Das Praxissemester gilt als zentrale Schnittstelle zwischen Studium und schulischer Praxis. Doch was passiert, wenn Lehramtsstudierende dabei an ihre Grenzen kommen, sich unsicher fühlen oder bisherige Vorstellungen vom Lehrerberuf ins Wanken geraten?
Genau hier setzt die vorliegende Masterarbeit an. Sie untersucht, welche Krisen- und Irritationserfahrungen Lehramtsstudierende im Praxissemester machen, wie sie mit diesen umgehen und welche Bedeutung diese Erfahrungen für ihre professionelle Entwicklung haben.
Die Arbeit verbindet dabei theoretische Perspektiven auf Professionalisierung, Krisen und Entwicklungsaufgaben mit qualitativen Interviews und einer systematischen qualitativen Inhaltsanalyse. Besonders interessant ist die Perspektive der Studierenden selbst: Nicht nur die schwierigen Situationen werden betrachtet, sondern auch deren Verarbeitung und die Frage, ob und inwiefern aus solchen Erfahrungen professionelle Entwicklung entstehen kann.
Damit bietet die Arbeit einen fundierten Einblick in einen Aspekt des Praxissemesters, der bislang deutlich weniger im Mittelpunkt steht als die allgemeinen Professionalisierungsprozesse angehender Lehrkräfte.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2026, Krisen im Praxissemester, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1768087