Wieweit wirkt Berufsschule auf das Selbstwertgefühl der SchülerInnen?

Schulentwicklung


Bachelorarbeit, 2011
32 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Abgrenzung des Themas
1.1.1 Warum das Selbstwertgefühl?

2 Begriffsdefinitionen
2.1 Selbst
2.2 Selbsteinschätzung
2.3 Selbstwertgefühl
2.4 Selbstkonzept
2.5 Berufsschule
2.6 Schulentwicklung

3 Forschungsmethode
3.1 Die Einflussgrößen auf das Selbstwertgefühl
3.1.1 Rückmeldungen
3.1.2 Leistungsdruck
3.1.3 Soziale Anerkennung
3.1.4 Schulerfolg
3.1.5 Kategorisierung der Einflussgrößen
3.2 Datenerhebung:
3.3 Die Felderkundung
3.4 Hypothesen

4 Auswertung der Fragebögen
4.1 Datenanalyse:
4.1.1 Korrelationen
4.1.2 Begriffsdefinition: Hypothese
4.1.3 Hypothese 1
4.1.4 Hypothese 2
4.1.5 Hypothese 3
4.1.6 Hypothese 4
4.1.7 Weitere Erkenntnisse

5 Fazit

6 Quellenverzeichnis:
6.1 Literatur
6.2 Internet

7 Anhang
7.1 Fragebogen zum Selbstwertgefühl

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Überblick der selbstrelevanten Faktoren (Späth, 2010, S.76)

Abbildung 2 Kategorisierung der Einflussgrößen

Abbildung 3 Einflussgrößen auf das Selbstwertgefühl

Abbildung 4 Durchschnittliches Selbstwertgefühl (Vgl. Pullmann, 2000, S.710)

Abbildung 5 Statistik

Abbildung 6 Korrelationen

Abbildung 8 Selbstwert bei Leistung "Befriedigend"

Abbildung 9 Selbstwert bei Leistung "Gut"

Abbildung 10 Selbstwert bei Leistung "Sehr gut"

1 Einleitung

Ich bin Lehrer seit 2001 an der Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik und unterrichte in den metallverarbeitenden Berufen. Im Zuge meiner Tätigkeit habe ich mich mit Schulentwicklung und Schulkultur auseinander gesetzt. Dazu habe ich an der Pädagogischen Akademie zu meiner Lehrerausbildung eine Diplomarbeit mit dem Thema „Evaluierung von Unterricht“ verfasst. Diese Arbeit hat mir gezeigt, dass es schwer ist Veränderungen in der Schulkultur aufzuzeigen. Ich sage bewusst Veränderungen und nicht Verbesserungen, da ich diesen Prozess zuerst rein deskriptiv beschreiben möchte. Erst im Studium der Bildungswissenschaften sind Ideen gekommen, wie Entwicklungen beschrieben oder festgestellt werden könnten. Nach langer Recherche und Überlegung bin ich auf das Selbstwertgefühl gestoßen. Die Veränderung des Selbstwertgefühls, durch das Spannungsfeld zwischen Identität und Umwelt, ist gerade in meiner Zielgruppe, SchülerInnen von 15 bis 23 Jahren, ausgeprägt. Die Adoleszenz ist ein Bereich, welcher hinsichtlich der Identitätsentwicklung, als gut untersucht werden kann (Vgl. Haußer, 1995, S.91) und auch Erikson erwähnt, dass bestimmte Lebensphasen in Gesellschaften mit kritischen Übergängen verbunden sind. Ein klassisches Beispiel ist die Adoleszenz (Vgl. Döbert, 1982). Weiteres ist das Selbstwertgefühl entscheidend für die Handlungskompetenz und berufliche Laufbahn der SchülerInnen. Querschnittsstudien zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen einem gelungenem beruflichen Verbleib und einer hohen Selbstwertgefühl. (Vgl., Müller, 2008, S.103) Schulentwicklung könnte an der Veränderung des Selbstwertgefühls gemessen werden, dazu muss erst ermittelt werden wieweit die Berufsschule aus das Selbstwertgefühl der SchülerInnen im Bereich der metallverarbeitenden Berufe wirkt. Dies möchte ich in dieser Arbeit erforschen.

Die Rosenberg Self-Esteem Skala ist, die vielleicht am weitesten verbreitete sozialwissenschaftliche erforschte Skala zur Messung des Selbstwertgefühls. Dr. Rosenberg war Professor für Soziologie an der Universität von Maryland in den Jahren von 1975 bis 1992. Er erhielt sein Doktorat 1953 an der Columbia University. Seine Arbeiten und Artikeln über das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl sind weltbekannt (Vgl.: Internetquelle: http://www.bsos.umd.edu/socy/research/rosenberg.htm , Stand: 20.08.2011)

Wie wirken externe Faktoren auf das Selbstwertgefühl ein? Diese Fragestellung bezieht sich auf Jugendliche in metallverarbeitenden Berufen an Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik.

Mit Hilfe eines Fragebogens von Rosenberg werden das Selbstwertgefühl der Schüler und der Einfluss der Schule auf das Selbstwertgefühl ermittelt. Es wird erhoben, wie Schule auf das Selbstwertgefühl der Schüler wirkt. Der Ansatz dieser Studie ist, dass das Selbstwertkonzept und das Selbstwertgefühl miteinander verbunden sind. So dürfte das Wissen um das eigene Selbst kaum neutral zur Kenntnis genommen werden; vielmehr geht das Selbstkonzept (z.B.: ich bin ein guter Schülerin) mit einer subjektiven Bewertung und damit einer positiven beziehungsweise negativen Einstellung zur eigenen Person (z.B.: ich bin stolz, eine gute Schülerin zu sein) einher (Pradini, 2001, S.205.)

Die Quellen der Selbstwertschätzung, die im Beobachten eigenen Verhaltens und Erlebens, physiologischen Zuständen sowie Informationen aus sozialer Rückmeldung und sozialen Vergleichsprozessen liegen, wurden relativ häufig untersucht. Ähnlich dem Selbstkonzept wurde oft auf die Bedeutung von Schulleistungen, Lernerfolge und positiven Rückmeldungen als Quellen des Selbstwertgefühles verwiesen. (Sembill 1992; Schütz 2003, S.62 ff.)

Das Selbstwertgefühl (ebenso Selbstkonzept und Kontrollüberzeugungen) können als Ergebnis einer sozialen Interaktion verstanden werden. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen dem Selbstwertgefühl einer Person und den Reaktionen der sozialen Umwelt auf das Verhalten dieser Person (vgl. Filipp/ Frey 1988, S.430).

1.1 Abgrenzung des Themas

Diese Arbeit befasst sich mit dem Selbstwertgefühl im Bereich der Berufsschule im metallverarbeitenden Berufen. Es wurden fünf äußere Faktoren aus der Literatur ausgewählt und überprüft wieweit sie auf das Selbstwertgefühl von 15 bis 23 jährigen wirken.

1.1.1 Warum das Selbstwertgefühl?

Ein hohes Selbstwertgefühl erscheint allgemein als nützlich und erstrebenswert, da es mit verschiedenen positiven Folgen und Auswirkungen verbunden zu sein scheint, auch wenn noch keine vollkommene Klarheit über die Kausalität der Zusammenhänge vorliegt (vgl. Baumeister, 1998, S.680f.). Hohes Selbstwertgefühl wirkt sich positiv auf die Ausdauer bei Problemlösungsprozessen und auf das Ausmaß der Selbstwirksamkeit aus. Es ist verbunden mit umfangreicheren Kenntnissen über die eigene Person und hängt positiv mit den Selbsteinschätzungen zusammen. Bei der Bewältigung von Aufgaben führen anfängliche Rückschläge bei Personen mit einem hohen Selbstwert zu einer Steigerung zukünftiger Leistungserwartungen, während Personen mit niedrigem Selbstwertgefühl ihre Erwartungen senken. Geringes Selbstwertgefühl hingegen verursacht stärkere Zweifel, ein Problem lösen zu können, ist verbunden mit stärkeren Stimmungsschwankungen und kann mit stärkerer Beeinflussbarkeit zusammenhängen (vgl. Baumeister, 1998, S.680f.). Das Selbstwertgefühl ist somit in weiten Strecken bestimmend für unser Verhalten.

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Selbst

Das Selbst einer Person umfasst das Selbstkonzept (die kognitive Komponente des Selbst) und das Selbstwertgefühl (die affektive Komponente des Selbst), wobei sich das Selbstwertgefühl aus der Summe der Selbsteinschätzungen ergibt. Diese Komponenten entstehen, indem das Individuum die Wirkung seines Verhaltens auf andere reflektiert und dementsprechend positiv oder negativ bewertet.

Selbstbezogene Einstellungen lassen sich auch durch die Übernahme bestimmter Rollen verfestigen, wobei bereits bestehende selbstbezogene Einstellungen die Wahrnehmung beeinflussen. Somit werden Stimuli der Umwelt kanalisiert, und das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl einer Person können als Ergebnis einer sozialen Wechselwirkung verstanden werden. (Mandl, 1983, S.151)

2.2 Selbsteinschätzung

Selbsteinschätzung bedeutet die zu den einzelnen Kognitionen gehörigen affektiven Komponenten, also die positive bzw. negative Bewertung der einzelnen Kognitionen des Selbst. (Mandl, 1983, S.149)

Als Beispiel wird die Kognition „ich habe gute Eigenschaften“ von den meisten Personen sehr wahrscheinlich positiv gewertet, während die Kognition „ich bin nutzlos“ von den meisten Personen sehr wahrscheinlich negativ gewertet wird.

2.3 Selbstwertgefühl

Das Selbstwertgefühl als Resultat der subjektiven Einschätzungen eigener Fähigkeiten und Eigenschaften hat einen entscheidenden Einfluss auf das Verhalten einer Person. (Mandl, 1983, S.148)

Das Selbstwertgefühl einer Person ergibt sich als Summe der Selbsteinschätzungen (also als Summe der bewerteten Kognitionen) auf einzelne Dimensionen. Die jeweilige Gewichtung dieser Dimensionen kann sowohl interindividuelle als auch intraindividuell variieren. Entsprechend der sozialpsychologischen Sichtweise sind sowohl das Selbstwertgefühl als auch das Selbstkonzept sozial bedingt. (Mandl, 1983,S.149)

Es handelt sich um eine persönliche Beurteilung des eigenen Wertes, welcher das Individuum sich selbst unterzieht. Haußer betrachtet das Selbstwertgefühl ebenfalls unter diesem Aspekt:

Das Selbstwertgefühl eines Menschen entsteht aus den Generalisierungen seiner erfahrungsabhängigen Selbstbewertungen. “(Haußer, 1995, S.55).

Die Ansätze des Selbstkonzepts und des Selbstwertgefühls (auch Selbstwert genannt) sind eng miteinander verbunden. So dürfte das Wissen um das eigene Selbst kaum neutral zur Kenntnis genommen werden; vielmehr geht das Selbstkonzept (z.B.: ich bin eine gute Schülerin) mit einer subjektiven Bewertung und damit einer positiven beziehungsweise negativen Einstellung zur eigenen Person (z.B.: ich bin stolz, eine gute Schülerin zu sein) einher. Das Selbstwertgefühl wird folglich als die subjektive Bewertung des Selbstkonzepts, also das Wissen über das Selbst, angesehen. Das Selbstkonzept gilt als kognitive, das Selbstwertgefühl als affektive beziehungsweise emotionale Komponente des Selbst.(Vgl. Müller 2008, S.96).

Das Selbstwertgefühl wird aufgrund vielfältiger sozialer Prozesse entwickelt, welche zum Teil innerpsychisch ablaufen aber auch von äußeren Faktoren beeinflusst werden. Das Individuum wird nach dieser Theorie weder von seiner Umwelt noch seinem eigenen Organismus determiniert verstanden, sondern als sich reflektierendes Wesen, welches auf seine Entwicklung selbst aktiv Einfluss nehmen kann (vgl. Hurrelmann 1994, S.56) Der innerpsychische Prozess entspricht einer Selbstreflexion und ist ein aktiver Prozess der Auswahl und Interpretation, der Gewichtung der in einem sozialen Definitionsraum angebotenen Merkmale. Es ergibt sich somit ein dialektischer Kreislauf zwischen Individuum und Gesellschaft (Vgl. Haußer, 1995, S.16f).

Das Selbstwertgefühl eines Menschen ist dynamisch und nicht als starr zu verstehen. Es wird durch verschiedene Einflussgrößen(Variablen) gespeist, aufgebaut, bedroht und destabilisiert. Es stellt sich in dieser Arbeit die Frage, woraus Menschen ihr Selbstwertgefühl im schulischen Bereich schöpfen? (Vgl. Schütz, 2003, S.57)

Als Quelle des Selbstwertgefühls gibt es verschiedene Literatur. Diese Arbeit beschränkt sich auf Filipp und Frey, dass die Beobachtung des eigenen Verhaltens und Erlebens, die Beobachtung physiologischer Zustände, Informationen aus der sozialen Rückmeldung und soziale Vergleichsprozesse eine Quelle des Selbstwertgefühles darstellt. (vgl. Filipp/ Frey 1988, S.425). Ebenso Schwalbe und Stables die als Quelle Selbstwahrnehmung, wahrgenommene Fremdbewertung und soziale Vergleiche nennen. (vgl. Schwalbe/ Stables nach Schütz, 2000, S.58) Die am häufigsten genannten Quellen sind Selbstwahrnehmung, soziale Rückmeldung und soziale Vergleiche sind.

2.4 Selbstkonzept

Das Selbstkonzept ist durch eine organisierte Struktur charakterisiert, d.h. das Individuum kategorisiert und verbindet die Informationen, die es über sich selbst hat, miteinander. Außerdem konstituiert sich das Selbstkonzept aus mehreren Facetten und ist relativ stabil. Es entwickelt sich im Zeitverlauf vom kindlichen eindimensionalen und undifferenzierten Selbstkonzept, beinhaltet einen deskriptiven und evaluativen Aspekt und ist von anderen Konstrukten, mit denen es theoretisch verbunden ist, unterscheidbar. (Vgl. Müller, 2008, S.95) Dies bezieht sich auf darauf, dass das Selbstkonzept die Gesamtheit selbstbezogener Einschätzungen oder kognitiver Repräsentationen ist, die eine Person auf sich selbst hat (Vgl. Sonntag & Schäfer-Rauser, 1993, S.164)

Bezugnehmend auf den beruflichen Verbleib zeigte Hattie, dass Menschen mit geringerem Selbstkonzept eher arbeitslos sind als Personen mit stärkerem Selbstkonzept, und auch Wacker und Kolobkova fanden eine Querschnittsstudie heraus, dass sich Arbeitslose von Erwerbstätigen unabhängig von Geschlecht in der Höhe ihre Selbstkonzeptes unterscheiden. (Vgl. Müller, 2008, S.95)

2.5 Berufsschule

Die Berufsschule ist ein Teil der dualen Lehrlingsausbildung. Da ein Teil der Ausbildung in der Berufsschule und ein Teil in einem Lehrbetrieb abgehalten werden spricht man von „dual“.

Die Berufsschule geht historisch auf die gewerblichen Sonntagsschulen des 18./19. Jahrhunderts und die Ende des 19. Jahrhunderts nachfolgenden Fortbildungsschulen zurück. Gemäß der erstmals im Reichsschulpflichtgesetz von 1938 geregelten Berufsschulpflicht bis zum 18.Lebensjahr sind Berufsschulen Pflichtschulen für diejenigen Jugendlichen, die nicht weiterführende Vollzeiteinrichtungen des allgemeinen bzw. berufsbildenden Schulwesens besuchen. Bei Aufnahme in die Berufsschule muss die Vollzeitschulpflicht erfüllt sein. Die Berufsschule wird im Rahmen einer Berufsausbildung im Dualen System mit in der Regel 12 Unterrichtsstunden für die Dauer von zwei bis dreieinhalb Jahren besucht. Der Unterricht umfasst allgemeine und fachliche Inhalte. Die gleichberechtigt von Betrieb und Berufsschule getragene Berufsausbildung im Dualen System wird mit einer Prüfung vor den Kammern abgeschlossen. Die Berufsschule stellt ein Abschlusszeugnis ohne weitere Prüfung aus. Der Berufsabschluss ermöglicht den Besuch weiterführenden Schulen des beruflichen Schulwesens. (Tenorth, 2007, S.80.)

2.6 Schulentwicklung

Schule sollte sich selbst organisieren und reflektieren. In der Schulentwicklung stellt sich mir die Frage, wie kann Entwicklung gemessen werden? Was bedeutet Entwicklung für die Schule? Wenn Schule sich selbst reflektiert, welche Bereich reflektiert sie oder geht es nur um die Erarbeitung von Problemen. Es wäre eine Möglichkeit den IST-Stand der Schule, durch messen des Selbstwertgefühles der Schülerinnen an der Schule zu ermitteln. Die Veränderung stellt sich dar in dem Wert zum Eintritt der Schule und dem Wert in der Abschlussklasse. Hat sich dieser über einen Zeitraum verändert? Was hat die Schule dazu beigetragen? Wie kann die Schule den Handlungsspielraum der SchülerInnen erweitern? Diese Arbeit könnte auch ein Anstoß sein um Schulentwicklung, anhand von deskriptiven Daten zu reflektieren.

„Der Begriff Schulentwicklung hat sich seit dem Ende der Siebziger verändert. Von der Betrachtung und der Untersuchung des Schulsystems als Ganzheit, hin zu der Betrachtung der Einzelschule. Basierend auf der Erkenntnis, dass individuelle Schulen nicht einfach durch das administrative System geradlinig und in einer direkten Art und Weise zu steuern sind. Für die Entwicklung individueller Schulen sind vor allem die Lehrpersonen und die Schulleitung selbst verantwortlich. Schulentwicklung hat die bewusste Weiterentwicklung der Schule selbst, und ihre Fähigkeit sich selbst zu organisieren und sich zu reflektieren als Ziel (vgl. Van Ackeren, 2003, S.23).“

Schulentwicklung kann als eine Entwicklung gesehen werden, die auf die ganze Schule als pädagogische Entwicklungs- und Handlungseinheit ausgerichtet ist. Zwar werden diese Arbeitsprozesse eventuell zuerst von bestimmten Gruppen schwerpunktmäßig übernommen, z. B.: Fach- und Lernbereichskonferenzen, Projektgruppen. Hierbei kann es um die Erarbeitung bestimmter Probleme wie Fremdenfeindlichkeit, oder zukünftiger Probleme gehen, für die man gemeinsam Lösungen finden muss und diese zusammen umgesetzt werden müssen. Es kann sich aber auch um Entwicklungsschwerpunkte zu klären und diese gemeinsam und arbeitsteilig zu bewältigen (vgl. Altrichter, Schley & Schratz 1998, S. 7).

3 Forschungsmethode

Die Zunahme des Selbstwertgefühls lässt sich nach der Untersuchung von Bachmann & O´Malley in den USA unter Anwendung der Items der bekannten Rosenberg-Skala (Längsschnittuntersuchung an mehr als 1600 jungen Männern), hauptsächlich für die Zeit zwischen dem 15. und 23. Lebensjahr bestätigen (Vgl. Späth, 2010, S.36). In Anlehnung der Begriffsdefinition von Selbstwertgefühl hat die Umwelt, also einen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl. Besonders in der Adoleszenz kommt es zu einer Weiterentwicklung der eigenen Identität und zu einer Beeinflussung des Selbstwertgefühles. In der Literatur werden mehrere Faktoren, wie soziale Rückmeldung, soziale Vergleiche (Schütz, 2003, S.59) genannt. Ich möchte nur auf fünf eingehen und diese mittels einer Erhebung überprüfen.

Zur Schule gehen bedeutet heute, ständig Leistungen zu erbringen und für diese beurteilt zu werden (vgl. Fend 2003, S.330). Jugendliche werden also jeden Tag mit selbstwertrelevanten Rückmeldungen konfrontiert. Sei es durch die Bewertung der Lehrer, in Form von Lob und Kritik, Noten oder aber durch Kommentare der Mitschüler. (Späth, 2010, S.65)

[...]

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Details

Titel
Wieweit wirkt Berufsschule auf das Selbstwertgefühl der SchülerInnen?
Untertitel
Schulentwicklung
Hochschule
Universität Wien  (Bildungswissenschaften)
Note
2
Autor
Jahr
2011
Seiten
32
Katalognummer
V183223
ISBN (eBook)
9783656080305
ISBN (Buch)
9783656080381
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstwert, Schulentwicklung, Berufsschule, Feedback
Arbeit zitieren
Dipl.-Ing. (FH) Georg Jäggle (Autor), 2011, Wieweit wirkt Berufsschule auf das Selbstwertgefühl der SchülerInnen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183223

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