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Funktionsweise und Nutzen der Metonymie

Titel: Funktionsweise und Nutzen der Metonymie

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nina Wiegand (Autor:in)

Romanistik - Italianistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thema dieser Hausarbeit im Rahmen des Proseminars
„Semantik“ ist die Beschreibung der Metonymie im
Allgemeinen und ihr zugrundeliegender
Assoziationsmechanismus der Kontiguität, der sich
anhand des Modells der frames verdeutlichen lässt. Ein
weiterer Schwerpunkt der Ausführungen wird die
Beleuchtung des metonymischen Bedeutungswandels sein.
In diesem Zusammenhang werde ich die metonymische
Polysemie von der ad-hoc Metonymie abgrenzen. Am
Schluss der Arbeit gehe ich kurz auf den pragmatischen
Nutzen von Metonymien ein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Hauptteil

2.1. Definition der Metonymie

2.2. Funktionsweise der Metonymie

2.2.1. Das Assoziationsprinzip der Kontiguität

2.3. Enzyklopädisches Wissen

2.4. Die Kognitive Semantik

2.4.1. Das Modell der frames

2.4.2. Verbindung der Prototypentheorie mit dem Modell der frames

2.5. Klassifizierung der Metonymietypen

2.5.1. Häufige Metonymietypen

2.5.2. Weitere Metonymietypen

2.5.3. Kopräsenz und Sukzession

2.6. Der Bedeutungswandel

2.6.1. Bedeutungswandel im Allgemeinen

2.6.2. Metonymische Polysemie

2.6.3. Etappen des Bedeutungswandels

2.7. Lexikalisierungsgrade der Metonymie

2.7.1. Metonymischen Polysemie vs. ad-hoc Metonymie

2.7.2. Weitere lexikalisierte Metonymie

2.7.3. Unauffälligkeit der Metonymie in Abhängigkeit von der Lexikalisierung

2.8. Nutzen der Metonymie

2.8.1. Pragmatik

2.8.2. Euphemistische Metonymie

3. Zusammenfassung

4. Abbildungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das sprachliche Phänomen der Metonymie sowie das ihr zugrundeliegende Assoziationsprinzip der Kontiguität im Rahmen der Kognitiven Linguistik zu beschreiben und zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Metonymien durch das Modell der frames dargestellt werden können und welche Rolle der Prozess der Lexikalisierung bei der Abgrenzung von ad-hoc-Metonymien und metonymischer Polysemie spielt.

  • Grundlagen der Metonymie und ihre Abgrenzung zu anderen rhetorischen Tropen.
  • Die Rolle des Konzepts der Kontiguität als Basis metonymischer Prozesse.
  • Anwendung des frame-Modells zur Verdeutlichung kognitiver Strukturen.
  • Differenzierung zwischen ad-hoc-Metonymien und lexikalisiertem Bedeutungswandel.
  • Pragmatischer Nutzen und euphemistische Funktionen der Metonymie.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Das Assoziationsprinzip der Kontiguität

Das Assoziationsprinzip, das der Metonymie zugrunde liegt, ist die Kontiguität. Den Begriff kann man aus dem lateinischen contingere ableiten, was so viel wie ‚berühren‘ bedeutet. Bildlich gesprochen ist Kontiguität damit eine Art von Nachbarschaftsbeziehung. Terminologisch lässt sich diese Beziehung zwischen Quellkonzept (x) und dem Zielkonzept (y) folgendermaßen ausdrücken: x hat zu tun mit y.

Betonen sollte man dieser Stelle auch, dass Kontiguität nur zwischen bereits aufeinander bezogenen Konzepten besteht und nicht zwischen Wörtern, bzw. Bedeutungen und Objekten. „Konzepte ermöglichen den Sprechern, Gegenstände [...] zu kategorisieren.“ (WALTEREIT 1998:9) Nehmen wir folgendes Beispiel zur Verdeutlichung der Metonymie bzw. der Kontiguität: Die Reise kostet 350 Euro pro Kopf.

Jeder der diesen Satz liest oder hört, wird sofort verstehen, dass der Ausdruck „pro Kopf“ nicht wortwörtlich zu nehmen ist, sondern im übertragenen Sinne zu verstehen ist und bedeutet, dass die Reise 350 Euro pro Person kostet. Es lässt sich sagen, dass das Konzept des Kopfes (Quellkonzept) kontig zum Konzept Person (Zielkonzept) ist. Die beiden Konzepte stehen in einem Erfahrungszusammenhang, das heißt, dass es zu unserem Wissen über das Konzept Kopf gehört, dass dieser Teil des menschlichen Körpers und damit Teil einer Person ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Vorstellung des Themas Metonymie, des Kontiguitätsprinzips und der Einbettung in die Kognitive Linguistik und das frame-Modell.

2. Hauptteil: Detaillierte theoretische Auseinandersetzung mit Definitionen, Funktionsweisen, Klassifizierung der Typen, Bedeutungswandel, Lexikalisierungsgraden und dem pragmatischen Nutzen der Metonymie.

3. Zusammenfassung: Rekapitulation der zentralen Ergebnisse bezüglich der Rolle der Kontiguität, der Bedeutung der frames und der Abgrenzung von Metonymietypen.

4. Abbildungen: Visuelle Veranschaulichung der kulturspezifischen Wissensrahmen am Beispiel des englischen und italienischen Frühstücks.

Schlüsselwörter

Metonymie, Kontiguität, Kognitive Linguistik, frames, Bedeutungswandel, Polysemie, Lexikalisierung, Wissensrahmen, Prototypentheorie, Ad-hoc-Metonymie, Assoziationsprinzip, Diskursregel, Sprachökonomie, Euphemismus, Konventionalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das übergeordnete Ziel der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht das sprachliche Phänomen der Metonymie, insbesondere deren Funktionsweise und Einbettung in kognitive Wissensstrukturen, um deren Beitrag zum Bedeutungswandel zu klären.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die kognitive Semantik, das Assoziationsprinzip der Kontiguität, die Anwendung von frames zur Wissensdarstellung sowie die Mechanismen der Lexikalisierung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Metonymie als kognitiver Prozess funktioniert, wie sie sich durch Kontiguität erklären lässt und welche Rolle die Lexikalisierung bei der Abgrenzung zu situativen Sprachinnovationen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine linguistische Analyse, die primär auf der Forschungsliteratur der Kognitiven Linguistik und Semantik (insbesondere von Andreas Blank und anderen) basiert und die Theorie mit konkreten Sprachbeispielen illustriert.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Definition und Funktionsweise der Metonymie vor allem Klassifizierungen von Metonymietypen, der Prozess des Bedeutungswandels, die Abgrenzung von Lexikalisierungsgraden sowie der pragmatische Nutzen untersucht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Metonymie, Kontiguität, frames, Bedeutungswandel, Polysemie und Lexikalisierung beschreiben.

Warum ist das Verständnis von "frames" für die Metonymie-Analyse wichtig?

Frames dienen als kognitive Wissensrahmen, die erklären, wie Konzepte miteinander assoziiert sind und warum eine bestimmte Metonymie innerhalb eines Kulturkreises verstanden wird, während sie in einem anderen fremd wirken könnte.

Wie unterscheidet der Autor zwischen einer "ad-hoc Metonymie" und einer "lexikalisierten Metonymie"?

Die Unterscheidung erfolgt über den Grad der Konventionalisierung: Während ad-hoc-Metonymien spontan im Diskurs entstehen und nur begrenzt verständlich sind, sind lexikalisierte Metonymien fest im Sprachgebrauch verankert und in das Lexikon einer Sprache eingegangen.

Welche Rolle spielt der Euphemismus im Zusammenhang mit Metonymien?

Metonymien können als euphemistische Mittel eingesetzt werden, um unangenehme Tatsachen (wie etwa eine Krankheit) durch die Nennung eines assoziierten Begriffs (wie Müdigkeit) sozialverträglicher auszudrücken.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Funktionsweise und Nutzen der Metonymie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Italienisches Institut)
Note
1,0
Autor
Nina Wiegand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V187446
ISBN (eBook)
9783656106838
ISBN (Buch)
9783656106548
Sprache
Deutsch
Schlagworte
metonymie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Wiegand (Autor:in), 2011, Funktionsweise und Nutzen der Metonymie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187446
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Leseprobe aus  17  Seiten
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