Spanien als touristische Destination


Studienarbeit, 2006
26 Seiten, Note: 1.3

Leseprobe

Die spanische Küste von Barcelona bis Blanes
sowie die Balearen und die Kanarischen Inseln
Fach: Tourismusgeografie I
Abgabedatum: 17.01.2006
vorgelegt von: Jennifer Kahnt
1. Semester

2
Gliederung
Seite
1 Vorwort 4
2 Costa Brava ­ Die wilde Küste
2.1 Allgemeine Informationen 5
2.2 Tourismus 7
3 Barcelona - ,,Ein lebendiges Architekturmuseum'' 8
4 Die Balearen
4.1 Mallorca
4.1.1 Allgemeine Informationen 10
4.1.2 Tourismus 11
4.2 Menorca 12
4.3 Ibiza 13
5 Die Kanarischen Inseln
5.1 Allgemeine Informationen 15
5.2 Teneriffa 15
5.3 Gran Canaria 16

3
5.4 Lanzarote 18
5.5 Fuerteventura 19
6 Zusammenfassung und Auswertung 20
7 Literaturverzeichnis 21
8 Anhang 23
9 Selbstständigkeitserklärung 27

4
1 Vorwort
Ich habe mich dafür entschieden über Spanien zu schreiben, da ich mich sehr für
dieses Land und seine Kultur interessiere. Somit konnte ich mein Wissen darüber
erweitern und mich noch mehr damit identifizieren.
Aufgrund des umfassenden Themas und des begrenzten Umfangs der Arbeit
entschloss ich mich einige Bereiche, wie die Costa Dorada oder die Geschichte
Kataloniens wegzulassen und mich mehr auf die wichtigsten touristischen Gebiete
zu konzentrieren. Hierbei versuchte ich bereits die Entwicklung und die Arten des
Tourismus zu betrachten. Um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, musste
ich mich jedoch auch hier auf die wichtigsten Aspekte beschränken.
Probleme beim Schreiben der Arbeit traten vor allem im Bereich des Tourismus
auf. Man konnte nur aktuelles Material benutzen, da gerade hier die Entwicklung
sehr schnelllebig ist. Meist gab es auch unterschiedliche Zahlen bei Statistiken
über dasselbe Thema. Man kann sagen, dass das Geschehen um den Tourismus
ständig in Bewegung ist.

5
2 Costa Brava ­ Die wilde Küste
2.1 Allgemeine Informationen
,,Wild, ungezähmt und von derart ungebändigter landschaftlicher Schönheit, dass
man es kaum aushält.''
1
...So beschreibt der katalanische Schriftsteller Ferrán
Agulló den im äußersten Norden Kataloniens gelegenen ca. 214 km langen
Küstenabschnitt und prägte somit bereits vor rund 100 Jahren den Namen Costa
Brava, übersetzt ,,wilde Küste''. Diese erstreckt sich vom Norden Barcelonas bis
Blanes
2
und umfasst die Verwaltungsbezirke Alt Empordá, Gironés, Pla de l'Estany
und Selva. Dem Reisenden werden zauberhafte Buchten und eine
abwechslungsreiche Küste mit unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten geboten.
Es befinden sich hier einige der bekanntesten Urlaubsorte Spaniens. Die
wichtigsten Touristenzentren sind Tossa de Mar, Lloret de Mar und Blanes.
Lloret de Mar ist ein ehemaliges Fischerdorf, hat sich jedoch seit mehreren Jahren
mit Haut und Haaren dem internationalen Massentourismus verschrieben. Dies
wird deutlich durch ein dichtes Ensemble von Einkaufsstraßen,
Vergnügungsstätten, Biergärten, Discos, Bingo-Zentren, Fastfood-Imbissen,
Großhotels usw. Folglich findet man hier vorwiegend junges Publikum und
Gruppen, die den stetigen Rummel am Strand und die nächtliche
Vergnügungsszene schätzen. Kulturelle Sehenswürdigkeiten stehen in Lloret de
Mar eher im Hintergrund. Auch Platja d'Aro und Roses schließen sich diesem
Massentourismus an.
Tossa de Mar ist zwar auch ein gut besuchter Urlaubsort, jedoch besitzt es
weniger Hotels und somit auch weniger Touristen als Lloret de Mar. Die malerische
Küstenstadt ist im Gegensatz zu vielen Nachbarstädten keine Stadt mit vielen
hochgezogenen Betonbauten und Massenhotels, sondern ein kleiner gewachsener
Ort, der sicherlich zu den Schönsten an der Costa Brava gehört. Sehenswert sind
vor allem die restaurierte Altstadt, die Festungsanlage aus dem 12. Jahrhundert
und die Wachtürme. Tossa de Mar hat es also geschafft sich zwar weitgehend
dem Tourismus zu widmen, aber trotzdem seine alten Werte zu bewahren.
Blanes, der südlichste Ort der Costa Brava, präsentiert sich heute als Seebad mit
schönem Sandstrand und einem Botanischen Garten. Seit den 50er Jahren des
20. Jahrhunderts dominiert hier der Tourismus. Dieser Fischerort hat neben
zahlreichen historischen Gebäuden, wie der Kirche von Santa Maria aus dem 14.
1
Quelle: http://www.raiffeisen.at/eBusiness/rai_template1/0,7572,... .
2
Siehe Anhang S. 24.

6
Jahrhundert, auch seine alte Tradition bewahren können. Wöchentlich findet hier
eine traditionelle Fischversteigerung statt, welche sowohl Touristen als auch
Einheimische regelmäßig auf den Marktplatz lockt. Neben dem gotischen Brunnen,
der Kapelle Nostra Sra und dem Stadtteil von Massaneda findet man hier noch
viele weitere Sehenswürdigkeiten. In Blanes lässt sich folglich Kultur,
Sehenswürdigkeiten, Erholung und Spaß miteinander kombinieren.
Eine weitere bedeutende Stadt an der Costa Brava ist Figueres. Sie verdankt ihre
Bekanntheit dem berühmten surrealistischen Maler Salvador Dalí, der Anfang des
20. Jahrhunderts hier geboren wurde. In den 70er Jahren wurde dann das
Salvador-Dalí-Museum eröffnet. Es beherbergt eine große Sammlung seiner
Werke und zählt zu den am meisten besuchten Museen Spaniens. Rings um das
Gebäude wird heute ein regelrechter Dalí-Kult betrieben. Aufgrund dessen stellt
Figueres ein wichtiges Zentrum des Kulturtourismus dar. Jedoch ist dieser
,,Publikums-Magnet'' nicht das Einzige, was diese Stadt zu bieten hat. Das
Spielzeugmuseum und Bauwerke von großem architektonischen Interesse sind
ebenfalls eine Besichtigung wert. Für die umliegenden Ortschaften ist die ,,Dalí-
Stadt'', mit etwa 35.000 Einwohnern, der gesellschaftliche, kulturelle und
wirtschaftliche Mittelpunkt. Wobei sie seit der Fertigstellung der von der
französischen Grenze nach Süden führenden Autobahn als Einkaufszentrum für
die Costa Brava an Bedeutung eingebüßt hat.
Eine besonders schöne mittelalterlich geprägte historische Altstadt findet man in
Girona, der Hauptstadt der nördlichsten Provinz Kataloniens. Zahlreiche Museen,
das ehemalige Judenviertel, die Wehrmauer, die Kathedrale sowie Restaurants
und Geschäfte bieten mehr als genügend Attraktionen für einen oder zwei
Besichtigungstage. Die günstige Lage Gironas, zwischen der Costa Brava und den
Pyrenäen
3
, bietet eine Vielzahl Ausflugsmöglichkeiten in nah gelegene
Ortschaften sowie in sehenswerte Naturräume, wie beispielsweise den Parque
Natural de la Zona Volcánica de la Garrotx'
4
. Cadaqués, Palamós und Sant Feliu
de Guíxols sind ebenfalls Urlaubsorte die dem Massentourismus die Stirn bieten
und ihren Kleinstadtcharakter sowie ihren ursprünglichen Charme bewahren
konnten.
3
Die Pyrenäen sind ein 430 km langes Grenzgebirge zwischen Frankreich und Spanien. Sie
trennen die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa.
4
= Naturpark.

7
2.2 Tourismus
Durch die Vielseitigkeit der Landschaft und deren orographische
5
Gestaltung kam
es zu einer Differenzierung der touristischen Ressourcen.
Zum einen gibt es Bereiche, in denen vor allem der Massentourismus vorherrscht,
wie z.B. Lloret de Mar, Platja d'Aro und Roses. Hier gilt das Motto: Je größer, desto
besser. Besonders der Service wird hier ,,groß geschrieben''. D.h. es gibt
zahlreiche Service-Einrichtungen und ein breites touristisches Zusatzangebot. In
diesen Gebieten ist der Tourismus von unglaublicher Bedeutung, da er die
Haupteinnahmequelle darstellt. Somit wird schnell auf jegliche Wünsche und
Trends eingegangen und die verschiedensten Nachfragebereiche abgedeckt, denn
die Vielfalt und die Qualität der vorhandenen touristischen Einrichtungen passen
sich ohne weiteres der Kaufkraft und den persönlichen Vorlieben eines jeden
Besuchers an. Der kulturelle Aspekt gerät in Vergessenheit. Deshalb sprechen
diese Massentourismus-Zentren überwiegend junges Publikum an bzw.
diejenigen, bei denen der Urlaub und nicht das Land im Vordergrund steht.
Im Gegensatz dazu findet man vor allem im Hinterland der Costa Brava viele
kleine Dörfer und Städte, die ihre Persönlichkeit und ihren Charme behalten
haben. Bestes Beispiel hierfür ist die Provinzhauptstadt Girona mit ihrem
unvergleichlich schönen historischen Kern. Aber auch an der Küste gibt es diese
ursprünglichen Orte, z.B. Sant Feliu de Guíxols, Palamós oder Cadaqués. Der
Urlauber, der sich für diese Orte entscheidet, ist meist sehr an der Kultur und der
natürlichen Schönheit des Landes interessiert. Aufgrund der Reisedauer von nur
20 bis 25 Stunden von Deutschland aus und dem Aspekt der geringeren Kosten für
den Urlauber, ist die Costa Brava ein beliebtes Ziel der Bustouristik.
Ein wichtiger Faktor für den Tourismus ist das Klima: milde Temperaturen und die
größtenteils stabile Wetterlage sorgen für großen Anklang. Ebenfalls positiv wirken
sich die geographische Nähe aller Ortschaften und die guten
Verkehrsverbindungen aus. Hiermit kann dem Besucher ein weites,
abwechslungsreiches Angebot hinsichtlich Landschaft, Architektur, Kultur, Sport
und Freizeitgestaltung eröffnet werden. Dies scheinen viele Touristen zu
berücksichtigen, da laut einem Zeitungsartikel Katalonien im Sommer 2005 das
beliebteste spanische Urlaubsziel war.
6
5
bezeichnet Erscheinungen, Eigenschaften und Zusammenhänge, die von Hangneigungen und -
richtungen (Exposition) der Geländeoberfläche und ihren fließenden Gewässern geprägt werden.
6
Quelle: http://www.kanarenjournal.de/1000003/1000001/0/8278/article.html.
Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Spanien als touristische Destination
Hochschule
Euro-Business-College Jena
Note
1.3
Autor
Jahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V186248
ISBN (eBook)
9783869438245
ISBN (Buch)
9783656994336
Dateigröße
1065 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spanien, destination
Arbeit zitieren
Jennifer Kahnt (Autor), 2006, Spanien als touristische Destination, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186248

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