Unterrichtsentwurf Leichtathletik

Linear beschleunigte Würfe - 9./10. Klasse


Unterrichtsentwurf, 2011

3 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Unterrichtsentwurf - Linear beschleunigte Würfe - 9./10. Klasse

Als Aufwärmspiel haben wir eine Schulform des Rugby gewählt. Dabei wird die Gruppe in zwei Mannschaften aufgeteilt (eine Mannschaft bekommt farbige Bänder als Markierung). Auf jede Hallenseite wird eine Weichbodenmatte platziert. Ziel des Spiels ist es, den Rugbyball auf die gegnerische Matte zu befördern. Um einen Punkt zu erzielen, darf der Ball nur während des Sprungs gefangen werden, bevor sich der Spieler samt Ball auf die Matte fallen lässt. Auf der Matte darf sich keine weitere Person befinden um Körperverletzungen zu vermeiden. Aus diesem Grund darf auch die Person im Ballbesitz , die sich mit dem Ball nur drei Schritte fortbewegen darf, nicht direkt angegriffen werden. Dieses Spiel für die allgemeine Erwärmung des Körpers und explizit für die des Schultergürtels gut geeignet.

Wir haben diese Form des Aufwärmens für die 9./10. Klasse gewählt, da unseres Erachtens dieses Spiel das Gruppengefühl stärkt und den Teamgeist verbessert, da man nur gemeinsam als Gruppe gewinnen kann. Da sich in diesen Klassenstufen pubertierende Jugendliche befinden, bei denen bezüglich Teamgeist und Gruppengefühl erhebliche Differenzen vorzufinden sind, eignet sich ein Mannschaftsspiel hervorragend, um an diesen Poblemen zu arbeiten. Eine weitere Idee zur Variation in der 9./10. Klasse wäre die Regel, dass sich jedes Teammitglied mindestens einmal aktiv an dem Spielzug beteiligen muss, bevor ein Punkt erzielt werden kann. Dies garantiert die Aufwärmung aller und beugt der Abgrenzung einzelner SchülerInnen (zB. Mädchen, die nicht gut werfen können) vor.

In niedrigeren Klassenstufen kann es bei Spielen dieser Art leicht zu “Gerangel” kommen. Daher ist die Regel, den Körperkontakt zu vermeiden, in diesen Jahrgängen besonders wichtig. Unter Beachtung aller Regeln wäre dieses Aufwärmspiel jedoch für alle Jahrgangsstufen geeignet.

Die Schulform des Rugby unterscheidet sich vom traditionellen Rugby-Spiel darin, dass unter anderem auch nach vorne (in Richtung gegnerischer Matte) zu einem Mannschaftsmitglied gepasst wird, während beim traditionellen Spiel nur nach hinten abgeworfen werden darf. Nach dem Aufwärmspiel ist es vonnöten eine Dehnung vorzunehmen. Die Schüler dehnen ihren gesamten Körper und speziell den Schulter- und Armbereich. Während der kurzen Reflexionsphase nach dem Aufwärmspiel hat sich ergeben, dass Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Abstands/Körperkontaktes herrschten. Einige hielten den Abstand für sinnvoll, andere widerum für unnötig und unrealistisch. Über den Abstand könnte man sich je nach Klasse Gedanken machen, für welche Schüler dies sinnvoll wäre und für welche nicht. (Z.B. wäre der Abstand in Klassen mit starken, sehr ehrgeizigen und groben Jungs von Vorteil).

Als Hauptteil der Stunde haben wir uns einen Staffelparcours mit Speeren und Tennisbällen überlegt.

Die Staffel sollte im Freien gemeinsam mit den Schülern auf- und abgebaut werden. Nach dem Aufbau wurde die Gruppe in vier Mannschaften eingeteilt und kämpfte dann in dieser Konstellation für den Gewinn der eigenen Gruppe. Die erste Station bezieht sich hauptsächlich auf das “Weitwerfen”. Jedes Mannschaftsmitglied hatte die Aufgabe nacheinander mit dem Speer über eine Linie (Frauen und Männer hatten eine unterschiedlich weite Mindestlinie)zu werfen. Wurde diese Linie überworfen, sollte zunächst der Speer eingesammelt und dem 2. Mitspieler der Mannschaft abgegeben werden. Folglich sollte schnellstmöglich zur nächsten Station gelaufen werden. Wurde die Linie nicht überworfen, musste nach dem Einsammeln eine kleine “Strafrunde”, oder eher eine kleine Strecke hinter der Startposition, gelaufen werden. Erst nach dieser “Strafstrecke” durfte zur folgenden Station gelaufen werden. Es gab für jede Mannschaft diese Stationen, damit alle Mannschaften gleichzeitig beginnen konnten.

Die zweite Station hatte als Hauptaufgabe das “Zielwerfen”.Jedes Mannschaftsmitglied musste mit einem Tennisball in einen vorgelegten Ring (Frauen und Männer unterschiedliche Entfernung) geworfen werden. Wurde das Ziel getroffen, durfte wieder nach dem Einsammeln zur ersten Station gelaufen werden um das zweite Mannschaftsmitglied “abzuschlagen”. Wurde das Ziel nicht getroffen, musste nach dem Einsammeln diese selbe Strafstrecke gelaufen werden wie bei der ersten Station. Die Mannschaft, die zuerstmit all ihren Mitgliedern wieder am Startpunkt angekommen war, hat gewonnen.

Wichtig ist, dass jeder natürlich immer ein Auge auf die anderen richten sollte und nicht werfen durfte, sobald jemand in unmittelbarer Nähe zu sehen war. (Erhebliches Verletzungsrisiko)!

Die Staffel hatte im Endeffekt aus mehreren Gründen leider nicht den gewünschten Erfolg: Der Parcours hätte bereits vorher von uns aufgebaut sein sollen, um das Auskühlen der Schüler zu verhindern und kostbare Zeit zu sparen. Außerdem wurde für das Thema “Linear beschleunigte Würfe” im Verhältnis mehr gelaufen als geworfen, was logischerweise nicht Sinn und Zweck der Stunde war. Jeder Schüler hatte nur dreimal die Gelegenheit den Speer zu werfen, was Vielen zu wenig war. Desweiteren sollte darauf geachtet werden, dass die Stationen nebeneinander in einem ausreichenden Abstand platziert werden, da das Verletzungsrisiko sehr hoch ist. Auch die Strafstrecke erzielte nicht den erwünschten Effekt:

Spieler, die nicht über die Linie bzw. in den Reifen geworfen haben, mussten nur eine verhältnismäßig kurze Strecke laufen. Diese Strecke, die eigentlich Zeit kosten sollte, wurde zum Ersatz für das weite Laufen um den Speer bzw. den Tennisball wieder zurückzuholen. Somit haben einige aus taktischen Gründen den Speer/bzw. den Tennisball nicht über die gewünschte Linie bzw. in den Reifen geworfen, sondern weit vor dem Ziel platziert, um die Entfernung zum Startplatz zu vermindern (da alle die Wurfutensilien wieder zurückholen müssen) und dann folglich “nur” eine sehr kurze Strafstrecke laufen mussten. Somit haben die Spieler Zeit gespart, anstatt sie zu verlieren. Die Strafrunde hätte von größerem Umfang sein sollen.

Fazit ist, dass eine Unterrichtsstunde viel Zeit für die Planung in Anspruch nimmt, man sich über alle Faktoren und Risiken Gedanken machen sollte und auch spontan und flexibel in Ausnahmezuständen reagieren muss.

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsentwurf Leichtathletik
Untertitel
Linear beschleunigte Würfe - 9./10. Klasse
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
3
Katalognummer
V175942
ISBN (eBook)
9783640980109
Dateigröße
418 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsentwurf, leichtathletik, linear, würfe, klasse
Arbeit zitieren
Luise Ostendoerfer (Autor), 2011, Unterrichtsentwurf Leichtathletik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175942

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Unterrichtsentwurf Leichtathletik



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden