Die vorliegende Arbeit ist aufgeteilt in 2 Teile. Der erste Teil der Arbeit beschränkt sich auf die Beschreibung zahlreicher Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen. Im zweiten Teil der Arbeit wird eine ausgewählte Finanzierungsalternative, in dem Fall die Finanzierungsmöglichkeit durch Finanzinvestoren (Private Equity), anhand eines Fallbeispiels (Case Study) beispielhaft für ein fiktives Unternehmen aufgezeigt. Die Fallstudie beinhaltet auch eine Unternehmensbewertung anhand von Multiples und des Dicounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF).
Inhaltsverzeichnis
1. Mittelstand in Deutschland
1.1 Definition und Bedeutung des Mittelstandes
1.2 Herausforderungen für den Mittelstand
2. Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen
2.1 Innenfinanzierung
2.1.1 Selbstfinanzierung
2.1.2 Finanzierung über Rückstellungen
2.2 Außenfinanzierung
2.2.1 Fremdfinanzierung
2.2.1.1 Finanzierung über Kredite
2.2.1.2 Vor- und Nachteile der Fremdfinanzierung
2.2.2 Einlangen- / Beteiligungsfinanzierung
2.2.2.1 Einlagen von Altgesellschaftern
2.2.2.2 Aufnahme neuer Gesellschafter
2.2.2.3 Private Equity
2.2.3 Mezzanine Finanzierungsinstrumente
2.2.3.1 Stille Beteiligung
2.2.3.2 Nachrangdarlehen
2.2.3.3 Genussrechte
2.2.3.5 Wandel- und Optionsanleihen
2.2.3.6 Zusammenfassung
2.2.4 Kreditsubstitute
2.2.4.1 Factoring
2.2.4.2 Leasing
2.2.4.3 Asset Backed Securities
3. Case Study
3.1 Kurzer historischer Überblick der MeinSchuh GmbH
3.2 Typischer Ablauf einer Akquisitionsfinanzierung
3.2.1 Vorbereitung des Verkaufs
3.2.2 Vorprüfung / Pre-Due Dilligence
3.2.3 Verhandlung / Letter of Intent
3.2.4 Due Dilligence
3.2.5 Vertragsabschluss und Kaufpreiszahlung
3.3 Wertsteigerung des Unternehmens
3.3.1 Eigentümerstruktur
3.3.2 Kapitalstruktur
3.3.3 Vermögensstruktur
3.3.4 Organisationsstruktur
3.4 Ausstieg aus dem Unternehmen (Exit)
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte mittelständische Unternehmen in Deutschland vor dem Hintergrund geänderter Rahmenbedingungen wie Basel II. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Unternehmen ihre Eigenkapitalbasis stärken und alternative Finanzierungswege erschließen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge zu meistern.
- Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft
- Auswirkungen von Basel II und Ratinganforderungen
- Analyse von Innen- und Außenfinanzierungsinstrumenten
- Mezzanine Kapital als hybride Finanzierungsform
- Praxisbeispiel: Leveraged-Management Buy-Out (MeinSchuh GmbH)
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Due Dilligence
Nachdem sich der Inhaber und der Finanzinvestor auf die Eckpunkte der Transaktion im Letter of Intent geeinigt haben, folgte die rechtliche, kaufvorbereitende Prüfung der MeinSchuh GmbH. In dieser Phase prüften die vom Finanzinvestor beauftragten Spezialisten alle Aspekte des Unternehmens. Mit Hilfe der Due Dilligence in rechtlicher, steuerlicher und wirtschaftlicher Hinsicht wurde geprüft, ob die der Unternehmensbewertung zugrunde gelegten Annahmen richtig waren. Ziel der durchgeführten Due Dilligence war es, die Angaben des Verkäufers zu überprüfen und mögliche Risiken aufzuzeigen, die bei der Kaufentscheidung und Kaufpreisfindung sowie der Finanzierungsstruktur zu berücksichtigen sind. Die möglichen Risiken sind bei einem Management Buy-Out jedoch relativ gering, so dass die Due Dilligence Prüfung in der Regel weniger umfassend geschieht. Eine verkürzte Due Dilligence ist möglich, weil das Management das Unternehmen bereits seit vielen Jahren kennt. Es kennt darüber hinaus seine stillen Reserven, seinen Markt, seine Produkte und genießt das Vertrauen der Mitarbeiter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Mittelstand in Deutschland: Einführung in die Bedeutung und die ökonomischen Herausforderungen des deutschen Mittelstands unter Berücksichtigung neuer Anforderungen wie Basel II.
2. Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen: Detaillierte Darstellung und Analyse klassischer und innovativer Finanzierungsinstrumente, von Innenfinanzierung über Fremdkapital bis hin zu Mezzanine und Kreditsubstituten.
3. Case Study: Praktische Veranschaulichung einer Nachfolgeregelung durch einen Leveraged-Management Buy-Out am Beispiel der fiktiven MeinSchuh GmbH, inklusive Analyse von Ablauf und Finanzierungsstruktur.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der vorgestellten Finanzierungsmöglichkeiten und deren Eignung zur Stärkung der Kapitalstruktur mittelständischer Unternehmen.
Schlüsselwörter
Mittelstand, Finanzierung, Eigenkapital, Fremdkapital, Basel II, Mezzanine Kapital, Private Equity, Factoring, Leasing, Asset Backed Securities, Leveraged-Management Buy-Out, Unternehmensnachfolge, Due Dilligence, Unternehmensbewertung, Kapitalstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten, die nicht börsennotierten mittelständischen Unternehmen zur Verfügung stehen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Neben einer allgemeinen Einordnung der Rolle des Mittelstands in Deutschland liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Finanzierungsinstrumente sowie der praktischen Umsetzung einer Unternehmensübernahme.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen angesichts restriktiverer Kreditvergabepraxis (Basel II) ihre Eigenkapitalquote optimieren und durch alternative Instrumente langfristige Finanzierungslücken schließen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit der Literatur zu Finanzierungsinstrumenten mit einer fallstudienbasierten Analyse zur Veranschaulichung eines Management Buy-Outs.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Vorstellung von Innen- und Außenfinanzierung (inkl. Mezzanine und Kreditsubstituten) sowie eine detaillierte Case Study einer Unternehmensakquisition.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wesentliche Begriffe sind Mittelstandsfinanzierung, Eigenkapitalstärkung, Mezzanine Kapital, Private Equity, Leverage-Effekt und Unternehmensnachfolge.
Welche Rolle spielt die "MeinSchuh GmbH" in diesem Dokument?
Sie dient als fiktives Fallbeispiel, anhand dessen der gesamte Prozess eines Leveraged-Management Buy-Outs von der Vorbereitung über die Unternehmensbewertung bis zur Finanzierung und dem Exit verdeutlicht wird.
Warum wird im Rahmen der Case Study ein "Asset Deal" bevorzugt?
Der Asset Deal wird bevorzugt, weil er es dem Erwerber ermöglicht, die Anschaffungskosten des Unternehmens steuerlich wirksam abzuschreiben, was bei einem Share Deal in der Regel nicht möglich ist.
Was ist das Besondere an Mezzanine Kapital?
Mezzanine Kapital nimmt eine Zwischenstellung zwischen Eigen- und Fremdkapital ein, bietet Flexibilität in der Ausgestaltung und kann, je nach vertraglicher Vereinbarung, die Eigenkapitalbasis des Unternehmens stärken.
- Quote paper
- Eugen Hörz (Author), 2007, Finanzierungsmöglichkeiten für nichtbörsennotierte Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186378