Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Begabtenförderung in unserer Gesellschaft.
Zu Beginn erfolgt eine genauere Beleuchtung des Begriffes Förderung. Anschließend werden, ausgehend von einer kritischen Betrachtung der Schule, einige Möglichkeiten außerschulischer Förderung aufgezeigt.
Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich konkret mit Hochbegabung und ihrer Bedeutung für die Gesellschaft. Nach einer umfassenden Darstellung der Definitionsansätze zu den Begriffen Begabung, Intelligenz und Kreativität wird auf die Probleme Begabter und deren Umfeld eingegangen. Weiters werden Gründe für Begabtenförderung diskutiert und auffällige Merkmale hochbegabter Kinder besprochen. Dieser Teil endet mit dem Hinweis auf Möglichkeiten der Begabtenförderung in der Schule und der Darstellung von Erfahrungen hochbegabter Jugendlicher bei internationalen Wettbewerben und „Olympiaden“.
Im dritten Teil der Arbeit werden österreichische Institutionen und Vereine, die sich mit Begabtenförderung beschäftigen, ausführlich dargestellt. Da Begabtenförderung beginnt, einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft einzunehmen, werden auch das Interesse und der Bedarf an einschlägigen Institutionen und Vereinen größer.
Abschließend werden die, in immer mehr österreichischen Bundesländern mit großem Erfolg durchgeführten, Sommerakademien ausführlich dargestellt, ihre Anfänge in Deutschland, ihre Ziele, sowie Evaluationen über die Erfahrungen begabter SchülerInnen bei diesen Veranstaltungen.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT
EINLEITUNG
1 SCHULKRITIK UND AUßERSCHULISCHE FÖRDERMÖGLICHKEITEN
1.1 FÖRDERUNG ZWISCHEN BEHINDERUNG UND BESONDERER BEGABUNG
1.2 SCHULKRITIK UND BILDUNGSWAHRNEHMUNGEN AN AUßERSCHULISCHEN INSTITUTIONEN
1.2.1 Kritische Betrachtung von Aufgaben und Anforderungen an die Schule
1.2.2 Heterogenität versus Homogenität in der Schule
1.2.3 Zur Notwendigkeit außerschulischer Förderung
2 HOCHBEGABUNG, IHRE BEDEUTUNG UND DIE ERFAHRUNGEN HOCHBEGABTER JUGENDLICHER BEI DER TEILNAHME AN AUßERSCHULISCHEN UNTERNEHMUNGEN ZUR BEGABTENFÖRDERUNG
2.1 BEGRIFFSKLÄRUNG UND DEFINITION
2.1.1 Begabung
2.1.2 Intelligenz
2.1.3 Kreativität
2.2 ZUR GESCHICHTE DER BEGABTENFÖRDERUNG
2.2.1 Wissenschaftliche Erkenntnisse
2.2.2 Entwicklungen im schulischen Bereich
2.3 BEGABTENFÖRDERUNG – GEFAHR DER ELITENBILDUNG ODER MENSCHENRECHT?
2.3.1 Probleme der Begabten und Vorurteile der Neider
2.3.2 Warum Begabtenförderung?
2.3.2.1 Individuelle Gründe für Begabtenförderung
2.3.2.2 Globale Gründe für Begabtenförderung
2.4 MERKMALE HOCHBEGABTER KINDER
2.4.1 Allgemeine Merkmale hochbegabter Kinder
2.4.2 Merkmale betreffend Denken und Lernen
2.4.3 Persönlichkeitsmerkmale
2.4.4 Merkmale im Sozialverhalten
2.4.5 Geschlechtsspezifische Unterschiede
2.4.6 Asynchrone Entwicklungen
2.5 BILDUNGSÜBERLEGUNGEN FÜR SCHULE IM ANSPRUCH VON BEGABTENFÖRDERUNG
2.6 ERGEBNISSE AUS DER STUDIE ÜBER DIE TEILNAHME ÖSTERREICHISCHER JUGENDLICHER AN INTERNATIONALEN WETTBEWERBEN UND „OLYMPIADEN“
3 AUßERSCHULISCHE MÖGLICHKEITEN DER BEGABTENFÖRDERUNG
3.1 INSTITUTIONEN
3.1.1 Das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung in Salzburg
3.1.2 Zentrum für Begabtenförderung am pädagogischen Institut der Erzdiözese Wien
3.1.3 Lernambulanz Steyr
3.1.4 Besonderes Angebot zur Begabtenförderung des Pädagogischen Instituts des Bundes Salzburg: „Plus-Kurse“
3.2 VEREINE
3.2.1 Österreichischer Verein für hochbegabter Kinder
3.2.2 Verein zur Förderung besonderer leistungsfähiger und leistungswilliger Schüler in Niederösterreich
3.2.3 Tiroler Talente: Verein zur Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher in Tirol
3.2.4 Stiftung Talente: Verein zur Förderung hochbegabter Schüler in Oberösterreich
3.2.5 Verein zur Förderung hochbegabter Schüler in Salzburg
3.2.6 ECHA PROTALENT: Steirischer Verein zur Förderung begabter und hochbegabter Kinder
3.3 PRIVATINITIATIVE: TATE – SOCIETY TO SUPPORT BRIGHT CHILDREN
4 SOMMERAKADEMIEN
4.1 WAS IST EINE SOMMERAKADEMIE?
4.2 ANFÄNGE UND ZIELE DER SOMMERAKADEMIE
4.2.1 Die Deutsche SchülerAkademie
4.2.2 Ziele der Sommerakademie
4.3 SOMMERAKADEMIEN IN ÖSTERREICH
4.3.1 Sommerakademie in Oberösterreich
4.3.2 Sommerakademie in Niederösterreich
4.3.3 Sommerakademie in Kärnten
4.3.4 Sommerakademie in der Steiermark
4.3.5 Sommerakademie in Tirol
4.3.6 Sommerakademie in Salzburg
5 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUßBEMERKUNGEN
7 WICHTIGE INTERNETADRESSEN
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Notwendigkeit außerschulischer Begabtenförderung in Österreich, da das Regelschulwesen aufgrund seiner Anforderungen und Klassengrößen den Bedürfnissen hochbegabter Kinder oft nicht gerecht werden kann. Ziel ist es, einen Überblick über existierende Initiativen, Vereine und Sommerakademien zu geben und deren Beitrag zur kognitiven, sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder aufzuzeigen.
- Kritische Analyse des aktuellen Schulsystems und dessen Grenzen bei der Förderung von Hochbegabten.
- Definition und Charakterisierung von Hochbegabung sowie die Darstellung der asynchronen Entwicklung betroffener Kinder.
- Vorstellung österreichischer Institutionen und Vereine als Anlaufstellen für betroffene Eltern und Lehrer.
- Untersuchung des Konzepts der Sommerakademien als effektive Form der außerschulischen Begabtenförderung.
- Evaluation von Erfahrungen hochbegabter Jugendlicher bei der Teilnahme an speziellen Förderprogrammen und Wettbewerben.
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Allgemeine typische Merkmale hochbegabter Kinder
Ellen Winner (1998) beschreibt 3 Merkmale, durch die sich hochbegabte Kinder charakterisieren:
Frühreife:
Hochbegabte sind meist bereits in ihrer frühkindlichen Entwicklung Gleichaltrigen voraus. Schon im Säuglingsalter fallen sie dadurch auf, daß sie vom ersten Augenblick an ein waches Interesse an ihrer Umgebung zeigen. Diese Orientierungsreaktion ist ein Indikator für die Bereitschaft des Kindes, sich den Lernanreizen der Außenwelt zu öffnen. (vgl. Rollet, In: Oswald/Klement/Boyer, 1994, S.143) Das Kind fixiert schon bald nach der Geburt Menschen und Dinge, es reagiert schon nach wenigen Wochen auf seine Umwelt mit Lächeln, es nimmt mit seiner Umwelt eher als andere Babys Kontakt auf. (vgl. Feger, 1998, S.62)
Die Entwicklung der einzelnen sensomotorischen Intelligenzstadien im Sinne Piagets und der individuellen Lernfähigkeit erfolgt ebenfalls schneller als bei anderen Kindern. Es zeigt sich eine raschere Habituierung, ein schnelleres Gelangweiltsein durch öfter dargebotene Reize. Die Kinder können in kürzerer Zeit mehr Informationen aufnehmen und sinnvoll verarbeiten. (vgl. Rollet, In: Oswald/Klement/Boyer, 1994, S.143)
Zusammenfassung der Kapitel
1 SCHULKRITIK UND AUßERSCHULISCHE FÖRDERMÖGLICHKEITEN: Dieses Kapitel thematisiert die Grenzen des Regelschulwesens bei der individuellen Förderung und plädiert für den Ausbau außerschulischer Angebote.
2 HOCHBEGABUNG, IHRE BEDEUTUNG UND DIE ERFAHRUNGEN HOCHBEGABTER JUGENDLICHER BEI DER TEILNAHME AN AUßERSCHULISCHEN UNTERNEHMUNGEN ZUR BEGABTENFÖRDERUNG: Es erfolgt eine fundierte Begriffsdefinition von Hochbegabung, Intelligenz und Kreativität sowie eine eingehende Analyse der psychologischen und sozialen Merkmale hochbegabter Kinder.
3 AUßERSCHULISCHE MÖGLICHKEITEN DER BEGABTENFÖRDERUNG: Hier werden zentrale österreichische Institutionen und Vereine vorgestellt, die Unterstützung und diagnostische Hilfe für hochbegabte Kinder sowie deren Umfeld anbieten.
4 SOMMERAKADEMIEN: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Konzeption, Zielsetzung und Evaluation der seit einigen Jahren in Österreich stattfindenden Sommerakademien für besonders begabte Kinder und Jugendliche.
Schlüsselwörter
Hochbegabung, Begabtenförderung, außerschulische Förderung, Intelligenz, Kreativität, Asynchrone Entwicklung, Schulsystem, Sommerakademien, Talentförderung, soziale Integration, unterforderung, Persönlichkeitsentwicklung, Begabungsprofile, Österreich, Bildungsberatung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation hochbegabter Kinder im österreichischen Bildungssystem und der Bedeutung von außerschulischen Fördermöglichkeiten zur Unterstützung ihrer Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Kritik am aktuellen Schulwesen, die Definition von Hochbegabung, die Merkmale hochbegabter Kinder sowie die Vorstellung spezifischer Förderinitiativen und Sommerakademien in Österreich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine über das Regelschulwesen hinausgehende Förderung für Hochbegabte notwendig ist und welche bestehenden Institutionen in Österreich hierfür Hilfestellung leisten.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Evaluationsergebnissen zu Sommerakademien und Begabtenförderungsprojekten in Österreich.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit Hochbegabung (Merkmale, Probleme, Definition) und die praktische Darstellung von Institutionen, Vereinen und speziellen Programmen wie Sommerakademien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hochbegabung, Begabtenförderung, außerschulische Initiativen, soziale Integration, Talentförderung und Persönlichkeitsentwicklung.
Wie wirken sich Sommerakademien auf die Kinder aus?
Laut den im Dokument aufgeführten Evaluationen fördern Sommerakademien nicht nur die kognitiven Fähigkeiten, sondern stärken maßgeblich das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz der Teilnehmer durch den Austausch mit Gleichgesinnten.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "unterforderten" und "besonders begabten" Schülern wichtig?
Die Unterscheidung ist essenziell, da eine fehlende Diagnose oder eine mangelnde Förderung zu Unterforderung, Schulunlust, psychischen Problemen und einer Disharmonie zwischen intellektueller und emotionaler Entwicklung führen kann.
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- Mag. Daniela Karobath (Author), 2003, Außerschulische Initiativen der Begabungsförderung in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17595