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Ursprünge und Ausprägungen von Totenritualen und Seelenwanderungslehre im Hinduismus

Title: Ursprünge und Ausprägungen von Totenritualen und Seelenwanderungslehre im Hinduismus

Term Paper , 2010 , 13 Pages

Autor:in: Philipp-Michael Hebel (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Für einen Großteil von uns ist es wahrscheinlich nicht besonders angenehm sich Gedanken über die Endlichkeit des eigenen Lebens und dessen Unausweichbarkeit zu machen. Da uns Erfahrungswerte fehlen und die Vorstellung von einem abrupten Ende all unserer Empfindungen, Gedanken und Gefühle in uns Unbehagen und Furcht auslösen, vermeiden wir lieber zu viel Kopfzerbrechen über dieses Thema oder suchen nach Antworten oder Anzeichen für eine, wie auch immer geartete, Fortdauer der eigenen Existenz nach dem Tode.
Häufig finden sich solche Antworten und Erklärungen in Religionen, religiösen Gruppierungen oder Sekten, die sich aber zumeist sehr von einander unterscheiden und deren Ausgestaltungen immens unterschiedliche Ausformungen annehmen können.
Von diesen mannigfaltigen Vorstellungen zum Thema Leben nach dem Tod soll aber in dieser Arbeit nur eine, genauer gesagt die des Hinduismus, genauer unter die Lupe genommen und in ihren Grundzügen erläutert werden.
Dazu soll zunächst ein praktisches Beispiel gegeben und erläutert werden, um einen Einstieg in die behandelte Materie zu finden und es dem Leser einfacher zu machen, sich die Dinge über die geschrieben wird etwas konkreter vorzustellen. Bei diesem Beispiel handelt es sich um ein brahmanisches Sterbe- und Totenritual.
Daran anschließend soll eine etwas theoretischere Befassung mit der hinduistischen Lehre von Wiedergeburt und Karma ein wenig tiefer in die Materie eindringen und etwas über die Ursprünge und Gründe Dieses und Anderer Rituale sowie religiöser Praktiken innerhalb des Hinduismus verraten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung eines brahmanischen Totenrituals

3. Religiöse und kulturelle Gründe für die Entstehung der Seelenwanderungslehre

4. Kennzeichen der Lehre

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die hinduistischen Konzepte von Tod, Sterberitualen und der Lehre von der Seelenwanderung. Ziel ist es, durch die Analyse brahmanischer Rituale und philosophischer Entwicklungen in den Upanishaden ein tieferes Verständnis für die hinduistische Vorstellung von Karma, Wiedergeburt und der Erlösung (Moksha) zu vermitteln.

  • Brahmanische Sterbe- und Totenrituale (Antyesti)
  • Ahnenverehrung (Sraddha) und ihre Bedeutung
  • Ursprünge und theoretische Grundlagen der Seelenwanderungslehre
  • Die Rolle von Karma als ethischer Gradmesser der Wiedergeburt
  • Philosophische Konzepte der Individualseele (Atman) und der Weltseele (Brahman)

Auszug aus dem Buch

2. Darstellung eines brahmanischen Totenrituales

Oberflächlich betrachtet muten hinduistische Bräuche und Praktiken für Außenstehende, die aus einem eher christlich, jüdisch oder islamisch geprätem Umfeld oder Kulturkreis kommen, die untereinander ja doch einige Ähnlichkeiten in ihren religiösen Praktiken und ihrem Glauben aufweisen, wohl eher fremd und sehr gewöhnungsbedürftig an. Allerdings kann man bei näherer Beschäftigung mit dem brahmanischen Sterbe- und Totenritual (antyesti) auch einige Ähnlichkeiten, sowohl im Ablauf als auch in der Liturgie, zu beispielsweise christlichen Totenritualen erkennen.

Bei der nun folgenden Nennung der Ähnlichkeiten steht allerdings nicht der Vergleich beider Rituale an erster Stelle, sondern der bereits in der Einleitung genannte Einstieg in das behandelte Oberthema. Ähnlichkeiten zwischen den beiden Ritualen sind z.B. die Durchführung eines Trauerzuges, die Versammlung der Trauernden am Toten, die Einbalsamierung des toten Körpers sowie dessen Besprengung mit Wasser, dessen Aufbahrung sowie eine Totenwache und das Tragen spezieller Kleidung sowohl von den Hinterbliebenen als auch vom Verstorbenen selbst. Des Weiteren gibt es einen Leichenschmaus und es ist eine gewisse Trauerzeit vorgesehen.

Die herausragende Ähnlichkeit ist aber wohl die Vorstellung von dem Weg, welchen der Verstorbene nach seinem Tode zu bewältigen hat. Sowohl im christlichen als auch im brahmanischen Ritual werden dem Dahingeschiedenen neben einer Verpflegung für seine Reise auch Segenswünsche zukommen gelassen und Gebete für ihn gesprochen. Diese Form der Begleitung des Toten, der auf indisch preta, also „Dahingegangener“, heißt ist ein essentieller Bestandteil des brahmanische Rituals. Dieser wird nämlich auf seiner postmortalen Reise von den Trauernden und den Priestern durch deren Gebete spirituell begleitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die menschliche Furcht vor der Endlichkeit und führt in die hinduistischen Vorstellungen des Lebens nach dem Tod sowie die methodische Herangehensweise ein.

2. Darstellung eines brahmanischen Totenrituals: Dieses Kapitel erläutert den Ablauf des brahmanischen Totenrituals, einschließlich der Bestattungspraktiken und der spirituellen Begleitung durch Angehörige und Priester.

3. Religiöse und kulturelle Gründe für die Entstehung der Seelenwanderungslehre: Hier werden die theoretischen und historischen Ursprünge der Seelenwanderungslehre innerhalb der vedischen Tradition und der Upanishaden diskutiert.

4. Kennzeichen der Lehre: Der abschließende Teil analysiert die Mechanismen von Karma und Wiedergeburt sowie das Streben nach der endgültigen Erlösung (Moksha) aus dem Kreislauf der Existenzen.

Schlüsselwörter

Hinduismus, Totenritual, Antyesti, Seelenwanderung, Wiedergeburt, Karma, Ahnenverehrung, Sraddha, Upanishaden, Moksha, Atman, Brahman, Pretas, Transmigration, indische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der hinduistischen Sichtweise auf den Tod, den damit verbundenen Riten und dem Glauben an die Seelenwanderung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen brahmanische Bestattungsrituale, Ahnenkulte, die Entstehungsgeschichte der Reinkarnationslehre und das Prinzip von Karma.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, dem Leser die hinduistische Konzeption des Jenseits näherzubringen, indem praktische Rituale mit den philosophischen Grundlagen der Lehre verknüpft werden.

Welche methodische Herangehensweise wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturierte Darstellung hinduistischer Bräuche, kombiniert mit einer Analyse indologischer Thesen zur Entstehung der Seelenwanderungslehre.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die konkreten Schritte des Totenrituals, die Bedeutung der Ahnenverehrung (Sraddha) und die Entwicklung der philosophischen Konzepte von Wiedergeburt und Karma.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Hinduismus, Karma, Wiedergeburt, Moksha, Atman und Totenritual charakterisiert.

Was bedeutet der Begriff "preta" im Kontext der brahmanischen Rituale?

Preta bezeichnet den "Dahingegangenen", der auf seiner postmortalen Reise durch die spirituellen Gebete und Opfergaben der Hinterbliebenen begleitet wird.

Warum wird Karma in der Arbeit nicht einfach als "Schicksal" übersetzt?

Der Autor argumentiert, dass Schicksal unveränderlich erscheint, während Karma ein Prinzip ist, das durch das eigene Handeln im Leben aktiv beeinflusst werden kann.

Was ist das oberste Ziel innerhalb der hinduistischen Glaubenslehre?

Das oberste Ziel ist der Ausbruch aus dem "Teufelskreis" der ständigen Wiedergeburten und die Erlangung der Erlösung, genannt Moksha, durch die Vereinigung mit der Weltseele.

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Details

Title
Ursprünge und Ausprägungen von Totenritualen und Seelenwanderungslehre im Hinduismus
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Hinduismus
Author
Philipp-Michael Hebel (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V179085
ISBN (eBook)
9783656014928
ISBN (Book)
9783656014805
Language
German
Tags
ursprünge ausprägungen totenritualen seelenwanderungslehre hinduismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp-Michael Hebel (Author), 2010, Ursprünge und Ausprägungen von Totenritualen und Seelenwanderungslehre im Hinduismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179085
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