Mythen, Geschichten und Praktiken rund um das Thema Schamanismus erfahren in heutiger Zeit eine große Beliebtheit, wie sich allein anhand der Vielzahl von Erscheinungen im Bereich esoterischer Populärliteratur erkennen lässt.1 Dies scheint verwunderlich, ist der Schamanismus doch nicht in der westlichen Kultur verwurzelt, vielleicht lässt sich aber auch gerade aus diesem Grunde die von ihm ausgehende Faszination erklären.
In der Wissenschaft hingegen findet der Schamanismus schon seit geraumer Zeit, spätestens jedoch seit dem erscheinen Rasmussens Buchs „Thulefahrt“2, in welchem er 1926 über den Schamanismus der Eskimos berichtet, große Beachtung.3
Diese Arbeit soll zunächst die Begrifflichkeit des Schamanismus definieren um daraufhin seine Struktur genauer zu erläutern. Hierbei soll der Fokus vorwiegend auf die zentrale Person des Schamanen gerichtet sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition des Begriffes Schamanismus
- Innere Struktur des Schamanismus
- Initiation des Schamanen
- Aufgaben und Funktion eines Schamanen
- Das Schamanieren
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Schamanismus, beginnend mit einer Definition des Begriffs und einer Erläuterung seiner Struktur. Der Fokus liegt dabei auf der zentralen Rolle des Schamanen.
- Definition und Abgrenzung des Schamanismus
- Initiation und Ausbildung von Schamanen
- Rollen und Funktionen des Schamanen in der Gemeinschaft
- Psychologische und religiöse Aspekte des Schamanismus
- Schamanismus im Vergleich zu anderen religiösen und spirituellen Praktiken
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Text führt in das Thema Schamanismus ein und erläutert die wachsende Popularität des Themas in der heutigen Gesellschaft im Gegensatz zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung seit dem frühen 20. Jahrhundert.
Definition des Begriffes Schamanismus: Dieses Kapitel beleuchtet die wissenschaftlichen Debatten um eine einheitliche Definition von Schamanismus und versucht, allgemeingültige Merkmale herauszuarbeiten.
Innere Struktur des Schamanismus: Die Initiation des Schamanen wird als ein komplexer Prozess beschrieben, der oft mit psychischen Leiden und einer unfreiwilligen Berufung verbunden ist.
Schlüsselwörter
Schamanismus, Schamane, Initiation, Geisterwelt, Trance, Religion, Psychologische Aspekte, Archaische Kulturen, Geisteskrankheit, Jenseits.
Häufig gestellte Fragen
Was definiert den Begriff Schamanismus?
Schamanismus umfasst religiöse und spirituelle Praktiken, bei denen ein Schamane als Vermittler zwischen der menschlichen Welt und der Geisterwelt agiert.
Wie wird man ein Schamane?
Die Initiation erfolgt oft durch eine "Berufungskrankheit", psychische Krisen oder Visionen, gefolgt von einer Ausbildung durch erfahrene Schamanen.
Welche Aufgaben hat ein Schamane in der Gemeinschaft?
Zu den Aufgaben gehören das Heilen von Kranken, das Wahrsagen, die Seelenbegleitung und die Sicherung des Wohlergehens der Gruppe.
Was versteht man unter "Schamanieren"?
Es bezeichnet die rituelle Handlung, bei der der Schamane meist durch Trance in Kontakt mit Geistern tritt.
Warum fasziniert Schamanismus die westliche Kultur?
Die Faszination rührt oft von der Suche nach archaischen, naturverbundenen Spiritualitäten her, die einen Kontrast zur technisierten Welt bilden.
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- Joscha Dick (Author), 2007, Der Schamanismus und die Figur des Schamanen. Eine Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186983