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Historische Romane. Zwischen Fiktionalität und Historie

Titel: Historische Romane. Zwischen Fiktionalität und Historie

Ausarbeitung , 2010 , 5 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christopher Stickdorn (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Ausarbeitung zum Thema „Historische Romane - Zwischen Fiktionalität und Historie“, soll aufgezeigt werden, welche Eigenschaften historische Romane haben und wie sich diese auf das Verhältnis von historischer Wahrheit und fiktionaler, literarischer Ausschmückung auf die Adressaten dieser Romane auswirken. Zudem soll analysiert werden, ob und in welchem Maße historische Romane als Quelle, sowohl für die Forschung, als auch für den Geschichtsunterricht relevant sind und eingesetzt werden können.
Im zweiten Teil der Ausarbeitung steht der Wandel der Nutzung historischer Romane im dritten Reich im Mittelpunkt der Untersuchung. Hierbei sollen vor allem die Arbeiten von Hugo Aust und Frank Westenfelder zu diesem Thema Aufschluss geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Funktion historischer Romane

3. Historische Romane im Nationalsozialismus

4. Die innere Emigration und der Roman

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen historischer Faktizität und fiktionaler Ausgestaltung in historischen Romanen. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Gattung zur Ausbildung eines Geschichtsbewusstseins beitragen kann und wie sie insbesondere während des Nationalsozialismus für politische Zwecke instrumentalisiert oder von Autoren der inneren Emigration als kritisches Medium genutzt wurde.

  • Historische Wahrheit versus literarische Fiktionalisierung
  • Die pädagogische Relevanz historischer Romane im Unterricht
  • Funktion und Missbrauch des historischen Romans im Nationalsozialismus
  • Instrumentalisierung von Vergangenheit für politische Ideologien
  • Der historische Roman als Instrument der Kritik während der inneren Emigration

Auszug aus dem Buch

Der historische Roman im Nationalsozialismus

Der historische Roman des dritten Reichs hatte genau den gegenteiligen Anspruch. Im Vordergrund stand die Verschleierung genau des oben genannten Hiatus zwischen Poesie und geschichtlicher Wirklichkeit. Der Roman stieg im Zuge dessen zur beliebtesten literarischen Gattung auf, da durch ihn vielerlei Intention offenkundig oder verdeckt Preis gegeben werden konnte. Hierbei ließen sich grundlegend zwei verschiedene Zweige der Intention unterscheiden.

Auf der einen Seite standen die Autoren, die dem Roman eine volkstümliche Aufgabe zusprachen und ihn zu einem Werkzeug nationaler Erziehung werden ließen. Die charakteristischen Kennzeichen dieser Werke setzen sich aus Vergangenheitsentwürfen wie Rassismus, Reichsgläubigkeit, Militarismus, Imperialismus, totale Mobilmachung der Massen, Ahnenkult, Blut- und Bodenideologie, soziale Hierarchie sowie Herrentum zusammen. Im Vordergrund stand unter Berücksichtigung dieser Inhalte die Heroisierung der eigenen Vergangenheit an markant bis hin zu fabelhaften historischen Ereignissen, die auf die Gegenwart projiziert werden sollten. Durch die entstandene Verbundenheit mit der eigenen Vergangenheit, sollten die Leser sowohl erbaut werden, dem Regime Treue entgegen zu bringen, um eines Tages ebenso als Vorbild wirken zu können, als auch mahnend an die eigene Verpflichtung erinnert werden. Dies führte zu einer Enthistorisierung der Geschichte im Sinne des gegenwärtigen politischen Interesses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der historischen Romane ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich ihrer Relevanz für Geschichtswissenschaft und Unterricht.

2. Die Funktion historischer Romane: Dieser Abschnitt erörtert die theoretischen Aspekte der Gattung, insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen historischer Wahrheit und fiktionaler Ausschmückung sowie deren Wirkung auf den Leser.

3. Historische Romane im Nationalsozialismus: Hier wird analysiert, wie historische Romane im Nationalsozialismus zur ideologischen Indoktrination und Manipulation der Leserschaft instrumentalisiert wurden.

4. Die innere Emigration und der Roman: Dieses Kapitel behandelt die Nutzung des Romans als kritisches Medium durch Autoren der inneren Emigration, um trotz Repressionen regimekritische Inhalte zu vermitteln.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Janusgesichtigkeit der Gattung zwischen historischer Erkenntnis und politischem Missbrauch.

Schlüsselwörter

Historischer Roman, Geschichtsbewusstsein, Fiktionalität, Nationalsozialismus, Innere Emigration, Ideologie, Geschichtsdidaktik, Literaturepoche, Geschichtsdarstellung, Literarische Fiktion, Politische Instrumentalisierung, Quellenkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen historischer Wahrheit und literarischer Fiktion im Genre des historischen Romans.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die pädagogische Bedeutung von Romanen für das Geschichtsverständnis sowie deren politische Instrumentalisierung während der Zeit des Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie historische Romane als Quelle oder didaktisches Mittel eingesetzt werden können und wie sie ihre Funktion zwischen Bildung und Manipulation erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche und geschichtsdidaktische Analyse, basierend auf Fachliteratur von Autoren wie Hugo Aust und Frank Westenfelder.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretische Funktion des historischen Romans, dessen Missbrauch durch das NS-Regime sowie die kritische Gegenposition durch Autoren der inneren Emigration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind historischer Roman, Geschichtsbewusstsein, Fiktionalität, Nationalsozialismus und innere Emigration.

Was bedeutet der Begriff „Hiatus“ in diesem Kontext?

Der Hiatus beschreibt die Kluft zwischen wissenschaftlich belegbaren historischen Fakten und der dichterischen Freiheit, die im historischen Roman zur Unterhaltung oder Manipulation genutzt wird.

Wie unterschieden sich die zwei Intentionszweige der NS-Literatur?

Es gab Autoren, die den Roman als Werkzeug zur nationalen Erziehung nutzten, und Autoren der inneren Emigration, die in historischen Gleichnissen ihre Kritik am Regime versteckten.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Historische Romane. Zwischen Fiktionalität und Historie
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
Christopher Stickdorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
5
Katalognummer
V181512
ISBN (eBook)
9783656047186
ISBN (Buch)
9783668148413
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krieg Medien; Boot Historische Romane Buchheim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Stickdorn (Autor:in), 2010, Historische Romane. Zwischen Fiktionalität und Historie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181512
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Leseprobe aus  5  Seiten
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