Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Systematic Theology

Der göttlichen Weltregierung auf der Spur

Überlegungen zur Vorsehungslehre von Karl Barth - Darstellung und kritische Würdigung von KD §48 und §49,3

Title: Der göttlichen Weltregierung auf der Spur

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Quenstedt (Author)

Theology - Systematic Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Barth stellt in seiner Lehre von der Vorsehung (Kirchliche Dogmatik [KD] §48 und §49,3) dar, welche Verbindungen es zwischen den Zeugnissen des Alten und des Neuen Testamentes gibt. Vor allem stellt er dar, welche Bedeutung diese Zeugnisse für die Vorsehungslehre haben. Barth versucht einen Bogen zu schlagen von der alles begründenden Erwählung Gottes, über seine biblisch belegten Selbstoffenbarungen, hin zum Wirken Gottes im Leben des Einzelnen. Ihre Relevanz bekommt diese Vorsehungslehre in ihrer christozentrischen Argumentation und in der biblischen Füllung des altprotestantischen Denkmodells der Vorsehungslehre.

Der Verfasser bietet eine Paraphrase des Textes von Karl Barth (KD §48 und §49,3). Die Darstellung wird durch treffende Zitate belegt. Im Anschluss an die Paraphrase stellt der Verfasser eigene Überlegungen an, die den Leser zum eigenständigen theologischen Denken anregen wollen.

Gerade im Bezug auf die Verbindung zwischen Gottes Allmacht und dem Leiden in der Welt, sowie auf die Frage nach der Freiheit des Menschen vor Gott bietet die Vorsehungslehre von Karl Barth eine gute Grundlage für ein systematisch-theologisches Nachdenken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Prolog

1. Einleitung

2. Zur Person Karl Barths

3. Darstellung

3.1 KD III,3 §48: Die Lehre von der Vorsehung, ihr Grund und ihre Gestalt

3.1.1 §48,1: Der Begriff der göttlichen Vorsehung

3.1.2 §48,2: Der christliche Vorsehungsglaube

3.1.2.1 Der christliche Vorsehungsglaube als Annehmen des Wortes Gottes

3.1.2.2 Der christliche Vorsehungsglaube als direkter Glaube an Gott selbst

3.1.2.3 Der christliche Vorsehungsglaube als Christusglaube

3.1.3 §48,3: Die christliche Vorsehungslehre

3.2. §49,3: Das göttliche Regieren

3.2.1 Zeichen und Zeugnisse der Weltherrschaft Gottes

3.2.1.1 Die Geschichte der Heiligen Schrift

3.2.1.2 Die Geschichte der Kirche

3.2.1.3 Die Geschichte der Juden

3.2.1.4 Die Begrenzung des menschlichen Lebens

4. Kritische Würdigung

4.1 Bundesgeschichte und Kreaturgeschichte

4.2 Theodizee

4.3 Die Zeugnisse für Gottes Weltherrschaft

4.4 Menschliches Gebet und göttliche Regierung

4.5 Von der Freiheit der Erwählten

5. Fazit

6. Epilog

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die von Karl Barth in seiner Kirchlichen Dogmatik (§48 sowie §49, 3) entworfene Lehre von der Vorsehung darzustellen und einer theologisch-kritischen Würdigung zu unterziehen, wobei auftretende Spannungsfelder und offene Fragen diskutiert werden.

  • Die christozentrische Ausrichtung der Vorsehungslehre bei Karl Barth.
  • Die Unterscheidung und Verbindung von Bundesgeschichte und allgemeiner Kreaturgeschichte.
  • Das Problem der Theodizee im Kontext einer göttlichen Allmacht und Weltregierung.
  • Die Rolle sogenannter "Zeichen und Zeugnisse" (wie die Geschichte Israels oder die Begrenzung des Lebens) für die Wahrnehmung von Gottes Handeln.
  • Das Spannungsverhältnis zwischen göttlicher Vorherbestimmung und menschlicher Freiheit.

Auszug aus dem Buch

3.2.1.3 Die Geschichte der Juden

Zum Beweis der göttlichen Weltregierung wird des Öfteren auf die Geschichte der Juden verwiesen. Nach Barth beginnt die eigentliche Geschichte der Juden mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem im Jahre 70 n. Chr. Dieser Zeitpunkt markiert einen Wendepunkt in der Geschichte zwischen Gott und dem Volk Israel. Zum einen wird es von diesem Ereignis an keine Fortsetzung der Bundesgeschichten zwischen Gott und Israel unter Ausschluss anderer Menschen und Völker geben. Zum anderen wird es aber in der Weltgeschichte von nun an diese eine, endgültig charakterisierte Geschichte der Juden geben. Barth versucht, via negationis, den Begriff „Jude“ genauer zu umreißen. Er führt aus, dass die Juden keine eigene Menschenrasse bilden, ebenso ist ihnen keine gemeinsame Sprache zu eigen. Bei der hebräischen Sprache handelt es sich nach Barth mehr um eine „theologische Gelehrtensprache,“ und im heutigen Staat Israel um eine Hilfssprache, die der Verständigung von Menschen unterschiedlichster Muttersprachen dient. Eine gemeinsame Kultur ist ihnen ebenso wenig zu eigen, wie eine gemeinsame Religion. Zu guter Letzt steht selbst der Begriff der einen „Geschichte der Juden“ zur Disposition. Von einer gemeinsamen, oder gar gemeinschaftsstiftenden Geschichte kann bei den Juden nicht gesprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Darstellung: Dieses Kapitel erläutert Barths grundlegende Vorsehungslehre, inklusive des Begriffs der göttlichen Vorsehung, des christlichen Vorsehungsglaubens und des göttlichen Regierens, wobei die zentrale Rolle Jesu Christi betont wird.

4. Kritische Würdigung: Der Verfasser reflektiert kritisch Barths Differenzierung zwischen Bundes- und Kreaturgeschichte sowie das Theodizee-Problem, die Validität der angeführten "Zeichen" der Weltherrschaft und das Verständnis menschlicher Freiheit im Angesicht der göttlichen Vorsehung.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung von Barths Ansatz, wobei dessen Stärke in der christologischen Fundierung hervorgehoben wird, während gleichzeitig die Grenzen der theologischen Erklärbarkeit bestimmter Spannungsfelder aufgezeigt werden.

Schlüsselwörter

Karl Barth, Kirchliche Dogmatik, Vorsehungslehre, göttliche Weltregierung, Bundesgeschichte, Kreaturgeschichte, Theodizee, Jesus Christus, göttliche Gnadenwahl, christlicher Vorsehungsglaube, menschliche Freiheit, providentia dei, gubernatio, Weltherrschaft Gottes, biblische Selbstoffenbarung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Entwurf einer Vorsehungslehre durch Karl Barth, speziell basierend auf den Paragraphen 48 und 49 seiner Kirchlichen Dogmatik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf, die Rolle Jesu Christi in der Geschichte sowie die Frage, wie sich Gottes Wirken im allgemeinen Weltgeschehen manifestiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und eine theologisch-kritische Würdigung von Barths Überlegungen, insbesondere hinsichtlich der auftretenden Fragen und Spannungen in seiner Argumentation.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textnahen dogmatischen Analyse und Interpretation der genannten Passagen aus Karl Barths Kirchlicher Dogmatik, ergänzt durch kritische Rückfragen an den Text.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung von Barths Begriff der Vorsehung, der göttlichen Regierung und spezieller Zeichen wie der Geschichte Israels, gefolgt von einer kritischen Reflexion dieser Punkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Vorsehung, Gnadenwahl, Weltregierung, Christusglaube, Theodizee und menschliche Freiheit bestimmt.

Warum hinterfragt der Autor Barths Trennung von Bundes- und Kreaturgeschichte?

Der Autor bezweifelt die Plausibilität dieser strikten Trennung, da Barth selbst die gesamte Schöpfung und Geschichte unter der alles umfassenden Gnadenwahl Gottes begründet sieht.

Wie steht der Autor zum Problem der Theodizee bei Barth?

Der Autor sieht in Barths Modell Schwierigkeiten, das existierende Leid in der Welt mit der Annahme einer durchgängigen, wohlwollenden göttlichen Allmacht und Regierung in Einklang zu bringen.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Der göttlichen Weltregierung auf der Spur
Subtitle
Überlegungen zur Vorsehungslehre von Karl Barth - Darstellung und kritische Würdigung von KD §48 und §49,3
College
University of Leipzig  (Systematische Theologie)
Course
Hauptseminar „Vorsehung, Schicksal und Kontingenzbewältigung“
Grade
1,0
Author
Jan Quenstedt (Author)
Publication Year
2011
Pages
32
Catalog Number
V187221
ISBN (eBook)
9783656107163
ISBN (Book)
9783656106807
Language
German
Tags
Theologie Systematische Theologie Karl Barth Theodizee Vorsehung Vorsehungslehre Kirchliche Dogmatik Dogmatik Weltregierung Gott Glaube Kirche Bibel Schicksal Jesus Christus Altes Testament Neues Testament KD §48 KD §49 Kontingenzbewältigung Providenz Concursus divinus Prädestination Heilsgeschichte Bundesgeschichte providentia dei Schöpfungslehre Gnadenwahl Schöpfer Geschöpf conservatio gubernatio gubernatio mundi Mensch Gebet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Quenstedt (Author), 2011, Der göttlichen Weltregierung auf der Spur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187221
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint