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Finanzierung im Gesundheitswesen

Titel: Finanzierung im Gesundheitswesen

Studienarbeit , 2010 , 65 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Monika Lenker (Autor:in)

VWL - Gesundheitsökonomie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Angestellte im öffentlichen Dienst des Gesundheitswesens hat die Verfasserin die Auswirkungen der Gesundheitsentwicklung und der Finanznöte in den Krankenhäusern miterlebt. Die subjektive Einschätzung ist, dass ein stetiger Anstieg der Belastung im Gesundheitsdienst stattfindet, da immer weniger Personal mehr Patienten in kürzerer Zeit versorgen müssen. Viele Patienten sind kränker und älter. Es fanden diverse Diskussionen in den Medien statt, in denen das Gegenteil behauptet wurde, dabei auf die Kosten und knappen Mittel hingewiesen wurde. In Interviews hatte Frau Caspar Merck (Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Gesundheit) die Personalsituation relativiert und darauf hingewiesen, dass die Ablauforganisation optimiert werden sollte. Hierfür wurde sogar in 2008 angedacht, die Beraterfirma McKinsey mit ins Boot zu holen.
Es besteht der Eindruck, dass die Aufgabe der Finanzierung des Gesundheitswesens nur über die Steuerung der Ausgabenseite bewältigt wird und werden kann, da bestimmte Leistungen (Brille, Zahnersatz) gestrichen wurden und manche Leistungen (bestimmte Laboruntersuchungen) nur gegen Bezahlung durch den Versicherten durchgeführt werden. Zusätzlich wurden Betten und Pflegestellen abgebaut. Aufgrund dieser subjektiven Einschätzung soll in dieser Arbeit überprüft werden, ob die Finanzierung des Gesundheitswesens hauptsächlich durch die Reduzierung der Ausgaben gesteuert oder ob auch die Einnahmeseite berücksichtigt wird. Ebenso ist das Ziel dieser Arbeit, die Problematik der Finanzierung des Gesundheitssystems darzustellen. Hierbei werden hauptsächlich der größte Ausgabenblock Krankenhaus und Arzneimittel auf der Ausga-benseite und die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen, Gesundheitsfonds betrachtet. Nach der Situationsbeschreibung werden verschiedene Finanzierungsmodelle, die Entwicklung des Gesundheitswesens und politische Trends und Lösungsansätze aufgezeigt. Es wird nicht auf das Honorarsystem der niedergelassenen Ärzte mit der Auswirkung auf die Krankenhausbelegung eingegangen und es werden keine gesamtwirtschaftlichen Berechnungen aufgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Situation

1.2 Demographische Entwicklung

1.3 Krankheitskosten

2 Finanzierungsmodelle

2.1 Staatliche Finanzierung

2.2 Soziale Finanzierung

2.3 Private Finanzierung

2.4 Gemischte Form

3 Entscheidungsträger in Deutschland

3.1 Gemeinsamer Bundesausschuss

3.2 Spitzenverband Bund der Krankenkassen

3.3 Verbände der Krankenkassen

4 Gesetzliche Krankenversicherung

5 Private Krankenversicherung

6 Gesundheitsreformen

6.1 Einführung des DRG-Fallpauschalen-Systems

6.2 Risikostrukturausgleich (RSA)

6.3 Gesundheitsreform 2000

6.4 Gesundheitsreform 2004

6.4.1 Bürgerversicherung

6.4.2 Gesundheitsprämien

6.4.3 Minderheitenvotum

6.4.4 GKV-Gesundheitsmodernisierungsgesetz

6.5 Gesundheitsreform 2007

6.5.1 Morbiditäts – Risikostrukturausgleich (MRSA)

6.5.1.1 Datensatzlieferung

6.5.1.2 Plausibilitätsprüfungen

6.5.1.3 HMG-Zuweisung

6.5.2 Vorteil und Nachteil des MRSA

6.6 Gesundheitsreform 2009

7 Planung bis 2014

7.1 Regierungsprogramm SPD

7.2 Wahlprogramm Bündnis 90/Grüne

7.3 Wahlprogramm die Linke

7.4 Wahlprogramm FDP

7.5 Wahlprogramm CDU/CSU

7.6 Widersprüchlichkeit oder Gemeinsamkeit der Wahlprogramme

8 Diskussion unter volkswirtschaftlichem Aspekt

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die Problematik der Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Kosten, einer alternden Bevölkerung und des aktuellen Vergütungssystems. Das Ziel ist es zu analysieren, ob die Finanzierungssteuerung primär durch Ausgabenreduktion erfolgt oder ob die Einnahmenseite ausreichend berücksichtigt wird.

  • Analyse verschiedener Finanzierungsmodelle im internationalen und nationalen Kontext.
  • Untersuchung der Struktur und der zentralen Entscheidungsträger des deutschen Gesundheitssystems.
  • Kritische Aufarbeitung der wesentlichen Gesundheitsreformen und ihrer Auswirkungen.
  • Diskussion der finanzpolitischen Positionen verschiedener Parteien und deren Auswirkungen auf die Beitragsstabilität.
  • Volkswirtschaftliche Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Gesundheitsausgaben, Transferleistungen und Konjunktur.

Auszug aus dem Buch

1.1 Situation

Die Gesundheitsausgaben steigen laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes stetig an.

Das Fritz Beske IGSF (Institut für Gesundheits-System-Forschung) in Kiel stellte im Jahr 2005 fest, dass im Vergleich mit 14 Ländern (Niederlande, Schweden, Deutschland, Frankreich, Japan, Österreich, Dänemark, Italien, Belgien, Schweiz, Kanada, Großbritannien, Australien und USA) die Pro-Kopf-Ausgaben in Deutschland für Gesundheitsleistungen im Jahr 2001 mit 2.741 Euro um 8 Euro über dem Durchschnitt von 2.733 Euro und damit an siebter Stelle lagen.

Niehaus vom Wissenschaftlichen Institut der PKV (Private Krankenversicherung) untersuchte ebenso die Ausgaben, aber differenziert nach Männern und Frauen in ihren Altersklassen.

Die Untersuchung zeigt, zwischen 1995 und 2004 einen stetiger Anstieg der Ausgaben für Gesundheitsleistungen in der PKV bei den Männern und bei den Frauen, wobei der Anstieg bei den Frauen größer als bei den Männern ist. In der GKV (Gesetzlichen Krankenversicherung) stiegen die Ausgaben für Gesundheitsleistungen zwischen den Jahren 1998 und 2007 ebenso stetig an.

Niehaus beobachtete zudem, dass im zunehmenden Alter die Anstiege der Ausgabenkurven der Versicherten immer steiler wurden und in der GKV und PKV je über der Inflationsrate lagen. Dies bedeutet, dass ab einem bestimmten Alter die Ausgaben drastisch anstiegen. Ebenso stellte er fest, dass die Ursache der Ausgabenanstiege nicht an einzelnen kostenintensiven Fällen lag, sondern vielmehr, dass im Alter die Gesundheitsausgaben ansteigen. Auf 20% der Versicherten fielen 80% der Kosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasserin stellt die Problemstellung der Finanzierungsnöte im Gesundheitswesen dar und umreißt die Zielsetzung, die Entwicklung der Finanzierungssysteme sowie politische Trends zu untersuchen.

2 Finanzierungsmodelle: Es werden die verschiedenen nationalen und internationalen Finanzierungsmodelle (staatlich, sozial, privat, gemischt) und deren grundlegende Funktionsweisen verglichen.

3 Entscheidungsträger in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Akteure des Gesundheitswesens auf Makro-, Meso- und Mikroebene sowie deren Funktionen und Zusammenwirken.

4 Gesetzliche Krankenversicherung: Darstellung der Struktur, Aufgaben und Finanzierungsweise der GKV als Solidargemeinschaft.

5 Private Krankenversicherung: Beschreibung der Funktionsweise, Versicherungspflicht und Tarifstrukturen privater Krankenkassen als Alternative zum GKV-Modell.

6 Gesundheitsreformen: Detaillierte Analyse der historischen und modernen Reformschritte von 1989 bis 2009 inklusive DRG-System und Risikostrukturausgleich.

7 Planung bis 2014: Untersuchung der gesundheitspolitischen Wahlprogramme verschiedener Parteien und deren geplante Strategien für die Zukunft des Gesundheitswesens.

8 Diskussion unter volkswirtschaftlichem Aspekt: Theoretische Auseinandersetzung mit der Finanzierungssituation unter Einbezug von Wirtschaftskreislaufmodellen und Auswirkungen auf Staatsdefizite.

9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Finanzierungsproblematik mit Empfehlungen für eine nachhaltige Beitragsstabilität und eine verbesserte Zusammenarbeit der Akteure.

Schlüsselwörter

Gesundheitswesen, Finanzierung, Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, Gesundheitsreform, Gesundheitsfonds, Risikostrukturausgleich, DRG-Fallpauschalen, Demographischer Wandel, Beitragsstabilität, Lohnnebenkosten, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik, Versorgungsmanagement, Solidargemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das deutsche Gesundheitssystem vor dem Hintergrund wachsender finanzieller Herausforderungen und untersucht, wie verschiedene politische Ansätze und Reformen versuchen, die Finanzierung bei gleichzeitig hoher Versorgungsqualität zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Finanzierungsmodelle, die Rolle der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, die Entwicklung der Gesundheitsreformen und die volkswirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitssektors.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es darzustellen, ob die Finanzierung des Gesundheitssystems hauptsächlich durch Ausgabensenkungen gesteuert wird oder ob auch die Einnahmenseite in den Fokus rückt, sowie eine Problemanalyse der Finanzierung darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literatur- und Dokumentenanalyse, die auf statistischen Daten des Bundes, aktuellen gesetzlichen Grundlagen und den Wahlprogrammen politischer Parteien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt neben der theoretischen Einordnung der Finanzierungsmodelle die spezifischen Mechanismen der deutschen Krankenversicherungen sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Reformschritte, einschließlich des DRG-Systems und des Morbiditäts-Risikostrukturausgleichs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Gesundheitsökonomie, Finanzierung, GKV, PKV, Risikostrukturausgleich, Gesundheitsreformen, Beitragsstabilität und Demographischer Wandel.

Warum ist das DRG-System für die Krankenhäuser so herausfordernd?

Das DRG-System führte eine leistungsorientierte Vergütung ein, die einen enormen wirtschaftlichen Druck erzeugte, was zu Betten- und Stellenabbau führte, um die Krankenhausverweildauer zu reduzieren.

Welche Kritik übt die FDP am Gesundheitsfonds?

Die FDP sieht den Gesundheitsfonds als überflüssig an, befürwortet eine Abkehr von den lohnbezogenen Beiträgen und setzt stattdessen auf ein leistungsgerechtes Prämiensystem über Kapitaldeckung.

Was unterscheidet das Ziel der Linken von dem der CDU/CSU?

Während die Linke eine "Staatsmedizin" zur Sicherung der Gleichbehandlung anstrebt und die Privatisierung kritisiert, setzt die CDU/CSU auf die Stärkung der Eigenverantwortung und eine Zusammenarbeit von GKV und PKV.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Finanzierung im Gesundheitswesen
Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin
Note
1,4
Autor
Monika Lenker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
65
Katalognummer
V187842
ISBN (eBook)
9783656118107
ISBN (Buch)
9783656132295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitsreformen Gesundheitssysteme Wirtschaftskreislauf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Lenker (Autor:in), 2010, Finanzierung im Gesundheitswesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187842
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Leseprobe aus  65  Seiten
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