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Hugo van der Goes: Der Portinari-Altar (1475/76)

Titel: Hugo van der Goes: Der Portinari-Altar (1475/76)

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Laura Walew (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden befasse ich mich mit Hugo van der Goes’ Portinari-Altar. Zunächst werde ich mich mit dem Leben des Künstlers beschäftigen, bevor ich mich dem Werk widme. Ich möchte zuerst auf die Hintergründe eingehen, die zur Entstehung des Altares geführt haben, um mich dann dem eigentlichen Werk zuzuwenden. Ich werde das Gesehene beschreiben und das Dargestellte in seinem Inhalt analysieren, bevor ich auf mögliche Auslegungen eingehe. Als Literatur dienten mir Arndts sehr ausführliche Monographie Van der Goes - Portinari-Altar, welche trotz ihres geringen Umfangs eine Fülle an wertvollen Informationen bietet, Max Friedländers Hugo van der Goes, dass besonders Aufschluss über das Leben des Künstlers gibt, und Joseph van Overbeeks Studien zu dem Werke des Hugo van der Goes, welches einen erschöpfenden Überblick über die Werke des Künstlers verschafft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hugo van der Goes: Leben

3. Der Portinari-Altar

3.1. Entstehungsgeschichte

3.2. Beschreibung

3.3. Analyse und Deutungsversuche

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Leben und Werk von Hugo van der Goes auseinander, wobei der Portinari-Altar als zentraler Gegenstand der Untersuchung dient. Ziel ist es, sowohl die biografischen Hintergründe des Künstlers, insbesondere seine psychische Verfassung und seinen Rückzug ins Kloster, zu beleuchten als auch eine detaillierte kunsthistorische Analyse und Interpretation des Altars vorzunehmen, um dessen Stellung im Gesamtwerk des Künstlers zu verstehen.

  • Biografische Analyse des Lebens von Hugo van der Goes
  • Einfluss der geistigen Erkrankung auf das künstlerische Schaffen
  • Entstehungsgeschichte und Kontextualisierung des Portinari-Altars
  • Detaillierte ikonographische und formale Beschreibung des Altars
  • Symbolik und Deutungsansätze in der niederländischen Malerei

Auszug aus dem Buch

3.3. Analyse und Deutungsversuche

Die Alltagsseite ist die Vorgeschichte zu den Ereignissen der Festtagsseite. Obwohl Hugo van der Goes die damals oft für Alltagsseiten verwendete Grisaille-Malerei verwendet, hat er den eigentlichen Gedanken hinter der Grisaille – die Imitation von Stein – außer acht gelassen. Lediglich die Gegenstände lassen erahnen, dass sie aus Gestein sind, aber sowohl Maria als auch der Erzengel Gabriel wirken nicht wie Statuen. Sie haben keine Sockel unter ihren Füßen, wie man es sonst oft beobachten konnte. Weder in ihren faltenreichen Gewändern, noch in ihrer Gestalt und Haltung lässt sich etwas wie steinerne Schwere erkennen. Sie wirken wie lebende Figuren, die van der Goes zufällig in grau und weiß gemalt hat. Ihre Körper zeugen nicht von statuarischem Gewicht, sondern vibrieren regelrecht vor Emotion und Seele.

Hugo van der Goes hat sich bei der Gestaltung der Geburt Christi an dem damals üblichen Konzept der Natürlichkeit orientiert das heißt der Szene eine gewisse Realitätsnähe verliehen. Das Kind, das auf dem blanken Boden liegt und von den Anwesenden bewundert wird, findet sich schon beim Meister von Flèmalle [Abb. 19] und Rogier van der Weyden [Abb. 20].

Das Augenmerk liegt aber genauso stark auf Maria wie auf dem Neugeborenen. Die Hälfte der Fluchtlinien läuft unmittelbar rechts neben ihrem Kopf zusammen [Abb. 21, gelb]. Das Werk war schließlich auch für die Spitalkirche S. Maria Nuova gedacht. An den Wänden des Chores, um den Portinari-Altar angeordnet, soll sich zudem ein Freskenzyklus mit Szenen aus dem Marienleben befunden haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der methodischen Vorgehensweise sowie der für die Arbeit zentralen Literaturquellen.

2. Hugo van der Goes: Leben: Detaillierte Betrachtung des Lebensweges des Künstlers, seiner Ausbildung, Karriere in Gent und seines späteren Eintritts ins Kloster aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung.

3. Der Portinari-Altar: Umfassende Untersuchung des Hauptwerkes, unterteilt in seine Entstehungsgeschichte, eine detaillierte formale Beschreibung sowie eine kunsthistorische Analyse und Interpretation der ikonographischen Details.

4. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion über die Bedeutung von Hugo van der Goes für die Kunstgeschichte und die Notwendigkeit, das Werk jenseits der psychischen Biografie des Künstlers zu betrachten.

Schlüsselwörter

Hugo van der Goes, Portinari-Altar, Niederländische Malerei, Renaissance, Tommaso Portinari, Kunstgeschichte, Ikonographie, Grisaille-Malerei, Andachtsbild, Künstlerbiografie, Sakrale Kunst, Florenz, Brügge, Bildanalyse, Mittelalterliche Kunst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Leben und Werk des flämischen Malers Hugo van der Goes, mit besonderem Fokus auf sein Hauptwerk, den Portinari-Altar.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Biografie des Künstlers, der Einordnung seines Werkes in den kunsthistorischen Kontext und der detaillierten Deutung der Symbolik des Portinari-Altars.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Portinari-Altar fundiert zu analysieren und dabei die Bedeutung des Werkes für die Zeit sowie die Wechselwirkung zwischen der Biografie des Künstlers und seinem Schaffen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse angewandt, die auf Literaturrecherche, stilistischer Bildbetrachtung und ikonographischer Interpretation basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Aufarbeitung, die Historie des Auftrags, eine deskriptive Analyse des Altares und die tiefgehende Interpretation der religiösen Symbolik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hugo van der Goes, Portinari-Altar, Niederländische Malerei, Ikonographie und Kunstgeschichte charakterisiert.

Welche Rolle spielt Gaspar Ofhuys in der Analyse des Künstlers?

Ofhuys war ein Mitnovize im Kloster und lieferte durch seine Notizen wichtige Informationen über das Leben und den psychischen Gesundheitszustand von van der Goes nach dessen Eintritt in das Kloster.

Wie deutet der Autor das dämonische Wesen auf dem Portinari-Altar?

Das Wesen wird als Teufel gedeutet, dessen Darstellung im Schatten verdeutlicht, dass die Macht des Bösen angesichts der Geburt Christi als machtlos gegenüber dem göttlichen Licht anzusehen ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hugo van der Goes: Der Portinari-Altar (1475/76)
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,0
Autor
Laura Walew (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V177037
ISBN (eBook)
9783640984800
ISBN (Buch)
9783640985128
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hugo van der Goes Portinari-Altar Anbetung der Hirten Tommaso Portinari Niederländisch Maleirei Altar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Walew (Autor:in), 2011, Hugo van der Goes: Der Portinari-Altar (1475/76), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177037
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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