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Die Politik der athenischen Strategen Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades für den peloponnesischen Krieg bei Thukydides

Titel: Die Politik der athenischen Strategen Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades für den peloponnesischen Krieg bei Thukydides

Seminararbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Keno Peterson (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der vier großen athenischen Heerführer und Politiker Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades für den Verlauf und die Intensität des peloponnesischen Krieges. Als Primärquelle dienen die acht Bücher des Thukydides über den peloponnesischen Krieg. Besonderes Augenmerk gilt hier dem Einfluss dieser Führungspersönlichkeiten und ihrem jeweiligen Führungsstil auf die verschiedenen Phasen des peloponnesischen Krieges, die durch eben diese Führungspersönlichkeiten geprägt wurden. Es soll hervorgehoben werden, wie bedeutsam das Handeln einzelner Männer, bedingt durch ihre jeweiligen charakteristischen politischen Handlungen, für den Verlauf dieses 'antiken Weltkrieges' war. Zum besseren Verständnis ist es unerlässlich vorab eine kurze Gliederung des peloponnesischen
Krieges anhand des thukydideischen Werkes vorzunehmen, sowie in deren Verlauf eine Auflistung der von Thukydides angeführten Kriegsgründe. Hier wird zwischen den äußeren Anlässen (ai(/tiai
bzw. diafo/rai) und den wahren Ursachen (ale/qestate/ profa/sij) unterschieden. Auf Basis dieser Gliederung der Ereignisse soll in chronologischem Ablauf die jeweilige Einflussnahme der athenischen Führungspersönlichkeiten auf die genannten Ereignisse hervorgehoben und unter politischen Gesichtspunkten interpretiert werden. Die gegensätzlichen machtpolitischen und persönlichen Grundsätze der vier Politiker sollen in direkter Abgrenzung zueinander interpretiert werden. Zum einen die besonnene und von klugen Überlegungen geprägte Politik des Perikles in Abgrenzung zur kriegstreiberischen und demagogischen Politik seines Nachfolgers Kleon, zum anderen die friedensorientierte Politik des bedächtigen und hochangesehenen Nikias in Abgrenzung zur impulsiven und an Machtzuwachs orientierten Politik des jungen und ehrgeizigen Alkibiades. In der Schlussbetrachtung der Hausarbeit werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und ausgewertet um so zur Erkenntnis zu gelangen wie hoch die Bedeutung einzelner Entscheidungsträger auf politische und militärische Auseinandersetzungen zu verorten ist. Es soll des weiteren versucht werden die konkrete Bedeutung der Führungspersönlichkeiten im
peloponnesischen Krieg mit derer moderner Entscheidungsträger in modernen politischen und militärischen Auseinandersetzungen zu vergleichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verlauf der Pentekontaetie und des peloponnesischen Krieges im thukydideischen Werk

2.1. Die Pentekontaetie (479-431 v. Chr.)

2.2. Der Archidamische Krieg (431-421 v. Chr.)

2.3. Der Nikiasfrieden und die sizilische Expedition (421-413 v. Chr.)

2.4. Der Dekeleisch-Ionische Krieg (413-404 v. Chr.)

3. Perikles und Kleon

3.1. Perikles und das megarische Psephisma

3.2. Kleon und seine Einflussnahme auf die athenische Kriegsführung nach Sphakteria

4. Nikias und Alkibiades

4.1. Das athenische Bündnis mit Argos, Mantineia und Elis 420 v. Chr.

4.2. Die Eroberung der Insel Melos 416 v. Chr.

4.3. Die zweite sizilische Expedition – Athens Griff nach der Weltmacht

5. Schlussbetrachtung

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1. Quellen

6.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss der athenischen Führungspersönlichkeiten Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades auf den Verlauf und die Intensität des Peloponnesischen Krieges, basierend auf dem Geschichtswerk des Thukydides.

  • Analyse der machtpolitischen Strategien und individuellen Führungsstile der vier Akteure.
  • Untersuchung der Eskalation des Peloponnesischen Krieges durch politische Fehlentscheidungen.
  • Kontrastierung von besonnener Diplomatie und machtbesessener Expansionspolitik.
  • Vergleich antiker Entscheidungsträger mit modernen politischen Akteuren.

Auszug aus dem Buch

3.1. Perikles und das megarische Psephisma:

In der Zeit vor Ausbruch des peloponnesischen Krieges ist Perikles ohne Zweifel als bedeutendster Politiker Athens anzusehen. In der modernen Forschung wird die Frage der 'Kriegsschuld' Perikles' ausgiebig diskutiert.

Fakt ist, dass die gescheiterten Verhandlungen Athens mit Sparta nach der Entscheidung des Handelsembargos gegen Megara und seine Kolonien in der nördlichen Ägäis zum größten Teil auf der Entscheidung Perikles' beruhten. Dieses Scheitern und die Ablehnung der Forderung der Spartaner nach Rücknahme des Embargos führten unmittelbar zur Aufkündigung des dreißigjährigen Friedens und zum Beginn der Kampfhandlungen.

Warum entschied sich Perikles gegen die Forderung der Spartaner und damit für den Krieg? Nach Plutarch versuchte Perikles mit der Forcierung des Krieges von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken (Phidias-Prozess). Als weiterer Grund wird die Eitelkeit des Perikles angeführt. Er soll versucht haben durch den von ihm herbeigeführten Krieg und die damit einhergehende Demonstration der Macht in der athenischen Gesellschaft seine Geliebte Aspasia zu beeindrucken.

Neben diesen persönlichen Gründen sind es die machtpolitischen Erwägungen des Perikles, die das megarische Psephisma, dessen Aufrechterhaltung und den damit verbundenen Eintritt in den Krieg ausgelöst haben, die für eine Bewertung der perikleischen Rolle von Bedeutung sind. Perikles muss von der Unvermeidbarkeit des Krieges überzeugt gewesen sein. Zugleich muss er aber auch von den militärischen Mitteln Athens zu einem erfolgreichen Ende des Krieges überzeugt gewesen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Rolle der vier athenischen Politiker ein und definiert das methodische Vorgehen anhand der Primärquelle Thukydides.

2. Verlauf der Pentekontaetie und des peloponnesischen Krieges im thukydideischen Werk: Dieses Kapitel bietet einen historischen Abriss des Krieges von den Anfängen bis zur Kapitulation Athens.

3. Perikles und Kleon: Hier werden die gegensätzlichen Politikstile von Perikles und seinem Nachfolger Kleon sowie deren Einfluss auf den frühen Kriegsverlauf analysiert.

4. Nikias und Alkibiades: Dieses Kapitel beleuchtet das machtpolitische Duell zwischen Nikias und Alkibiades, das maßgeblich zum Scheitern der athenischen Expeditionen beitrug.

5. Schlussbetrachtung: Die Erkenntnisse werden zusammengeführt und in einen größeren Kontext zu historischen Entscheidungsprozessen gestellt.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Peloponnesischer Krieg, Thukydides, Perikles, Kleon, Nikias, Alkibiades, Machtpolitik, athenische Strategen, Megarisches Psephisma, Sizilienexpedition, Melierdialog, Kriegsschuld, antike Geschichte, politische Ideengeschichte, Strategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss vier zentrale athenische Politiker auf den Verlauf des Peloponnesischen Krieges ausübten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Machtpolitik, die individuelle Rolle von Führungspersönlichkeiten, Kriegsführung sowie die historische Aufarbeitung durch Thukydides.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung einzelner Entscheidungsträger für den Verlauf und die Radikalisierung des Krieges aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine chronologische Analyse historischer Ereignisse, basierend auf dem Geschichtswerk des Thukydides und aktueller Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden die Handlungen von Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades anhand spezifischer historischer Ereignisse wie dem Megarischen Psephisma oder der Sizilienexpedition analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Peloponnesischer Krieg, Machtpolitik, athenische Strategen und die Namen der vier behandelten Politiker.

Welche Rolle spielt die Person Alkibiades für den Kriegsverlauf?

Alkibiades wird als eine treibende Kraft dargestellt, deren Hybris und machtpolitischer Ehrgeiz maßgeblich zum Scheitern athenischer Militärvorhaben beigetragen haben.

Inwiefern beeinflusste das Megarische Psephisma den Kriegseintritt?

Das Psephisma diente laut der Arbeit als Instrument für Perikles, um eine Konfrontation mit Sparta zu erzwingen und so den Krieg herbeizuführen.

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Details

Titel
Die Politik der athenischen Strategen Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades für den peloponnesischen Krieg bei Thukydides
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,0
Autor
Keno Peterson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V189548
ISBN (eBook)
9783656137580
ISBN (Buch)
9783656138785
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peloponnesischer Krieg Theben Athen Sparta Thukydides Strategen Heerführer Nikias Perikles Alkibiades Kleon
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Keno Peterson (Autor:in), 2010, Die Politik der athenischen Strategen Perikles, Kleon, Nikias und Alkibiades für den peloponnesischen Krieg bei Thukydides, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189548
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Leseprobe aus  15  Seiten
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