"Allein Gott die Ehr, lieb den gemeinen Nutzen, beschirm die Gerechtigkeit." - Franz von Sickingen zwischen Mythos und Wahrheit


Magisterarbeit, 2005
107 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung
1.1. Fragestellung und Methode
1.2. Forschungsstand

2. Leben und Wirken aus der Sicht der heutigen Forschung
2.1. Das Reich im Wandel
2.1. Die Machtbasis Franz von Sickingens
2.2. Politisches und militärisches Vorgehen bis 1521
2.3. Franz von Sickingen und die Reformation
2.4. Die Fehde gegen Trier
2.5. Fazit

3. Die Darstellung Franz von Sickingens über die Jahrhunderte
3.1. Von den Zeitgenossen bis ca. 1800
3.2. In der Zeit des deutschen Einigungsprozesses 32 und der Weimarer Republik (1800-1933)
3.3. Im ‚Dritten Reich’
3.4. Nichtwissenschaftliche Geschichtsschreibung 55 nach dem Zweiten Weltkrieg
3.5. Sickingen und die sozialistische Sichtweise
3.6. Exkurs: Kunst und Literatur
3.7. Zusammenfassung

4. Franz von Sickingen zwischen Mythos und Wahrheit

5. Quellen und Literatur
5.1. Quellen
5.1.1. Ungedruckte Quellen
5.1.2. Gedruckte Quellen
5.2. Literatur

6. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung und Methode

Das späte fünfzehnte Jahrhundert und das frühe sechzehnte Jahrhundert waren eine Zeit voller Neuerungen und Veränderungen. Der Buchdruck revolutionierte die Herstellung und Verbreitung von Schriften, Amerika wurde entdeckt, der Humanismus kam ebenso auf wie die Reformation, neue Wissenschaften wurden vermehrt betrieben und vieles mehr veränderte das damalige Leben. In dieser Zeit des Umbruchs lebte der Reichsritter Franz von Sickingen und spielte gerade in den Jahren von 1515 bis zu seinem Tod 1523 eine ganz wesentliche Rolle in der Politik des Reiches. In seinem Wohlstand war er allen Rittern des Südwestens und so manchem Fürst voraus, und auch sein politischer und militärischer Einfluss war größer als der vieler Fürsten. Wagemutig und rücksichtslos verfolgte er seine Ziele, was ihn schon zu Lebzeiten bei seinen Feinden gefürchtet und verhasst machte und ihn bei seinen Freunden als Held erscheinen ließ. Mit seinem Tod versank das Rittertum als eigener Stand im Sinne des Mittelalters in die politische Bedeutungslosigkeit. Sickingen verfolgte vielfach reaktionäre Ziele, bediente sich dazu aber moderner Mittel wie beispielsweise des Bergbaus, der Landsknechte und der Artillerie. Humanisten und Reformatoren bot er seinen Schutz an. Sein Wahlspruch „Allein Gott die Ehr, lieb den gemeinen Nutzen, beschirm die Gerechtigkeit“[1] sollte zum Ausdruck bringen, dass der Ritter allein von lauteren Zielen gelenkt sei.

Franz von Sickingens außergewöhnliches Leben inspirierte Zeitgenossen wie später Lebende, sodass im Laufe der Jahrhunderte zahllose Werke historiographischer und künstlerischer Art zu ihm veröffentlicht wurden. Bei der Lektüre zeigt sich, dass diese aber keineswegs immer gleiche Tendenzen und Bewertungen zeigen, sondern vielmehr in verschiedenen Epochen verschiedenen Grundrichtungen folgen. Diese sollen im Rahmen dieser Analyse erforscht und herausgearbeitet werden. Zur Untersuchung der Fragestellung, wie Franz von Sickingen im Laufe der Jahrhunderte dargestellt wurde, soll zuerst erarbeitet werden, wie der Ritter aus der Sicht der heutigen Forschung lebte und wirkte. Dies soll als Basis für die weitere Untersuchung dienen und eine reflektierte Lektüre der folgenden Kapitel ermöglichen. Danach soll analysiert werden, wie Sickingen im Laufe der Jahrhunderte dargestellt wurde. Dazu wurde der Untersuchungszeitraum von den Zeitgenossen Sickingens bis heute in sechs Sinnabschnitte unterteilt, in deren erstem die Zeitspanne von den Zeitgenossen bis ungefähr zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts betrachtet werden soll. Da sich in diesem Zeitraum sehr wenige historiographische Darstellungen finden, erscheint diese Phase mit fast dreihundert Jahren nicht zu groß. Auch ist in diesem Abschnitt wegen der geringen Anzahl an Werken eine sinnvolle Suche nach Grundtendenzen nicht möglich, weshalb die Grundtendenzen der einzelnen Werke dargestellt werden sollen. Im Anschluss an dieses Kapitel folgt die Geschichtsschreibung vom Beginn des neunzehnten Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. Da sich in dieser Zeitspanne der Grundtenor der Historiographie praktisch nicht veränderte, erscheint auch diese Einteilung gerechtfertigt, obwohl sich innerhalb dieser Phase in Deutschland sehr unterschiedliche Staatsformen als Hintergrund für den jeweiligen Geschichtsschreiber finden. Die Zeit nationalsozialistischer Herrschaft brachte neue ideologische und geschichtsphilosophische Ideen auf, weshalb ihr ein eigenes Kapitel zugedacht ist. Im Anschluss daran folgt eine Darstellung der nichtwissenschaftlichen Geschichtsschreibung zu Sickingen seit dem Zweiten Weltkrieg. Da sich diese von der geschichtswissenschaftlichen Sicht massiv unterscheidet, muss sie als gesonderter Abschnitt betrachtet werden. Die sozialistische Geschichtsphilosophie stützt sich auf völlig eigene Grundannahmen und Gedankenmuster. Daher ist sie aus der Chronologie der Analyse entnommen und wird in einem eigenen Unterpunkt betrachtet. Die Spezifität dieser Ideologie lässt es aber sinnvoll erscheinen, in diesem Teil der Untersuchung lediglich die Grundtendenzen der Sickingendarstellung zu erarbeiten. In einem Exkurs sollen danach - ebenfalls aus der eigentlichen Chronologie herausgenommen - Beispiele für die künstlerische Darstellung Sickingens in Bildender Kunst und Literatur aufgeführt werden. Die Begrenztheit des zur Verfügung stehenden Umfangs machte es nicht möglich, diesen umfangreichen Punkt erschöpfend zu analysieren, weshalb durch einzelne ausgesuchte Beispiele nur Eindrücke darüber gegeben werden können, wie der Ritter im Laufe der Jahrhunderte künstlerisch dargestellt worden ist.

In einem abschließenden Kapitel soll dann zusammengefasst werden, welche Entwicklungen die Darstellung Franz von Sickingens im Laufe der Jahrhunderte genommen hat, und es soll analysiert werden, welchen Bezug diese verschiedenen Darstellungen zu der historischen Person aus der Sicht der heutigen Forschung haben.

Damit soll ermittelt werden, in welcher Weise sich die Sickingenliteratur über die Jahrhunderte im Spektrum zwischen Mythos und Wahrheit bewegt und welche Schlussfolgerungen aus den verschiedenen Grundtendenzen gezogen werden können.

1.2. Forschungsstand

Zu Franz von Sickingen finden sich zahllose Veröffentlichungen, die über die Jahrhunderte erschienen sind. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde aber nur wenig über den Ritter im wissenschaftlichen Rahmen geforscht. Es liegen daher zwar eine nicht unbedeutende Zahl an Aufsätzen vor, jedoch nur wenige eigenständige Publikationen. Das zurzeit umfassendste Werk wurde 1996 von Reinhard Scholzen veröffentlicht.[2] Detailliert und quellennah erarbeitet Scholzen das Leben Franz von Sickingens. Gerade die wirtschaftliche Dimension im Wirken des Ritters wird von Scholzen herausgearbeitet, sodass die Sickingenforschung diesbezüglich einen neuen Impuls erhält. Allerdings legt Scholzen sein Augenmerk wohl etwas zu sehr auf die Ökonomie, weshalb er andere wichtige Aspekte außer Acht lässt. So wird der religiöse Aspekt gänzlich ausgespart, was aber zur Folge hat, dass der Mensch Franz von Sickingen nur unvollständig untersucht wird. Daher kann die heutige Forschung nicht auf ein aktuelles Standartwerk zu diesem Thema zurückgreifen. Die letzte umfassende Erarbeitung stammt aus dem Jahre 1872 und wurde von Heinrich Ulmann verfasst.[3] Ulmann geht weitgehend neutral und quellenkritisch mit Sickingen um, doch lässt er sich dazu verleiten, an verschiedenen Stellen deutlich Partei zu ergreifen und Sympathie zum Ausdruck zu bringen. Abgesehen von diesem den Wert des Werkes mindernden Faktor wird deutlich, dass Ulmann vor dem Hintergrund der Einflüsse seiner Zeit geschrieben hat. In Ermangelung aktuellerer Untersuchungen kann die Forschung aber nach wie vor nicht auf diese Publikation verzichten.

In kompakter Form stellt Langbrandtner[4] Leben und Wirken Sickingens dar, was auch für den in seinen Wertungen wenig zurückhaltenden Birtsch[5] gilt. Die wichtigsten Aufsätze zu Franz von Sickingen stammen vor allem von Dotzauer[6] , Hoffbauer[7] , Kehrer[8], Press[9] und Schoebel[10]. Diese stellen in ihrem jeweiligen Themenschwerpunkt einen unverzichtbaren Beitrag zum Bild Franz von Sickingens in der heutigen Forschung dar. Zur Frage, wie Franz von Sickingen über die Jahrhunderte dargestellt wurde, finden sich zwar ebenfalls mehrere Aufsätze,[11] diese führen aber willkürlich Thesen und Zitate verschiedenster Herkunft und Gattung auf, ohne dass eine hermeneutische Systematik erkennbar wird. Wesentlich besser ist der Aufsatz von Erich Bader[12]. Dieser teilt die Geschichte der Sickingendarstellung in sinnvolle Epochen ein, deren Tendenzen dann kompakt dargestellt sein sollen. Bader gelingt es dabei, zahlreiche markante und aufschlussreiche Zitate vorzustellen. Allerdings schwankt auch er willkürlich zwischen künstlerischer und historiographischer Darstellung Franz von Sickingens. Sein Aufsatz bietet somit interessante Schlaglichter [13] über die verschiedenen Jahrhunderte, stellt aber keine wissenschaftlich klar strukturierte Analyse der Sickingenrezeption dar. Aus wissenschaftlicher Sicht stellt dieses Thema somit eine Forschungslücke dar, zu deren Schließung die vorliegende Untersuchung einen ersten Beitrag leisten soll.

2. Leben und Wirken aus der Sicht der heutigen Forschung

Im Folgenden soll das Leben Franz von Sickingens in knapper Form aus der Sicht der heutigen Forschung dargestellt werden. Besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelenkt, wie der Ritter und seine Taten aus der aktuellen geschichtswissenschaftlichen Perspektive zu bewerten sind. Dazu soll der Grundzustand des Reiches insgesamt, der den Handlungsrahmen für Sickingens Handeln bot, in knapper Form aufgezeigt werden. Danach soll die Machtbasis des Ritters dargestellt werden, gefolgt von seinem Leben und Wirken von seiner Geburt 1481 bis 1521, der Phase, in der sich sein Aufstieg, sein wirtschaftlicher und politischer Höhepunkt aber auch der Beginn seines Niedergangs vollzog. Darauf soll erarbeitet werden, wie Sickingen zur Reformation stand und welchen Anteil er an ihr hatte. Zum Abschluss folgt dann die Darstellung der Vorbereitung und Durchführung der Trierer Fehde sowie der Gegenangriff der Fürsten.

2.1. Das Reich im Wandel

Als Franz von Sickingen am 2. März 1481 auf der Ebernburg bei Kreuznach geboren wurde, befand sich das Reich in einem Zustand starken Wandels. Das aufkommende Territorialfürstentum ließ die Macht des Kaisers ständig abnehmen.[14] Gleichzeitig setzten sich auch neue Rechtsvorstellungen durch. Das römische Recht machte es nötig, über juristische Kenntnisse zu verfügen, sodass sich vor Gericht die Fürsten mit ihren Kanzleien gegenüber dem Niederadel im Vorteil befanden.[15] Im Zuge der überfälligen Reichsreformversuche Kaiser Maximilians I.[16] wurde 1495 der Ewige Landfriede verkündet. Dieser stellte das Führen einer Fehde unter Strafe der Reichsacht.[17] Zwar fehlte dem Reichskammergericht meist die Macht zur Exekution ausgesprochener Strafen,[18] doch wurde der niedere Adel damit zumindest de iure seines gewohnten Rechtsmittels beraubt, während die Fürstentümer damit intern stabilisiert wurden.[19] Diese Kriminalisierung der Fehde war für den Niederadel aber schon daher schwerlich zu akzeptieren, als dass der Unterschied zwischen Fehde und Krieg lediglich im Ausmaß der militärischen Handlung bestand.[20] Mit dem Ewigen Landfrieden von 1495 wurde also im Wesentlichen die nichtfürstliche Kriegführung verboten, während die fürstliche Gewaltanwendung weiterhin legal war. Aber auch auf anderen Stufen der ständischen Hierarchien fanden Verschiebungen und Neubewertungen statt. Während die Fürsten und große bürgerliche Handelshäuser wie beispielsweise die Fugger im Vormarsch waren, befand sich der Niederadel, zu dem auch die Sickinger gehörten, in der Krise. Diese war nicht unbedingt wirtschaftlich bedingt.[21] Vielmehr wurde gerade die Position der Reichsritter gleichförmig mit jener des Kaisers geschwächt.[22] Mit dem Aufkommen von Landsknechten und Artillerie in den spätmittelalterlichen Heeren wurden die Ritter militärisch funktionslos. Durch den militärischen Niedergang verlor das Rittertum aber auch seine soziale Daseinsberechtigung,[23] was die Niederadligen dazu zwang, sich neue Betätigungsfelder zu suchen.[24] Zu diesen gehörte es, sich in die administrativen Dienste eines Fürsten zu stellen,[25] doch dort entstand durch gebildete Bürger eine neue Konkurrenz.[26] Andere Ritter wollten sich aber diesen Tendenzen nicht fügen und betätigten sich als Raubritter[27] oder Söldner,[28] was ihnen als die einzig angemessene Alternative zum Krieg erschien.[29]

2.2. Die Machtbasis Franz von Sickingens

Schon bevor Franz von Sickingen militärisch aktiv wurde, verfügte er über Wohlstand, starke Burgen und andere für eine erfolgreiche Fehdeführung wichtige Voraussetzungen, die er zum Teil geerbt hatte, zum Teil aber auch selbst erwarb. Die finanziellen, wirtschaftlichen und militärisch-strategischen Grundlagen, die es dem Ritter ermöglichten, groß angelegte Feldzüge durchzuführen, sollen an dieser Stelle betrachtet werden.

Die Familie von Sickingen stammte ursprünglich aus dem Dorf Sickingen im Kraichgau, ca. 35 Kilometer süd-südwestlich von Heidelberg.[30] Ihr wichtigster Lehnsherr waren die Pfalzgrafen bei Rhein, zu denen es seitens der Sickinger im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert intensive Verbindungen gab. Anders als manche anderen Niederadligen ihrer Zeit, hatte das Geschlecht derer von Sickingen schon früh vor allem durch geschickte Heiraten beachtenswerten Wohlstand erreicht.[31] Insbesondere ihr Geschick im Krieg und als Amtsträger der Pfalzgrafen bei Rhein brachte der Familie zusätzlich neben dem Status von Reichsfreiherren[32] auch die Möglichkeit, großen Besitz zu erwerben. Die Kurfürsten von der Pfalz nahmen bei den Sickingern zahlreiche Kredite auf und gaben ihnen dafür wiederum Ämter, Lehen, Pfandschaften, Verleihungen und Schürfrechte, sodass das Familienvermögen weiter zunahm, und die Sickinger Ende des fünfzehnten Jahrhunderts zu den bedeutendsten und wohlhabendsten Adelsfamilien der Kurpfalz gehörten.[33] Zum Sickingischen Streubesitz[34] gehörten auch zahlreiche Burgen, an denen die von Sickingen Anteile besaßen. Die wichtigsten dieser Festungen waren die Ebernburg bei Kreuznach, der Nanstein bei Landstuhl und die Hohenburg im Elsass.[35] In den Vollbesitz der Ebernburg gelangte Schweikard VIII. von Sickingen im Jahre 1482,[36] die Burg Nanstein wurde erst 1518 von Franz von Sickingen selbst in Gänze erworben.[37] Das Augenmerk der Sickinger verschob sich im Laufe der Zeit zunehmend vom Kraichgau in den Bereich ihrer linksrheinischen Besitzungen, eine Tendenz, die sich im Verkauf seines Anteils an der Stammburg durch Schweikard 1482 vollendete.[38]

Schon Schweikard VIII. hatte beachtlichen Wohlstand geerbt, diesen aber noch stark ausgebaut.[39] So betrieb er intensiven Bergbau, was hohe Investitionen und die Bereitschaft zu unternehmerischem Risiko erforderte.[40] Diesen Bemühungen im Bereich des Bergbaus, die später von Franz weitergeführt und noch ausgebaut wurden, war ein großer Erfolg beschieden, sodass der Sickingische Wohlstand weiter zunahm.[41] Letztlich verfügte schon Schweikard über Besitzungen in der Größenordnung einer Hochadelsherrschaft, auf die Franz dann zurückgreifen und die er weiter ausbauen konnte.[42]

Franz verließ sich aber nicht allein auf das Erbe seines Vaters. Im Landshuter Erbfolgekrieg hatte er die Wirkung der neu aufgekommenen Artillerie gegen gewöhnliche mittelalterliche Festungen erlebt. Daraus zog er den Schluss, dass seine Burgen den modernen Gegebenheiten angepasst werden mussten, um einem Angriff mit modernem Belagerungsgerät standhalten zu können.[43] Daher ließ er seine drei Hauptburgen nach neuesten Erkenntnissen mit Batterietürmen, Geschützen, Schildmauern und dergleichen verstärken.[44] Franz von Sickingen standen somit drei moderne Festungen zur Verfügung, die er als Operationsbasen und Rückzugsmöglichkeiten nutzen konnte. Militärisch hatte der flächenmäßig geringe aber stark verstreute Sickingische Besitz den Vorteil, dass ein Gegner, wollte er Sickingen angreifen, die Festungen direkt angreifen musste und sich nicht gegen ein weit einfacher zu attackierendes Hinterland wenden konnte. Damit stiegen das Risiko, die Kosten und der zu erwartende Verlust bei einer Attacke immens an, sodass der Ritter - wenn überhaupt - nur mit einer starken Militärmacht angreifbar war, während er selbst, die günstige Positionierung seiner Burgen ausnutzend, überraschende Ausfälle gegen die Dörfer, Siedlungen, Felder und Händler eines etwaigen Gegners durchführen konnte. Da sich diese Attacken praktisch nur gegen Zivilisten richteten und nicht mit ernsthaften Gefechten zu rechnen war, reichten für derartige Operationen auch relativ wenige Reiter aus. Sickingen konnte also verhältnismäßig günstig und risikolos angreifen, aber nur unter größten Kosten und Risiken selbst angegriffen werden.[45] Zusätzlich zu seinen Hauptburgen konnte Franz durch Erbschaft und eigene Allianzen auf zahlreiche Ganerbenburgen zurückgreifen, die für ihn wichtige Stützpunkte und weitere Rückzugsgelegenheiten darstellten,[46] und von diesen Ganerbschaften konnte Sickingen zum Teil sogar militärischen Beistand erwarten.[47] Der einzige Schwachpunkt seiner Hauptburgen war Landstuhl. Der Nanstein war nämlich die einzige Burg, die über ein gewisses Hinterland verfügte, das natürlich angreifbar war und in dem ein Gegner große Verheerungen verursachen konnte.[48]

Durch geschicktes Vorgehen konnte Franz von Sickingen also seinen Reichtum und seine Macht noch deutlich vergrößern. Dennoch war das väterliche Erbe von entscheidender Bedeutung, stellte es doch die Basis dar, von der aus der Ritter operieren konnte. Es trifft also keineswegs zu, dass Franz, wie von Guerdan behauptet, „alles, was er war, sich selbst zu verdanken hatte.“[49]

2.3. Politisches und militärisches Vorgehen bis 1521

Zur Jugend Franz von Sickingens ist wenig bekannt. 1498 oder 1499 heiratete er Hedwig von Flersheim, die sich als geschickte Burgherrin und Verwalterin erwies und die die Fortifizierungsarbeiten auf der Ebernburg leitete.[50] Erst ab 1505 wird die Quellenlage zu Franz von Sickingen dichter. Nach dem Tod seiner Eltern wurde er schnell von verschiedenen Fürsten belehnt. Im Jahre 1508 wurde Franz vom Pfalzgrafen bei Rhein zum Amtmann in Kreuznach und kurz danach auch in Böckelheim bestellt, was er für sich nutzen konnte.[51] Weitere Fürsten wie Bischof Wilhelm von Straßburg und der Kurfürst von Mainz setzten Franz als Lehensmann ein.[52] Sickingen war militärisch und administrativ tätig und vergab wie seine Vorfahren hohe Kredite an den Pfalzgrafen bei Rhein, was ihm wiederum Befreiung von Abgaben und neue Schürfrechte einbrachte.[53]

Ende 1515 begann dann die erste große Fehde in Sickingens Leben. Franz begründete diesen Feldzug damit, dass er die Rechte des Wormser bischöflichen Notars Balthasar Schlör wahrnehme. Dessen Besitz wurde nach einem Aufstand in Worms, an dem er beteiligt gewesen zu sein beschuldigt wurde, beschlagnahmt.[54] Die Stadt war durch innere Konflikte zerrüttet und schien auch wegen anderer Faktoren ein geeignetes Ziel zu sein.[55] Möglicherweise spielt auch die in der Literatur gelegentlich als Begründung aufgeführte Einstellung der Ritter gegenüber den reichen Bürgern der Städte eine Rolle,[56] sah sich doch der Niedere Geburtsadel von Gemeinen in Bedeutung und Reichtum überflügelt. Zwar hatte Franz im Gegensatz zu manch anderem Standesgenossen keinerlei wirtschaftliche Probleme, doch fühlte er wohl die Krisis des Rittertums, und als wohlhabender Ritter lag es nahe, den sozialen Niedergang nicht einfach kampflos hinzunehmen. Außerdem war das Ideal vom ritterlichen Tun, zu dem die Kriegführung notwendigerweise hinzugehörte, auch im Spätmittelalter noch sehr beliebt.[57] Dies dürfte aber wohl kaum die Hauptmotivation für die Fehde gegen Worms dargestellt haben. Es ist überaus denkbar, dass nicht die Ursache, wohl aber der letzte Anstoß auf der menschlichen Ebene zu finden ist. Zu Beginn des Jahres 1515 starb Hedwig von Flersheim. Zu ihr hatte Franz eine so enge Verbindung, dass er nach ihrem Tod nicht mehr heiratete.[58] Es ist allerdings unklar, inwiefern ein Zusammenhang zwischen dem Tod seiner Frau und dem Angriff auf Worms bestand. Die von Baumann vorgeschlagene Möglichkeit, Hedwig von Flersheim habe einen mäßigenden Einfluss auf Franz von Sickingen gehabt,[59] ist zwar nicht belegbar, aber durchaus denkbar. Ebenfalls möglich - und genauso wenig beweisbar - ist es, dass Franz einfach eine Ablenkung von der Trauer um seine Frau brauchte und daher den sowieso schon schwelenden Konflikt mit Worms entfachte. Anzunehmen ist jedenfalls, dass nicht einer der aufgeführten Gründe allein ausschlaggebend war, sondern das Zusammenspiel mehrerer Aspekte.

Am 22. März 1515 überfiel Sickingen in einer wohldurchdachten Attacke ein Wormser Kaufmannsschiff auf dessen Weg zur Frankfurter Frühjahrsmesse. Erst drei Tage nach dem Überfall aber, dem 25. März 1515, traf der Sickingische Fehdebrief in Worms ein.[60] Mit dem Beginn der Wormser Fehde 1515 endete in der Praxis auch Sickingens Dienst für den Kurfürst von der Pfalz und somit seine administrative Laufbahn.[61] Er marschierte mit einer starken Streitmacht gegen Worms, belagerte die Stadt und schnitt ihr die Handelswege ab. Bei diesem Zug wurde er von dem mit ihm verschwägerten[62] und befreundeten Götz von Berlichingen und anderen Rittern unterstützt, die nach Berlichingens Angaben im Sinne eines Freundschaftsdienstes neben sich selbst zwischen 70 und 80 Pferde kostenlos zur Verfügung stellten.[63] Kaiser Maximilian I. reagierte umgehend. Schnell verhängte er über Franz wegen Landfriedensbruchs die Reichsacht, doch setzte dieser die Belagerung fort.[64] Der Versuch aber, Worms zu beschießen und zu stürmen, scheiterte, was einen schnellen Erfolg unmöglich machte.[65] Es kam zum Patt, da die Wormser die Stadt zwar halten, aber nichts gegen die Belagerung tun konnten. Daher entließ Sickingen den größten Teil seines Fußvolkes, um mit kleinen Reitertrupps Wormser Bürger außerhalb der Stadt zu überfallen, was die Kosten immens reduzierte, letztlich aber eine ähnliche Wirkung wie eine groß angelegte Belagerung entfaltete.[66] Übergriffe von Franzens Truppen hinderten die Händler am Reisen, sodass die finanziell wichtige Pfingstmesse zweimal nicht stattfinden konnte. Auch die Wormser Bürger konnten sich kaum vor die Stadt wagen, um die Felder und Weinberge zu bestellen.[67] Dass sich die Wormser tapfer verteidigten, verhinderte indes nicht ihre Niederlage; im Gegensatz dazu wurde Sickingen durch das Ergebnis der Fehde nicht nur reicher, sondern auch stärker.[68]

Während die Fehde gegen Worms noch in vollem Gange war, beteiligte sich Franz von Sickingen an einer anderen Fehde, nämlich gegen Herzog Anton von Lothringen. Mit kaiserlicher Billigung und Finanzierung durch England griff Gandolf von Geroldseck im Mai 1515 den Frankreich zugetanen Lothringer an, um die in Italien stehenden kaiserlichen Heere zu entlasten. Offizieller Grund der Fehde war ein Streit um eine Silbermine, doch ist die strategische Motivation zu diesem Feldzug unzweifelhaft. Nachdem Gandolfs Angriff nicht den gewünschten Erfolg erreichte, bat er Franz um Hilfe. Dieser sandte auch, obwohl eigentlich noch vom Kaiser mit der Acht belegt, Truppen und erreichte, große Verwüstungen verursachend, erste Erfolge. Da Anton aber von Frankreich unterstützt wurde, während weder das Reich noch England mehr etwas zu diesem Feldzug beitrugen, wurde schnell klar, dass ein großer Sieg nicht mehr zu erreichen war. Daher schloss Franz mit dem Herzog von Lothringen einen Waffenstillstand und trat in die Dienste Lothringens.[69] Die besondere Bedeutung dieser an sich eher kurzen militärischen Operation lag nun darin, dass der Sickinger über den Grafen de la Mark eine Verbindung zum französischen König knüpfte.[70] Innerhalb des Reiches aber war es vor allem von Bedeutung, dass Franz von Sickingen einen mächtigen Fürsten des Reiches angegriffen hatte und, wenn auch nicht gewonnen, so doch auch nicht verloren hatte. Vielmehr ging er gestärkt aus der Lothringer Fehde hervor und dies machte ihn zum Vorbild für seine Standesgenossen.[71]

Ungeachtet seines militärischen Erfolges war Franz immer noch geächtet. So sah er sich nun der Konstellation gegenüber, dass der Kaiser, trotz Unterstützung aus England durch Heinrich VIII., nicht in der Lage war, sich gegen Franz I. von Frankreich durchzusetzen. Aus der Sicht politisch-strategischer Überlegungen lag es daher nahe, sich mit jenem König zu verbünden, der offenbar in der Lage war, sowohl das Reich als auch England gleichzeitig zu bekämpfen. So kam es dann dazu, dass Sickingen sich im Herbst 1516 gegen eine jährliche Pension dazu verpflichtete, Franz I. gegen jeden (auch das Reich) zu dienen außer das Haus La Mark. Der französische König brauchte den Ritter wegen seiner militärischen Stärke, konnte dieser doch sowohl Standesgenossen als auch Landsknechte in großer Zahl mobilisieren. Gerade letzteres war für Franz I. insbesondere dahingehend wichtig, als dass der baldige Tod Kaiser Maximilians erwartet wurde, und Sickingen möglicherweise entscheidenden militärischen Einfluss auf den Ausgang der Wahl haben konnte.[72] Außerdem reichte der französische Zugriff nun bis an den Rhein. Sickingen als im Reich Geächteter zeigte in dieser Phase eine Tendenz, sich mit den Feinden des Reiches zu verbünden.[73] Kurz nach seiner Allianz mit Frankreich nämlich trat er in den Dienst Herzog Ulrichs von Württemberg, der schon länger in französischen Diensten stand. Dies brachte Franz wiederum Zugriff auf weitere Burgen, die er als Ausgangspunkt für seine Unternehmungen nutzen konnte.[74] Im Frühjahr 1517 führte Franz von Sickingen einen Überfall auf die Viehherden der Reichsstadt Landau durch. Da nie eine Absage erfolgte, ist kaum von einer Fehde zu sprechen, vielmehr handelte sich in diesem Fall unbestreitbar einfach um einen Raubzug, bei dem große Schäden verursacht wurden. Die Versuche Maximilians, eine Strafexpedition gegen den Ritter durchzuführen, scheiterten aber an der schwachen Unterstützung im Reich, während Franz bei Verbündeten Rückhalt fand.[75] Konnte der Kaiser Franz von Sickingen nicht bestrafen, lag es im Interesse der Habsburger, den Ritter bei der anstehenden Wahl zum deutschen Kaiser nicht gegen sich zu haben. Deshalb sprach Maximilian den Ritter im Juni 1517 von der Acht los, schloss mit ihm einen Dienstvertrag und machte ihn zum Feldhauptmann.[76] Im Frühjahr 1518 fand die förmliche Versöhnung statt, bei der Maximilian Franz bestallte. Außerdem leitete der Kaiser Waffenstillstandsverhandlungen mit Worms ein.[77] In der Folge kündigte Franz seine Bündnisse mit Frankreich und Württemberg auf. Ob er diese aber, wie von G.

Franz behauptet, von Anfang an nur als Sprungbrett in die Dienste des Kaisers sah,[78] darf bezweifelt werden. Vielmehr war der spätere Verlauf der politischen Konstellation nicht zwingend vorhersehbar. Deshalb ist es durchaus denkbar, dass Sickingen das Bündnis mit Frankreich auf längere Zeit hin plante. Allerdings fühlte sich der Ritter von der Behandlung durch den französischen König nicht ausreichend gewürdigt,[79] und dessen unpünktliche Zahlungen dürften wohl kaum die Beziehungen verbessert haben.[80] Dass Franz von Sickingen es wagte, so forsch mit den Großen des mitteleuropäischen Kräftespiels umzugehen und sie gegeneinander auszuspielen, zeigt indes nicht nur seine Risikobereitschaft, sondern auch seinen Ehrgeiz über materiellen Gewinn hinaus eine größere politische Bedeutung zu erlangen.[81]

Als kaiserlicher Feldhauptmann blieb Sickingen seinem politischen Stil auch weiterhin treu. Kurz nachdem Maximilian ihn in seine Dienste aufgenommen hatte, überfiel er Mailänder Kaufleute, wiederum mit dem Vorwand der Fehde,[82] und griff im August 1518 nach erfolgter Absage mit einer 10000 Mann starken Streitmacht die Reichsstadt Metz an.[83] Ohne größere Kampfhandlungen zahlte die Stadt insgesamt 50000fl., um Sickingen zum Abziehen zu bewegen. Der Anlass zu diesem Feldzug darf wohl wiederum als relativ vorgeschoben erachtet werden. Vielmehr war das Unternehmen vermutlich eher der Auftakt einer sowieso geplanten Reihe von Fehden, die Macht und Besitz Sickingens weiter ausbauen sollten. Dies wäre auch eine Erklärung für die ungewöhnlich große Streitmacht, die Franz aushob. Angesichts der Unterhaltskosten für diese wäre ihr Einsatz bei einem einzelnen Angriff eher unsinnig gewesen, und schließlich folgte der nächste Schlag auf den Fuß. Noch vom Feldlager in Metz aus sandte er den Fehdebrief an den Landgrafen Philipp von Hessen.[84] Der Vierzehnjährige Philipp war gerade erst vom Kaiser für mündig erklärt worden und war daher noch stark von Beratern abhängig. Sickingen hatte sich also einen günstigen Zeitpunkt gewählt, um loszuschlagen.[85] Die Hintergründe für diese Fehde sind neben Machtzuwachs und Bereicherung wohl auch in der Verbitterung über den Landshuter Erbfolgekrieg zu sehen.[86] Hessen war einer der Gewinner gewesen, hatte größere Besitztümer einer anderen Sickingen-Linie erlangt und in der Kurpfalz große Schäden verursacht.[87] Tatsächlich begründet wurde Franzens Angriff mit eigenen und fremden Besitzansprüchen.[88] Die innere Zerrüttung Hessens wirkte sich bei der Durchführung des Angriffs begünstigend aus, stand ihm doch eine nicht unbedeutende Zahl hessischer und pfälzischer Adliger zur Seite.[89] In gerade einmal fünfzehn Tagen wurde der junge Landgraf besiegt und musste neben zahlreichen Ansprüchen anderer auch die Sickingens befriedigen und zusätzlich 35000fl. Entschädigung zahlen. Neu an dieser Fehde war ihre ‚Kommerzialisierung’ (Scholzen). Durch flächendeckende Brandschatzungen konnte bei minimalem Risiko ein maximaler Erfolg erreicht werden. Den diesen Feldzug abschließenden Waffenstillstand verhandelte Franz so, dass er neue Verbündete gewann und sich gleichzeitig den Anschein großer Gesetzestreue geben konnte.[90]

Am 23. September 1518 erklärte Franz von Sickingen der Reichsstadt Frankfurt die Fehde. Der Absagegrund war ein Streit mit Frankfurter Juden, die an einem finanziellen Schaden, den der Ritter erlitten hatte, nur mittelbar beteiligt waren. Diese wollten den Sachverhalt vor Gericht klären, Sickingen lehnte ab und erklärte die Fehde.[91] Es wäre sicherlich vorschnell, zu behaupten, der Fehdegrund sei ausschließlich vorgeschoben gewesen, da Franz eine gerichtliche Klärung ablehnte. Es ist durchaus denkbar, dass er, wie viele seiner Standesgenossen, einfach den gerichtlichen Verfahren misstraute, und er daher den weit schnelleren Weg der Fehde wählte. Schließlich stand er mit einer voll kampfbereiten Streitmacht unweit von Frankfurt entfernt. Es ist aber wahrscheinlicher, dass sich die Überlegung umgekehrt vollzog. Sickingen stand mit seiner Streitmacht in Darmstadt. Die Möglichkeit, bei einem Zug gegen Frankfurt schnell die in der Fehde gegen Hessen erbeutete Summe noch zu vergrößern, mag verlockend gewesen sein. Schließlich hatten die Frankfurter im Falle eines Angriffs nahezu keinerlei Zeit, die Verteidigung der Stadt vorzubereiten. Daher ist es auch durchaus vorstellbar, dass der schwelende Konflikt mit den Frankfurter Juden ein willkommener Anlass war. Gerade, wenn man das Ergebnis der Fehde betrachtet, erscheint dieser Gedanke nahe liegend. Die Frankfurter Räte willigten schnell in einen Frieden ein und zahlten 4000fl. für den Abzug Sickingens, ein Gewinn für Franz, der den ursprünglichen Schaden wohl um ein Vielfaches überstieg.[92] Der Kaiser reagierte auf Sickingens Fehden wie die meisten Einflussreichen des Reiches höchstens halbherzig. Lediglich der Trierer Erzbischof Richard von Greiffenklau äußerte laut Kritik an den Sickingischen Landfriedensbrüchen.[93]

Am 12. Januar 1519 starb Kaiser Maximilian I. Damit erlosch auch Sickingens Dienstpflicht gegenüber dem Haus Habsburg. Die beiden wichtigsten Anwärter auf die Nachfolge Maximilians waren König Karl von Spanien und König Franz I. von Frankreich. Beide bemühten sich, die Kurfürsten für sich zu gewinnen, und es blieb lange offen, wer die Mehrheit der Stimmen erhalten würde. Karl versprach den Kurfürsten immense Summen für den Fall seiner Kaiserwahl, die von den Fuggern, Welsern und einigen italienischen Bankhäusern finanziert werden sollten,[94] und auch Franz I. hielt sich keineswegs mit Zahlungsversprechungen zurück.[95] Auch andere Vergünstigungen wurden zuhauf versprochen und selbst Pabst Leo X. mischte auf Seiten des französischen Königs mit.[96] Zusätzlich wurden die Mittel der Propaganda voll ausgeschöpft.[97] Nachdem Franz I. lange als Favorit galt, wurde Karl am 28. Juni 1519 einstimmig gewählt.[98] Ein wichtiger Faktor, nämlich der Einfluss Franz von Sickingens und Georg von Frundsbergs, bleibt bei der Analyse der Kaiserwahl 1519 oft gänzlich unbeachtet oder wird für marginal gehalten. So hatte sich Frankreich zu Beginn des Jahres 1519 intensiv darum bemüht, Sickingen abermals für sich zu gewinnen. Aber auch das Haus Habsburg versuchte, Franz weiter an sich zu binden.

Offensiv war die Sickingische Militärmacht natürlich sowieso interessant, aber für die eventuelle Verteidigung der rheinischen Kurfürsten konnte der Ritter eine wichtige Bedeutung erlangen.[99] Neben seiner Streitmacht war es doch gerade Franz von Sickingen, der mit seiner Festung in Landstuhl den direkten Weg von Frankreich nach Mainz, Heidelberg und Frankfurt kontrollierte.[100] Nach dem Tod Kaiser Maximilians versuchte Herzog Ulrich von Württemberg die Thronvakanz für sich zu nutzen, indem er die Stadt Reutlingen überfiel. Beim Straffeldzug des Schwäbischen Bundes beteiligte sich Franz mit 700 Reitern und wurde reich belohnt.[101] Damit hatte Franz von Sickingen für Habsburg gegen Frankreich Partei genommen.[102] Der Hintergrund für diese Entscheidung ist schwerlich in Sickingens Patriotismus zu suchen, hatte er - neben dem Anachronismus des Begriffs - doch schon vorher dem französischen König gedient. Vielmehr sicherte ihm ein privilegiertes Verhältnis zum Kaiser, wie er es zu Maximilian gehabt hatte, den nötigen Handlungsspielraum für die Umsetzung seiner eigenen Pläne. Die schlechten Erfahrungen mit Franz I. dürfte diese Entscheidung noch beschleunigt haben.[103] Als die Königswahl im Juni 1519 in Frankfurt stattfand, zogen die beiden ebenso berühmten wie berüchtigten Landknechtsführer Franz von Sickingen und Georg von Frundsberg nach Höchst, unmittelbar vor Frankfurt.[104] Zwischen 15000 und 20000 Mann sicherten nun die Wahl ab, was eine militärische Intervention Frankreichs verhinderte.[105] Mindestens ebenso wichtig dürfte aber wohl der Druck gewesen sein, den diese Streitmacht auf die Kurfürsten ausübte.[106] Dieser Aspekt wird in der Literatur vielfach ignoriert oder marginalisiert. Das mag durchaus erstaunen, ist es doch kaum wahrscheinlich, dass ein derart unübersehbares Heer, das drohend vor den Stadttoren stand, die zu keiner Verteidigung fähigen Kurfürsten unbeeindruckt ließ.[107] Dass zu Beginn der Wahlversammlung mehrere Kurstimmen auf französischer Seite standen, Karl aber am Ende einstimmig gewählt wurde, ist immerhin bemerkenswert. Sicherlich ist es denkbar, dass die französischen Parteigänger, als sie erkannten, dass die Wahl verloren sei, schnell ins spanische Lager wechselten, um die Bestechungsgelder einzustreichen. Die in Höchst stehende Streitmacht hatte diese Entscheidung aber mit Sicherheit beeinflusst, musste ein Kurfürst, der gegen den neuen Kaiser gestimmt hatte, doch mit dessen Reaktion rechnen. Natürlich darf der Ausgang der Kaiserwahl 1519 nicht einseitig auf den militärischen Druck Sickingens und Frundsbergs zurückgeführt werden, doch hatte das Heer mit Sicherheit eine nicht geringe Bedeutung.[108] Nach der für Karl, der nun Karl V. genannt wurde, erfolgreichen Wahl, nahm auch er Sickingen in seine Dienste. Am 23. Oktober 1519 schloss der Habsburger mit dem Ritter einen Dienstvertrag und erhielt von Sickingen einen Kredit.[109] Franz hatte somit vorerst sein Ziel erreicht, auch für den neuen Kaiser eine wichtige Rolle zu spielen und sich seine Handlungsoptionen offen zu halten. In der Folge begann für den Ritter jedoch erst einmal militärisch und politisch eine ruhigere Zeit der Konsolidierung. Sickingen bemühte sich um verbesserte Beziehungen, beispielsweise zu Straßburg[110] und schloss einen Dienstvertrag mit dem unter Druck geratenen Deutschen Ritterorden ab.[111] Am 19. Oktober 1520 wurde der Ritter von Karl V. auf fünf Jahre zum kaiserlichen Rat, Kämmerling, Feldhauptmann und Diener bestallt. Gleichzeitig erhielt er 3000fl. und Geld für 60 Reiter, die er in Karls Auftrag ständig unterhalten sollte.[112] Im Jahre 1521 zog Franz von Sickingen auf kaiserliche Anweisung unter dem Befehl von Graf Heinrich von Nassau gegen Robert de la Mark und Frankreich. Während Franz stets schnell zuschlagen wollte, neigte Heinrich eher zum Zögern, sodass sich schnell Reibungspunkte ergaben. Nach ersten Anfangserfolgen scheiterte die Belagerung der Grenzfestung Mezières, da sie nicht völlig eingeschlossen werden konnte, das Pulver knapp wurde, die Söldner einen Sturmangriff verweigerten und Sickingen die Lage falsch einschätzte. Für ihn bedeutete dieser Fehlschlag aber nicht nur eine militärische Niederlage. Karl V. schuldete ihm fast 100000fl., konnte und wollte diese aber nicht zurückzahlen,[113] was den Ritter in arge Geldnot brachte.[114] Er konnte seine Söldner nicht bezahlen und der einstige Wohlstand war infolge des Feldzuges nahezu vollständig aufgebraucht. Gleichzeitig führte sein Scheitern zu Verratsvorwürfen, und er fiel bei Karl in Ungnade. So erhielt der Ritter vom Kaiser den Befehl, nach Brüssel zu kommen und sein Heer aufzulösen. Obwohl Franz von Sickingen nicht aus dem kaiserlichen Dienst entlassen wurde, verlor er nun jede Wichtigkeit für Karl V. Nach dem gescheiterten Feldzug war des Ritters Reichtum verloren und seine politische Bedeutung praktisch ausgelöscht.[115]

2.4. Franz von Sickingen und die Reformation

Während des Feldzuges gegen Ulrich von Württemberg 1519 lernte Franz von Sickingen Ulrich von Hutten kennen.[116] Dieser war humanistisch geschult und geprägt.[117] Im Gegensatz dazu hielt sich die bisherige humanistische Erziehung Sickingens in Grenzen. Religiös war Franz traditionell geprägt und offenbar auch recht fromm.[118] Ebenfalls der religiösen Tradition entsprechend stiftete er beispielsweise die Trombacher Klause am Fuß der Ebernburg.[119] Mit den Ideen Ulrichs von Hutten erhielt Franz ab 1519 neue Impulse. Huttens Utopien vom starken Reich mit starkem Kaiser und einer starken Ritterschaft mussten auf einen Mann wie Franz von Sickingen natürlich anziehend wirken, hätte doch eine Verwirklichung dieser huttenschen Ideen den Niedergang des Rittertums gestoppt und dem Niederadel wieder die Wichtigkeit gegeben, die er sich selbst zumaß.[120] Zusätzlich herrschte gerade eine Phase genereller antiklerikaler Stimmung,[121] sodass die Aufrufe Ulrichs zum religiös-nationalen Kampf gegen die römische Kurie wohl auf fruchtbaren Boden fielen.[122] Hutten erstrebte die „Freiheit Deutschlands von der Abhängigkeit von der römischen Kirche und von der Ausbeutung durch den Papst und andere geistliche Würdenträger.“[123] Sämtliche politische Macht sollte an den Kaiser übergehen.[124] Hutten sah sich auch als ritterlicher Mitstreiter Luthers, ein Eindruck, den auch die Zeitgenossen teilten. Allerdings waren seine Ideen im Gegensatz zu jenen Luthers vor allem national, politisch und antikurial motiviert.[125] Bei einem Besuch auf der Burg Nanstein 1520 überredete Ulrich seinen neuen Freund Franz, Martin Luther seinen Schutz auf der Ebernburg anzubieten.[126] Als Reuchlin von den Kölner Dominikanern der Ketzerei angeklagt wurde, intervenierte Sickingen durch Androhung der Fehde,[127] was die Ordensbrüder vor einem Vorgehen gegen den Humanisten zurückschrecken ließ.[128] Dabei scheint es Sickingen aber vor allem um seine persönliche Beziehung zu Reuchlin gegangen zu sein, hielt er doch auch weiter zu ihm, als der Humanist Reserven gegen die Reformation zeigte, weshalb sich viele von ihm abwendeten.[129] Im September 1520 zog Ulrich von Hutten auf die Ebernburg, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis 1523 blieb.[130] Er beeinflusste Sickingen zunehmend im Sinne seiner Ideen von einer guten Reichsverfassung, sodass dieser sich - ohne die Theologie und Ziele Luthers indes wirklich zu verstehen - stark für die Bewegung des Wittenberger Reformators bemühte. Bereits 1520 lud Franz Luther auf die Ebernburg ein. Da Sickingen zu diesem Zeitpunkt noch gut zu Karl V. stand, drängte er diesen, Luthers Texte zu lesen und war zuversichtlich, den Kaiser für die Reformation gewinnen zu können.[131] Außerdem lud Sickingen auf Drängen Huttens 1521 die Reformatoren Kaspar Aquila und Martin Bucer, 1522 Johannes Oekolampad und Johannes Schwebel auf die Ebernburg ein.[132] Kurz vor dem Reichstag in Worms ließ sich Franz kaiserlicherseits überzeugen, das Treffen mit Luther auf der Ebernburg stattfinden zu lassen.[133] Daher schickte Sickingen Bucer nach Worms, um Luther zu der entsprechenden Zusammenkunft zu überreden, was Luther jedoch ablehnte.[134] Die räumliche Nähe Huttens und Sickingens zu Worms allein verhinderte aber schon ein entschiedenes Vorgehen gegen den Wittenberger Mönch, musste doch mit der Reaktion Sickingens gerechnet werden.[135] So sah sich Franz von Sickingen als mächtiger Protektor der Reformation, was im Falle der vier auf der Ebernburg verweilenden Reformatoren wohl auch in gewissem Maße zutraf.[136] Im Sommer 1522 feierte Johannes Oekolampad den Gottesdienst erstmals dergestalt, dass er die Epistel und das Evangelium auf Deutsch las. Außerdem wurde das Abendmahl[137] sowohl in der traditionellen als auch in der neuen ‚evangelischen’ Form abgehalten.[138] Huttens Bezeichnung für die Ebernburg als „Herberge der Gerechtigkeit“ konnte indes schon von Zeitgenossen als unangemessen betrachtet werden. Dass Sickingen sich für die Reformation einsetzte, freute natürlich einige Anhänger der neuen Bewegung. Andererseits war die Entscheidung, ob die Reformation Ketzerei oder Verbesserung sei, noch ebenso wenig gefallen wie die Frage nach ihrem Erfolg, und Sickingen konnte schwerlich als gerechter Ritter angesehen werden. Schließlich hatte er seine Macht und den enormen Wohlstand zu einem großen Teil aus rücksichtsloser und oft ziemlich verbrecherischer Fehdeführung gewonnen. War die Fehde als Rechtsmittel auch akzeptiert, die Sickingischen Fehden waren oft eher von berechnendem Hintergrund und mit zweifelhafter Rechtfertigung.

Es erscheint durchaus wahrscheinlich, dass Franz von Sickingen, indem er sich für die Reformation einsetzte, im Wesentlichen an einen starken Kaiser mit starkem Rittertum, also letztlich seine eigene Sache, dachte.[139] Ein zu tief greifender religiöser Ansatz erscheint angesichts seines Lebenslaufes eher unangebracht. Franz von Sickingens Art, sich für die Reformation einzusetzen, unterscheidet sich indes kaum von seinem bisherigen Werdegang. Er half den Vertretern der Bewegung mit dem Schutz seiner meterdicken Festungsmauern und mit der Stärke seiner Streitmacht. Am geistlich- theologischen Aspekt der Reformation, der freilich den wesentlichsten Teil darstellt, hatte Franz nur wenig Anteil. Für die liturgischen Neuerungen, die auf der Ebernburg eingeführt wurden, bot der Ritter lediglich den stark bewehrten Ort.[140]

2.5. Die Fehde gegen Trier

Obwohl die Fehde Franz von Sickingens gegen das Kurfürstentum Trier insgesamt nicht einmal ein Jahr dauerte, ist dies der mit Abstand meistbeachtete Aspekt im Leben des Ritters. Dabei stellt die Trierer Fehde keineswegs den Höhepunkt Sickingischen Wirkens dar, sondern ist vielmehr Ausdruck des Niedergangs des Herrn der Ebernburg. Nach dem desaströsen Feldzug gegen Frankreich war 1522 von der gewaltigen Macht und dem Reichtum, die Franz von Sickingen nach seinen Fehden inne gehabt hatte, nicht mehr viel vorhanden. Zwar verfügte er mit der Ebernburg, dem Nanstein und der Hohenburg nun über Festungsanlagen, die modernsten Kenntnissen entsprachen, doch war er nicht in der Lage, den Sold der noch verbliebenen Söldner zu bezahlen und musste daher Kredite aufnehmen, und der Kaiser machte auch keinerlei Anstalten, die gewaltigen Schulden, die er bei Sickingen hatte, zurückzuzahlen.[141] Es entsprach aber keineswegs Franzens Temperament, den Versuch zu machen, verarmt und bedeutungslos den Rest seines Lebens zu fristen. Daher lag es nahe, erneut auf eigene Faust eine Fehde zu beginnen, um sich machtpolitisch und finanziell zu rehabilitieren. Richard von Greiffenklau, der Erzbischof und Kurfürst von Trier, war ein alter Widersacher Sickingens. Warum der Ritter sich aber letztlich dafür entschied, das Kurfürstentum Trier anzugreifen, ist unklar.[142] Langbrandtner zeigt in seiner Analyse der möglichen Motive überzeugend, dass der Angriff auf Trier im Kern schwerlich ein Kampf für die reformatorische Sache war.[143] Zwar war Richard von Greiffenklau ein überzeugter Gegner der Reformation, doch ging es Franz sicherlich mehr um eigene Vorteile als um einen idealistischen Kampf. Nahe liegender ist die Erklärung, eines der wichtigsten Sickingischen Motive sei es gewesen, der Territorialisierung des Reiches entgegenzuwirken.[144] Das entsprach zumindest seinem persönlichen Geist ebenso wie dem seiner Standesgenossen und jenem Huttens. Allerdings wäre ein Angriff auf einen

[...]


[1] Diesen Wahlspruch ließ Sickingen 1518 anlässlich seiner Versöhnung mit Kaiser Maximilian I. in Latein auf eine Medaille prägen: Cole deum, exin publica ama, iustumque tuere (Badisches Landesmuseum Karlsruhe [Inv.Nr.: R 6532, R 6533]).

[2] Reinhard Scholzen: Franz von Sickingen. Ein adeliges Leben im Spannungsfeld zwischen Städten und Territorien, in: Beiträge zur pfälzischen Geschichte, Band 9, Kaiserslautern 1996. Scholzen veröffentlichte zusätzlich noch verschiedene Aufsätze zu Franz von Sickingen: Reinhard Scholzen: Franz von Sickingen (1481-1523), in: Franz-Josef Heyen (Hg.): Rheinische Lebensbilder, Band 14, Köln 1994, S. 71-91, Reinhard Scholzen: Franz von Sickingen als Faktor im Machtkampf zwischen Mainz, Hessen, Kurtrier und Kurpfalz, in: Ebernburg-Hefte 34, 2000, S. 75-93 und Reinhard Scholzen: Franz von Sickingen (1481-1523). Der wirtschaftliche und politische Aufstieg und Fall eines Reichsritters in der Zeit der Reformation, in: Ebernburg-Hefte 32, 1998, S. 271-291. Werke mit dem Titel ‚Franz von Sickingen’ werden in der Folge - sofern vorhanden - anhand des Untertitels abgekürzt.

[3] Heinrich Ulmann: Franz von Sickingen. Nach meistens ungedruckten Quellen, Leipzig 1872.

[4] Hans-Werner Langbrandtner: Die Sickingische Herrschaft Landstuhl. Vom Reichsland zum ritterschaftlichen Kleinterritorium, Frankfurt am Main, Bern, New York und Paris 1991.

[5] Günter Birtsch: Franz von Sickingen 1481 bis 1523. Reichsritter aus Rheinpfalz, in: Dieter Lau und Franz-Josef Heyen (Hgg.): Vor-Zeiten. Geschichte aus Rheinland-Pfalz, Band 4, Mainz 1988, S. 87-104.

[6] Winfried Dotzauer: Das „Burgenterritorium“ des Franz von Sickingen, in: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 42, 1975, S. 166-192.

[7] Frank Hoffbauer: Franz von Sickingen - Machtgrundlagen und Finanzpolitik, in: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 49, 1982, S. 191-200.

[8] Harold H. Kehrer: Die Familie von Sickingen und die deutschen Fürsten 1262-1523, Teil I: Genealogie und Besitz, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 127, 1979, S. 71-158 und Harold H. Kehrer: Die Familie Sickingen und die deutschen Fürsten 1262 - 1523. Teil II: In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 129, 1981, S. 82-188.

[9] Volker Press: Ein Ritter zwischen Rebellion und Reformation. Franz von Sickingen (1481-1523), in: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 50, 1983, S. 151-177 und Volker Press: Franz von Sickingen, ein Wortführer des Adels, Vorkämpfer der Reformation und Freund Huttens, in: Ulrich von Hutten. Ritter, Humanist, Publizist. 1488-1523. Katalog zur Ausstellung des Landes Hessen anlässlich des 500. Geburtstages, Nürnberg 1988, S. 293-308.

[10] Martin Schoebel: Franz von Sickingen als kurpfälzischer Amtmann in Kreuznach und Böckelheim, in: Ebernburg-Hefte 15, 1981, S. 139-148.

[11] Z.B. Albert Becker: Hutten-Sickingen im Zeitenwandel. Ein Beitrag zur Pfälzer Geistesgeschichte, Heidelberg 1936, Albert Becker: Franz von Sickingen als literarische Gestalt. Zu des Ritters 450. Geburtstag, in: Die Pfalz am Rhein, Jahrgang 14, 1931, S. 103f, Gert Buchheit: Franz von Sickingen - Geschichte und Legende, in: Pälzer Feierowend 36, 1952, S. 4, Gert Buchheit: Sickingens literarisches Porträt, in: Heimatkalender für Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Kaiserlautern 1963, S. 75-78 und Gernot Umminger: Franz von Sickingen in Geschichte und Dichtung. Erinnerungen in einer alten Kraichgauer Grabkirche, in: Badische Heimat. Mein Heimatland, Jahrgang 45, Heft 3/4, 1965, S. 276-286.

[12] Erich Bader: 200 Jahre - auf der Suche nach dem wahren Franz von Sickingen, in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Band 20/21, 1982/83, S. 167-200.

[13] Zahlreiche meist unkommentierte Beispiele vor allem für die künstlerische Sickingendarstellung bietet auch Karlheinz Schauder in seinem 1999 erschienen Werk (Karlheinz Schauder: „Franz haiß ich , Franz pleip ich.“ Das Sickingen-Lesebuch. Stimmen und Bilder aus fünf Jahrhunderten, Otterbach 1999.).

[14] Johannes Grabmayer: Europa im späten Mittelalter 1250-1500. Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte, in: Peter Dinzelbacher (Hg.): Kultur und Mentalität, Darmstadt 2004, S.53.

[15] Gerhard Oestreich: Verfassungsgeschichte am Ende des Mittelalters bis zum Ende des alten Reiches, in: Gebhardt Handbuch der deutschen Geschichte, Band 11, 8. Auflage, München 1999, S. 67.

[16] Heinz Angermeier: Die Reichsreform 1410-1555. Die Staatsproblematik in Deutschland zwischen Mittelalter und Gegenwart, München 1984, S. 145-150.

[17] Elmar Wadle: Der Ewige Landfriede von 1495 und das Ende der mittelalterlichen Friedensbewegung, in: 1495 - Kaiser, Reich, Reformen. Der Reichstag zu Worms. Ausstellung des Landeshauptarchives Koblenz in Verbindung mit der Stadt Worms zum 500jährigen Jubiläum des Wormser Reichstags von 1495, Koblenz 1995, S. 71f.

[18] Horst Rabe: Deutsche Geschichte 1500-1600. Das Jahrhundert der Glaubensspaltung, München 1991, S. 124.

[19] s. Hans-Henning Kortüm: Menschen und Mentalitäten. Einführung in Vorstellungswelten des Mittelalters, Berlin 1996, S. 73.

[20] Kurt Andermann: Raubritter - Raubfürsten - Raubbürger? Zur Kritik eines untauglichen Begriffs, in: Kurt Andermann (Hg.): Raubritter oder Rechtschaffene vom Adel? Aspekte von Politik, Friede und Recht im Späten Mittelalter, Sigmaringen 1997, S. 16f.

[21] Regina Görner: Raubritter. Untersuchungen zur Lage des spätmittelalterlichen Niederadels, besonders im südlichen Westfalen, in: Geschichtliche Arbeiten zur Westfälischen Landesforschung, Band 18, Münster 1987, S. 11-13, vgl. Franco Cardini: Der Krieger und der Ritter, in: Jaques LeGoff (Hg.): Der Mensch des Mittelalters, Frankfurt und New York 1989, S. 123f.

[22] William R. Hitchcock: The Background of the Knight’s Revolt 1522-1523, University of California Press, Berkeley und Los Angeles 1958, S. 8.

[23] Maurice Keen: Das Rittertum, 2. Auflage, Düsseldorf 2002, S. 364-366.

[24] Otto Brunner: Die ritterlich-höfische Kultur, in: Arno Borst (Hg.): Das Rittertum im Mittelalter, 3. Auflage, Darmstadt 1998, S. 157.

[25] Hans-Jürgen Goertz: Pfaffenhass und groß Geschrei. Die reformatorischen Bewegungen in Deutschland 1517-1529, München 1987, S. 105f.

[26] Volker Press: Kaiser Karl V., König Ferdinand und die Entstehung der Reichsritterschaft, 2. Auflage, Wiesbaden 1980, S. 22.

[27] Der Begriff des Raubritters ist an dieser Stelle in der traditionellen Form zu verstehen, d. h. es sind all jene Ritter ebenso gemeint, die Überfälle auf Kaufleute, Städte usw. überfielen, wie jene, die ihrem militärischen Selbstverständnis in Form von Fehden gerecht zu werden suchten (Zur Problematik des Begriffs des Raubritters s. Andermann, Raubritter, S. 9-29.).

[28] Erich Meuthen: Das 15. Jahrhundert, in: Jochen Bleicken u.a. (Hgg.): Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Band 9, 3. Auflage, München 1996, S. 11f.

[29] Kortüm, Menschen, S. 73f.

[30] Kehrer, Familie I, S. 75.

[31] Günther Franz: Franz von Sickingen, in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Band 12/13, 1974/75, Erster Teil, S. 169.

[32] Otto Böcher: Die Architektur der Ebernburg im Rahmen des südwestdeutschen Burgenbaus, in: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 36, 1969, S. 132.

[33] Kehrer, Familie II, S. 85-105.

[34] Die Besitzungen der Familie formten keineswegs ein zusammenhängendes Territorium, sondern es handelte sich vielmehr um über eine bedeutende Fläche verteilte Herrschaftsrechte, Teilrechte usw.

[35] Press, Ritter, S. 152.

[36] Walther Plümacher: Die Ebernburg. Geschichte und Bedeutung, 2. Auflage, Bad Kreuznach 1966, S. 9.

[37] Erich Bader: Ein Besuch auf der Burg Nanstein über der Sickingenstadt Landstuhl, Landstuhl 2000., S. 6.

[38] Langbrandtner, Herrschaft, S. 81.

[39] Scholzen, Leben, S. 33.

[40] Scholzen, Aufstieg, S. 273.

[41] Hoffbauer, Machtgrundlagen, S. 194f.

[42] Langbrandtner, Herrschaft, S. 81.

[43] Dotzauer, Burgenterritorium, S. 171.

[44] Eckhard Braun: Pfälzische Burgen und Feuerwaffen, Hauenstein 1997, S. 456-462 zur Hohenburg und zum Nanstein S. 784-834. Auch Hoffbauer schätzt die Festungen Franz von Sickingens als stark ein (Hoffbauer, Machtgrundlagen, S. 194.). Im Gegensatz dazu hält Bader das Konzept des Bergschlosses an sich für überholt (Erich Bader: Das Ende des Bergschlosses, dargestellt am Ausbau und Fall der „Burg Nanstein“ (1518/1523), in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Band 24/25, 1986/87, S. 175f.). Baders These ist in Bezug auf den Angriff von Kurpfalz, Kurtrier und Hessen gegen Sickingen 1523 sicherlich zuzustimmen. Dass drei mächtige Fürsten gemeinsam eine Festung belagerten, stellte aber die Ausnahme dar. Demgegenüber musste jeder Angreifer, der nicht über die finanziellen Mittel verfügte, um eine derart umfangreiche Artillerie zu unterhalten, am Nanstein scheitern. Baders These ist also dahingehend zu modifizieren, dass sich beim Angriff der drei Fürsten auf die Landstuhler Burg zeigte, dass es durch die konzentrierte Nutzung von Artillerie keine unüberwindlichen Festungen mehr gab.

[45] S. Dotzauer, Burgenterritorium, S. 173.

[46] Hoffbauer, Machtgrundlagen, S. 192.

[47] Birtsch, Reichsritter, S. 91.

[48] Langbrandtner, Herrschaft, S. 89.

[49] René Guerdan: Franz I. König der Renaissance, Frankfurt 1978, S. 111.

[50] Böcher, Architektur, S. 136.

[51] Schoebel, Amtmann, S. 143-148.

[52] Scholzen, Aufstieg, S. 275.

[53] Scholzen, Leben, S. 42.

[54] Scholzen, Leben, S. 40-44.

[55] Press, Ritter, S. 156.

[56] Franz, Sickingen, S. 171.

[57] Kortüm, Menschen, S. 74.

[58] Otto Waltz (Hg.): Die Flersheimer Chronik. Zur Geschichte des XV. und XVI. Jahrhunderts, Leipzig 1874, S. 55, s. Birtsch, Reichsritter, S. 93.

[59] K. Baumann: Franz von Sickingen (1481-1523), in: Pfälzer Lebensbilder, Band 1, 1964, S. 26.

[60] Scholzen, Sickingen, S. 75. Damit verstieß Franz eindeutig gegen die Regel, dass die Fehde vor dem ersten militärischen Schlag erklärt werden musste. Zwar war dies eine durchaus übliche Vorgehensweise (A. Boockmann: Artikel Fehde, Fehdewesen, in: Norbert Angermann u.a. (Hgg.): Lexikon des Mittelalters, Band 4, München 1989, S. 333.), um sich einen militärischen Vorteil zu sichern, doch ändert dies schwerlich etwas an der Beurteilung der Vorgehensweise.

[61] Langbrandtner, Herrschaft, S. 85f. Offiziell kündigte Franz den Lehnsdienst gegenüber dem Pfalzgrafen aber erst 1522 auf (Langbrandtner, Herrschaft, S. 95.).

[62] Götzens Schwester Margaretha war in zweiter Ehe mit Martin von Sickingen verheiratet (Helgard Ulmschneider: Götz von Berlichingen. Mein Fehd und Handlungen, Sigmaringen 1981, S. 90.).

[63] Karl Müller (Hg.): Lebensbeschreibung des Ritters Götz von Berlichingen, Stuttgart 2004, S. 59.

[64] Scholzen, Leben, S. 58-60.

[65] Hoffbauer, Machtgrundlagen, S. 196.

[66] Scholzen, Leben, S. 61f.

[67] Die Wormser Chronik schildert Überfälle auf Bürger und deren teilweise Ermordung (Friedrich Zorn (Hg.): Wormser Chronik, in: Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart, Band 43, Stuttgart 1857, Nachdruck 1969, Erstmals erschienen um 1600, S. 241ff.) Für die Zeitgenossen war es keineswegs ungewöhnlich, dass sich Sickingens militärische Aktionen im Wesentlichen gegen die Zivilbevölkerung richteten. Diese aus heutiger Sicht verwerflichen Attacken auf eigentlich nicht am Kampfgeschehen Beteiligte waren durchaus das normale Vorgehen während einer Fehde (Boockmann, Fehde, S. 333.).

[68] Birtsch, Reichsritter, S. 96.

[69] Scholzen, Leben, S. 64f.

[70] Birtsch, Reichsritter, S. 97.

[71] Margot Schulze: Franz von Sickingen im Dienste Maximilians I. und Karls V., in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern 10/11, 1972/73, S. 117.

[72] Langbrandtner, Herrschaft, S. 86.

[73] Franz, Sickingen, S. 173.

[74] Langbrandtner, Herrschaft, S. 87.

[75] Scholzen, Leben, S. 77-95.

[76] M. Schulze, Dienst, S. 118.

[77] Press, Ritter, S. 158.

[78] Franz, Sickingen, S. 173.

[79] Press, Ritter, S. 157, s. Guerdan, Franz I. S. 115.

[80] M. Schulze, Dienst, S. 118.

[81] Press, Ritter, S. 157f.

[82] Birtsch, Reichsritter, S. 98.

[83] Press, Ritter, S. 158.

[84] Scholzen, Leben, S. 111f.

[85] Walter Heinemeyer: Das Zeitalter der Reformation, in: Walter Heinemeyer (Hg.): Das Werden Hessens, Marburg 1986, S. 229f.

[86] Scholzen, Faktor, S. 80.

[87] Press, Ritter, S. 158f.

[88] Scholzen, Leben, S. 113.

[89] Press, Ritter, S. 159.

[90] Scholzen, Leben, S. 127- 130.

[91] Scholzen, Leben, S. 131.

[92] Scholzen, Aufstieg, S. 284.

[93] Die Zurückhaltung der Stände ist aber durchaus verständlich. Schließlich hatte Franz von Sickingen in kürzester Zeit Metz, Hessen und Frankfurt besiegt, ohne dass Kaiser Maximilian oder sonst jemand im Reich ernsthaft willens oder in der Lage gewesen wäre, ihn daran zu hindern. War Sickingen zu Beginn der Wormser Fehde schon von einigen Standesgenossen unterstützt worden, so stieg sein Zuspruch mit seinem Erfolg stetig an. Außerdem zeigte die Entschlossenheit, die der Ritter bei seinen Fehden demonstrierte, dass es nicht ratsam war, entschieden gegen ihn aufzutreten. Andererseits hatte sich Franz im Laufe seiner militärischen Unternehmungen zahlreiche Feinde gemacht. Feindlich gegenüber standen ihm Worms, Metz, der Landgraf von Hessen, der König von Frankreich, der Herzog von Württemberg und die kapitalstarke Frankfurter Judengemeinde. Aber auch zu anderen hatte sich das Verhältnis verschlechtert, unter ihnen der Kurfürst von der Pfalz, der Schwäbische Bund, das Erzbistum Mainz, das Erzbistum Köln und in gewissem Maße sogar die Reichsstadt Frankfurt. Auch die Schweizer fürchteten, Sickingen könnte im Auftrag des Kaisers gegen eidgenössische Gebiete vorgehen. Die Verkettung des Sickingischen Machtzuwachses mit der Vermehrung der Franz feindlich gegenüberstehenden Parteien wird von Scholzen treffend herausgearbeitet (Scholzen, Leben, S. 132-138.).

[94] Alfred Kohler: Karl V., in: Anton Schindling und Walter Ziegler (Hgg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519- 1918, München 1990, S. 36.

[95] Ferenc Majoros: Karl V. Habsburg als Weltmacht, Graz, Wien und Köln 2000, S. 44.

[96] Guerdan, Franz I., S. 113f.

[97] Z.B. Walther Peter Fuchs: Das Zeitalter der Reformation, in: Gebhardt Handbuch der deutschen Geschichte, Band 8, 10. Auflage, München 1999, S. 76.

[98] Kohler, Karl, S. 36.

[99] Scholzen, Leben, S. 139-141.

[100] Braun, Burgen, S. 785.

[101] Press, Ritter, S. 160 und Kehrer, Familie II, S. 145. [102] M. Schulze, Dienst, S. 119f.

[103] Scholzen, Leben, S. 142.

[104] Press, Ritter, S. 160f.

[105] Birtsch, Reichsritter, S. 101.

[106] Press, Ritter, S. 161.

[107] Wiesflecker vertritt die These, selbst Maximilian habe Sickingen gefürchtet (Hermann Wiesflecker: Maximilian I. Die Fundamente des habsburgischen Weltreiches, München 1991, S. 249.). Dann liegt es doch nahe, dass es den Kurfürsten, die sich in Frankfurt in einer relativ schutzlosen Lage befanden, nicht anders ging.

[108] S. Meinrad Schaab: Geschichte der Kurpfalz, Band 2: Neuzeit, Stuttgart, Berlin und Köln 1992, S. 16.

[109] M. Schulze, Dienst, S. 120.

[110] Scholzen, Leben, S. 178.

[111] Hermann Fauth: Franz von Sickingen und der Deutsche Ritterorden, in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern 10/11, 1972/73, S. 103f.

[112] Press, Ritter, S. 161.

[113] M. Schulze, Dienst, S. 120-122.

[114] Scholzen, Aufstieg, S. 287.

[115] M. Schulze, Dienst, S. 121f.

[116] Christoph Flegel: Dreimal Franz von Sickingen. Die ehemals lutherische Pfarrei Mittelbrunn unter Sickingischer Herrschaft von der Reformation bis zur Union, in: Ebernburg-Hefte 37, 2003, S. 336.

[117] Helmar Junghans: Der nationale Humanismus bei Ulrich von Hutten und Martin Luther, in: Ebernburg-Hefte 22, 1988, S. 153-155.

[118] Martin Greschat: Martin Bucer. Ein Reformator und seine Zeit, München 1990, S. 49.

[119] Friedrich Kirsch: Trombach. Von einer vorchristlichen Kultstätte über die sponheimisch-sickingische Stiftung zum Wallfahrtsort, Speyer 2002, S. 81-90.

[120] Greschat, Bucer, S. 48f.

[121] Goertz, Pfaffenhass, S. 54.

[122] Flegel, Pfarrei, S. 336.

[123] Heiko Wulfert: Ulrich von Hutten und Albrecht von Mainz, in: Ebernburg-Hefte 22, 1988, S. 180.

[124] Anke Böhm: Die Publizistik zur Reichsreform und Huttens Schriften, in: Ebernburg-Hefte 23, 1989, S. 224-226.

[125] Heike Kornfeld: Ulrich von Huttens Stellung zu Martin Luther, in: Ebernburg-Hefte 23, 1989, S. 231 u. 236.

[126] Otto Böcher: Die Theologen der Ebernburg: Kaspar Aquila, Martin Bucer, Johannes Oekolampad und Johannes Schwebel, in: Ebernburg-Hefte 33, 1999, S. 407.

[127] Flegel, Pfarrei, S. 337.

[128] Martin Brecht: Die deutsche Ritterschaft und die Reformation, in: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 37/38, Teil 1, 1970/71, S. 309f.

[129] Press, Ritter, S. 165.

[130] Kehrer, Familie II, S. 147.

[131] Press, Ritter, S. 149.

[132] Böcher, Theologen, S. 412-420.

[133] Press, Ritter, S. 149.

[134] Walter Henß: Frühe Spuren der Reformation in Kurpfalz (1518-1528/29), in: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 50, 1983, S. 13

[135] Winfried Schulze: Deutsche Geschichte im 16. Jahrhundert. 1500-1618, Frankfurt am Main 1987, S. 111.

[136] Press, Ritter, S. 165.

[137] Beziehungsweise die heilige Kommunion.

[138] Flegel, Pfarrei, S. 338f.

[139] S. Dorothea Wendebourg: Die Einheit der Reformation als historisches Problem, in: Hartmut Boockmann (Hg.): Kirche und Gesellschaft im Heiligen Römischen Reich des 15. und 16. Jahrhunderts, Göttingen 1994, S. 238.

[140] S. Langbrandtner, Herrschaft, S. 91.

[141] Hans Hubert Anton und Alfred Haverkamp (Hgg.): Trier im Mittelalter, in: 2000 Jahre Trier, Band 2, Trier 1996, S. 570.

[142] Zahlreiche Überblickswerke scheuen sich nicht davor, eine entschiedene Antwort auf die Frage nach der Motivation für die Trierer Fehde zu geben (z..B. W. Schulze, Geschichte, S. 114, Pierre Gaxotte: Geschichte Deutschlands und der Deutschen. I. Von der Völkerwanderung bis zur Kleinstaaterei um 1700, Freiburg im Breisgau 1965, S. 413, Hellmuth Rössler: Europa im Zeitalter von Renaissance, Reformation und Gegenreformation 1450-1650, München 1956, S. 216, Hans Erich Stier: Deutsche Geschichte im Rahmen der Weltgeschichte, Frankfurt am Main 1959, S. 423, etc.), eine gesicherte Antwort gibt es aber nicht.

[143] Vgl. Benedikt Caspar: Das Erzbistum Trier im Zeitalter der Glaubensspaltung bis zur Verkündigung des Tridentinums in Trier im Jahre 1569, in: Hubert Jedin (Hg.): Reformationsgeschichtliche Studien, Heft 90, Münster 1966, S. 46.

[144] Langbrandtner, Herrschaft, S. 90-93.

Ende der Leseprobe aus 107 Seiten

Details

Titel
"Allein Gott die Ehr, lieb den gemeinen Nutzen, beschirm die Gerechtigkeit." - Franz von Sickingen zwischen Mythos und Wahrheit
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
107
Katalognummer
V178828
ISBN (eBook)
9783656011194
ISBN (Buch)
9783656010395
Dateigröße
2330 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
allein, gott, nutzen, gerechtigkeit, franz, sickingen, mythos, wahrheit
Arbeit zitieren
Roman Fetzer (Autor), 2005, "Allein Gott die Ehr, lieb den gemeinen Nutzen, beschirm die Gerechtigkeit." - Franz von Sickingen zwischen Mythos und Wahrheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178828

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