783640976454
ISBN (Buch)
9783640976690
Dateigröße
568 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Homosexualität, Römer 1, Paulus und Homosexualität, Was sagt die Bibel über Homosexualität?, Ist Homosexuailtät eine Sünde?, Ist Homosexualität eine Krankheit?
Arbeit zitieren
Andreas Weber (Autor)René Walter (Autor), 2011, Homosexualität - Eine exegetische Analyse und Auseinandersetzung mit Römer 1,26-27, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175776

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