Das Hauptziel dieser Arbeit ist ein qualitativer Vergleich hinsichtlich der touristischen Struktur der drei ältesten deutschen Mittelgebirgs-Nationalparke: der Bayerische Wald, der Harz und die Sächsische Schweiz. Diese Arbeit soll einen allgemeinen Überblick über die touristische Struktur der drei genannten Untersuchungsgebiete geben, aber auch den Nutzungskonflikt zwischen Naturschutz und Erholungsnutzung sowie die regionalwirtschaftliche Bedeutung aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Allgemeine Grundlagen zu Großschutzgebieten
2.1 Die Nationalpark-Idee
2.2 Großschutzgebiete in Deutschland
3 Nationalpark Bayerischer Wald
3.1 Das Gebiet – Allgemeine Informationen
3.2 Das touristische Angebot und die touristische Nachfrage
3.2.1 Unterkünfte
3.2.2 Sport und Gesundheit
3.2.3 Kultur und Regionales
3.2.4 Mobilität
3.2.5 Einrichtungen
3.3 Die Nationalparkverwaltung
3.3.1 Allgemeine Informationen
3.3.2 Der Nationalparkplan
3.3.3 Zonierung
4 Nationalpark Harz
4.1 Das Gebiet – Allgemeine Informationen
4.2 Das touristische Angebot und die touristische Nachfrage
4.2.1 Unterkünfte
4.2.2 Sport und Gesundheit
4.2.3 Kultur und Regionales
4.2.4 Mobilität
4.2.5 Einrichtungen
4.3 Die Nationalparkverwaltung
4.3.1 Allgemeine Informationen
4.3.2 Der Nationalparkplan
4.3.3 Zonierung
4.3.4 Die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten
5 Nationalpark Sächsische Schweiz
5.1 Das Gebiet – Allgemeine Informationen
5.2 Das touristische Angebot – Die touristische Nachfrage
5.2.1 Unterkünfte
5.2.2 Sport und Gesundheit
5.2.3 Kultur und Regionales
5.2.4 Mobilität
5.2.5 Einrichtungen
5.3 Die Nationalparkverwaltung
5.3.1 Sitz und Aufgabe
5.3.2 Das Nationalparkprogramm
5.3.3 Zonierung
6 Analyse und Auswertung
6.1 Nationalparktourismus
6.2 Konfliktfeld Naturschutz – Erholungsnutzung
6.2.1 Schäden durch die Nationalparktouristen
6.2.2 Besucherlenkung
6.2.3 Besuchermonitoring
6.2.4 Konfliktbeispiele der Untersuchungsgebiete
6.3 Akzeptanz von Großschutzgebieten
6.4 Die regionalwirtschaftliche Bedeutung
7 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist ein qualitativer Vergleich der touristischen Struktur der drei ältesten deutschen Mittelgebirgs-Nationalparke (Bayerischer Wald, Harz, Sächsische Schweiz), um den Nutzungskonflikt zwischen Naturschutz und Erholungsnutzung sowie die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Gebiete aufzuzeigen.
- Vergleich der touristischen Strukturen und Nachfragetypen in ausgewählten Nationalparkregionen.
- Analyse des Spannungsfeldes zwischen Naturschutz-Management und Erholungsnutzung durch Besucher.
- Untersuchung von Instrumenten der Besucherlenkung und Umweltbildung.
- Bewertung der regionalwirtschaftlichen Bedeutung und Wertschöpfung durch den Nationalparktourismus.
- Identifikation von Akzeptanzproblemen bei der lokalen Bevölkerung und deren Ursachen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
"Nationalparke befinden sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand oder sind geeignet, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet" (§ 24 BnatSchG).
Laut diesem Paragraphen des Bundesnaturschutzgesetzes sind deutsche Nationalparke gesetzlich zu einem intensiven Naturschutz verpflichtet. 75% der Fläche eines Nationalparks sollen nach den internationalen Richtlinien der „International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources“ (IUCN), dem so genannten Prozessschutz unterliegen, das heißt, dass in dem entsprechenden Teil des Gebietes die Natur nach dem Motto „Natur, Natur sein lassen“, sich selbst überlassen werden soll. Ebenso fordern die Richtlinien der IUCN die Erholungsnutzung als ein weiteres primäres Management-Ziel eines Nationalparks. In der Tat haben die Nationalparke durch die intakte Natur, die umfangreiche Flora und Fauna sowie die sagenhaften Landschaftsbilder ein hohes touristisches Potential.
Die durch den Tourismus entstehenden Schäden an der Natur, wie z.B. Trittschäden oder akustische sowie optische Störungen der Tierwelt stehen jedoch im extremen Gegensatz zu den eigentlichen Naturschutz-Zielen eines Nationalparks, was nicht selten zu starken Nutzungskonflikten führen kann. Besonders Hauptanziehungspunkte wie der Brocken im Harz, der Lusen und der Rachel im Bayerischen Wald oder der Große Winterberg in der Sächsischen Schweiz, werden sehr stark von Besuchern frequentiert. Über 5000 Touristen besuchen an schönen Tagen den Brocken. Wenn solche massiven Besucherströme auch eine deutliche Problematik bezüglich des Naturschutzes aufweisen, so spielt der durch den Tourismus entstandene finanzielle Nutzen sowie das damit verbundene Interesse an der Region doch eine bedeutende Rolle. Nationalparke können die Natur erlebbar machen und besonders hier wird durch die Natur- und Naturinszenierungen der Bildungsauftrag der Gesellschaft nach Umweltbildung in hohem Maße erfüllt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit vor, welche einen qualitativen Vergleich der drei ältesten deutschen Mittelgebirgs-Nationalparke umfasst.
2 Allgemeine Grundlagen zu Großschutzgebieten: Das Kapitel vermittelt die Entstehungsgeschichte der Nationalpark-Idee und deren Entwicklung hin zur heutigen Schutzgebietskonzeption in Deutschland.
3 Nationalpark Bayerischer Wald: Das Kapitel beschreibt das touristische Angebot, die Verwaltung und die zonale Gliederung des ersten deutschen Nationalparks.
4 Nationalpark Harz: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten, touristischen Angebote, das Management und die Zertifizierungen des Nationalparks Harz.
5 Nationalpark Sächsische Schweiz: Hier werden die landschaftlichen Voraussetzungen, die touristische Erschließung und das spezielle Management des Nationalparks Sächsische Schweiz analysiert.
6 Analyse und Auswertung: Dieser Hauptteil vergleicht die Konfliktfelder zwischen Tourismus und Naturschutz, bewertet Instrumente der Besucherlenkung und untersucht die Akzeptanz sowie die wirtschaftliche Bedeutung in den Regionen.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit einer partizipativen Zusammenarbeit aller lokalen Akteure für eine nachhaltige Entwicklung.
Schlüsselwörter
Nationalpark, Tourismus, Naturschutz, Erholungsnutzung, Besucherlenkung, Bayerischer Wald, Harz, Sächsische Schweiz, regionalwirtschaftliche Bedeutung, Prozessschutz, Akzeptanz, Umweltbildung, Zonierung, nachhaltige Entwicklung, Schutzgebiet.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Nationalparktourismus in deutschen Mittelgebirgen und untersucht das Spannungsfeld zwischen der Schutzfunktion von Naturräumen und deren Nutzung durch den Tourismus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Naturschutz, die touristische Nachfrage, die Arbeit der Nationalparkverwaltungen, Methoden der Besucherlenkung und die Akzeptanz bei der lokalen Bevölkerung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein qualitativer Vergleich der touristischen Strukturen der drei ältesten deutschen Mittelgebirgs-Nationalparke (Bayerischer Wald, Harz, Sächsische Schweiz) und die Analyse ihrer regionalwirtschaftlichen Bedeutung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews mit Vertretern von Tourismusverbänden und Nationalparkverwaltungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die konkreten touristischen Angebote der untersuchten Gebiete, das Management der Verwaltungen, die Konflikte zwischen Naturschutz und Tourismus sowie die ökonomischen Auswirkungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Nationalpark, Prozessschutz, Besucherlenkung, Konfliktmanagement, Wertschöpfung, Akzeptanz und nachhaltige Regionalentwicklung.
Wie unterscheidet sich die Zonierung zwischen den Nationalparken?
Die Zonierung variiert je nach Nationalpark und wird individuell im jeweiligen Nationalparkplan festgelegt, wobei überall eine Kernzone mit strengem Prozessschutz existiert.
Warum gibt es Konflikte bei der Ausweisung von Nationalparken?
Konflikte entstehen oft durch die Einschränkung traditioneller Nutzungen, Ängste der Bevölkerung vor Freiheitseinschränkungen und die unterschiedliche Bewertung von Naturereignissen wie Borkenkäferbefall.
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- Dennis Brüning (Author), 2008, Nationalparktourismus im deutschen Mittelgebirge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189758