William Wilberforce - Analyse seiner Bedeutung und Rolle in der britischen Abolitionismus-Bewegung


Bachelorarbeit, 2010

88 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung des Abolitionismus
2.1 Die Situation vor der Abolitionismusbewegung
2.2 Die Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade von 1787
2.3 Einzug der Debatte auf die parlamentarische Ebene
2.4 Revolution und Kriegsjahre
2.5 Der Foreign Slave Trade Act von 1806
2.6 Der Slave Trade Act von 1807
2.7 Die Abolition of the British Slavery aus dem Jahr 1833

3. Die Ideologie und das Handeln von William Wilberforce
3.1 Ökonomie
3.2 Nationales Interesse
3.3 Soziale Veränderungen
3.4 Gesellschaftsgefüge
3.5 Religion

4. Die Rolle und Bedeutung von William Wilberforce
4.1 Alter Humanitarismus
4.2 Ökonomisch kapitalistischer Ansatz
4.3 Neuer Humanitarismus
4.4 Öffentlichkeit

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Als 1789 in Frankreich die revolutionären Kräfte nach und nach den Beginn der Fran zösischen Revolution mit all ihren folgenden Ereignissen und Auswirkungen einleiteten, wurde dieses Jahr ein bedeutsames Jahr für die Aufklärung und der Forderung nach Liberté, Égalité und Fraternité. An einem anderen Teil der Erde wurde dieser Forderung zum Teil bereits nachgegangen. So wurde im selben Jahr die 1787 verabschiedete ameri kanische Verfassung in Kraft gesetzt, wodurch darauf geschlossen werden darf, dass dadurch das Jahr 1789 für die Ziele aufklärerischen Denkens eine zusätzliche Relevanz gewann. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit blieben1 trotz dieser Bewegungen für einen Großteil der Menschheit scheinbar unerreichbare Werte und Errungenschaften. So erlebten die Sklaverei und der damit verbundene Sklavenhandel in jener Ära eine noch nie zuvor gesehene Blütezeit und exkludierten jene betroffenen Individuen von solchen Forderungen drastisch. Die Schiffe, ihre menschliche Fracht und der daraus resultierende Umsatz gediehen vor allem im transatlantischen Handel, der ohnehin ei nen enormen Anteil im weltweiten Sklavenhandel darstellte, und in dem jene von der Aufklärung erfassten und führenden Länder die tragende Rolle inne hatten. Diesem Umstand vermochten beide eben genannten Ereignisse zu jenem Zeitpunkt nur wenig entgegenzuwirken. Beide Länder Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika nahmen weder im Verhältnis zu der auf See dominierenden britischen Schiffsflotte eine vergleichbar große Bedeutung im Sklaventransport ein, noch waren beide Länder wahrscheinlich in der Lage, mit einer durch sie vorangehenden Abschaffung der Sklave rei beziehungsweise des Sklavenhandels entsprechende internationale Wirkung zu zeigen wie es später das Britische Empire tat und es 1794 in Frankreich kurzfristig auch ge schah , dennoch fehlten diesen Umständen beziehungsweise den tragenden Figuren zusätzlich der entscheidende Wille, dies zu bewerkstelligen.2 Zwar war in England 1789 auch noch nicht jene Umwelt geschaffen, die dann 1807 zur Abschaffung des britischen Sklavenhandels und 1833 zur Abschaffung der Sklaverei auf britischen Boden führte, doch fand jene Debatte im englischen House of Commons endgültig ihren Einzug, wel che von The Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade bis dato bereits öffentlich geführt wurde und eben ausschließlich auf die Abschaffung dieses Handels und der Be freiung jener unterjochten Menschen ausgerichtet war.

The Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade war eine Organisation, die 1787 mit dem Ziel, dem Sklavenhandel ein Ende zu setzen, in London gegründet wurde. Die Abolitionisten bemerkten dabei, dass der Sklavenhandel die Sklaverei in den Kolonien auf den Westindischen Inseln am Überleben hielt. Die Geburtenraten unter den Sklaven waren weit niedriger als deren Sterberaten. Aus diesen Überlegungen heraus erhofften sie sich damit ein ebensolches Ende für das Sklavensystem. Ihre Wurzeln hatte diese Organisation in der transatlantischen religiösen Gruppierung der Quäker. Die Quäker versuchten bereits davor, die Sklaverei zu bekämpfen, konnten jedoch durch ihre einge schränkte gesellschaftliche Stellung nichts bewirken. Eine weitere religiöse Richtung war nicht minder bedeutsam und einflussreich für den Abolitionismus. Einige unter den führenden, die Sklaverei ablehnenden Sinnesgemeinschaften folgten der evangelikalen Glaubensrichtung. Die Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade bot beiden Grup pen eine Ebene der Kooperation zum gemeinsamen Vorangehen und zur Ausbreitung des Abolitionismus zu der größten sozialen Bewegung des 18. und 19. Jahrhunderts. Am bekanntesten und wahrscheinlich am signifikantesten unter den evangelikalen Abolitio nisten war William Wilberforce.

Wilberforce wurde am 24. August 1759 in Hull geboren. Er stammte aus wohlha benden Verhältnissen, die ihm materielle als auch soziale Sicherheit gewährleisteten. Während seiner Studienzeit machte er die Bekanntschaft mit William Pitt, aus der sich eine prägende Freundschaft mit dem späteren Premierminister entwickelte. Mit bereits zweiundzwanzig Jahren konnte Wilberforce einen Sitz für Hull im House of Commons erwerben. Drei Jahre danach, 1784, konvertierte Wilberforce, durch eine Frankreichreise motiviert, zum Evangelikalismus. Durch seine Fähigkeit, hinreißende Reden zu halten, konnte der sein Leben lang politisch unabhängige Politiker eine Bekanntheit entwickeln, die die Aufmerksamkeit der Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade nach deren Gründung auf ihn richten ließ. Wilberforce wurde daraufhin Mitglied der Abolitionisten und übernahm die Führung dieser in parlamentarischen Angelegenheiten, die er bis zu seinem Rücktritt im House of Commons 1812 aus gesundheitlichen Gründen einnahm. Neben seiner abolitionistischen Tätigkeit widmete er sich der religiös begründeten mo ralischen Reformation der Gesellschaft. Wilberforce verstarb, kurz nachdem das House of Commons ein Gesetz zur Befreiung aller Sklaven im Britischen Empire am 29. Juli 1833 verabschiedete. Er war zudem seit 1797 mit Barbara Ann Spooner verheiratet, mit der er sechs Kinder hatte.

Die Bedeutung Wilberforce für den Abolitionismus lag, wie in Kapitel 2 im Rahmen eines historischen Abrisses des Abolitionismus in England dargestellt werden wird, ins besondere in seiner Funktion und Position als Parlamentarier. Das Komitee der Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade und ihre Mitglieder respektierten das gegebene politische System in England. Ihre Absicht war es nie, einen Umschwung durch eine Veränderung dieses Systems zu erreichen, wie es zwei Jahre später nach ihrer Gründung in der Französischen Revolution der Fall war. Dies lag unter anderem daran, dass die Mitglieder des Komitees der etablierten Oberschicht angehörten, die von den Erfolgen in der Englischen Revolution 100 Jahre zuvor für ihre soziale Schicht profitierten. Das bewusst limitiert gesteckte Ziel der Abschaffung des Sklavenhandels, die durch die Um stände der Sklaverei bedingt zum Aussterben dieser führen sollte, konnte daher nur in den politischen Institutionen erreicht werden. Wilberforce als Parlamentarier war ein Teil dieser Institution. Sein in vielen Thematiken vertretener konservativer Standpunkt fand Anklang und entsprechende Rückmeldung bei vielen seiner Kollegen. Seine wenige Jahre zuvor gewonnene tiefe religiöse Überzeugung war in seinen ersten Jahren als Par lamentarier angesichts des politischen Missbehagens gegenüber Religion im Allgemeinen und Evangelikalismus im Besonderen von Nachteil.3 Für die meisten ebenfalls religiösen Mitglieder des Komitees machte ihn dies jedoch zum idealen Kandidaten für die Vertre tung der Bewegung im Parlament, dessen Engagement ihn nahezu jährlich Anträge zur Abschaffung des Sklavenhandels einreichen ließ.

1789 tat er dies zum ersten Mal. Wilberforce orientierte sich dabei in seiner Rede primär an gesammelten Zeugenaussagen, aber auch an seinen inneren Überzeugungen, den Ratschlägen und Erfahrungen seiner Freunde und religiösen Weggefährten sowie an sämtlichen relevanten Ereignissen und Argumentationen seiner Gegner. Da diese einge brachten Resolutionen und die damit verbundenen Reden im Unterhaus annähernd ähnlich sind, diese erste Rede zudem als gut dokumentiertes4 Anschauungsmaterial der Redegewandtheit und Dialektik Wilberforce dient, kann diese als Bestandteil einer in Kapitel 3 stattfindenden Analyse zu seinen Tätigkeiten und seiner Ideologie herangezo gen werden. Dabei soll aber die Rede von 1789 nur als Leitfaden verwendet werden, um Wilberforces Handeln zu analysieren. Wie Kenneth Morgan nämlich festhält, galten derartige Debatten als politische Mittel und sollten einem bestimmten Zweck dienen.5 Daher beinhalten sie stets eine soziale Verfälschtheit, weshalb die von Wilberforce ein gebrachten Punkte mit anderen Schriften, Aussagen und Handlungen von ihm vergli chen werden müssen.

Im anschließenden Kapitel 4 soll der Bedeutung der Funktion und Rolle Wilberforce für den Abolitionismus nachgegangen werden. Da Wilberforce aufgrund der enormen Dauer der Bewegung von über vierzig Jahren in der entscheidenden Phase zum Verbot der Sklaverei auf britischem Hoheitsgebiet nur noch reduzierten Einfluss auf die Ge schehnisse hatte, drängt sich eine Einschränkung der Untersuchung auf die Ereignisse zum Abolitionismus des Sklavenhandels, dem Slave Trade Act von 1807, auf. Außerdem sind durch die strategische Zielsetzung, den Fokus zuerst auf die Abschaffung des Skla venhandels zu legen, Wilberforces Aktionen auf diesen ausgerichtet. Womit es Sinn macht, die Umstände und Bedingungen zum Slave Trade Act in Relation zu voran gegan genen Ereignissen, insbesondere seiner Rede von 1789, dem eigentlichen Beginn seiner Parlamentskampagne, als Kernpunkt dieser Analyse zu setzen. Dabei bietet sich zudem an, aktuelle Diskursdebatten zum Abolitionismus als Werkzeug zu verwenden.

2. Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung des Abolitionismus

2.1 Die Situation vor der Abolitionismusbewegung

Der Umstand und die Zunahme der Sklaverei im 18. Jahrhundert korrelierten mit jenem Produkt, welches insbesondere in den britischen Kolonien der Karibik mittels dieses Systems gewonnen wurde, dem Zucker. Zucker war für Großbritannien ein wichtiges Importprodukt.6 Durch die Bedeutung und die Beliebtheit, die der Zucker in diesem Jahrhundert gewann7 und welche weiterhin zunahm, florierten damit ebenfalls die eng verbundene Sklaverei sowie der Sklavenhandel. Die Arbeit in den Zuckerplantagen galt selbst in den gebildeten Schichten als derartig schwer und unangenehm, dass Sklaven als unabdingbar erschienen.8 Eine hohe Sterberate in Kombination mit einer niedrigen Ge burtenrate unter den Sklaven begünstigte den Sklavenhandel, um den steigenden Bedarf an Sklaven zu decken. Dabei etablierte sich ein System, von welchem wiederum die gro ßen Häfen wie Liverpool und Bristol in England profitierten.

In diesem System, dem Atlantischen Dreieckshandel, machten sich britische Sklavenschiffe mit Handelsgütern beladen auf zur Westküste des Afrikanischen Kontinents, um diese dort gegen Sklaven zu tauschen. Die eingetauschten Sklaven hatten unterschiedliche Hintergründe, wobei zwei Drittel aus Kriegsgefangenschaft oder durch Entführungen in die Sklaverei gelangten. Von Afrika wurden sie in die Karibik transportiert und an die Plantagenbesitzer verkauft, mehr als die Hälfte von ihnen mittels britischer Schiffe. Auf dem Rückweg nach England verschifften die dabei involvierten Schiffe vor allem die gewonnenen Zuckerprodukte von den karibischen Kolonien, wo sie Eintritt in den europäischen Markt fanden und das Dreieck schlossen.

Neben der ökonomischen Profitabilität hatten die Sklaverei und der Sklavenhandel noch andere Legitimationen. Diese reichten von Vorurteilen gegen die Hautfarbe über den biblisch begründeten Ham Mythos bis hin zu der aus der Antike stammenden Ak zeptanz für die Sklaverei. Namhafte und bedeutsame Philosophen wie Hugo Grotius oder John Selden klagten die Sklaverei nie an. Für John Locke und Thomas Hobbes war sie ein normaler Bestandteil der durch Hierarchie und Autorität geprägten Gesellschaft. Die Sklaverei wurde dabei als eine afrikanische Institution betrachtet, deren Verwen dung nicht mit der Wichtigkeit der Freiheit für die britische Gesellschaft kollidierte.9

Wie sehr der soziale Status des Sklaven für dunkelhäutige Menschen reserviert war, zeigt sich in der inoffiziellen britischen Nationalhymne Rule, Britannia!, welche 1740 uraufge führt wurde: »Rule, Britannia! Britannia, rule the waves. Britons never will be slaves«.10 Die Versklavung eines »britischen, weißen Mannes« entfachte Empörung und Entset zen, während die Versklavung des »afrikanischen, schwarzen Mannes« unabdingbare Notwendigkeit für das gesamtgesellschaftliche Wohl darstellte. Dies war, wie Seymour Drescher zeigt, dadurch möglich, dass Afrika und die Kolonien nicht als Bestandteil der eigenen Gesellschaft, sondern als etwas Exotisches wahrgenommen wurden.11 Somit konnten die Engländer, wie alle anderen imperialen Mächte, Handlungen ausführen, welche sie untereinander ablehnten.12

Die englische Gesellschaft empfand Freiheit für sich als einen wichtigen und zentra len Standpunkt.13 Die Vorstellung englischer Bürger in permanenten Ketten war etwas nahezu Unvorstellbares.14 Mit Ende des 18. Jahrhunderts gewann diese Wahrnehmung der eigenen persönlichen Freiheit durch die steigende Industrialisierung und Urbanisie rung sowie durch die damit verbundene Abnahme von Leibeigenschaften zunehmende Bedeutung. Dies führte dazu, dass zwischen jeglichen Formen der Knechtschaft, einerlei wie der Grad der limitierten Freiheit dabei ausfiel, und permanenter Sklaverei strikt un terschieden wurde.15 Des Weiteren hatte eine derartige Form der Empfindung Auswir kungen auf die Legislatur. Während in jener Zeit die Sklaverei für die Kolonien des Bri tischen Reiches ein anerkannter beziehungsweise ein als notwendig betrachteter Be standteil des gesellschaftlichen und ökonomischen Gefüges war, gab es in England be reits Gesetze, die es verboten, Sklaven auf englischem Boden zu halten, deren Exekuti on jedoch in der Praxis von der Theorie abweichen konnte.16 Dies ermöglichte es unter anderem Granville Sharps, einem religiös motivierten Juristen und später aktiven und bedeutsamen Mitglied der Abolitionismusbewegung, oder Olaudah Equiano, einem ehemaligen Sklaven, der zu Popularität und Reichtum gelangte, sich bereits vor Grün dung der Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade im Kampf gegen die Sklaverei einzusetzen. Berühmt wurde dabei der Fall James Sommerset im Jahre 1772, welcher insbesondere die Unterschiede zwischen England und seinen Kolonien zeigt.17

Diese Unterschiede waren jedoch nur den Eliten gewahr. Die breite Masse wusste vor 1784 wenig bis gar nichts über die Umstände in Übersee.18 Durch das geringe Be wusstsein einerseits und der von den Eliten begründeten Legitimation andererseits wur de das System der Sklaverei über Jahrhunderte nahezu kaum hinterfragt.19 Ein Wandel trat erst langsam mit dem Aufkommen der Moralphilosophie und dem Eintreten der Industriellen Revolution ab Mitte des 18. Jahrhunderts in England ein. Traditionelle Sichtweisen und Hierarchien wurden herausgefordert, Umwälzungen im ökonomischen und sozialen Gefüge fanden statt beides begünstigt durch den raschen Anstieg der Bevölkerung in den Städten sowie die Ausbreitung von Zeitungen und Flugblättern, welche der Verbreitung von neuen Ideen verhalf.20 Als gutes Beispiel kann Manchester herangezogen werden, welches im Verlauf des Abolitionismus eine wichtige Rolle ein nehmen wird. Edward Royle beschreibt Manchester als eine in dieser Zeit stark anwach sende und unter erheblichen Einfluss der Aufklärung und Moralphilosophie stehende Industriestadt.21

Die Sklaverei kam auch in das Bewusstsein der Menschen in England durch Ereignisse auf dem amerikanischen Kontinent, wie durch die Sklavenaufstände auf der karibischen Insel Jamaika im Jahre 176022 oder auch durch den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Insbesondere dieser Krieg hatte zur Folge, dass die Sklaverei bewusster wahrgenommen wurde, da viele ehemalige Sklaven nach England kamen und somit zu einem alltäglichen Erscheinungsbild wurden.23

Ein weiterer entscheidender Punkt war die Annahme dieser Thematik durch religiöse Gruppierungen, wie jene der Evangelikalen und der Quäker, welche zwar nahezu zeit gleich, jedoch anfangs separat erfolgte. Für die Evangelikalen war insbesondere James Ramsay bedeutend. Ramsay, ein evangelikaler Pfarrer, war zwei Jahrzehnte auf den Westindischen Inseln tätig und konnte dabei Erfahrungen sammeln, welche er 1784 publizierte. Beide Publikationen, An Essay on the Treatment and Conversion of African Slaves in the British Sugar Colonies und An Inquiry into the Effects of the Abolition of the Slave Trade, waren Anklagen an das System der Sklaverei, welche unter Mithilfe und Einfluss des Teston Clans, dem geistigen und einflussreichen Zentrum für die Evangelikalen, ent standen, und welche für die Abolition als Anhaltspunkt und Argumentationsbasis be deutsam wurden.24

Die Quäker wiederum, eine kleine religiöse Gruppierung, welche jedoch Anhänger in England als auch in den Vereinigten Staaten hatte, versuchten bereits 1783 einen Antrag im House of Commons einzubringen. Dieser wurde jedoch ohne größere Diskussion von den Abgeordneten wegen nationalem Interesse als unwichtig abgelehnt.25

Zwei Jahre später wurden die Quäker auf einen Mann aufmerksam, der soeben ein die Sklaverei kritisch behandelndes Essay veröffentlichte und bald einer ihrer wichtigs ten Verbündeten werden sollte: Thomas Clarkson. Clarkson verfasste jenes Essay im Anschluss auf einen gewonnenen Latein Rhetorik Wettbewerb mit dem Thema »Anne liceat invitos in servitutem dare?«26. Die Veröffentlichung seines Essays eröffnete ihm Bezie hungen zu anderen Abolitionisten wie jene der Quäker, aber auch zu namhaften wie Granville Sharps, Olaudah Equiano, Richard Phillips einem Anwalt und dem Bruder des Verlegers des Essays, James Phillips, einem Quäker , oder James Ramsay.27 Durch sein Engagement und sein organisatorisches Geschick wurde er recht bald zum Aus hängeschild und zum Repräsentanten des gemeinsamen Anliegens, das der als Normali tät sowie als das tragende Bein der Wirtschaft gesehenen Sklaverei als Konfliktpunkt gegenüber stand, und deren Gegner sich nun zu organisieren begannen.

2.2 Die Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade von 1787

In einer Beratung über die strategische Fragestellung am 7. Juni 1787, ob sich das weite re Vorgehen auf ein generelles Verbot der Sklaverei oder vorerst auf die Abschaffung des Sklavenhandels konzentrieren sollte, resultierte aus der folgenden Argumentation, dass ein Verbot der Sklaverei als »meddling with the property of the planters«28 aufge fasst werden könnte und durch die damit verbundenen, vielleicht unüberwindbaren Ängste,29 die die Abolitionisten durch ihre Angehörigkeit zu den oberen Gesellschafts schichten bestens nachvollziehen konnten, dieses Vorgehen somit als recht unmöglich erscheinen ließ. Der Fokus sollte daher auf das Verbot des Handels gerichtet werden. Die Überlegung dahinter nahm an, dass durch die in der Karibik herrschende hohe Sterblichkeit unter den Sklaven und die zum Vergleich dazu niedrige Geburtenrate die Sklaverei gezwungenermaßen aussterben würde. Somit wurde aufgrund dieser Argu mentation die Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade gegründet.

Die Gesellschaft zum Zweck der Abschaffung des Sklavenhandels, welche sich in ih rer Struktur an jener der Quäker orientierte und dabei von deren Erfahrungen profitier te, hatte zum Erreichen ihres Zieles keine revolutionären Absichten. Vielmehr wurde dabei angestrebt, das Denken der Bevölkerung landesweit zu verändern sowie Augen zeugen zu beschaffen, um die Mitglieder des Parlaments, den Gesetzgeber, maßgeblich zu beeinflussen und für ein Verbot zu gewinnen. Aus diesem Grund unternahm insbe sondere Thomas Clarkson zahlreiche Reisen im Zuge seiner Tätigkeit für die Bewegung, welche ihn quer durch England führten. Dabei sammelte er nicht nur Zeugenaussagen in den Sklavenhäfen wie Bristol oder Liverpool, sondern unterstützte Sammlungen von Petitionen, durch welche politischer Druck auf Parlamentarier ausgeübt wurde. Welchen Status Petitionen dabei einnahmen, zeigen Zitate aus den Cobbett’s Parlamentsauf zeichnungen zu einer Debatte im britischen House of Commons 1788. Der damalige Premierminister äußerte sich dabei zur Bedeutung des Abolitionismus, die dieser in der Bevölkerung mittlerweile hatte und welche sich in den Petitionen zeigte, wie folgt: »The Slave Trade a subject which, it was evident from the great number and variety of peti tions presented to that House respecting it, had engaged the public attention to a very considerable extent, and consequently deserved the most serious notice of that House«.30 Edmund Burke, bedeutsames und konservatives Mitglied des House of Commons, argumentierte weniger zurückhaltend: »If that House neglected the petitions from its constituents, that House must be abolished, and the Privy Council substituted in its stead«.31 Dass eine derartige Sichtweise nicht nur bei Gegnern der Sklaverei vor handen war, zeigt eine Analyse der politischen Reformbewegung jener Zeit von Edward Royle und James Walvin. Ihrer Einschätzung nach hatten die Mitglieder des House of Lords, die zu Beginn der Abolitionismusbewegung dieser nur kritisch gegenüberstan den, keinen Zweifel an der Demonstrativität der öffentlichen Meinung in Petitionen.32 Dieses seit der Magna Charta von 1215 geltende Recht, welches üblicherweise nur von Gruppen mit einem etablierten Status in Anspruch genommen wurde, fand nun weitverbreitet in England Anklang.33 Dies zeigt sich unter anderem an den Zahlen, die Seymor Drescher in Capitalism and Antislavery für die unterschriebenen Petitionen an führt: In seiner Analyse zur Bedeutung und Entwicklung des öffentlichen Drucks und von Petitionen vergleicht er die Anzahl dieser im Laufe der Bewegung. Für 1788 ermit telt er, dass 60.000 bis 100.000 Personen Petitionen zur Abschaffung oder Reform des Sklavenhandels unterschrieben. Diese bereits beträchtlichen Zahlen, in Anbetracht des geringen Bewusstseins der Thematik wenige Jahren davor, stiegen enorm im Laufe der Bewegung an. Bereits 1792 wurden 390.000 Petitionen unterschrieben und 1814 erreich te die Anzahl der Unschriften einen Umfang von 750.000 Unterschriften.34 Trotz all dem Engagement Clarksons und seinem organisatorischen Talent fehlte der Bewegung eine enge Verbindung zum Parlament. Jenem Organ, welches für eine Bewe gung, die eine Veränderung durch legitime Mittel im vorherrschenden politischen Sys tem anstrebte, von immenser Bedeutung war und dessen Mitglieder überzeugt werden mussten. Dieser fehlende Teil wurde nun mit dem Beitritt von William Wilberforce er gänzt. Wilberforce, ein junger konservativer und politisch unabhängiger Politiker sowie talentierter Redner, der sich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine politischen als auch gesellschaftlichen Fehltritte geleistet hatte, war als Evangelikaler und enger Freund des damaligen Premierministers William Pitt für die Abolitionisten die ideale Besetzung.35 Granville Sharp äußerte sich zu der Position Wilberforce wie folgt: »The respectability of his position as member for the largest county, the great influence of his personal connexions added to an amiable and unblemished character, secure every advantage to the cause«.36 Jedoch wahrte er anfangs eher eine sehr zurückhaltende Position aufgrund anderer politischer Ziele, denen er dennoch in seiner weiteren politischen Laufbahn treu ergeben blieb wie sich zeigen wird. Erst der Einfluss von Ramsay und Pitt ließ ihn endgültig davon überzeugen, der Bewegung beizutreten. So wird Pitt unter anderem von John Pollock zitiert: »Wilberforce, why don’t you give notice of a motion on the subject of the slave trade? You have already taken great pains to collect evidence, and are there fore fully entitled to the credit which doing so will ensure you. Do not lose time, or the ground may be occupied by another«.37 Im entscheidenden Treffen zwischen Wilberforce und den Abolitionisten stimmte er der Aufforderung zu, »when he was better prepared for and it, and provided no person more proper could be found«.38

Wilberforce hatte anschließend bis zum Jahrhundertwechsel die Abschaffung des Sklavenhandels betreffende Gesetzesvorschläge im House of Commons eingereicht und sich hauptsächlich zwei Themen gewidmet: Zum einen dem Abolitionismus und zum anderen, motiviert durch seinen tiefen evangelikalen Glauben, der Bekämpfung der Sünde. In der von seinen Söhnen verfassten Biographie über Wilberforce ist dazu zu lesen: »God Almighty has sent before me two great objects, the suppression of the slave trade and the reformation of manners«.39 In Bezug auf sein zweites Ziel versuchte er unter anderem eine königliche Proklamation gegen das Laster zu erwirken, wozu er die Society for Giving Effect to His Majesty’s Proclamation against Vice and Immorality gründete, de ren Aufgaben später von der ebenfalls von ihm gegründeten Society for Suppression of Vice übernommen wurden.40

Adam Hochschild beschreibt in seinem Buch über den britischen Abolitionismus Sprengt die Ketten Wilberforce als einen freundlichen und unpraktischen Mann sowie be gnadeten Rhetoriker, der ein ähnliches Weltbild wie jenes von anderen Parlamentariern besaß. Er war somit laut Hochschild als »Insider« die optimale Ergänzung zu Clarkson, dem »Agitator«.41

Einen weiteren Schritt, den Clarkson und die Abolitionisten als notwendig betrachte ten, war die Internationalisierung der Bewegung. Eine der geläufigsten Befürchtungen war, dass der britische Sklavenhandel in die Hände der britischen Konkurrenten fallen würde. So zitiert Hochschild einen Zeitungsauszug, in dem sich ein Bürger aus Bristol wie folgt äußerte: »[Den Handel] unseren Konkurrenten, den Franzosen, überlassen hieße, den Lebensnerv unseres Volkes als Handelsnation zu treffen [«] und unsere Nachkommen dem Schicksal auszuliefern, dereinst selbst Sklaven zu werden«.42 Um diesem Argument entgegen wirken zu können, war es von Bedeutung, Bewegungen mit dem gleichen Ziel auch in anderen Ländern zu motivieren. Insbesondere in jenen Län dern, welche als die größten Konkurrenten galten wie die Vereinigten Staaten und ins besondere Frankreich. Clarkson gelang es, die Bekanntschaft mit französischen Gleich gesinnten wie dem Marquis de Lafayette, einem Mitgründer einer Gruppe zur Verhinde rung der Sklaverei in Paris Société des Amis des Noirs43 zu machen. Doch die Bedin gungen in Frankreich waren mit jenen in England nicht zu vergleichen, zumal der abso lutistische Staat mit Ludwig XVI. an der Spitze keine ähnliche politische Landschaft bot, wie dies in England der Fall war. Daher hielt sich die Hoffnung auf eine Internationali sierung gedämpft.

In ihrem Bemühen, die Bevölkerung für ihre Absichten zu gewinnen, bedienten sich die Abolitionisten unterschiedlicher, zum Teil bis dahin undenkbarer und völlig neuer Instrumente. Primär versuchten sie die Menschen von England mit zahlreichen Publika tionen aufzuklären und zu informieren. Ein anderes Instrument, welches genutzt wurde, war die Visualisierung der Thematik. Berühmt und beliebt wurde dabei ein Relief mit dem Bild eines flehenden, knienden Sklaven in Ketten mit den Worten »Am I not a man and a brother?«. Ein weiteres, oft verwendetes visuelles Instrument war eine Darstellung des Sklavenschiffes Brookes. Auf dieser dargestellten Tafel waren schematisch in unter schiedlichen Ansichten die Bedingungen, unter welchen die Sklaven transportiert wur den, erkennbar.

Obwohl Bilder von Sklaven und den Verhältnissen, in denen sie sich befanden, gerne dazu verwendet wurden, um bei der englischen Bevölkerung Sympathie für die Bewe gung zu erwecken, hatten die Abolitionisten wenig Interesse an Zeugenaussagen von ehemaligen Sklaven. Hochschild beschreibt das Bild der Sklaven, welches weit vertreten war und von vielen Abolitionisten geteilt wurde, als »ein jüngerer und dankerfüllter Bru der, ein Kniender, kein Rebell«.44 Die um die Mitte des 18. Jahrhunderts von vielen Menschen akzeptierte Stereotypisierung der Sklaven beinhaltete nicht nur jene des rück ständigen, aber edlen Wilden, sondern auch solche des schwarzen Teufels.45 Für viele der karibischen Plantagenbesitzer waren Sklaven vergleichbar mit den Rindern eines Viehzüchters. Besondere Bedeutung kommt dabei dem jamaikanischen Plantagenbesit zer Edward Long zu, der mit seinen rassistischen Publikationen für Diskussionen sorg te. Für ihn hatten Sklaven »nichts Menschliches« und »waren nicht besser als Affen oder Ochsen«.46 Eine Beschreibung, die vom englischen Handelsgesetz, welches Sklaven als Güter und Waren führte, nicht stark abwich.47

Hochschild sieht dabei, wie George M. Fredrickson in seinem Werk Racism: A Short History, keinesfalls eine allgemeingültige Norm. Für Hochschild liegt der Beweis darin, dass die meisten westindischen Vertreter der Sklaverei sich nie auf eine womöglich vor handene natürliche Minderwertigkeit ihrer Sklaven, sondern vielmehr auf die wirtschaft liche Bedeutung ihrer Plantagen beriefen.48 Fredrickson argumentiert, dass Theorien, welche die Einheit der menschlichen Rasse ablehnten, kaum eine relevante Rolle in der Debatte spielten. Vielmehr hätte sich die Masse der Sklavenbesitzer von Edward Long und seinen Anhängern distanziert, um der von den Abolitionisten angezweifelten Menschlichkeit der Sklavenbesitzer besser widersprechen zu können.49

Höher als bei den Abolitionisten war bei der allgemeinen Bevölkerung das Bedürfnis nach Erfahrungen und Berichten von ehemaligen Sklaven, welches sich in der 1787 von den Abolitionisten kaum unterstützten Veröffentlichung von Quobna Ottobah Cugoana, einem in London lebenden ehemaligen Sklaven, zeigt: Thoughts and Sentiments on the Evil and Wicked Traffic of the Slavery and Commerce of the Human Species oder durch Redebeiträge in Londoner Debattierklubs.50

Diese Debattierklubs stellten für die Abolitionisten eine weitere Plattform dar, um die Öffentlichkeit zu erreichen. Vor allem, da die Thematik der Sklaverei in den Debat ten besondere Beliebtheit gewann. So war die Hälfte der in den Tageszeitungen geliste ten öffentlichen Diskussionen in London des Februar 1788 über die Sklaverei und deren Abolition.51

Jene Debatten öffneten sich aber auch einer anderen, bis dahin in öffentlichen Diskussionen unberücksichtigten sozialen Gruppe, jene der Frauen. Frauen, die sich wie Sklaven ebenfalls am Rande des gesellschaftlichen Gefüges befanden, begannen während und durch die Abolitionismusbewegung an ihrer politischen und sozialen Position zu arbeiten. Dies zeigt sich auch dadurch, dass jene zuvor genannten Reliefs von Frauen getragen wurden, um ihren politischen Willen kundzutun.

Clarkson, der bei seinen Reisen nicht nur um Beweise und Zeugenaussagen bemüht war, versuchte auch, über andere Möglichkeiten zum Handel mit dem afrikanischen Kontinent jenseits des Menschenhandels aufzuklären. Dabei konnte aufgrund des Miss trauens gegen das Handelspotenzial Afrikas und seiner Bewohner nur im begrenzten Umfang Überzeugungsarbeit geleistet werden. Als den Abolitionisten die Pläne des bri tischen Naturforschers Henry Smeathman zur Niederlassung von freien Sklaven in Sier ra Leone bekannt wurden, sahen einige von ihnen, darunter eben auch Clarkson, Wil berforce und insbesondere Sharp der noch 1786 die führende Rolle des Projekts ein nahm , eine Gelegenheit, diesem Misstrauen entgegenzuarbeiten ungeachtet der zent ralen Rolle Sierra Leones im Sklavenhandel als größter Sklavenmarkt an der Westküste Afrikas.

Diese Funktion Sierra Leones hatte eine abschreckende Wirkung auf die Zielgruppe, jedoch war diese meistens an den sozialen Rand der Gesellschaft verdrängt, in die Ar menviertel von London. So fanden diese Pläne zum einen bei ihnen Unterstützung durch die Hoffnung auf ein vermeintlich besseres Leben, aber auch bei jenen, die rassis tisch motiviert darin die Möglichkeit sahen, sie nicht nur an den Rand zu drängen, son dern sie völlig außerhalb zu haben. Wie sehr die hier zur Umsiedlung vorgesehene Be völkerung zum Spielball »weißer, imperialistischer Politik« wurde, zeigt auch die zusätz liche Zielsetzung vom Export des christlichen Glaubens und der Ausbreitung des briti schen Einflussgebiets in Afrika, sowie dass die Expeditionsleitung nicht in Hand jener war, die sich für das Unternehmen bereit erklärten, sondern in jener eines Vertreters der oberen englischen Klassen und den »Abenteurern«, damit das bestehende soziale Ver hältnis einmal mehr vor Augen geführt wurde.52

Im Frühjahr 1787 realisierte sich das Projekt und stieß auch sogleich auf Probleme betreffend das Klima, das Wetter und die Geographie, welche zu Missernten, Krankhei ten und Hungersnot führten. Als enttäuschte Siedler sich deswegen dem Projekt abwen deten und sich den Sklavenhändlern anschlossen, schrieb Sharp dazu: »All the White people whom I sent out last year, to assist in supporting the settlement, have been wicked enough to go into the service of the Slave Trade«.53 Diese Misserfolge führten dazu, dass das Projekt seine Unterstützung seitens der britischen Regierung verlor, wo durch sich ein frühzeitiges Ende anzubahnen drohte. Sharp gründete daraufhin die »Si erra Leone Company« und erhielt Unterstützung durch die Abolitionisten, die den Glauben an ein Afrika als potentieller kommerzieller Handelspartner nicht verloren hat ten. Alexander Falconbridge, ein Freund und ehemaliger Leibwächter Clarksons, wurde mit der Leitung des Projekts vor Ort anvertraut.

1790 wurde das Projekt auf Sierra Leone sogar ausgeweitet. Auf Nova Scotia, einer britischen Kolonie im heutigen Kanada, lebten seit dem Amerikanischen Unabhängig keitskrieg aufgrund von Zugeständnissen im Jahre 1783 3000 ehemalige Sklaven.54 Die Situation, in der sie sich befanden, barg empfindliche Nachteile. So litten sie an Knapp heit von Nahrung, Geräten und Hilfslieferungen. Zudem lebten sie neben Sklaven und mussten sich als Kontraktdiener oder Erntearbeiter verdienen. Hochschild resümiert daraus: »Das Ende der Sklaverei bedeutete nicht unbedingt auch ein materiell besseres Leben«.55

Überlieferte Berichte über das Projekt motivierten Zahlreiche dieser 3000 ehemaligen Sklaven dazu, sich dem Projekt anzuschließen. Nachdem dies von der Regierung bewilligt und unterstützt wurde, kam es Anfang 1792 zu einer Übersiedelung der Bereitwilligen nach Sierra Leone. Auch hier wurde den Migranten eine »verantwortungsbewusste, weiße Leitung« aufgedrängt. Die Sierra Leone Handelsgesellschaft bestand zudem auf einen »Engländer, einen überzeugten Abolitionisten und erfahrenen Seemann«, dessen Religionsangehörigkeit dem Anglikanismus entsprechen musste. Die Wahl fiel auf John Clarkson, dem jüngeren Bruder Thomas Clarksons.56

Wie sehr die Abolitionisten in England über die Situation auf Sierra Leone falsch in formiert waren beziehungsweise eine falsche Vorstellung hatten, zeigt ein Zitat von Thomas Clarkson aus einem Brief an seinen Bruder: »Die Augen Englands ruhen auf dir und dieser jungen Kolonie. [«] Dir ist es bestimmt, Gouverneur der edelsten Einrich tung zu sein, die je ins Werk gesetzt wurde [«], ein Versuch, diesen großen Kontinent zu zivilisieren und christianisieren [«] und den Handel mit Menschen abzuschaffen«.57 Erst nach der Rückkehr John Clarkson nach England ein Jahr später wurde dies berich tigt. Dies sollte die Abolitionisten aber nicht daran hindern, an ihrem Plan und ihrer Hoffnung für das nie erfolgreiche Projekt Sierra Leone festzuhalten.

2.3 Einzug der Debatte auf die parlamentarische Ebene

In der Sitzungsperiode von 1788 wollte Wilberforce zum ersten Mal einen Gesetzesvor schlag zur Abschaffung des Sklavenhandels in das Parlament einbringen. Während es den Abolitionisten gelungen war, im öffentlichen Raum das Bewusstsein für die Thema tik und die Bereitschaft zur Debatte zu erwecken sowie, wie weiter oben gezeigt, durch die zunehmende Aktivität der Öffentlichkeit Druck auf die entscheidungsbefugte Ebene auszuüben, der für Royle und Walvin eine veränderte politische Atmosphäre erzeugte,58 waren viele Mitglieder beider Parlamentshäuser dennoch davon überzeugt, dass die Ab schaffung des Sklavenhandels eine Utopie darstellen würde. Dies bedeutet nicht, dass sie die ideologischen Angriffe seitens der Moralphilosophen nicht wahrgenommen hatten. Drescher argumentiert, dass Veteranen unter den Abgeordneten die Situation und die Probleme der Sklaverei bereits lange vor 1788 bekannt waren.59 Das reaktionäre Verhal ten vieler Parlamentarier, insbesondere der Lords, begründete sich vielmehr aus der Konstruktion und Struktur beider Häuser sowie der sozialen Position der Abgeordne ten. Die Mitglieder des Unterhauses wurden von einer Minderheit in der Bevölkerung gewählt besitzende, etablierte Männer. Die Zusammensetzung des House of Lords resultierte aus dem weltlichen und klerikalen Stand. Werte, motiviert durch Religion wie bei Wilberforce zum Beispiel oder durch die Aufklärung, wurden von älteren, etablierten Politikern kaum geteilt.60 Jegliche Reformbewegungen, die ihre Position, Verhältnisse oder ihr Eigentum auch nur annähernd zu untergraben schienen, stießen dementspre chend auf Ablehnung. Insbesondere im Bereich der Sklaverei, da viele der Lords darin involviert waren.61

Aber auch die Präsenz und der Lobbyismus der westindischen Interessensvertreter verstärkten jene Abgeordnete in ihrer misstrauischen Haltung, obgleich der Anteil jener, die direkt im House of Commons an dem Interessensverband der Sklaverei gebunden waren, nur ein geringer war und sich mit jenen der Abolitionisten im Gleichgewicht befand.62 Dies bedeutet, dass der überwiegende Anteil der Mitglieder des House of Commons unentschlossen und somit beeinflussbar war. Wilberforces Aufgabe war es nun, diese für das Lager der Abolitionisten zu gewinnen und für die Notwendigkeit der Abschaffung des Sklavenhandels zu überzeugen. Eine Aufgabenstellung, die angesichts des reaktionären Verhaltens ihre Schwierigkeiten hatte, wie sie auch Keith Windschuttle zusammenfasst: »Wilberforce had to win the votes of country gentlemen whose atten dance was erratic, friends of the King who took their cue from Windsor Castle rather than Downing Street, and members of the House of Lords whose first instinct was to be suspicious of any change«.63

Die Rolle der Downing Street und damit verbunden mit jener von Pitt hatte zusätzli chen Einfluss auf die Situation im Parlament. Wie William Hague sich richtig die Frage stellt, wieso Wilberforce trotz seiner Freundschaft zu dem Premierminister und dessen Sympathie für den Abolitionismus sowie der Mehrheit, die seine Regierung im House of Commons stellte, es nicht auf Anhieb gelang, seinen Gesetzesvorschlag durchzubringen, muss diesem Punkt Beobachtung geschenkt werden. Im House of Commons existierten im 18. Jahrhundert keine klare Trennung der Parteizugehörigkeit als auch keine Ab stimmungsdisziplin gegenüber der eigenen Partei. Viele Abgeordnete waren zudem un abhängig. Das Erreichen einer Mehrheit war daher massiv von den unterschiedlichen Zusammenstellungen und Interessen im Parlament abhängig und somit mit Schwierig keiten behaftet. Zusätzlich vermied es Pitt, seiner privaten Sympathie zum Abolitionis mus offene Unterstützung auszusprechen, da er seine starken Gegner in anderen politi schen Themen fürchtete. Des Weiteren konnte Pitt zu jenem Lager gezählt werden, für welches der Erfolg des Unternehmens als unrealistisch galt.64

Unter diesen Bedingungen wollte Wilberforce zum ersten Mal das Thema des Skla venhandels in das Parlament einbringen. Doch Wilberforce erkrankte und Pitt musste den Antrag zur Vertagung der Debatte stellen, konnte jedoch aber eine Untersuchung des Sklavenhandels durch das Privy Council Her Majesty's Most Honourable Privy Council, dem Beratungsgremium des Königs, Georg III. bewirken. Daraus ergab sich die Gele genheit für die Abolitionisten, ihre angesammelten Materialien einerseits einer politi schen Institution und anderseits der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im selben Jahr erkrankte zudem der König, so dass durch die fehlende Autorisierung der verab schiedeten Gesetze der gesamte politische Prozess zum Erliegen kam. Daher belief es sich in dieser Sitzungsperiode auf nur einen Antrag zur Regulierung, welcher unabhän gig von Wilberforce gestellt wurde. Das daraus resultierende Gesetz war aber durch Zusätze derartig beeinflusst, dass es in der Praxis umgangen werden konnte.

Aufgrund der initiierten Untersuchung des Sklavenhandels versuchten einige Reeder mit Drohungen der Verlagerung ihrer Geschäfte und Arbeitsstätten von ihrer Seite aus Druck auf die politischen Verantwortlichen zu erzeugen. Hier sahen sich die Abolitio nisten einmal mehr in ihrer Annahme bestätigt, dass eine Internationalisierung ihres Anliegens notwendig war.

Die Befürworter der Sklaverei beschwichtigten aber auch die Lebensverhältnisse und Umstände der Sklaven oder etikettierten die Sklaverei als eine positive Erscheinung für die Ausgebeuteten. Ihnen zufolge waren zum Beispiel »Nine out of Ten rejoice at failing into our hands«.65 James Penny, ein ehemaliger Kapitän eines Sklavenschiffes, schilderte die transatlantische Überfahrt mit folgender Beschreibung: »If the weather is sultry, and there appears the least Perspiration upon their Skins, when they come upon Deck, there are two Men attending with Cloths to rub them perfectly dry, and another to give them a little Cordial. After eating they are then supplied with Pipes and Tobacco [«] they are amused with Instruments of Music particular to their own country [«] and when tired of Music and Dancing, they then got to Games and Cherokee«.66 Eine Beschreibung, die Wilberforce in seiner Rede später intensiv angreifen wird, wie in Kapitel 3 behandelt werden wird.

Auf Seiten der Abolitionisten sagten Ramsay, Falconbridge, John Newton ein ehemaliger Kapitän eines Sklavenschiffes, der nach seinem Rückzug aus dem Sklavengeschäft zum Evangelikalismus übertrat und eine entscheidende Rolle in der Konvertierung Wilberforce spielte sowie Clarkson aus. Zum Leidwesen der Abolitionisten stellte sich die Gewinnung von zur Aussage bereiten Zeugen als schwierig dar, da diese Einschüchterungen seitens mancher Sklavenbefürworter ausgesetzt waren. Wie schon die Abolitionisten bei ihrer Suche nach Zeugen auf ehemalige Sklaven verzichteten, nahm auch die Leitung des Privy Council davon Abstand.

Der Bericht des Privy Council wurde im April 1789 fertig und publiziert. Er beinhalte]te Zeugenaussagen beider Konfliktparteien. Auf dieser Basis konnte nun Wilberforce seine Vorbereitung auf seine erste wichtige Rede im Parlament zum Abolitionismus des Sklavenhandels richten, da mit der Gesundung Königs Georg III. Anfang 1789 die Arbeit des Parlaments wieder aufgenommen werden konnte.

Am 12. Mai 1789 brachte Wilberforce in einer mehr als dreistündigen Rede im Hou se of Commons seine mit den Abolitionisten, insbesondere unter der Mithilfe Ramsays, ausgearbeiteten zwölf Resolutionen ein. Damit hatte die Debatte nun endgültig ihren Einzug in die politischen Entscheidungsgremien gefunden. Wilberforces mehr als drei stündig andauernde Rede und seine darin eingebrachten zwölf Resolutionen zur Ab schaffung des Sklavenhandels orientierten sich an der Beweisführung des Privy Councils und sämtlichen Argumentationspunkten der betreffenden Debatte, welche ökonomi sche, nationale, aber auch moralische und religiöse Aspekte beinhaltete. Da die Rede Bestandteil der Analyse in Kapitel 3 ist, soll hier auf eine nähere Betrachtung verzichtet werden.

Zum Leidwesen der Bewegung kamen die Resolutionen nicht zur Abstimmung. Vielmehr setzte sich ein Gegenantrag durch, dass das House of Commons erst eigene Untersuchungen zu unternehmen hat, um darüber entscheiden zu können. Wilberforce ließ sich dazu überreden und stimmte der Verschiebung zu, wodurch die Thematik erst 1791 wieder im House of Commons aufgenommen wurde.

2.4 Revolution und Kriegsjahre

In seiner Rede griff Wilberforce die Befürchtung auf, dass Frankreich die Rolle Eng lands im Sklavenhandel übernehmen würde, falls England ihn einstelle. Wie oben be handelt, waren sich die Abolitionisten bewusst, dass sie ihre Bewegung deshalb interna tionalisieren mussten, was aber angesichts der politischen Verhältnisse in Frankreich als schwierig eingeschätzt wurde. Zwei Monate nach der Rede Wilberforce änderte sich die Situation durch den Beginn der Französischen Revolution. In England verbreiteten sich Gerüchte, dass in Frankreich eine konstitutionelle Monarchie nach englischem Vorbild eingerichtet würde. Unter der Annahme, dass bald ähnliche Bedingungen in beiden Ländern herrschen würden, stieg die Hoffnung unter den Abolitionisten auf die ange strebte Internationalisierung und damit eine Erleichterung des Unternehmens. Unter mauert wurde diese Hoffnung zusätzlich durch den Aufstieg des französischen Aboli tionisten Marquis de Lafayette zum Bürgermeister von Paris. Wilberforce, der als Kon servativer jegliche revolutionären Akte ablehnte, konnte der Entwicklung in Frankreich Positives entnehmen.67

Dass sich die Hoffnung als Irrtum erwies, offenbarte sich spätestens im Sommer 1792, als der französische König Ludwig XVI. von den revolutionären Kräften gefan gengenommen wurde. Dieser Akt wurde in England als ein Angriff auf das Königshaus empfunden. Insbesondere vom konservativen Lager in England, welches eine Distanzie rung von Frankreich und den damit verbundenen Interessen, wie unter anderem des Abolitionismus, forderte. Dadurch erlitt die Bewegung einen erheblichen Rückschlag.

[...]


1 Dass die Sklaverei beziehungsweise der Menschenhandel unter anderen Formen und Bezeichnungen wie etwa »Trafficking in Persons« trotz all jener in dieser Arbeit beschriebenen Erfolge immer noch oder wieder gedeihen, sollte an dieser Stelle erwähnt werden.

2 Zum Vergleich der Abolitionsbewegungen in den besagten Ländern und dem damit verbundenen Dis kurs siehe zum Beispiel: Seymour Drescher: From Slavery to Freedom.

3 Zum Misstrauen in der Politik gegenüber Evangelikalismus im 18. Jahrhunderte siehe David William Bebbington: Evangelicalism in modern Britain, S. 22ff.; Christopher Leslie Brown: Moral Capital, S. 340 und 380ff.

4 Vgl. dazu die Diskussion von Brycchan Carey über Aufzeichnungen dieser Debatte. Wilberforce selber äußerte sich einmal zu einer Transkription im Jahr 1792 folgende: »Nothing ever was so absurd, and, [«] so ludicrous, as what the short hand men have furnished«. (Robert Isaac and Samuel Wilberforce: The Life of William Wilberforce, Vol. 1, S. 347f.) Carey kommt jedoch zu dem Resultat, dass Cob bett's Parliamentary History trotz aller Mängel von Historikern und Kritikern als argumentativ akzep tiert wird. Carey, Brycchan: William Wilberforces Sentimental Rhetoric. Parliamentary Reportage and the Abolition Speech of 1789, in: The age of Johnson: a scholarly annual, Vol. 14 2003, S. 281 305.

5 Vgl. Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 171.

6 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 235.

7 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 73ff.

8 Vgl. Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 148.

9 Vgl. Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 22ff.

10 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 264.

11 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Abolition, S. 181f.

12 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Antislavery, S. 87.

13 Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 22ff.

14 Dass es durch die imperialen Auseinandersetzungen und Aktivitäten des britischen Königreiches den noch zu recht häufigen Versklavungen britischer Soldaten kam, ist unter anderem zu finden in: Linda Colley: Captives.

15 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Abolition, S. 178.

16 Vgl. Keith Windschuttle: William Wilberforce, S. 18.

17 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 66f. James Sommerset war ein nach England verschiff ter Sklave, der 1771 seinem Besitzer entlief. Nach erneuter Gefangennahme und Klage gegen diese, wurde in einem Gerichtsurteil festgehalten, dass die Sklaverei auf englischem Boden illegal sei. Für die Unterschiede zwischen England und den Kolonien siehe: Seymour Drescher: Capitalism and Abo lition, S. 178ff.

18 Vgl. Christopher Leslie Brown: Moral Capital, S. 367.

19 Vgl. Edward Royle, James Walvin: English radicals and reformers, S. 32.

20 Vgl. William Hague: William Wilberforce, S. 128.

21 Vgl. Edward Royle, James Walvin: English radicals and reformers, S. 36.

22 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 53.

23 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 65; Die Zunahme dieser Bevölkerungsgruppe stärkte jedoch nicht nur das Bewusstsein für die Sklaverei. Systembehaftet nahm dadurch auch die Anzahl je ner in Armut lebenden Menschen in England zu, wodurch rassistische Vorurteile reproduziert bezie hungsweise generiert wurden. Siehe dazu: Edward Royle, James Walvin: English radicals and reform ers, S. 32; Seymour Drescher: Capitalism and Abolition, S. 179f.

24 Vgl. Christopher Leslie Brown: Moral Capital, S. 367.

25 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Abolition, S. 167; Seymour Drescher: Econocide, S. 189.

26 Ist es rechtens, andere gegen ihren Willen zu versklaven?

27 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 114f.

28 Thomas Clarkson: The History of the Rise, Vol. 1, S. 286.

29 Vgl. Keith Windschuttle: William Wilberforce, S. 23f.

30 PH, Vol. 27, Col. 495.

31 PH, Vol. 27, Col. 501.

32 Vgl. Edward Royle, James Walvin: English radicals and reformers, S. 38f.

33 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 169.

34 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Antislavery, S 82.

35 Vgl. Keith Windschuttle: William Wilberforce, S. 22.

36 Robert Isaac and Samuel Wilberforce: The Life of William Wilberforce, Vol. 1, S. 153.

37 John Pollock: Wilberforce, S. 58.

38 Thomas Clarkson: The History of the Rise, Vol. 1, S. 254.

39 Robert Isaac and Samuel Wilberforce: The Life of William Wilberforce, Vol. 1, S. 149.

40 Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 154f.; William Hague: William Wilberforce, S. 108ff.

41 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 151ff.

42 Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 172.

43 Gesellschaft der Freunde der Schwarzen.

44 Adam Hochschild: Sprengt die Ketten, S. 163.

45 Vgl. Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 148. Für Formen rassistischer Stereotypen, deren vielfältige Bedeutung und Anwendung siehe: Wulf D. Hund: Rassismus.

46 Adam Hochschild: Sprengt die Ketten, S. 164.

47 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Abolition, S. 180.

48 Vgl. Adam Hochschild: Sprengt die Ketten, S. 164.

49 Vgl. George M. Fredrickson: Racism, S. 63.

50 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 167.

51 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 158.

52 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 183f.

53 Prince Hoare: Memories of Granville Sharp, S. 343.

54 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 122ff.

55 Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 240.

56 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 245.

57 Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 250.

58 Vgl. Edward Royle, James Walvin: English radicals and reformers, S. 38.

59 Vgl. Seymour Drescher: Capitalism and Abolition, S. 177.

60 Vgl. Keith Windschuttle: William Wilberforce, S. 22f.

61 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 170.

62 Vgl. Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 162ff.

63 Keith Windschuttle: William Wilberforce, S. 22.

64 Vgl. Keith Windschuttle: William Wilberforce, S. 18 und 22; Kenneth Morgan: Slavery and the British Empire, S. 162ff.

65 F. E. Sanderson: The Liverpool Delegates and Sir William Dolben's Bill, S. 68.

66 F. E. Sanderson: The Liverpool Delegates and Sir William Dolben's Bill, S. 71.

67 Vgl. Adam Hochschild: Gesprengte Ketten, S. 199.

Ende der Leseprobe aus 88 Seiten

Details

Titel
William Wilberforce - Analyse seiner Bedeutung und Rolle in der britischen Abolitionismus-Bewegung
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Sozialökonomie )
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
88
Katalognummer
V180402
ISBN (eBook)
9783656030867
ISBN (Buch)
9783656031079
Dateigröße
1052 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wilberforce, Abolitionismus, Abolition, England, Großbritannien, Sklaverei, Sklavenhandel, House of Common, House of Lords, Britisch, Sklaven, Haiti, Zucker, Quäker, Slave, Trade, 1789, 1806, 1807, 1833, Clarkson, Gesellschaft, Rede, Ham, Menschenhandel, Trafficking, Frankreich, Evangelikale, Evangelikalismus, Society, Moral
Arbeit zitieren
Wolfgang Müller (Autor), 2010, William Wilberforce - Analyse seiner Bedeutung und Rolle in der britischen Abolitionismus-Bewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180402

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