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Das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ in Potsdam - Im Spannungsfeld zwischen Idee und Konkretisierung

Title: Das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ in Potsdam - Im Spannungsfeld zwischen Idee und Konkretisierung

Bachelor Thesis , 2011 , 94 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nico Kögler (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Gegenstand der dargestellten Untersuchung ist das städtebauliche Leitbild „Stadt der kurzen Wege“ und seine Bedeutung für die Stadt Potsdam. Die vorrangigen Ziele dieses Leitbildes sind, die Stadt als Lebensraum des Menschen nachhaltig, ökonomisch und attraktiv zu gestalten. Der Lösungsansatz wird in der Funktionsmischung von Wohnen, Arbeiten, Versorgen und Freizeit gesehen, welche u.a. den motorisierten Individualverkehr (MIV) samt seinen Folgen eindämmen soll. Am Beispiel der Stadt Potsdam ist zu beobachten, dass es sichtbare Defizite zwischen der Theorie und der Umsetzung des Leitbildes gibt. Es enthält weder klar definierte Erfüllungskriterien, noch existiert eine übergreifende Strategie zu seiner Umsetzung. Trotzdem kommt ihm eine wichtige Funktion zu. Es soll verschiedenen, städtebaulich wirksamen Gruppen, wie sie lokale Parteien und die Stadtverwaltung darstellen, zur gemeinsamen Orientierung dienen und somit städtebaulich richtungsweisend wirksam werden.

Schlagwörter: Arbeiten, Freizeit, Funktionsmischung, Leitbild, Mobilität, Potsdam, Stadtumbau, Versorgen, Vision, Wohnen.

Abstract

This analysis focuses on the urban planning concept of the “city of short distances“ and its meaning for the city of Potsdam. The primary objectives of this concept are to make the city sustainable, economic and attractive. The approach is seen in the combination of the functions habitation, working, supplying, and leisure which, amongst others, shall lead to a decrease of the motorized individual transportation and its consequences. The example of the city of Potsdam shows that there are obvious deficits between the theoretical model and its implementation. This concept does neither contain clearly defined criteria of achievement nor is there a comprehensive strategy for its realization. Nevertheless, this overall concept plays an important role. It is supposed to provide a common basis of orientation for different urban planning groups such as political parties and municipal authorities and thus point the way to the future.

Keywords: habitation, leisure, mobility, overall concept, Potsdam, supplying, urban planning, working.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Gegenstand der Arbeit

1.2 Ausgangsthese der Untersuchung

1.3 Fragestellungen der Untersuchung

1.4 Ablauf der Untersuchung

2 Leitbild „Stadt der kurzen Wege“ in der wissenschaftlichen Diskussion

2.1 Verständnis des Begriffs „Leitbild“

2.2 Elemente des Leitbildes „Stadt der kurzen Wege“

2.2.1 Nachhaltigkeit

2.2.2 Nutzungsmischung

2.2.3 Funktion Wohnen

2.2.4 Funktion Arbeiten

2.2.5 Funktion Versorgen

2.2.6 Funktion Erholen/Freizeit

2.3 Mobilität im Leitbild

3 Methodik

3.1 Experteninterview

3.2 Interviewpartner

3.2.1 Auswahl

3.2.2 Vorstellung

3.3 Interviewleitfaden

3.4 Auswertung

3.5 Probleme (soziale Situation in Interviews und Erhebungsprozessen)

4 Verständnis und Nutzung des Leitbildes in Potsdam

4.1 Verständnis des Leitbildes „Stadt der kurzen Wege“ in Potsdam

4.2 Akteure und Leitbildorientierung

4.3 Operationalisierung von Leitbildern und ihre Schwierigkeiten

4.4 Potsdam und die „Stadt der kurzen Wege“

4.4.1 Potsdamer Nutzungsmischung

4.4.2 Wohnen in Potsdam

4.4.3 Arbeitsstandort Potsdam

4.4.4 Versorgungsstrukturen in Potsdam

4.4.5 Erholen/Freizeit in Potsdam

4.5 Mobilität im Potsdamer Blick

4.6 Leitbild als Zukunftsvision für Potsdam

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Bachelorarbeit untersucht das städtebauliche Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ und dessen Anwendung in der Landeshauptstadt Potsdam. Ziel der Arbeit ist es zu prüfen, inwieweit das Leitbild in Potsdam städtebaulich wirksam ist oder ob es lediglich als politisches Instrument ohne strategische Umsetzung dient, indem theoretische Konzepte mit den realen Entscheidungsstrukturen vor Ort verglichen werden.

  • Analyse des Leitbildbegriffs und der Funktionen der „Stadt der kurzen Wege“
  • Empirische Untersuchung mittels Experteninterviews mit Vertretern aus Politik und Stadtverwaltung
  • Bewertung der Umsetzbarkeit von Nutzungsmischung und Verkehrsvermeidung in Potsdam
  • Reflektion über Zielkonflikte zwischen städtebaulichen Visionen und ökonomischen sowie sozialen Rahmenbedingungen
  • Diskussion über die Rolle von Leitbildern als Orientierungshilfe in der Kommunalplanung

Auszug aus dem Buch

1.1 Gegenstand der Arbeit

„Nur die Stadt der kurzen Wege, die Stadt der Dichte, der Vielfalt und Wohnlichkeit ist überlebensfähig“ (Guratzsch 2007). Dieses Zitat beschreibt ein städtebauliches Leitbild, das seit Mitte der 1980er Jahre (vgl. Brunsing & Frehn 1999: S.7) immer wieder in der Stadtplanung, in der Stadtpolitik allgemein und nach der Wiedervereinigung Deutschlands auch in der Landeshauptstadt Brandenburgs, Potsdam, auftaucht. Namentlich handelt es sich dabei um das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“. Im Zentrum dieses Leitbildes steht die Funktionsmischung der vier städtischen Grundfunktionen Wohnen, Arbeiten, Versorgen und Freizeit. Das Ziel besteht darin, die vier genannten Funktionen mittels kurzer Wege zu verbinden. Das Konzept der kurzen Wege wiederum soll die Abhängigkeit vom motorisierten Individualverkehr (MIV) senken, ökologische Vorteile bereitstellen, ökonomische Ressourcen effizient nutzen und nicht zuletzt die Stadt als Lebensraum attraktiver gestalten.

Wenn nun aber eine solche Stadtstruktur die einzig „überlebensfähige“ Form der nachhaltigen Stadtentwicklung ist, wie eingangs zitiert wurde, dann verwundert es doch sehr, dass die heutigen Städte im Allgemeinen und Potsdam im Speziellen nicht dem Leitbild entsprechen.

Wirft man einen Blick auf die aktuelle Karte von Potsdam (z.B. 6.1.4 Übersichtskarte der Stadtteile Potsdams)1, stellt man schnell eklatante Widersprüche zum Leitbild „Stadt der kurzen Wege“ fest. Dem Ideal der Funktionsmischung widersprechen beispielsweise mehrere monostrukturelle Wohngebiete mit einer Überbetonung der Funktion Wohnen, wie es in den Stadtteilen Schlaatz, Waldstadt oder Drewitz der Fall ist. Vom Konzept der kurzen Wege weicht auch der Mangel an Möglichkeiten zur Überquerung der durch die Innenstadt fließenden Havel2 ab. Beide Aspekte widersprechen dem skizzierten Leitbild in Potsdam.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das städtebauliche Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ und Definition der Problemstellung sowie der Ausgangsthese.

2 Leitbild „Stadt der kurzen Wege“ in der wissenschaftlichen Diskussion: Theoretische Herleitung der Konzepte wie Nachhaltigkeit, Nutzungsmischung und deren Bedeutung für die moderne Stadtplanung.

3 Methodik: Erläuterung des gewählten empirischen Forschungsansatzes mittels Experteninterviews sowie der Auswahl der Interviewpartner.

4 Verständnis und Nutzung des Leitbildes in Potsdam: Darstellung und Analyse der Ergebnisse aus den Experteninterviews in Bezug auf die praktische Anwendung und Umsetzung in Potsdam.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Überprüfung der Ausgangsthese zur Wirksamkeit des Leitbildes.

Schlüsselwörter

Arbeiten, Freizeit, Funktionsmischung, Leitbild, Mobilität, Potsdam, Stadtumbau, Versorgen, Vision, Wohnen, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit, Verkehrsvermeidung, Stadtplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Bachelorarbeit analysiert das städtebauliche Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ und dessen Anwendung in der Stadt Potsdam im Kontext von Politik und Verwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktionsmischung von Wohnen, Arbeiten, Versorgen und Freizeit sowie die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob das Leitbild in Potsdam tatsächlich umgesetzt wird oder ob es als abstrakte Vision ohne konkrete Strategie politisch instrumentalisiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative empirische Methode in Form von Experteninterviews mit Vertretern der Potsdamer Stadtverwaltung und der lokalen Politik angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Diskussion des Leitbildes sowie eine praktische Analyse, die Expertenmeinungen zur Situation in verschiedenen Potsdamer Stadtteilen auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagwörter sind Funktionsmischung, Leitbild, Mobilität, Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und Potsdam.

Inwiefern beeinflussen Investoren die Stadtplanung in Potsdam?

Die Arbeit zeigt, dass Investoren für die Realisierung städtebaulicher Vorhaben essenziell sind, deren Renditeinteressen jedoch häufig mit dem Leitbild der Nutzungsmischung kollidieren.

Welche Rolle spielt der motorisierte Individualverkehr (MIV)?

Der MIV wird als zentrales Hindernis für kurze Wege identifiziert, wobei die Experten betonen, dass eine ökologische Verkehrsplanung notwendig ist, um die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Wird Potsdam als „Stadt der kurzen Wege“ eingestuft?

Die Experten sind sich uneinig; das Fazit zieht das Ergebnis, dass Potsdam das Leitbild nur partiell umsetzt und es an einer übergreifenden Strategie fehlt.

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Details

Title
Das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ in Potsdam - Im Spannungsfeld zwischen Idee und Konkretisierung
College
University of Potsdam  (Institut für Geographie)
Grade
2,0
Author
Nico Kögler (Author)
Publication Year
2011
Pages
94
Catalog Number
V176264
ISBN (eBook)
9783640974269
ISBN (Book)
9783640974184
Language
German
Tags
Arbeiten Freizeit Funktionsmischung Leitbild Mobilität Potsdam Stadtumbau Versorgen Vision Wohnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Kögler (Author), 2011, Das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ in Potsdam - Im Spannungsfeld zwischen Idee und Konkretisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176264
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