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Der Gutenberg Buchdruck

Revolutionierung der Wissenstradierung

Title: Der Gutenberg Buchdruck

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Hallmann (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

Die Einführung des Buchdrucks vor 550 Jahren hatte eine nahezu unvorstellbare Wirkung auf die damalige Feudalgesellschaft. Die Druckkunst Gutenbergs öffnete einer breiten Masse von Menschen den Zugang zum Wissen und durchbrach damit das bisherige Bildungsmonopol der Kirche. Durch die erstaunliche Schnelligkeit, mit der sich das Druckverfahren mit beweglichen Lettern in Europa ausbreitete, wurden naturwissenschaftliche Erkenntnisse sowie neue gesellschaftspolitische Ideen in windes Eile verbreitet. Damit gingen gleichzeitig die Herausbildung eines neuen Öffentlichkeitsbewusstseins und die Entwicklung eines modernen fortschrittlichen Denkens einher. Gutenbergs Druckverfahren hatte nicht nur eine Revolutionierung der Wissenstradierung und der gesellschaftlichen Ordnung sondern auch die Umwälzung der bisherigen Produktionsmethoden zur Folge. Die Vielzahl an Berufen, die mit dem Buchdruck verbunden waren bzw. sich durch ihn herausgebildet hatten, zeichnete sich durch neue technische Verfahren und Arbeitsschritte, die in einer stark differenzierten Arbeitsteilung das Druckerhandwerk umfassten, aus. Die Druckereien führten zur Gründung großer Verlags- und Buchgeschäfte, die die rasche Verbreitung der Literatur erlaubten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissensvermittlung vor Gutenberg

3. Der Gutenberg Buchdruck

3.1 Die Erfindung des Buchdrucks – Revolutionierung der Wissensvermittlung

3.2 Einführung und Ausbreitung der neuen Informationstechnologie

3.3 Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft

4. Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck

5. Schlussbetrachtung

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung des Buchdrucks nach Johannes Gutenberg und analysiert, wie diese Erfindung die Tradition der Wissensvermittlung revolutionierte, gesellschaftliche Strukturen veränderte und das Bildungswesen nachhaltig prägte.

  • Technische Voraussetzungen und die Entwicklung der Wissensüberlieferung vor Gutenberg.
  • Der Prozess der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern.
  • Die rasche Verbreitung der neuen Informationstechnologie in Europa.
  • Sozioökonomische Folgen und der Wandel der Berufsbilder im Buchwesen.
  • Das koexistierende Verhältnis zwischen traditioneller Handschrift und modernem Buchdruck.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Erfindung des Buchdrucks – Revolutionierung der Wissensvermittlung

Die bisherigen Betrachtungen haben gezeigt, dass sich bis zu der Einführung des Gutenberg Buchdrucks ein umfangreiches Gewerbe mit der Vervielfältigung von Büchern herausgebildet hat. Die Schulung bzw. Ausbildung der Schreiber wurde stetig verbessert und die zunehmende Herstellung von Büchern hatte zu einer Standardisierung der Schreibtätigkeit geführt. Diese erreichte mit der Einführung der karolingischen Minuskel im 8. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Damit hatte sich eine einheitliche Schrift mit klarem und leicht lesbarem Schriftbild herausgebildet. Darüber hinaus sollten Ausbildungstraditionen bestimmte Techniken und Verfahren erhalten, um ein konstantes Erscheinungsbild der Bücher zu gewährleisten. So entstand schließlich ein sehr altes traditionelles Kunsthandwerk, das sich über Jahrhunderte hinweg stetig weiter entwickelt und schließlich bewehrt hat.10

Den Spekulationen von Michael Giesecke zu Folge erkannte Gutenberg die Mängel dieses Systems, das er vermutlich für überholungsbedürftig hielt. Gerade in dem Risikofaktor Mensch soll Gutenberg den Hauptschwachpunkt festgestellt haben. Demnach waren die Fähigkeiten der Schreiber von deren Tagesform und auch Ausbildung, die oft auch ungenügend war, abhängig. Zudem steigerte die hohe Auftragslage den Zeitdruck, unter dem die Qualität vieler Abschriften hinsichtlich der Form und des Inhaltes litt. Für Giesecke lag das Motiv Gutenbergs daher weniger in der Entwicklung eines schnellen und billigen Vervielfältigungssystems sonder viel mehr in dem Willen die standardisierte Schreibtätigkeit zu mechanisieren, worin Gutenberg die Behebung der soeben aufgeführten Fehlerquellen und die Verwirklichung eines gleichmäßigen und harmonischen Schriftbilds gesehen haben soll.11

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung des Buchdrucks als Meilenstein der Menschheitsgeschichte und legt das Ziel der Arbeit fest, den Wandel der Wissensvermittlung zu analysieren.

2. Wissensvermittlung vor Gutenberg: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung früherer Schriftträger wie Papyrus, Pergament und Papier sowie die Rolle der Klöster als Zentren der Buchherstellung vor der Erfindung Gutenbergs.

3. Der Gutenberg Buchdruck: Hier wird die technische Innovation Gutenbergs, insbesondere das Handgießinstrument und das Schriftensystem, sowie die rasche Verbreitung des Buchdrucks in Europa und dessen gesellschaftliche Auswirkungen thematisiert.

3.1 Die Erfindung des Buchdrucks – Revolutionierung der Wissensvermittlung: Das Kapitel analysiert die Motive Gutenbergs, die mechanische Standardisierung des Schriftbilds zu erreichen und die Fehleranfälligkeit manueller Abschriften zu eliminieren.

3.2 Einführung und Ausbreitung der neuen Informationstechnologie: Der Fokus liegt auf der Etablierung des Buchdrucks in verschiedenen europäischen Städten und dem Einfluss von Handelswegen auf die Verbreitung des neuen Verfahrens.

3.3 Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft: Hier werden die ökonomischen Folgen, wie die Entstehung neuer Berufe und die verbesserte Zugänglichkeit von Literatur, sowie die damit einhergehende gesellschaftliche Transformation untersucht.

4. Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck: Dieses Kapitel erörtert, dass der Buchdruck die Handschrift nicht unmittelbar verdrängte, sondern beide Verfahren über einen längeren Zeitraum konkurrierend nebeneinander existierten.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die epochale Wirkung des Buchdrucks zusammen und bewertet seinen Beitrag zur Verbreitung von Wissen und zur Entstehung eines modernen Öffentlichkeitsbewusstseins.

6. Literatur: Das Verzeichnis listet die für die Untersuchung herangezogene Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Johannes Gutenberg, Buchdruck, Wissenstradierung, Inkunabeln, Informationsrevolution, Mobilletterndruck, Handschrift, Schriftträger, Buchwesen, Bildungsgeschichte, Medientechnik, Kulturgeschichte, Wissensvermittlung, Typographie, Europa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung und den weitreichenden Auswirkungen der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Wissensüberlieferung, den technischen Neuerungen Gutenbergs, der Verbreitung des Druckverfahrens und dem sozioökonomischen Wandel, der durch die effizientere Buchherstellung ausgelöst wurde.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie das Buchdruckverfahren die traditionelle Wissensvermittlung radikal veränderte und welche Rolle es bei der Bildung moderner gesellschaftlicher Strukturen spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die den technologischen und soziokulturellen Kontext der Zeit untersucht und dabei auf eine fundierte Auswahl historischer Fachliteratur zurückgreift.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der vor-Gutenberg'schen Wissensvermittlung, die technische Erfindung des Buchdrucks selbst, die Ausbreitung des Verfahrens in Europa sowie die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Gutenberg, Buchdruck, Revolutionierung der Wissenstradierung, Inkunabeln, mechanisierte Schriftkultur und die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Druck.

Warum blieb die Handschrift trotz des Buchdrucks noch lange relevant?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Handschrift als traditionelles Handwerk nicht sofort ihre Daseinsberechtigung verlor, da sie weiterhin für spezifische Aufgaben genutzt wurde und ein langwieriger Umstellungsprozess in der Gesellschaft stattfand.

Welche Rolle spielte die Kirche bei der Verbreitung des Buchdrucks?

Insbesondere in Italien förderte die katholische Kirche den Buchdruck, da sie in der neuen Technologie eine effiziente Möglichkeit sah, ihre Glaubenslehren und ihr Wissen weitreichend zu verbreiten.

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Details

Title
Der Gutenberg Buchdruck
Subtitle
Revolutionierung der Wissenstradierung
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,7
Author
Thomas Hallmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V183701
ISBN (eBook)
9783656080831
ISBN (Book)
9783656081180
Language
German
Tags
gutenberg buchdruck revolutionierung wissenstradierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Hallmann (Author), 2007, Der Gutenberg Buchdruck, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183701
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