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Öffentlichkeit als strategische Ressource im politischen Entscheidungsprozess

Title: Öffentlichkeit als strategische Ressource im politischen Entscheidungsprozess

Presentation (Elaboration) , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Kercher (Author), Isabel Birnstingl (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Es gilt im allgemeinen als unbestritten, dass die Öffentlichkeit eine große Rolle in Bezug auf den politischen Entscheidungsprozess spielt. Doch wie kann man ihre Bedeutung (im Speziellen für den politischen Entscheidungsprozess) fassbar machen bzw. operationalisieren? Mit diesem Problem hat sich Hanspeter Kriesi, Professor am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Zürich, auseinandergesetzt und einen konzeptionellen Rahmen für ein internationales Forschungsprojekt entwickelt.

In seiner Arbeit „Die Rolle der Öffentlichkeit im politischen Entscheidungsprozess“ beklagt Hanspeter Kriesi, dass die Frage nach der Beeinflussung des politischen Entscheidungsprozesses durch die öffentliche Meinung, sowie der Auswirkungen der politischen Kommunikation und Mobilisierung auf die öffentliche Meinung noch kaum systematisch erforscht ist. So beschäftigt sich man in der Politikwissenschaft, mit wenigen Ausnahmen, vor allem mit Analysen über die Vorgänge in den politischen Verhandlungsarenen, und in der Kommunikationswissenschaft spielt zumeist die Beeinflussung durch die Medieninhalte eine Rolle. Die Soziologie hat sich zwar dem Thema der Mobilisierung der öffentlichen Meinung angenommen, behandelt aber die Auswirkungen auf das politische System nicht.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll deshalb anhand der Ausführungen von Hanspeter Kriesi die die Bedeutung der Öffentlichkeit als strategische Ressource im politischen Entscheidungsprozess erläutert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Ausgangspunkt

2 Die öffentliche Arena

2.1 Merkmale der öffentlichen Arena

2.2 Akteure und Ereignisse

2.3 Strategien

3 Die Bedeutung der öffentlichen Arena: Themenspezifischer und nationaler Kontext

3.1 Themenspezifischer Kontext

3.1.1 Exkurs: „Punctuated Equlibrium“

3.1.2 Beispiele für die Themenkategorien

3.2 Nationaler Kontext

4 Länderbeispiele

5 Kritik

6 Anhang: Tabellen

7 Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Öffentlichkeit als strategische Ressource im politischen Entscheidungsprozess und entwickelt einen konzeptionellen Rahmen zur Analyse der Wechselwirkungen zwischen öffentlicher Meinung, Medien und politischen Akteuren.

  • Charakterisierung der öffentlichen Arena als Intermediärsystem
  • Analyse der Strategien verschiedener Akteursgruppen (etablierte Akteure, Außenseiter, Medien)
  • Untersuchung kontextueller Rahmenbedingungen (themenspezifischer vs. nationaler Kontext)
  • Kritische Reflexion des Kriesi-Modells und dessen Anwendbarkeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Akteure und Ereignisse

Die Akteure der öffentlichen Arena lassen sich grob in drei Kategorien bzw. Gruppen einteilen, da sie im Allgemeinen nicht als Individuen, sondern als Vertreter bestimmter Organisationen auftreten.

Die (1) etablierten politischen Akteure haben einen institutionalisierten Zugang zu den Verhandlungsarenen (d.h. parlamentarische und administrative Arena). Zu ihnen zählen beispielsweise Regierung, Opposition, Parteien und Gewerkschaften. Sie konkurrieren untereinander um die Zustimmung beim Publikum. Keinen institutionalisierten Zugang zu den Verhandlungsarenen haben hingegen die (2) Außenseiter. Hierbei handelt es sich meist um neu aufkommende soziale Bewegungen oder Bürgerinitiativen. Anders als die etablierten Akteure genießt diese Gruppe keinen Vorschuss an Aufmerksamkeit in den Medien, was sie zusätzlich zum Wettbewerb um Zustimmung einem scharfen Wettbewerb um Medienaufmerksamkeit aussetzt. Es wird hier auch bereits deutlich, dass die Grenze zwischen Außenseitern und etablierten Akteuren eher fließend verläuft. Ein Außenseiter kann zum etablierten Akteur werden (z.B. die Grünen) und andersherum. Die letzte Gruppe stellen die (3) Medien dar. Ihr Hauptziel besteht darin, im Wettbewerb untereinander möglichst viel Aufmerksamkeit (d.h. Einschaltquoten bzw. Absatzzahlen) beim Publikum zu erreichen. Sie richten deshalb ihre Selektionslogik v.a. am Publikum aus: berichtet wird über Ereignisse, die aus Sicht der Medien beim Publikum eine hohen Nachrichtenwert haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ausgangspunkt: Das Kapitel führt in die Problemstellung ein, wie die Rolle der Öffentlichkeit im politischen Entscheidungsprozess operationalisiert werden kann, und präsentiert drei zentrale Hypothesen von Hanspeter Kriesi.

2 Die öffentliche Arena: Hier werden das theoretische Konzept der öffentlichen Arena, ihre spezifischen Merkmale sowie die zentralen Akteursgruppen und deren Interaktion über Ereignisse definiert.

3 Die Bedeutung der öffentlichen Arena: Themenspezifischer und nationaler Kontext: Dieses Kapitel differenziert zwischen kurzfristigen themenspezifischen Faktoren und langfristigen nationalen Rahmenbedingungen wie dem politischen System und der Medienstruktur.

4 Länderbeispiele: Die Autoren wenden ein Kriesi-Index-Modell an, um die Voraussetzungen für eine zentrale Rolle der öffentlichen Arena in verschiedenen Ländern anhand spezifischer Kriterien zu bewerten.

5 Kritik: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Modell von Kriesi, die Schwächen in der Themenzuordnung und der einseitigen Konzentration auf bestimmte Strategietypen aufzeigt.

6 Anhang: Tabellen: Dieser Abschnitt enthält tabellarische Daten zur Unterstützung der empirischen Einordnung von Ländern und politischen Systemen.

7 Literatur- und Quellenverzeichnis: Hier sind sämtliche wissenschaftlichen Quellen und Literaturhinweise aufgeführt, die der Ausarbeitung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Öffentlichkeit, politische Kommunikation, öffentliche Arena, politische Entscheidungsprozesse, Medienzentrierung, Akteurskonstellationen, Diskurse, Strategien, Agenda-Setting, Mediatisierung, demokratische Systeme, politische Mobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Öffentlichkeit als strategische Ressource, die politische Akteure nutzen, um ihre Anliegen in Entscheidungsprozessen durchzusetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Struktur der öffentlichen Arena, die Strategien von politischen Akteuren, Außenseitern und Medien sowie die Einflüsse von nationalen und themenspezifischen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den konzeptionellen Rahmen von Hanspeter Kriesi zur Analyse der öffentlichen Meinung und ihrer Auswirkung auf politische Systeme nachzuvollziehen und kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von politik- und kommunikationswissenschaftlicher Fachliteratur sowie der Anwendung eines Index-Modells auf Länderbeispiele basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Arena-Konzepte, die Klassifizierung von Themen und Akteuren sowie die Anwendung des Modells auf verschiedene nationale Gegebenheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Politische Kommunikation, Öffentliche Arena, Akteurszentrierte Analyse, Strategien, Mediatisierung und Entscheidungsprozesse.

Was bedeutet der Begriff „going public“ im Kontext der Arbeit?

Es beschreibt eine proaktive Strategie etablierter Akteure, die politische Ziele erreichen wollen, indem sie direkt die öffentliche Meinung beobachten und beeinflussen, statt nur über interne Verhandlungswege zu agieren.

Warum wird die Theorie des „Punctuated Equilibrium“ im Text erwähnt?

Die Theorie dient zur Erklärung politischer Prozesse, die zwischen langen Phasen der Stabilität und kurzen Phasen raschen, teils revolutionären Wandels durch spezifische Feedback-Mechanismen schwanken.

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Details

Title
Öffentlichkeit als strategische Ressource im politischen Entscheidungsprozess
College
University of Hohenheim  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Seminar: Theorien der Massenkommunikation und Öffentlichkeit
Grade
2,0
Authors
Jan Kercher (Author), Isabel Birnstingl (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V18938
ISBN (eBook)
9783638231848
ISBN (Book)
9783638743457
Language
German
Tags
Ressource Entscheidungsprozess Seminar Theorien Massenkommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Kercher (Author), Isabel Birnstingl (Author), 2003, Öffentlichkeit als strategische Ressource im politischen Entscheidungsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18938
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