Bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, was Liebe ist oder welchen Sinn sie hat, wird einem sehr schnell auffällig, dass es hierzu schier unendlich viel Literatur und mindestens genauso viele Meinungen gibt. Versucht man diese Meinungen ein wenig genauer zu differenzieren und sich dem Thema etwas sachlicher, sprich wissenschaftlich zu nähern, so wird einem auch klar, dass das Phänomen aus verschiedensten Perspektiven betrachtet werden kann. So ergibt die Frage nach dem Sinn nicht nur eine der jeweiligen Wissenschaft entsprechende Antwort, sondern logischer Weise auch eine dementsprechende Denkrichtung. In den folgenden Zeilen soll die Liebe deshalb ausschließlich aus soziologischer Sicht betrachtet werden. Als wissenschaftliche Grundlage wird die Liebestheorie von Niklas Luhmann dienen. Sie wird auf die besondere Beziehung der zwei österreichischen Künstler Friederike Mayröcker und dem im Jahre 2000 verstorbenen Dichter Ernst Jandl angewendet. Anhand ihrer Art zu lieben und zu leben, vor allem aber miteinander in ihrer Kunst zu kommunizieren, soll aufgeklärt werden, ob, und wenn ja, wie Luhmanns Theorie in der heutigen Zeit erfolgreich gelebt werden kann. Letzten Endes soll die These erörtert werden, ob ihre Liebe nach Luhmanns Ansatz eine gelungene Art der romantischen Intimität darstellt. Dazu wird es jedoch wichtig sein sich zunächst das Phänomen Liebe im Lauf der Zeit anzusehen.
Inhaltsverzeichnis
- Zum Phänomen Liebe
- Liebe im Wandel der Zeit
- Luhmanns Liebe – Ein codiertes Medium
- Die Entwicklung der Intimbeziehung...
- Mayröcker/Jandl - 2 Texter / 1 Liebe
- Mayröcker - Die Glorreiche..
- Jandl Der Kleinkünstler.....
- Mayröcker/Jandl – Eine zeitgemäße Liebe?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Phänomen Liebe aus soziologischer Perspektive und analysiert die Beziehung der österreichischen Künstler Friederike Mayröcker und Ernst Jandl anhand der Liebestheorie von Niklas Luhmann. Ziel ist es, zu ergründen, ob und wie Luhmanns Theorie in der heutigen Zeit erfolgreich gelebt werden kann und ob die Beziehung von Mayröcker und Jandl nach Luhmanns Ansatz eine gelungene Art der romantischen Intimität darstellt.
- Das Phänomen Liebe im Wandel der Zeit
- Luhmanns Theorie der Liebe als codiertes Medium
- Entwicklung der Intimbeziehung in der Gesellschaft
- Die Beziehung von Mayröcker und Jandl im Kontext von Luhmanns Theorie
- Die Frage nach einer "gelungenen" Liebe in der heutigen Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Phänomen Liebe ein und zeigt die Vielfältigkeit der Perspektiven auf. Es wird deutlich gemacht, dass die Arbeit Liebe ausschließlich aus soziologischer Sicht betrachten wird, mit Fokus auf Luhmanns Liebestheorie. Das zweite Kapitel beleuchtet Luhmanns Theorie der Liebe als codiertes Medium, das Intimität ermöglicht. Es wird erläutert, wie die Liebe als Kommunikationsmedium funktioniert und wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert hat. Im dritten Kapitel wird die Beziehung von Mayröcker und Jandl vorgestellt und es wird erörtert, wie Luhmanns Theorie auf diese besondere Beziehung angewendet werden kann.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Liebe, Intimität, Kommunikation, Soziologie, Niklas Luhmann, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Liebessemantik, und der Frage nach einer "gelungenen" Liebe in der heutigen Zeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert Niklas Luhmann die Liebe?
Luhmann betrachtet Liebe als ein symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium, das die Wahrscheinlichkeit für gelingende Intimbeziehungen erhöht.
Wer waren Friederike Mayröcker und Ernst Jandl?
Sie waren zwei der bedeutendsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts, die über Jahrzehnte eine außergewöhnliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft führten.
War die Beziehung von Mayröcker und Jandl eine 'gelungene Liebe' nach Luhmann?
Die Arbeit erörtert, ob ihre Form der romantischen Intimität und ihre Kommunikation durch die Kunst dem luhmannschen Ideal einer stabilen Intimbeziehung entspricht.
Was bedeutet 'Liebe im Wandel der Zeit'?
Es beschreibt die historische Entwicklung der Liebessemantik von der zweckgebundenen Ehe hin zur modernen, auf Individualität basierenden Intimbeziehung.
Können Künstlerpaare als Modell für moderne Liebe dienen?
Die Untersuchung nutzt Mayröcker und Jandl als Beispiel dafür, wie Kommunikation und Kunst eine tiefe, zeitgemäße Verbindung schaffen können.
- Quote paper
- Eric Mbarga (Author), 2010, Mayröcker/Jandl - Eine gelungene Liebe in Passion?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184383