Radical reformission. Das Verhältnis von Kultur und Evangelium nach Mark Driscoll


Hausarbeit, 2010
17 Seiten, Note: 1,25

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Inhalt

1 Einleitung

2 Mark Driscoll
2.1 Eckdaten
2.2 Charakter / Hintergrund
2.3 Theologische Einflüsse

3 Kultur
3.1 Kulturen identifizieren und charakterisieren
3.1.1 Kultur als Haus in dem wir wohnen
3.1.2 Jede Gemeinde befindet sich in einem kulturellen Kontext
3.2 Mögliche Einstellungen zu Kultur und kulturellen Veränderungen
3.2.1 Skepsis und Angriffe gegen die Kultur
3.2.2 Sich von der Kultur vereinnahmen lassen
3.3 Kulturen begegnen
3.3.1 Paulus auf dem Areopag als Beispiel für kultursensible Verkündigung
3.3.2 Reformission
3.3.3 Forschungsmethoden

4 Evangelium
4.1 Emerging Church
4.2 Postmoderne
4.3 Fundamentalismus
4.4 Mark Driscolls Rolle in der amerikanischen Theologielandschaft

5 Verhältnisbestimmung

6 Transfer
6.1 Kulturelle Unterschiede
6.2 Mögliche Konsequenzen für den Gemeindeaufbau
6.2.1 Zielgerichteter Gemeindeaufbau
6.2.2 Verstärkte Ausrichtung an Unerreichten
6.2.3 Profilgemeinden mit klarer Zielgruppe

7 Literatur

1 Einleitung

Die Gesellschaft verändert sich. Das Christentum und die Aufklärung, welche in den letzten Jahrhunderten für eine weitgehend homogene Werteordnung gesorgt haben, treten zunehmend in den Hintergrund und werden durch ein wesentlich pluralistischeres Weltbild ersetzt, welches keine eindeutigen Wahrheiten mehr kennt.

Die Emerging Church Bewegung versucht neue Gemeindeformen zu entwickeln, die den veränderten Umständen gerecht werden. Sie versucht Antworten auf Fragen zu finden, die vor einem Jahrhundert noch gar nicht gestellt wurden. Diese Bewegung ist alles andere als homogen. Es gibt liberale Richtungen, welche die Gottheit Jesu in Frage stellen oder Jesus mit anderen religiösen Führern gleichsetzen. Für sie ist die Bibel eine religiöse Quelle von Weisheit wie Schriften aus anderen Religionen auch. Es gibt aber andere Richtungen der Emerging Church, welche theologisch wesentlich konservativer sind. Mark Driscoll ist einer dieser Theologen.

Mark Driscoll will, wie andere Emerging Church Theologen auch,den Veränderungen der zunehmend postmodernen Gesellschaft begegnen. Im Unterschied zu vielen anderen stellt er dabei die Gottheit Jesu nicht in Frage und bleibt theologisch orthodox. Dennoch unterscheiden sich seine Methoden, Gemeinde zu bauen signifikant von den meistenMethoden bestehender Gemeinden in den USA. Er nimmt sich wesentlich mehr Zeit, die Kultur, von der er umgeben ist, kennen zu lernen und ihre das Evangelium so vorzuleben und zu sagen, dass sie es annehmen kann. Dazu ist er ein sehr begabter Leiter und gründete 1996 in Seattle die „Mars Hill Church“, welche inzwischen im Großraum Seattle über 8.000 Gottesdienstbesucher vorzuweisen hat. Dies ist besonders beeindruckend, weil Seattle als Stadt gilt, die neben San Franzisco als „unerreichte“ Stadt in den Vereinigten Staaten gilt. Vgl. (Hansen 2008:137).

Diese Ausarbeitung gibt einen kurzen biographischen Abriss zur Person Mark Driscolls und beschreibt seine Gedanken zur Erforschung von Kultur in einer postmodernen Gesellschaft. Anschließend folgt eine Abhandlung über verschiedene hermeneutische Grundströmungen, welche in den USA aktuell diskutiert werden. Abschließend erfolgen einige Transferversuche, in dem mögliche Konsequenzen für den Gemeindebau vorgeschlagen werden.

2 Mark Driscoll

2.1 Eckdaten

Mark Driscoll wurde 1970 geboren und wuchs in Seattle, Washington auf. Er wurde katholisch erzogen, begann aber erst auf dem College in der Bibel zu lesen und wurde im Laufe seines Studiums Christ. Vgl. (Hansen 2007). Er ging 1989 zur Washington State University, an der er einen Bachelor in Rhetorik erwarb.

Im Jahr 1996 gründete er Mars Hill Church. Die Gemeinde wuchs von einer kleinen Hauskirche zu einer großen Gemeinde mit mehreren Treffpunkten im Großraum Seattle mit inzwischen über 8000 Gottesdienstbesuchern. Vgl. (Driscoll 2009a:54-55). Mark Driscoll ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins “Acts 29 Church Planting Network”, welcher innerhalb und außerhalb der USA Gemeinden gründet. Vgl. (:54-55).Des Weiteren gründete er “Resurgence”, eine Organisation welche Konferenzen für theologische Fortbildungen für Pastoren undGemeindegründer anbietet. Die Webseite theresurgence.com ist inzwischen eine wichtige Nachrichtenquelle für die missionale Bewegung, die Emerging Church und reformierten Gemeinschaften. Vgl. (54-55).

Mark Driscoll verfasste viele Bücher zum Thema Gemeindebau in der Postmodernen Welt. Unter ihnen Vintage Jesus (Driscoll & Breshears 2009), The Radical Reformission: Reaching Out WithoutSelling Out (Driscoll 2004), sowie Vintage Church (Driscoll & Breshears 2009), welche alle Grundlage für diese Ausarbeitung sind.

Seit kurzem hat er einen Master in Exegese vom Western Seminary. Vgl.(Hansen 2007). Mark Driscoll ist verheiratetet und hat fünf Kinder. Vgl. (Driscoll 2009a:54-55).

2.2 Charakter / Hintergrund

Mark Driscoll ist kein gewöhnlicher Pastor oder Theologe. Er wuchs in einer schwierigen Gegend in Seattle direkt hinter einem Bordell auf. Vgl. (Hansen 2008:138). Dennoch zeichnete sich bereits zu seiner Schulzeit ab, dass er großes Leitungspotential hat: Er wurde zum Schulsprecher gewählt und erhielt zum Schulabschluss den Titel „mostlikelytosucceed“ (deutsch: Schüler mit der höchsten Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein). Vgl. (Hansen 2008:138). Mark Driscoll hat einen relativ rebellischen Charakter. Obwohl er in vielen Themen dem amerikanisch-evangelikalen Lager zugeordnet werden kann, ignoriert er auch viele evangelikale Sitten. Durch seinen direkten Predigtstil und manchmal vulgäre Wortwahl erwarb er in der evangelikalen Welt den inoffiziellen Titel „cussingpastor“ (deutsch: fluchender Pastor). Vgl. (Hansen 2007). Er scheut sich nicht extreme Positionen zu vertreten um zu provozieren.

2.3 Theologische Einflüsse

Mark Driscoll wuchs in einem gemäßigt katholischen Elternhaus auf. Seine Mutter kam nach einiger Zeit in Kontakt mit dem katholischen Zweig der charismatischen Bewegung und drang so zu einem lebendigeren Glauben durch. Obwohl die Familie die katholische Kirche aufgrund von Streitigkeiten verließ, blieb ihr die charismatische Prägung bis heute erhalten. Vgl. (Warnock 2010). So vertritt Mark Driscoll heute beispielsweise die Meinung, dass Prophetie und Zungengebet heute noch praktiziert werden kann. Er bezeichnet sich als „Charismatiker mit Sicherheitsgurt“. Vgl. (Driscoll 2006b).

Obwohl Mark Driscoll fast immer im Zusammenhang mit der Emerging Church erwähnt wird, sind die Theologen, die er für sich selbst als prägend bezeichnet, überraschend konservativ. So sagt er: „Ich schätze John Calvin für seine biblische Lehre, Charles Spurgeon für seine Evangeliums-Verkündigung, Martin Luther für seine Erkenntnis in Sachen Glauben und Gnade, sowie Billy Graham für sein Lebenszeugnis.” Vgl. (Bailey 2006). Auf Evangelikaler Seite nennt er als Vorbild John Stott, Francis Schaeffer, J.I. Packer, sowie John Piper. Vgl. (Hansen 2007). Driscoll verortet sich selbst “zuerst als christlich, zweitens als evangelikal, drittens als missional und viertens als reformiert”.(Driscoll 2010). Im Laufe der Ausarbeitung wird sich noch zeigen, wie schwierig es ist, Mark Driscoll theologisch letztlich einer bestimmten Richtung zuzuordnen.

3 Kultur

3.1 Kulturen identifizieren und charakterisieren

Mark Driscolls „Mars Hill Church“ist eine Gemeinde, die sich von anderen Gemeinden in der Stadt unterscheidet: Die Musik in den Gottesdiensten(welche oft von Gemeindemitgliedern selbst geschrieben wird) hat einen bestimmten Rockstil. Die Themenwahl der Predigten orientiert sich nicht an einer Perikope, sondern wird zum Teil von der Gemeinde per SMS ausgewählt[1]. Die Predigten haben eine direkte Sprache und sind mit Geschichten und Witzen angereichert, die für viele amerikanische Christen zu salopp sind, bei der Zielgruppe aber sehr gut ankommen. Der Charakter der Gemeinde ist kein Produkt des Zufalls. Mark Driscoll hat sich darauf spezialisiert, die alternative Szene in Seattle zu erreichen und seine Gemeinde konsequent für diese Gruppe ausgelegt..

In seiner Literatur beschreibt Mark Driscoll ausführlich, wie Kulturen in der Vergangenheit identifiziert wurden, und wie sie seiner Ansicht nach heute identifiziert werden sollten: Besonders in Amerika wurde versucht Gemeinden zu bauen, die einer bestimmten Generation entsprachen. Entweder zielte die eine Gemeinde auf die Generation, die den zweiten Weltkrieg aus erster Hand miterlebt hatte, oder der darauf folgenden Generation, den sogenannten „Baby boomern“ oder der Hippie Generation. Jede dieser Generationen verband mehr oder weniger ein gemeinsames Schicksal. (2. Weltkrieg, Aufbau des Landes, Studentenunruhen etc.). In den 90er Jahren etablierte sich in der Gemeindebauszene ein weiterer Begriff, die sogenannte „Generation X“. Sie bekam diesen Namen, weil sie so schwer einzugrenzen war. Das „X“ wurde als Variable der Beliebigkeit gesehen. Diese „Generation X“ teilte nur weniger einschneidende Erlebnisse und spaltete sich zunehmend in verschiedene Untergruppen auf, die keine homogene Weltanschauung vertraten. Unter anderem daraus entstand die „Emerging Church“ Diskussion in den USA, die heute viel Beachtung bekommt.

Während in früheren Jahren die Bevölkerungsgruppen durch ihr Geburtsdatum und ihr Einkommen als Generationen und Klassen kategorisiert werden konnten, gestaltet sich heute nach Mark Driscoll eine viel breiter aufgefächerte Vielfalt an Bevölkerungsgruppen. Diese zu erfassen benötigt einen mehrdimensionalen Zugang. Vgl. (Driscoll 2004:94):

Eine Dimension ist die Einteilung in verschiedene „Stämme“.

1. „Gedanken- und Wertestämme“: Gruppen, die durch eine bestimmte Weltanschauung oder ein Wertegerüst miteinander verbunden sind. Während dies laut Driscoll definitiv eine mögliche Einteilung ist, darf sie nicht überbewertet werden. Menschen seien oft sehr widersprüchlich in ihren Äußerungen. „Werte“ sind oft nicht viel mehr als „Ideale“, die in der Theorie zwar befürwortet werden, aber nicht immer zu entsprechendem Verhalten führen. (:94). So empfinden beispielsweise viele Amerikaner in Seattle den Umweltschutz als wichtiges Unterfangen, ändern ihr Verhalten aber nur so wenig, dass sie immer noch den doppelten Energieverbrauch wie ein Europäer haben.

2. „Erfahrungsstämme“: Eine Gruppe, die durch gemeinsame Erfahrungen verbunden ist, beispielsweise den 11. September 2001.

Des weiteren teilt Mark Driscoll Bevölkerungsgruppen auch nach ihrem Komplexitätsgrad ihrer kulturellen Gepflogenheiten ein:

1. „Hochkultur“: Braucht oft ein gewisses Vorwissen um angemessen honoriert zu werden, beispielsweise eine Oper, klassische Musik oder Ballett.
2. „Volkskultur“: Entsteht aus einer bestimmten Menschengruppe und ist nicht global verbreitet, beispielsweise das Lieblingsrezept der Familie, welches Zuhause von der Mutter zubereitet wird.
3. „Popkultur“: Ist eine sehr wechselhafte Massenware. schnell und unverbindlich, beispielsweise aktuelle Modetrends oder kurzzeitig populäre Bands.

Während Hoch-, Volks-, und Popkultur nur eine relativ grobe Einteilung zulassen, beobachtet Mark Driscoll, dass sich die großen gesellschaftlichen Gruppen zunehmend auflösen und in Kleinstgruppen „atomatisiert“ werden. Die einfache Kommunikation über das Internet ermöglicht es beispielsweise Menschen mit unterschiedlichsten musikalische Präferenzen, Kleidungsstil, hoch spezialisierten Hobbies zu Gemeinschaften zusammen zu schließen, die sich sonst nie getroffen hätten. Durch dieses „Treffen von Gleichgesinnten“ entstehen Identifikationsmöglichkeiten die vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen wären.So bemerken beispielsweise auch die Volksparteien in Deutschland , dass die großen homogenen Wählergruppen zunehmend in unterschiedliche Kleinstgruppen zerfallen, die sich nicht mit den Schlagwörtern „konservativ“ oder „sozial“ zusammenfassen lassen

3.1.1 Kultur als Haus in dem wir wohnen

Jeder Mensch ist Teil einer bestimmten oder mehreren Kulturen. Er nimmt die Gewohnheiten und Werte dieser Kultur auf. Dies geschieht meistens völlig unterbewusst. Trotzdem neigt ein Mensch dazu seine Kultur als „die richtige“ oder zumindest als „die bessere“ anzusehen. Mark Driscoll ist wichtig, dass Kultur an sich etwas Neutrales ist, das nicht zu allererst bewertet, sondern verstanden werden sollte. Übereilte Kritik an einer Kultur oder Lebensweise wirkt nicht einladend, sondern wird vielmehr als nicht provozierter Akt der Aggression verstanden. Kultur ist für Driscoll wie ein „Haus“ in dem Menschen wohnen. Diese „Haus“ zu kritisieren, („Steine darauf zu werfen“) ist den Kern ihrer Identität anzugreifen. Vgl. (Hansen 2007).

3.1.2 Jede Gemeinde befindet sich in einem kulturellen Kontext

Menschen schließen sich völlig natürlich Menschen an, die ihrem kulturellen Kontext entsprechen. So hat jede Gemeinde ein eigenes Profil, welches bestimmte Gruppen mehr anspricht als andere. Dies trifft besonders auf Gemeinden in den USA zu. Es ist nicht unüblich für eine Stadt von 100.000 Einwohnern über 50 verschiedene Gemeinden unterschiedlicher Denominationen zu haben.

In Deutschland ist die Vielfalt der Denominationen mit ihren unterschiedlichen Stilen Gemeinde zu bauen und Gottesdienst zu feiern weit weniger verbreitet. Die katholische und evangelische Kirche sind mit ihrer Messe bzw. ihren Gottesdiensten weit weniger variabel. Daher macht sich auch zunehmend bemerkbar, dass nur bestimmte Menschengruppen durch die Gottesdienste angesprochen werden. So hat die Sinus Milieu Studie[2] festgestellt, dass von der katholischen Kirche maximal drei der elf in Deutschland vorhandenen Milieus erreicht werden. Vgl. (Erzbistum Köln 2009).

Mark Driscoll sagt, dass sich jede Gemeinde in einem Kulturkontext befindet. Jede Gemeinde sollte sich fragen, in welchem kulturellen Kontext sie tätig ist und aus welcher Zeit dieser stammt. Die Aufgabe der Gemeinden ist es ,das Evangelium in verschiedene spezifische Kulturkontexte zu übertragen. Dabei kann sie niemals alle Kulturen gleichzeitig erreichen. In ihrem Versuch spezifische Kulturkontexte zu erreichen, sollte sie niemals die Botschaft des Evangeliums verändern, um sie für die konkrete Gruppe „relevant“ zu machen, sondern die Relevanz des Evangeliums in der jeweiligen Kultur zu zeigen. Vgl. (Driscoll & Breshears 2009:228).

[...]


[1] Die Gemeindeglieder waren aufgerufen beliebige Fragen, die sie interessierten per SMS zu stellen. Die neun populärsten Fragen wurden in einer Predigtreihe thematisiert und später sogar als Buch veröffentlicht. Vgl. (Driscoll 2009b). Die Themen umfassten Empfängnisverhütung, Humor, Prädestination, Gnade, Sexuelle Sünde, Glaube und Werke, Dating, die Emerging Church und richtige Anbetung.

[2] Die Sinus Mileu Studie versucht die deutsche Bevölkerung grob umrissenen Milieus zuzuordnen. Vgl. (Sinus Sociovision GmbH 2005).

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Radical reformission. Das Verhältnis von Kultur und Evangelium nach Mark Driscoll
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
1,25
Autor
Jahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V190336
ISBN (Buch)
9783668104839
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Evangelium, Kultur, Inkulturation, Marc Driscoll, Emerging Church, Postmoderne, Gemeindeaufbau, Zielgruppe
Arbeit zitieren
Cornelius Lipponer (Autor), 2010, Radical reformission. Das Verhältnis von Kultur und Evangelium nach Mark Driscoll, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190336

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