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Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung des § 5a EStG

Title: Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung des § 5a EStG

Seminar Paper , 2008 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Volksw. Robert Bernhardt (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Als Subventionsvorschrift wurde in das deutsche Steuergesetz im Jahr 1999 die pauschale Gewinnermittlung für den Betrieb mit Handelsschiffen nach der geführten Tonnage eingeführt. Die daraus resultierende Steuerbegünstigung spielt bei den Investitionsentscheidungen von Unternehmen in diesem Marktsegment eine große Rolle.

Auf Grundlage eines Kapitalwertmodells unter Berücksichtigung von Steuern wird gezeigt, dass der Vorteil durch die Gewinnermittlung nach Tonnage, § 5a Absatz 1 EStG, gegenüber der normalen Gewinnermittlung, § 4 Absatz 1 sowie § 5 EStG, mit den jährlichen Überschüssen, welche größer sind als der ermittelte Gewinn aus Tonnage, wächst.

Des Weiteren spielen die Verlustvorträge und der Zeitpunkt der Betriebsaufgabe mit dem Gewinn aus dem Verkauf des Betriebsvermögens eine signifikante Rolle für die Investitionsentscheidung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in § 5a EStG

2.1. Entstehung und Stellung

2.2. Anwendungsvoraussetzungen

2.2.1. Ort der Geschäftsführung und Bereederung

2.2.2. Mischbetriebe

2.2.3. Einsatz im internationalen Verkehr

2.2.4. Schiffsarten

2.3. Durchführung der Gewinnermittlung

2.3.1. Antragstellung und Bindung

2.3.2. Gewinnermittlung nach Tonnage

2.3.3. Die Erfassung stiller Reserven

3. Investitionsentscheidungsmodell

3.1. Entscheidungsmodelle

3.2. Standardmodell

3.3. Simulationsmodell

3.3.1. Erläuterungen

3.3.2. Simulationsdurchführung

3.3.3. Simulationsergebnisse

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der steuerlichen Vorteilhaftigkeit der pauschalen Gewinnermittlung nach Tonnage (§ 5a EStG) im Vergleich zur herkömmlichen Gewinnermittlung für Schifffahrtsunternehmen mittels eines Kapitalwertmodells.

  • Grundlagen und Rahmenbedingungen des § 5a EStG (Tonnagesteuer)
  • Entwicklung und Funktionsweise eines Investitionsentscheidungsmodells
  • Einfluss von Projektlaufzeit und Periodenüberschüssen auf die Vorteilhaftigkeit
  • Analyse der Auswirkungen von Verlustvorträgen auf die Steuerbelastung
  • Vergleich der Kapitalwerte unter verschiedenen wirtschaftlichen Szenarien

Auszug aus dem Buch

2.3.3. Die Erfassung stiller Reserven

Stille Reserven sind im Wesentlichen die Wirtschaftsgüter Seeschiff und Fremdwährungsdarlehen. Es handelt sich um Wertaufholungsrücklagen. Die Rücklage des Wirtschaftsgutes Seeschiff ist der Unterschiedsbetrag, der Differenz aus dem Teilwert und dem Buchwert des Schiffes am letzten Bilanzstichtag vor Anwendung des § 5 a EStG.

In die Rücklage der Bilanzposition Fremdwährungsdarlehen ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bewertungskurs und einem niedrigeren Stichtagskurs einzustellen. Die Rücklage ist entsprechend der Tilgung und bei einem Währungswechsel im Jahr des Währungswechsels in voller Höhe aufzulösen und zusätzlich zum Tonnagesteuergewinn zu versteuern. Wurde im Übergangsjahr, dem Jahr, welches der erstmaligen Anwendung des § 5a EStG voran ging, der Unterschiedsbetrag festgestellt, gibt es drei Fälle, in denen die stillen Reserven zu versteuern sind: (i) Ausscheiden eines Gesellschafters, (ii) Wechsel zur Regelbesteuerung und (iii) Veräußerung bzw. Aufgabe des Gewerbebetriebes. In allen Fällen ist die Auflösung des Unterschiedsbetrages in dem entsprechenden Jahr dem Gewinn nach § 5a Abs. 1 EStG hinzuzurechnen. Der Gewinn aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages nach § 5a Abs. 4 EStG ist gewerbesteuerpflichtig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von Investitionsentscheidungen in der globalen Schifffahrt und stellt das Ziel vor, die pauschale Tonnagesteuer als wettbewerbsförderndes Instrument zu analysieren.

2. Einführung in § 5a EStG: Dieses Kapitel beschreibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Anwendungsvoraussetzungen und die technische Durchführung der Gewinnermittlung nach Tonnage.

3. Investitionsentscheidungsmodell: Hier wird ein dynamisches Modell auf Basis der Kapitalwertmethode entwickelt, um die steuerlichen Auswirkungen zwischen der Tonnagesteuer und der Regelbesteuerung quantitativ zu vergleichen.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Tonnagesteuer für Schifffahrtsunternehmen bei Erzielung positiver Ergebnisse in der Regel vorteilhaft ist und maßgeblich die Standortentscheidung beeinflusst.

Schlüsselwörter

Tonnagesteuer, § 5a EStG, Gewinnermittlung, Schifffahrt, Investitionsentscheidung, Kapitalwertmodell, Steuerpolitik, Regelbesteuerung, Unterschiedsbetrag, stille Reserven, Veräußerungsgewinn, Verlustvortrag, Ertragssteuern, Simulationsmodell, Standortwettbewerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die steuerlichen und investitionstheoretischen Auswirkungen der Einführung der Tonnagesteuer (§ 5a EStG) auf deutsche Schifffahrtsunternehmen im Vergleich zur ordentlichen Gewinnermittlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die rechtlichen Grundlagen der Tonnagesteuer, die Modellierung von Investitionsentscheidungen unter Steueraspekten sowie die Durchführung von Simulationen zur Vorteilhaftigkeitsanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Vorteilhaftigkeit der Gewinnermittlung nach Tonnage zu identifizieren und die entscheidenden Einflussgrößen wie Laufzeit und Periodenerträge zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine betriebswirtschaftliche Investitionsrechnung auf Basis der Kapitalwertmethode angewendet, ergänzt durch Simulationsrechnungen zur Veranschaulichung verschiedener Szenarien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Erläuterung der Tonnagesteuer-Vorschriften, die Herleitung eines mathematischen Investitionsmodells sowie die Darstellung der Ergebnisse aus verschiedenen Simulationsrechnungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Tonnagesteuer, Investitionsentscheidung, Kapitalwert, Steuerpolitik und Gewinnermittlung.

Welche Bedeutung haben die stillen Reserven beim Wechsel zur Tonnagesteuer?

Beim Wechsel zur Tonnagesteuer müssen stille Reserven als Unterschiedsbetrag ermittelt und in einem Verzeichnis geführt werden, da sie bei einem späteren Wechsel zurück zur Regelbesteuerung oder bei Betriebsaufgabe steuerpflichtig werden können.

Warum ist die Laufzeit des Investitionsprojektes in der Simulation relevant?

Die Laufzeit beeinflusst, wie lange positive Periodenüberschüsse anfallen und ob anfängliche Verlustvorträge durch spätere Gewinnperioden vollständig kompensiert werden können, was die relative Vorteilhaftigkeit der Tonnagesteuer beeinflusst.

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Details

Title
Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung des § 5a EStG
College
Dresden Technical University  (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)
Course
Hauptseminar Steuern
Grade
1,3
Author
Dipl.-Volksw. Robert Bernhardt (Author)
Publication Year
2008
Pages
31
Catalog Number
V188054
ISBN (eBook)
9783668740594
ISBN (Book)
9783668740600
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Volksw. Robert Bernhardt (Author), 2008, Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung des § 5a EStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188054
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