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Sind Remittances eine Möglichkeit nachhaltige Entwicklung zu generieren? Fallbeispiel Mexiko

Title: Sind Remittances eine Möglichkeit nachhaltige Entwicklung zu generieren? Fallbeispiel Mexiko

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Bachelor of Arts Esther Schuch (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Um die Frage „Sind Remittances eine Möglichkeiten nachhaltige Entwicklung zu generieren?“ zu beantworten, wird diese Arbeit mit einer Definition von nachhaltiger Entwicklung beginnen. Es wird deutlich gemacht, dass nachhaltige Entwicklung ein mehrdimensionales Konzept ist, welches nicht durch eine einzelne Maßzahl fassbar ist.
Vielmehr gilt es die diversen Aspekte von Entwicklung zu berücksichtigen um ein vollständiges Bild zu gewinnen. Im darauf folgenden Abschnitt werden Remittances definiert. Hierzu werden diese in zwei Kategorien, ökonomisch und sozial, eingeteilt. Es
wird verdeutlicht, dass Rückzahlungen mehr sind als nur monetäre Leistungen. Diese Multidimensionalität der Remittances offenbart das Potenzial, welches in ihnen enthalten ist, um nachhaltige Entwicklung zu initiieren, jedoch erschwert diese Komplexität auch die Messung der Erfolge. Ebenso wird deutlich, dass Remittances auf Mikroebene einen positiven Einfluss haben können, sich auf Makroebene jedoch negativ auswirken können und vice versa. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich dem Fallbeispiel Mexiko, eines der Migrationsländer per se. Begonnen wird mit einer allgemeinen Einführung in die geleisteten Remittances nach Mexiko. Darauf folgend wird untersucht, welchen Einfluss Rückzahlungen auf einzelne Haushalte und deren Individuen haben. Hier wird deutlich, dass eine große Interdependenz zwischen den diversen Formen der Remittances herrscht. Es werden sowohl positive sowie negative Aspekte beleuchtet. Die zweite Analyseebene befasst sich mit Regionen. Besonderes Gewicht wird hier auf die Hometown Associations und das damit verbundene staatliche Programm „Iniciativa 3x1“ gelegt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von nachhaltiger Entwicklung

3. Definition von Remittances und ihr Bezug zu Entwicklung

3.1. Ökonomische Remittances

3.2. Soziale Remittances

4. Fallbeispiel Mexiko

4.1 Remittance-Auswirkungen auf Haushalte

4.2 Remittance-Auswirkungen auf Regionen

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Remittances (Rückzahlungen von Migranten) als Instrument zur Generierung einer nachhaltigen Entwicklung, wobei insbesondere die sozioökonomischen Auswirkungen am Fallbeispiel Mexiko analysiert werden.

  • Multidimensionalität von Remittances (ökonomische und soziale Aspekte)
  • Einfluss von Rückzahlungen auf Haushaltsebene (Bildung, Gesundheit, Lebensstandard)
  • Regionale Auswirkungen und die Rolle von Hometown Associations (HTAs)
  • Das Programm "Iniciativa 3x1" als Instrument staatlich-privater Kooperation
  • Kritische Analyse von Entwicklungschancen und bestehenden Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Ökonomische Remittances

Das Oxford English Dictionary definierte schon 1964 Remittances als „a sum of money sent from one place or person to another“(in Ray Chaudhuri 1993: 35). Durch die monetäre Definition ist eine Quantifizierung auch leichter vorzunehmen. Hier ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Jahre 1999 waren die drei Entwicklungsländer mit den höchsten verzeichneten Remittances Indien, die Philippinen und Mexiko. Indiens Remittances betrugen 2,6% des Bruttoinlandproduktes (BIP), auf den Philippinen waren es 8,9% des BIP und in Mexiko 1,7%. Schon in 2001 hat sich die Rangfolge verschoben, nun führte Mexiko die Liste der Entwicklungsländer an, welche am meisten Remittances erhalten. Mexiko erhielt Remittances im Wert von 9.920 Millionen US Dollar, Indien 9.119 Millionen US Dollar und die Philippinen 6.235 Millionen US Dollar. Weltweit werden die Remittances auf über 100 Milliarde US Dollar jährlich geschätzt (Goldring 2004: 801).

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt die Remittances die von Migranten in Entwicklungsländer getätigt wurden im Jahre 2002 sogar auf 149.4 Milliarden US Dollar, womit sie um ein dreifaches höher liegen als die offizielle Entwicklungshilfe. Hier wird das Bild jedoch verzehrt, da es große starke regionale Unterschiede gibt, da besonders Asien und auch Lateinamerika stark von Remittances profitieren, wohingegen Afrika nur wenige erhält. Betrachtet man das Verhältnis von Remittances zu der geleisteten Entwicklungshilfe wird deutlich, dass lediglich in Afrika (ohne Nordafrika) die Entwicklungshilfe überwiegt (siehe Abb. 1) (Straubhaar &Vadean 2005: 15). Ein deutlicher Vorteil von Rückzahlungen gegenüber offizieller Entwicklungshilfe besteht darin, dass Remittances häufig contra-zyklisch und weniger unberechenbar sind (de Haas 2007: 8&9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Migration und Entwicklung sowie Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Definition von nachhaltiger Entwicklung: Auseinandersetzung mit verschiedenen Entwicklungsbegriffen und dem Konzept der Nachhaltigkeit.

3. Definition von Remittances und ihr Bezug zu Entwicklung: Kategorisierung von Rückzahlungen in ökonomische und soziale Formen und deren theoretischer Bezug zu Entwicklungsprozessen.

3.1. Ökonomische Remittances: Untersuchung der verschiedenen Arten ökonomischer Rückzahlungen und deren quantitativer Bedeutung.

3.2. Soziale Remittances: Analyse der Übertragung von Ideen, Verhaltensweisen und sozialem Kapital durch Migration.

4. Fallbeispiel Mexiko: Überblick über die Migrationsgeschichte und die Bedeutung von Rückzahlungen in Mexiko.

4.1 Remittance-Auswirkungen auf Haushalte: Betrachtung der Effekte von Rückzahlungen auf Bildungsniveau, Gesundheit und soziale Strukturen innerhalb mexikanischer Familien.

4.2 Remittance-Auswirkungen auf Regionen: Analyse der Rolle von Hometown Associations und regionalen Umgestaltungen durch Migrantenkapital.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen von Remittances für eine nachhaltige Entwicklung.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

7. Anhang: Visualisierungen und weiterführende Daten zu den behandelten Themen.

Schlüsselwörter

Remittances, Nachhaltige Entwicklung, Migration, Mexiko, Haushaltsebene, Hometown Associations, Iniciativa 3x1, ökonomische Rückzahlungen, soziale Rückzahlungen, Humankapital, Armutsreduktion, Gender, politische Partizipation, regionale Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit Remittances – also finanzielle und soziale Rückzahlungen von Migranten an ihr Herkunftsland – einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ökonomische und soziale Dimension von Remittances, deren Einfluss auf Haushalte und Gemeinden in Mexiko sowie die Rolle staatlicher Programme wie der "Iniciativa 3x1".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob und unter welchen Bedingungen Remittances eine Möglichkeit darstellen, nachhaltige Entwicklung zu generieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Fallbeispielen, um die komplexen Wirkungszusammenhänge von Migration und Entwicklung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Entwicklung und Remittances sowie die detaillierte empirische Fallstudie zum Herkunftsland Mexiko.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Remittances, nachhaltige Entwicklung, Mexiko, Migration, Hometown Associations und Humankapital.

Wie beeinflussen Remittances das Bildungsniveau in Mexiko?

Remittances ermöglichen es Haushalten, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren, was die Analphabetenrate senken kann; allerdings besteht auch das Risiko, dass der Fokus auf kurzfristige Arbeitsmigration das Interesse an höherer formaler Bildung mindert.

Warum ist das Programm "Iniciativa 3x1" für die regionale Entwicklung bedeutsam?

Es schafft eine kooperative Finanzierungsstruktur zwischen privaten Geldern der Migranten und öffentlichen Mitteln des Staates, um in öffentliche Güter wie Infrastruktur zu investieren.

Welche Rolle spielen Hometown Associations in der Arbeit?

Diese Organisationen sind entscheidend für die kollektive Investition von Remittances in soziale Infrastruktur und beeinflussen zunehmend auch politische Entscheidungsprozesse in ihren Heimatregionen.

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Details

Title
Sind Remittances eine Möglichkeit nachhaltige Entwicklung zu generieren? Fallbeispiel Mexiko
College
University of Trier
Grade
1,5
Author
Bachelor of Arts Esther Schuch (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V183382
ISBN (eBook)
9783656076889
ISBN (Book)
9783656076681
Language
German
Tags
Entwicklung Remittances Rückzahlungen nachhaltig Mexiko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Esther Schuch (Author), 2011, Sind Remittances eine Möglichkeit nachhaltige Entwicklung zu generieren? Fallbeispiel Mexiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183382
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