Unterrichtsstunde für das Fach Musik im 9. Schuljahr der Hauptschule: W.A. Mozarts "Die Zauberflöte"


Unterrichtsentwurf, 2003
23 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Sachanalyse

2 Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.2 Didaktische Reduktion
2.3 Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

3 Voraussetzungen für den Unterricht
3.1 Voraussetzungen bei den Schülern
3.2 Äußere Voraussetzungen

4 Lernziele
4.1 Grobziel
4.2 Feinziele

5 Überlegungen zur Unterrichtsmethode
5.1 Einstiegsmöglichkeiten
5.2 Artikulation
5.3 Sozial- und Aktionsformen
5.4 Medien
5.5 Unterrichtsprinzipien
5.6 Tafelbild

6 Unterrichtsverlauf
Die Zauberflöte von W.A. Mozart

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

1 Sachanalyse

„ Die Zauberflöte“ ist eine der berühmtesten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart. Er schrieb sie im Jahre 1791. Die Uraufführung fand am 30.09.1791 in Wien statt, nachdem Mozart zwei Tage zuvor mit der Komposition fertig wurde. Sie war ein mäßiger Erfolg, entwickelte sich aber zu einem populären und angesehenen Stück, dass sich immer größerer Beliebtheit erfreute. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder, der eigentlich Johann Joseph Schikaneder hieß. Er selbst spielte die Hauptrolle des Papageno.

Auf dem Plakat der Uraufführung stand: „Eine große Oper in zwei Akten von Emanuel Schikaneder“. Der Name Mozart taucht erst unter den Mitwirkenden auf, was zeigt, dass Schikaneder mindestens genauso bekannt war wie Mozart selbst. Er hatte Mozart gebeten eine zeitgenössische Oper zu schreiben, da er Geld benötigte und gab ihm eine Textvorlage. Dieser zeigte sich nicht begeistert, sagte aber doch zu.

Die Zahl 3 spielt in der Oper eine große Rolle (die drei Damen, drei Knaben, drei Tempel, Ouvertüre in Es-Dur...); sie ist ein Symbol der Freimaurer, denen sowohl Mozart als auch Schikaneder angehörten.

Die Oper beginnt, als Tamino, ein Prinz, von einer Schlange bedroht wird und nach mehreren Hilfeschreien besinnungslos zur Erde fällt.

Drei Damen aus dem Reich der Königin der Nacht töten die Schlange mit Speeren und bewundern den schönen Prinzen.

Als Tamino erwacht, sieht er Papageno, eine Gestalt (halb Mensch, halb Vogel), die für die Königin der Nacht Vögel fängt und dafür Essen und Trinken bekommt.

Papageno, der gerne viel redet, behauptet, er habe die Schlange getötet und wird sofort von den drei Damen für diese Lüge bestraft. Er bekommt Wasser statt Wein, statt Zuckerbrot einen Stein und anstatt süßer Feigen, ein Schloss vor den Mund.

Die Drei Damen überreichen Tamino ein Bild von Pamina, der schönen Tochter der Königin der Nacht. Der junge Prinz verliebt sich sofort in das Bild von Pamina.

Dann erscheint die Königin der Nacht und befiehlt Tamino ihre Tochter aus dem Reich des bösen Sarastro zu befreien. Wenn er dies schafft, darf er Pamina heiraten.

Nun wird Papageno das Schloss abgenommen und er erhält ein magisches Glockenspiel. Tamino bekommt eine Flöte – die Zauberflöte, die ihn beschützen soll. Drei Knaben werden Papageno und Tamino zu Sarastros Burg führen.

Als Papageno im Palast von Sarastro ankommt, begegnet ihm der Mohr Monostatos, welcher Pamina, nach einem missglückten Fluchtversuch, mit seiner Liebe bedrängt. Dieser erblickt Papageno und da Papageno noch nie einen Menschen mit schwarzer Haut gesehen hat und Monostatos noch nie einen Menschen im Federkleid, halten sie sich gegenseitig für den Teufel und fliehen voreinander. Papageno jedoch kehrt zurück und erzählt Pamina von Tamino und verspricht ihr, dass sie bald gerettet wird.

Währenddessen führen die D rei Knaben Tamino zu den heiligen drei Tempeln: Den Tempeln der Natur, der Vernunft und der Weisheit, die in Sarastros Garten stehen. Tamino erfährt dadurch, dass Sarastro kein Unmensch sein kann und dass es Pamina gut geht. Voller Sehnsucht spielt er auf seiner Zauberflöte und Papageno, der noch bei Pamina ist, antwortet ihm auf dem Glockenspiel, doch sie können sich nicht finden.

Pamina und Papageno versuchen zu entkommen und werden von Monostatos und den Sklaven verfolgt. Als diese den Klang des Glockenspiels hören, tanzen sie singend davon. Doch im nächsten Moment wird Sarastro angekündigt und er erscheint mit seinem Gefolge. Pamina kniet vor ihm nieder und erbittet Vergebung für den Fluchtversuch . Monostatos führt in diesem Moment den gefangenen Tamino vor.

Sarastro aber spricht gütige Worte zu den Beiden und verspricht ihnen zusammen zu kommen, nachdem sie eine Prüfung bestanden haben. Er habe Pamina entführt, da sie von den Göttern für Tamino bestimmt sei. Er erbittet von den Göttern Weisheit für das zukünftige Paar.

Die Prüfung besteht darin, dass Tamino unter keinen Umständen reden darf. Den D rei Damen, die ihn in Versuchung führen, wiedersteht er. Papageno wurde auch eine Frau versprochen, wenn er sich an der Prüfung beteiligt, jedoch nicht die Gunst der Weisheit. Da Papageno gerne erzählt, fällt ihm diese Prüfung besonders schwer.

Monostatos schleicht sich nochmal zu Pamina, wird aber von der Königin der Nacht zurückgehalten. Diese schwört Sarastro Rache für die Entführung ihrer Tochter. Sie verlangt von Pamina Sarastro zu töten. Nochmal versucht Monostatos sich Pamina zu nähern und hält Pamina somit von einem Mord ab und gleichzeitig erscheint Sarastro als ihr Retter.

Die drei Knaben führen Tamino zu Pamina, die jedoch sehr traurig ist, als dieser nicht mit ihr spricht. Nun verlangt Sarastro von Tamino sogar, das er Pamina für immer Lebewohl sagt. Er wendet sich ab und Pamino ist todtraurig.

Papageno begegnet derweil seiner Zukünftigen, die wegen der Prüfung jedoch als altes Weib erscheint.

Die drei Knaben verkünden den Morgen und retten Pamina, die sich verzweifelt umbringen möchte. Gemeinsam mit Tamino darf sie nun die letzte Prüfung bestehen, bei der sie durch Feuer und Wasser gelangen müssen.

Papageno erhält seine Frau, die sich in eine gefiederte, junge Papagena verwandelt. Sie sollen sich in Zukunft vieler kleiner Papagenos und Papagenas erfreuen.

Ein letztes Mal versuchen die Mächte der Finsternis das Licht zu verdunkeln. Die Königin der Nacht dringt mit den drei Damen und Monostatos in den Tempel ein, um Rache zu üben. Aber sie versinken in Donner, Blitz und Sturm.

Zwei Monate nach der Uraufführung starb Mozart im Alter von 35 Jahren.

2 Didaktische Analyse

2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes

Das Thema „Die Zauberflöte – eine Oper von W.A. Mozart“ wird im Rahmen der Unterrichtseinheit „Musik aus verschiedenen Zeiten : Alte und Neue Welt“ behandelt, die dem Arbeitsplan Musik für die Stufe 9 entnommen wurde. „Stilmerkmale verschiedener Epochen und Besetzungen zuordnen können“ lautet das dort angegebene Lernziel.

Die Schüler haben in der vorhergehenden Stunde „Das Wunderkind Mozart“ kennen gelernt und sollen nun eine seiner Opern kennen lernen. Da „Die Zauberflöte“ die wohl bekannteste ist und auch für das „normale“ Volk geschrieben wurde, habe ich diese ausgesucht. An ihr können die Schüler einen ersten Eindruck einer Oper bekommen. Diese Oper ist leicht verständlich und die Musik ist zugänglich., daher wird sie auch den Schülern Freude bereiten, die sonst eher Popmusik hören. Das Thema wird den „musikalischen Horizont“ der Schüler erweitern und eventuell vorhandene Vorurteile gegenüber klassischer Musik beseitigen.

2.2 Didaktische Reduktion

In dieser Unterrichtsstunde sollen die Schüler einen Überblick darüber erhalten, worum es in der Oper geht. Die konstruierten Namen müssen sie dabei nicht alle kennen, jedoch sollten sie die Namen der Hauptpersonen wissen. Der Überblick soll einen Schritt über die Allgemeinbildung hinausgehen, das heißt sie sollten die zeitliche Abfolge des Inhaltes, sowie die Hintergründe der Haupthandlung kennen. Da die Schüler bereits das 9. Schuljahr besuchen, kann man dies von ihnen verlangen.

Zudem sollen die Schüler den Originaltext verstehen können. Das wird erreicht, indem ein Stück des Librettos in der Klasse gelesen wird und danach jeder für sich Fragen dazu beantworten muss.

Auch sollen die Schüler die berühmte Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ kennen lernen und somit einen Eindruck der Musik erhalten.

Auf geschichtliche Daten und die Entstehungsgeschichte wird verzichtet, da diese Informationen für das Alltagswissen nicht von Bedeutung sind und nicht das Ziel dieser Stunde ist.

2.3 Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

Das Thema „Die Zauberflöte – eine Oper von W.A. Mozart“ wird im Rahmen der Unterrichtseinheit „Musik aus verschiedenen Zeiten: Alte und Neue Welt“ behandelt.

Das Thema der letzten Stunde war „Mozart – das Wunderkind“. Nun sollen die Schüler eine der Opern Mozarts kennen lernen. Diese Stunde soll als Abschluss der Einheit dienen. In den folgenden Stunden wird eine neue Einheit zum Thema „Musik aus verschiedenen Zeiten“ begonnen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde für das Fach Musik im 9. Schuljahr der Hauptschule: W.A. Mozarts "Die Zauberflöte"
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für allgemeine Didaktik)
Veranstaltung
Basis-Kurs 2 Allgemeine Didaktik
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V18542
ISBN (eBook)
9783638228701
ISBN (Buch)
9783638645768
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit ist eine vollständige Unterrichtsplanung zu dem Thema "Die ZAuberflöte". Sie ist auf ein 9. Schuljahr angelegt. Die Stunde wurde von mir selbst gehalten. Die LAngplanung enthält alle nötigen Punkte wie Sachanalyse, didaktische Analyse, Voraussetzungen für den Unterricht, Lernziele, Überlegungen zur Unterrichtsmethode, Unterrichtsverlauf, sowie Arbeitsblätter und Tafelbild.
Schlagworte
Unterrichtsentwurf, Musik, Schuljahr, Mozarts, Zauberflöte, Basis-Kurs, Allgemeine, Didaktik
Arbeit zitieren
Dorothee Schnell (Autor), 2003, Unterrichtsstunde für das Fach Musik im 9. Schuljahr der Hauptschule: W.A. Mozarts "Die Zauberflöte", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18542

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