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Jugend und Jugendkulturen im 20. Jahrhundert

Titel: Jugend und Jugendkulturen im 20. Jahrhundert

Hausarbeit , 2010 , 5 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Vanessa Falkenstein (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Jugendkultur werden kulturelle Aktivitäten und Subkulturen von Jugendlichen genannt, die sich dadurch auszeichnen, dass Jugendliche Akteure und Publikum sind. Mittels ihrer selbst entworfenen und selbst bestimmten Subkultur suchen die Jugendlichen ihr Verhältnis zum Mainstream und verbinden damit auch oft ihre Kritik am Bestehenden. Der Ausgangspunkt für eine Jugendkultur ist häufig im Bereich von Musik, Mode und Verhalten zu finden. Häufig entwickeln sich Nachahmer, welche dann alternative Handlungsweisen herausbilden und Werte aufstellen und im Extremfall sogar eine eigene Weltanschauung entwickeln und aktiv weiter vermitteln. Größtenteils identifizieren sich Angehörige dieser Jugendkulturen mit ihr über verschiedene Gruppensymbole. Diese zeigen sich beispielsweise in der Jugendsprache, bestimmten Moderichtungen, Schmuck oder Musikstilen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Jugendkulturen im 20. Jahrhundert

1.1 Jugendbewegung

1.2 Swing-Jugend

1.3 Edelweißpiraten

1.4 Amerikanisierung der Jugend nach dem Zweiten Weltkrieg

1.5 Halbstarke

1.6 Studentenbewegungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Ausprägung von Jugendkulturen im 20. Jahrhundert in Deutschland, um deren soziale und psychologische Entstehungsbedingungen sowie deren Verhältnis zum gesellschaftlichen Mainstream zu beleuchten.

  • Entstehung und Charakteristika der frühen Jugendbewegung
  • Subkultureller Widerstand während der NS-Zeit am Beispiel der Swing-Jugend und Edelweißpiraten
  • Einfluss des amerikanischen Kapitalismusmodells und der Amerikanisierung der Alltagskultur
  • Sozialpsychologische Motivationen jugendlichen Gruppenverhaltens
  • Politische Dimensionen der Studentenbewegungen ab den 1960er-Jahren

Auszug aus dem Buch

Die Swing-Jugend

In der NS-Zeit war die bedeutendste Jugendkultur die Swing-Jugend. Der Begriff "Swingjugend" stammt vermutlich von den nationalsozialistischen Verfolgungsbehörden zur Kennzeichnung von Jugendlichen, die ihrer Distanz zum NS-Regime vor allem durch ihre Vorliebe für amerikanische Swing-Musik Ausdruck verliehen. Die Mitglieder der "Swingjugend" waren in der Regel unpolitisch. Ihnen ging es vor allem um die Schaffung eines jugendkulturellen, autonomen Lebensbereichs und einer Gegenkultur zum uniformierten Alltag der Hitler-Jugend. Die Jugendlichen der "Swing-Gruppen" kamen vornehmlich aus dem Mittelstand und dem gehobenen Bürgertum. Die vor allem während des Zweiten Weltkriegs in Hamburg und Berlin auftretenden Gruppen zeichneten sich durch einen bewusst internationalen und weltstädtischen Lebensstil aus, der sich an amerikanischen und englischen Moden orientierte. Die Jugendlichen trugen oft längere Haare, karierte Sakkos, Hut und Regenschirm und trafen sich in Cafés oder Clubs, um den bei den Nationalsozialisten verrufenen Swing zu hören. Ihre Abgrenzung gegenüber dem normierten Alltag zeigte sich auch in der bewussten Verwendung von Anglizismen. Ohne im eigentlichen Sinne politisch-oppositionell eingestellt zu sein, wichen sie in Aussehen und Verhalten stark vom nationalsozialistischen Ideal des Jugendlichen ab.

Zusammenfassung der Kapitel

Jugendkulturen im 20. Jahrhundert: Einführung in das Phänomen Jugendkultur und deren Bedeutung als Ausdruck kritischer Abgrenzung zum Mainstream.

Jugendbewegung: Analyse der Wandervogel-Bewegung als erste prägnante Form der Jugendkultur und deren Hinwendung zum Naturerleben.

Swing-Jugend: Untersuchung der Swing-Jugend als unpolitische Gegenkultur zum uniformierten Alltag des Nationalsozialismus durch einen westlich orientierten Lebensstil.

Edelweißpiraten: Betrachtung der Edelweißpiraten als Jugendkultur aus dem Arbeitermilieu, die sich aktiv gegen Drill und Militarisierung des NS-Regimes stellte.

Amerikanisierung der Jugend nach dem Zweiten Weltkrieg: Darstellung der Einflüsse des amerikanischen Konsumverhaltens und Lebensstils auf die deutsche Nachkriegsjugend.

Halbstarke: Einordnung sozial unangepasster Jugendlicher und ähnlicher Strömungen in den 1950er-Jahren.

Studentenbewegungen: Erörterung der politischen Studentenbewegungen der 60er und 70er Jahre als Reaktion auf gesellschaftliche und globale Veränderungsprozesse.

Schlüsselwörter

Jugendkultur, Jugendbewegung, Wandervogel, Swing-Jugend, Edelweißpiraten, Nationalsozialismus, Amerikanisierung, Halbstarke, Studentenbewegung, Subkultur, Gruppenidentität, Lebensstil, Gegenkultur, Sozialisation, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die Merkmale verschiedener Jugendkulturen in Deutschland im Verlauf des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die frühen Jugendbewegungen, den subkulturellen Widerstand in der NS-Zeit, den Einfluss der US-amerikanischen Populärkultur nach 1945 und die Studentenproteste der 60er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche durch die Bildung von Subkulturen ihr Verhältnis zur Gesellschaft und zum herrschenden Mainstream definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven historischen Analyse und der Auswertung von Quellen zu jugendspezifischen Verhaltensweisen und gruppendynamischen Prozessen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der Gründung des Wandervogels über die Swing-Jugend und Edelweißpiraten bis hin zu den Studentenbewegungen und den Halbstarken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugendkultur, Subkultur, Amerikanisierung, Widerstand, Gruppenidentität und gesellschaftliche Orientierungsphasen.

Warum grenzte sich die Swing-Jugend so stark vom NS-Regime ab?

Die Abgrenzung erfolgte primär über einen weltstädtischen Lebensstil und die Vorliebe für amerikanische Musik, was einen autonomen Lebensbereich außerhalb der HJ schuf.

Welche Rolle spielte das "amerikanische Modell" für die Jugend nach dem Krieg?

Es fungierte als prägender Einfluss für die Populärkultur und verhalf der Jugend zu neuen Rollenmustern und einer Abgrenzung gegenüber dem konservativen Elternhaus.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugend und Jugendkulturen im 20. Jahrhundert
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Pädagogik / Erziehungswissenschaften
Note
1,7
Autor
Vanessa Falkenstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
5
Katalognummer
V180558
ISBN (eBook)
9783656034155
ISBN (Buch)
9783668148369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Shell Jugendstudie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Falkenstein (Autor:in), 2010, Jugend und Jugendkulturen im 20. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180558
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Leseprobe aus  5  Seiten
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