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Das Shareholder-Value - Paradigma im Licht der Bilanzskandale in den USA?

Titel: Das Shareholder-Value - Paradigma im Licht der Bilanzskandale in den USA?

Seminararbeit , 2003 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Fabian Fritzsche (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit, soll untersucht werden, inwieweit das Shareholder-Value
Paradigma Auslöser oder Mitverursacher der Bilanzskandale in den USA sein könnte.
Im Folgenden ist daher zunächst einmal festzustellen, was unter dem Shareholder-Value
Paradigma zu verstehen ist. Nach Definition der wesentlichen Begriffe soll exemplarisch auf
den Bilanzskandal von Enron eingegangen werden, um Charakteristika von Bilanzskandalen
aufzuzeigen. Anschließen sollen Ursachen analysiert werden, die möglicherweise dazu
beigetragen haben, im Zusammenhang mit dem Shareholder-Value Gedanken Bilanzskandale
entstehen zu lassen. Unterschieden werden kann dabei einerseits zwischen einer unternehmensexternen und einer
unternehmensinternen Sichtweise und zwischen inhärenten Problemen des Shareholder-Value
Paradigmas und Problemen, die durch die falsche Umsetzung entstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Bezug

1.2 Zielsetzung und Vorgehen

2 Das Shareholder-Value Paradigma

2.1 Definition

2.2 Probleme des Shareholder Value Ansatzes

3 Bilanzskandale in den USA

3.1 Allgemeines

3.2 Enron

3.3 Wesentliche Elemente des Bilanzskandals

4 Der Zusammenhang von Shareholder-Value und Bilanzskandalen aus unternehmensexterner Sicht

4.1 Determinanten der Erwartungen

4.2 Unvollkommene Informationen

5 Der Zusammenhang von Shareholder-Value und Bilanzskandalen aus unternehmensinterner Sicht

5.1 Aktienoptionen

5.1.1 Aktienoptionen und Managementverhalten

5.1.2 Bilanzierung von Optionen

5.2 Ausrichtung von Rechnungswesen und Organisation auf das Shareholder-Value Paradigma

5.3 Kurzfristige Kurssteigerung vs. langfristige Wertsteigerung

5.4 Aktienrückkaufprogramme

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Shareholder-Value-Paradigma als Auslöser oder Mitverursacher der Bilanzskandale in den USA identifiziert werden kann, und analysiert hierbei sowohl unternehmensexterne als auch unternehmensinterne Faktoren.

  • Definition und Problematik des Shareholder-Value-Ansatzes
  • Analyse von Bilanzskandalen am Beispiel von Enron
  • Rolle der Erwartungen von Marktteilnehmern und Informationsasymmetrien
  • Fehlanreize durch Aktienoptionsprogramme
  • Auswirkungen von kurzfristiger Kursorientierung auf langfristige Unternehmensentwicklung

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Aktienoptionen und Managementverhalten

Wie bereits gesagt, sollen Optionen einen Bestandteil der leistungsabhängigen Vergütung des Managements darstellen und so Anreize schaffen, den Unternehmenswert zu steigern. Sicherlich ist dies auch vor dem Hintergrund der Principal-Agent-Problematik zu sehen, doch inwieweit hier tatsächlich positive Anreize geschaffen werden, ist fraglich. Denn ein Entlohnungssystem, welches das Management zu einer effizienten Shareholder-Value Strategie anhalten soll, muss sich an der tatsächlichen Wertsteigerung des Unternehmens orientieren, unabhängig davon, ob der (tatsächliche) Gewinn ausgeschüttet oder thesauriert wird. Da aber die tatsächliche Wertsteigerung nur relativ schwer zu bestimmen ist, wird als Erfolgsmaßstab der Börsenkurs verwendet. Inwieweit dieser aber die Wertsteigerung des Unternehmens widerspiegelt ist fraglich.

Ziel der Stock-Options-Programme ist es, über den Verdienstanreiz, das Management dazu zu bringen, den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Um diese Zielsetzung aber zu realisieren, ist aber u.U. die Ausgestaltung des Programms entscheidend. So können „Vorstände [profitieren] unabhängig von ihrer Leistung, etwa wenn der Gesamtmarkt steigt. In einer Rezession dagegen wird ein Topmanager bestraft, auch wenn er wesentlich bessere Ergebnisse erwirtschaftet als seine Konkurrenten.“ Aber auch die reine Orientierung am Börsenkurs ist durchaus zu kritisieren, da u.a. Gewinnausschüttungen unberücksichtigt bleiben. Aber auch die Laufzeit bzw. die Veräußerungsfrist der Optionen ist entscheidend. Denn oft können die Stock-Options schon nach eine relativ kurzen Haltefrist verkauft werden, was kurzfristig Kurssteigernde Maßnahmen des Managements fördert. Auf die Möglichkeit, durch den Kauf eigener Aktien seitens der Unternehmung den Aktienkurs zu heben wird weiter unten noch eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich des Shareholder-Value-Gedankens im Kontext der US-Bilanzskandale und Definition des Forschungsziels.

2 Das Shareholder-Value Paradigma: Definition des Ansatzes nach Rappaport und Diskussion grundlegender Probleme des Konzepts.

3 Bilanzskandale in den USA: Analyse der Bilanzskandale, insbesondere des Falls Enron, und Identifikation wesentlicher Merkmale dieser Skandale.

4 Der Zusammenhang von Shareholder-Value und Bilanzskandalen aus unternehmensexterner Sicht: Untersuchung des Einflusses von Markterwartungen und asymmetrischen Informationen auf das Verhalten von Unternehmen.

5 Der Zusammenhang von Shareholder-Value und Bilanzskandalen aus unternehmensinterner Sicht: Analyse interner Faktoren wie Aktienoptionen, kurzfristiger Kursfixierung und Aktienrückkaufprogrammen als potenzielle Treiber von Bilanzmanipulationen.

6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Mitverantwortung des Shareholder-Value-Paradigmas und Ausblick auf notwendige Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz.

Schlüsselwörter

Shareholder-Value, Bilanzskandale, Enron, Unternehmenswert, Aktienoptionen, Managementverhalten, Informationsasymmetrie, Kapitalmarkt, Bilanzmanipulation, Corporate Governance, Aktienrückkaufprogramme, Principal-Agent-Problematik, Wertsteigerung, Erwartungsdruck, Finanzmärkte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, ob das Shareholder-Value-Paradigma als ursächlicher Faktor für die Bilanzskandale in den USA angesehen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition des Shareholder-Value-Ansatzes, die Rolle von Anreizsystemen für das Management, die Auswirkungen von Markterwartungen und die Bedeutung von Informationsasymmetrien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das Shareholder-Value-Paradigma Auslöser oder Mitverursacher für Bilanzfälschungen und den Vertrauensverlust in das marktwirtschaftliche System in den USA war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Auseinandersetzung mit managementwissenschaftlichen und ökonomischen Modellen sowie der exemplarischen Untersuchung des Enron-Skandals.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine unternehmensexterne Betrachtung (Markterwartungen) und eine unternehmensinterne Analyse (Fehlanreize durch Stock-Options und Bilanzierungspraxis).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Shareholder-Value, Bilanzskandale, Aktienoptionen, Informationsasymmetrie, Managementanreize und Unternehmenssteuerung.

Warum sind Aktienoptionen im Kontext der Skandale problematisch?

Sie können Fehlanreize setzen, da das Management vom Aktienkurs profitiert und somit motiviert sein kann, den Kurs kurzfristig durch Manipulation oder Bilanztricks zu treiben, anstatt eine nachhaltige Wertsteigerung zu verfolgen.

Welche Rolle spielte der Fall Enron in dieser Analyse?

Enron dient als exemplarisches Fallbeispiel, um die Merkmale eines Bilanzskandals und die verhängnisvolle Dynamik zwischen Kursfixierung, Managementboni und Wirtschaftsprüferversagen aufzuzeigen.

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Details

Titel
Das Shareholder-Value - Paradigma im Licht der Bilanzskandale in den USA?
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Lehrstuhl Unternehmensführung)
Veranstaltung
Internationales Management
Note
2,0
Autor
Fabian Fritzsche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V17766
ISBN (eBook)
9783638222556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Shareholder-Value Paradigma Licht Bilanzskandale Internationales Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Fritzsche (Autor:in), 2003, Das Shareholder-Value - Paradigma im Licht der Bilanzskandale in den USA?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17766
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Leseprobe aus  23  Seiten
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