Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Region: Other States

Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg und die Theorie des "Demokratischen Friedens"

Title: Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg und die Theorie des "Demokratischen Friedens"

Bachelor Thesis , 2011 , 48 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Lars Renngardt (Author)

Politics - Region: Other States
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Interesse dieser Arbeit liegt also auf den Gründen, die zu einer Unfriedlichkeit von Demokratien – in unserem Fall am Beispiel Spanien und dessen Beteiligung am Irak – Krieg – führen. Geklärt werden soll, ob jenes militante Außenverhalten von Demokratien gegenüber Autokratien mit Hilfe der gleichen Gründe hergeleitet werden kann, die auch herangezogen werden, um jene „friedfertigere“ Art und Weise von Demokratien gegenüber Autokratien zu erklären.
Dem Einstieg in die eigentliche Debatte soll das Theorem des „Demokratischen Friedens“ an sich vorgeschoben werden. Hierbei soll nur sehr kurz auf große Namen wie „Immanuel Kant“ oder „Jean Jaques Rousseau“ eingegangen werden, das Hauptaugenmerk ist auf die Theorie des „Demokratischen Friedens“ an sich gerichtet, vor allen Dingen auf dessen monadische Variante. Im Zuge dessen wird es auch zu einzelnen Erläuterungen von Begrifflichkeiten wie Demokratie, Autokratie und Krieg kommen, um sowohl den Irak als auch Spanien zu klassifizieren.
Im Anschluss hieran soll dann das Phänomen des „Demokratischen Krieges“ näher beleuchtet werden, also jene militante Verhaltensweise von Demokratien gegenüber Autokratien, um dann auf Spanien und dessen Haltung im Irak – Krieg zu kommen. Geklärt werden soll unter anderem, in welcher Form sich Spanien am Irak – Krieg beteiligt hat. Desweiteren werden als Reaktion dessen die verschiedenen Konfliktlinien, jene zwischen der spanischen Bevölkerung und der spanischen Regierung, aber auch die innerhalb der spanischen Regierung, anhand verschiedener Analysen vorgestellt, wobei hier fallende Zahlen hauptsächlich auf Erkenntnisse aus dem Eurobarometer zurück zu führen sind.
Nachdem nun Grundlagen dargestellt und erläutert wurden, widmet sich diese Arbeit der eigentlichen Fragestellung: Kann jene Unfriedlichkeit Spaniens anhand der gleichen Gründe erklärt werden, welche auch zur Klärung von einem friedlichen Verhalten von Demokratien im Sinne der Theorie des „Demokratischen Friedens“ herangezogen wird? Hierbei sollen also verschiedene Erklärungsansätze zu Tragen kommen, darunter jene Utilitaristische Betrachtungsweise, die Institutionelle Betrachtungsweise wie letztlich auch die Normativ – Kulturelle Betrachtungsweise. Der im Anschluss folgende Schluss dieser hier vorliegenden Arbeit soll auf der einen Seite dann einer kurzen Zusammenfassung dienen, auf der anderen Seite aber auch Raum für einen Ausblick bereit halten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemdarstellung

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Hauptteil

2.1. Die Theorie des „Demokratischen Friedens“

2.2. Die Theorie des „Demokratischen Krieges“

2.3. Spanien und dessen Haltung im Irak-Krieg

2.4. Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien am Beispiel Spaniens

2.4.1. Utilitaristische Gründe

2.4.2. Institutionelle Gründe

2.4.3. Normativ – Kulturelle Gründe

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für das militante Außenverhalten von Demokratien gegenüber Autokratien unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung Spaniens am Irak-Krieg, um zu klären, ob diese Gründe mit jenen korrespondieren, die üblicherweise zur Erklärung der Friedfertigkeit von Demokratien herangezogen werden.

  • Theorie des Demokratischen Friedens und seine Varianten
  • Phänomen des Demokratischen Krieges
  • Politische Haltung und Beteiligung Spaniens im Irak-Konflikt
  • Konfliktlinien zwischen Regierung und Bevölkerung in Spanien
  • Utilitaristische, institutionelle und normativ-kulturelle Erklärungsansätze für Militanz

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Utilitaristische Gründe

So soll sich zu Beginn diese hier vorliegende Arbeit mit jenen Utilitaristischen Gründen auseinandersetzen.

Betrachtet man sich nun jene Utilitaristische Erklärung, so stellt man fest, dass „das Kernargument auf Kants vielzitierte Friedenschrift (1977/1795) zurück (geht), in der behauptet wird, dass das bürgerliche Individuum kein Interesse an Kriegsabenteuern habe und primär an der friedlichen Wohlstandsvermehrung interessiert sei“66. Hintergrund dieser Aussage ist jener, dass ein Krieg eben auch Kosten für den Einzelnen Bürger an sich verursacht – die Sprache ist in diesem Zusammenhang sowohl von den tatsächlichen finanziellen Kosten, die jeder Bürger aufgrund von Kriegskosten zu tragen hat, aber auch die Kosten des sogenannten „höchsten Gutes“ – dem eigenen Leben, dass jeder Bürger verlieren kann, beteiligt er sich an einem Krieg oder wird unmittelbar durch diesen Krieg verwundet oder sogar getötet.67

Die logische Konsequenz daraus ist, betrachtet man jene Gegebenheit unter Utilitaristischen Gesichtspunkten, auch Regierungen meiden den Krieg68 – mit eben einer Ausnahme, dem Verteidigungskrieg.69

Zusammenfassend gehen Bürger also von zwei verschiedenen Ausgangspunkten aus: Zum einen, betrachtet man sich jene zuvor erwähnten „Kosten – Nutzen Kalküle“, die Bürger jene Kosten vermeiden wollen und zum zweiten, Regierungen im übertragenen Sinne ebenfalls jene Kosten, unter anderem aufgrund ihrer Wiederwahl, vermeiden.70

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg in den Kontext der Theorie des Demokratischen Friedens stellt, sowie Erläuterung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.

2. Hauptteil: Theoretische Auseinandersetzung mit den Theorien des Demokratischen Friedens und des Demokratischen Krieges, gefolgt von einer detaillierten Analyse der spanischen Haltung im Irak-Konflikt sowie einer Untersuchung der Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien anhand utilitaristischer, institutioneller und normativ-kultureller Ansätze.

3. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und Reflexion der Anwendung der drei Erklärungsansätze auf das Fallbeispiel Spanien sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Rechtfertigung demokratischer Interventionen.

Schlüsselwörter

Demokratischer Frieden, Demokratischer Krieg, Spanien, Irak-Krieg, Koalition der Willigen, Jose Maria Aznar, Außenpolitik, Utilitarismus, Institutionen, Völkerrecht, Normativ-kulturelle Gründe, Imperialismus, Intervention, Schurkenstaaten, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das scheinbare Paradoxon, warum liberale Demokratien, die laut Theorie des „Demokratischen Friedens“ als friedfertig gelten, dennoch militärische Interventionen in Autokratien durchführen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft die Theorie des Demokratischen Friedens mit der Praxis des Demokratischen Krieges und analysiert dies am Beispiel der spezifischen Beteiligung Spaniens am Irak-Krieg unter der Regierung Aznar.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die gleichen theoretischen Gründe (utilitaristisch, institutionell, normativ-kulturell), die die Friedfertigkeit von Demokratien erklären, auch die Unfriedlichkeit in bestimmten Fällen erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete politikwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Erklärungsstränge (utilitaristisch, institutionell, normativ-kulturell) auf ein konkretes Fallbeispiel anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Demokratischen Friedens und Krieges, die historische Darstellung der spanischen Rolle im Irak-Konflikt sowie die systematische Überprüfung der drei genannten Erklärungsansätze am Beispiel Spaniens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Demokratischer Frieden, Demokratischer Krieg, Spanien, Irak-Krieg, Kosten-Nutzen-Kalküle, Institutionen und normative Werte.

Welche Rolle spielte der "Brief der Acht" für die spanische Beteiligung?

Der Brief war ein wichtiges Signal der Unterstützung für die US-Politik im Irak durch mehrere europäische Staats- und Regierungschefs, wobei Spanien unter Aznar eine aktive Rolle einnahm.

Wie wurde die spanische Beteiligung regierungsseitig gerechtfertigt?

Die Regierung Aznar legitimierte die Beteiligung primär als „humanitäre Hilfe“, während Oppositionelle, wie Zapatero, dies als aktive Kriegsbeteiligung gegen den Willen der spanischen Bevölkerung kritisierten.

Warum spielt das Völkerrecht eine zentrale Rolle in der Argumentation der Arbeit?

Das Völkerrecht fungiert als Rahmen für das Handeln von Staaten, wobei sowohl Argumente für eine friedfertige Auslegung als auch für die Rechtfertigung militärischer Interventionen (z.B. Schutz von Menschenrechten) hergeleitet werden können.

Welche Bedeutung kommt dem Imperialismus im Kontext der Analyse zu?

Der Imperialismus wird als Faktor diskutiert, bei dem westliche Vorstellungen von Ordnung und Zivilisierung im Namen der Demokratie zu einer militanten Haltung gegenüber illiberalen „Anderen“ führen können.

Excerpt out of 48 pages  - scroll top

Details

Title
Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg und die Theorie des "Demokratischen Friedens"
College
University of Heidelberg  (Institut für Politikwissenschaften)
Grade
2,7
Author
Lars Renngardt (Author)
Publication Year
2011
Pages
48
Catalog Number
V178717
ISBN (eBook)
9783656008965
ISBN (Book)
9783656009085
Language
German
Tags
spaniens beteiligung irak-krieg theorie demokratischen friedens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Renngardt (Author), 2011, Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg und die Theorie des "Demokratischen Friedens", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178717
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  48  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint