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Das Islambild in den spätmittelalterlichen Pilgerberichten unter besonderer Berücksichtung des „Evangatoriums“ von Felix Fabri

Titel: Das Islambild in den spätmittelalterlichen Pilgerberichten unter besonderer Berücksichtung des „Evangatoriums“ von Felix Fabri

Hausarbeit , 2007 , 18 Seiten , Note: 2.7

Autor:in: Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird das Islambild des Spätmittelalters anhand von Pilgeberichten ins "Heilige Land" untersucht. Wir verlassen uns dabei vor allem auf den Bericht "Evangatorium" von Felix Fabri und ähnliche Berichte, die in Deutsch und Latein verfasst wurden. Hierbei wird die Darstellung der Religion von damals mit der neuen Literatur über den Islam verglichen. Es wird vorallem auf den Koran, den Ramadan, die Wahlfahrt nach Mekka, das islamische Gebet und auf andere religiösen Bräuche eingegangen, die mit Sicherheit den Christen der damaligen Zeit, wobei man in dem Zusammenhang auch die Kreuzzüge erwähnen sollte, sehr fremdartig erschienen und deshalb auch dementsprechend negativ bewertet wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben und Werk Felix Fabris

2.1. Biographie

2.2. Werk

3. Historischer Kontext: Kirche und Reich im Spätmittelalter

4. Islam im „Evangatorium“ von Felix Fabri - Islam aus heutiger Sicht

4.1. Mohammed

4.2. Koran

4.3. Religiöse Bräuche

4.3.1. Gebet

4.3.2. Ramadan

4.3.3. Wallfahrt nach Mekka

5. Schluss

6. Islamkarte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Islambild in spätmittelalterlichen Pilgerberichten, wobei das „Evangatorium“ von Felix Fabri als zentrale Quelle dient. Ziel ist es, die spezifische Wahrnehmung und Darstellung des Islams durch christliche Pilger dieser Epoche zu analysieren und kritisch mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen abzugleichen, um die Glaubwürdigkeit und die ideologischen Hintergründe dieser Berichte zu hinterfragen.

  • Wahrnehmung des Islams als Gegenkultur im europäischen Mittelalter
  • Analyse der Biografie und Arbeitsweise von Felix Fabri
  • Darstellung und Deutung zentraler islamischer Glaubensaspekte (Mohammed, Koran, religiöse Riten)
  • Kontextualisierung des Pilgerberichts durch die historische Situation des Spätmittelalters
  • Gegenüberstellung mittelalterlicher Polemik mit der modernen Islamforschung

Auszug aus dem Buch

4.3.1. Gebet

Mit scharfer Beobachtungsgabe beschreibt Fabri die Gebetszeremonien der Muslime. Das Gesetzt des Korans verlangt von ihnen das fünfmalige Beten an einem Tag, welches folgendermaßen erfolgt: Nach den Gebetsaufrufen aus den Türmen der Moscheen stehen alle Muslime auf und knien dann, wo immer sie sich befinden, gemeinsam nieder. Die Gebete erfolgen durch wiederholtes Verneigen mit erhobenen Händen und dem Sich-Niederwerfen mit den Köpfen, danach richten sich die Gläubigen auf und erheben ihr Gesicht zum Himmel. Das erste Gebet findet am Sonnenaufgang statt, das zweite- am Mittag, das dritte erfolgt, wenn gegen Abend die Sonne sinkt, das vierte- bei Sonnenuntergang und zuletzt das fünfte- zu später Stunde, wenn die Dunkelheit hereinbricht. Die Gebetsaufrufe aus den Moscheen erfolgen alle gleichzeitig. Diese beschreibt Fabri als fürchterliches Geschrei, welches er persönlich als sehr beängstigend empfand.

Die „Salaat“ (das Ritualgebet) gehört zu den „Fünf Pfeilern“ des Islams (fünf prinzipielle Formen des Gottesdienstes) und wird fünfmal am Tag verrichtet. Vor dem Gebet erfolgt eine rituelle Waschung, die die Reinheit zu Allah symbolisiert, dem man im Gebet gegenüber tritt. Danach wird das eigentliche Gebet in einer festgelegten Reihenfolge mehrerer, von einander abhängiger Gebetsriten vollzogen. Die Ausführung der Riten ist in Fabris Werk kurz und bündig zusammengefasst und entspricht der korrekten Form und Reihenfolge der islamischen „Salaat“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Begriffs Islam ein und skizziert die historische Wahrnehmung durch westeuropäische Pilger im Mittelalter.

2. Leben und Werk Felix Fabris: Hier wird der Autor Felix Fabri vorgestellt, seine Biografie dargelegt und der Aufbau sowie die Zielsetzung seines Reiseberichts „Evangatorium“ analysiert.

3. Historischer Kontext: Kirche und Reich im Spätmittelalter: Dieses Kapitel beschreibt die krisenhafte Situation des spätmittelalterlichen Europas, insbesondere die Zersplitterung der Kirche und die Angst vor den Türken, um das Klima für die Pilgerberichte zu erklären.

4. Islam im „Evangatorium“ von Felix Fabri - Islam aus heutiger Sicht: Im Hauptteil werden die Ansichten Fabris zu Mohammed, dem Koran und den religiösen Riten des Islams dargestellt und durch einen Vergleich mit heutigen Erkenntnissen kritisch hinterfragt.

5. Schluss: Die Zusammenfassung resümiert, dass das Islambild der Pilger von einer christlichen Polemik geprägt war, die durch historische Ängste und mangelndes Wissen über den Orient beeinflusst wurde.

6. Islamkarte: Eine kartografische Übersicht der muslimischen Verbreitungsgebiete.

Schlüsselwörter

Felix Fabri, Evangatorium, Islam, Pilgerberichte, Spätmittelalter, Mohammed, Koran, Wallfahrt, Mekka, Christentum, Polemik, Glaubensbekenntnis, Gebet, Ramadan, Kulturkonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung des Islams in spätmittelalterlichen Pilgerberichten, insbesondere im „Evangatorium“ des Dominikaners Felix Fabri.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Person Mohammeds, der Koran, islamische Gebetsrituale, der Ramadan und die Wallfahrt nach Mekka sowie deren Deutung durch christliche Autoren des 15. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, das Islambild bei Felix Fabri darzustellen und durch einen Vergleich mit der heutigen Islamforschung die Glaubwürdigkeit und die motivierenden Faktoren der mittelalterlichen Polemik zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Der Autor führt eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse durch, indem er Primärquellen (Pilgerberichte) mit moderner Fachliteratur und dem historischen Kontext des Spätmittelalters vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Person Mohammeds, eine kritische Betrachtung der Koran-Darstellung im Abendland und eine detaillierte Auseinandersetzung mit islamischen Riten wie Gebet, Fasten und Pilgerfahrt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Felix Fabri, Evangatorium, Islam, Spätmittelalter, Polemik, Kulturkonflikt und religiöse Wahrnehmung.

Warum bewerteten die mittelalterlichen Pilger den Koran so negativ?

Die negative Bewertung rührte vor allem von einem Vergleich mit der Bibel her, wobei Abweichungen als Häresie gewertet wurden, verstärkt durch ein politisch motiviertes Bedürfnis nach Abgrenzung gegenüber dem Orient.

Wie erklärt die Arbeit das „Wunder“ des schwebenden Sarkophags in Mekka?

Die Arbeit identifiziert diesen Mythos als fiktionale Erfindung christlicher Autoren, die dazu diente, den Islam als „götzenanbeterisch“ darzustellen und das religiöse Überlegenheitsgefühl der Christen zu festigen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Islambild in den spätmittelalterlichen Pilgerberichten unter besonderer Berücksichtung des „Evangatoriums“ von Felix Fabri
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
„In Gottes Namen fahren wir“, spätmittelalterliche Pilgerberichte über die Reise nach Jerusalem
Note
2.7
Autor
Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V180027
ISBN (eBook)
9783656025658
ISBN (Buch)
9783656026167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreuzzüge Felix Fabri Evangatorium Pilgerberichte Jerusalem Islam Koran Mohammed
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Autor:in), 2007, Das Islambild in den spätmittelalterlichen Pilgerberichten unter besonderer Berücksichtung des „Evangatoriums“ von Felix Fabri, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180027
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Leseprobe aus  18  Seiten
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