Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Milgram (1963) Experiment und den daraus resultierenden Ergebnissen zu Gehorsam gegenüber Autoritäten. Diese Ergebnisse werden als Erklärung für den Holocaust angesehen. Mit der Einschränkung dass nicht alle Sozialpsychologen diese Meinung teilen. Es gibt Befürworter wie Sabini und Silver (1980) die in der Bürokratie des Dritten Reiches und die daraus resultierende Aufteilung der Verantwortung eine Erklärung sehen. Diese Annahme stützen Sie auf den Ergebnissen von Milgram´s (1963) Untersuchung und den daraus angenommenen situationsbedingten Faktoren.
Auf der anderen Seite sehen Miale und Selzer (1975) keine fundierte Erklärung in den Experimenten von Milgram. Ihre Sichtweise beschränkt sich eher auf den Menschen selbst und seinem Hang dazu seine grausame Seite an anderen Individuen auszuleben.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Milgram Experiment
- Methodik des Experiments
- Datenerhebung
- Ergebnisse
- Situationsbedingte Faktoren
- Situativ
- Personenbezogen
- Kann Milgram's Experiment den Holocaust erklären?
- Befürworter
- Gegenredner
- Resumé
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert das Milgram-Experiment (1963) und seine Ergebnisse zum Thema Gehorsam gegenüber Autoritäten. Die Arbeit beleuchtet, ob diese Ergebnisse als Erklärung für den Holocaust dienen können. Dabei werden verschiedene Perspektiven von Sozialpsychologen diskutiert, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
- Gehorsam gegenüber Autoritäten
- Milgram-Experiment als Erklärung für den Holocaust
- Situative Faktoren und ihre Rolle beim Gehorsam
- Psychologische Mechanismen des Gehorsams
- Kritik an der Interpretation des Milgram-Experiments im Kontext des Holocaust
Zusammenfassung der Kapitel
- Zusammenfassung: Diese Einleitung stellt die Thematik der Hausarbeit vor: das Milgram-Experiment und seine Relevanz für die Erklärung des Holocaust. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht alle Sozialpsychologen diese Verbindung sehen.
- Einleitung: Hier wird die Bedeutung von Gehorsam in unserer Gesellschaft hervorgehoben und der Holocaust als Beispiel für den Missbrauch dieser Eigenschaft dargestellt. Das Milgram-Experiment wird vorgestellt, welches zeigt, dass Menschen dazu neigen, Autoritäten blind zu folgen, ähnlich den Probanden im Experiment. Die Parallele zu den Aussagen der Nazis in den Nürnberger Prozessen wird gezogen.
- Milgram Experiment: Dieses Kapitel beschreibt die Methodik des Milgram-Experiments. Es werden die Probanden, die Umgebung, die cover story und der Ablauf der Studie detailliert dargestellt. Der Fokus liegt auf der Glaubwürdigkeit des Experiments und den simulierten Elektroschocks.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe der Arbeit sind: Milgram Experiment, Gehorsam, Autorität, Holocaust, Sozialpsychologie, Situationsbedingte Faktoren, Nürnberger Prozesse, Bürokratie, Verantwortung, menschliche Grausamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel des Milgram-Experiments?
Das Experiment untersuchte die Bereitschaft von Menschen, einer Autoritätsperson zu gehorchen, selbst wenn dies im Widerspruch zum eigenen Gewissen steht.
Kann das Milgram-Experiment den Holocaust erklären?
Befürworter sehen Parallelen in der bürokratischen Aufteilung von Verantwortung. Kritiker argumentieren jedoch, dass das Experiment die aktive Grausamkeit und Ideologie des Holocaust nicht voll abbilden kann.
Was sind situative Faktoren beim Gehorsam?
Dazu gehören die Nähe zur Autoritätsperson, die räumliche Distanz zum Opfer und die schrittweise Steigerung der geforderten Handlungen.
Was sagten NS-Täter in den Nürnberger Prozessen aus?
Viele Täter beriefen sich darauf, lediglich „Befehle befolgt“ zu haben, was Milgram dazu veranlasste, die psychologischen Mechanismen hinter solchem Gehorsam zu untersuchen.
Welche Kritik gibt es an Milgrams Methodik?
Einige Psychologen wie Miale und Selzer sehen die Ursache eher in der individuellen Persönlichkeit und einem Hang zur Grausamkeit als in rein situativen Faktoren.
- Quote paper
- Peter Jarek (Author), 2011, Können die Milgram Experimente den Holocaust erklären?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178361