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Platons Ideenlehre - erläutert anhand der drei zentralen Gleichnisse der Politeia

Titel: Platons Ideenlehre - erläutert anhand der drei zentralen Gleichnisse der Politeia

Hausarbeit , 2003 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tina Seifert (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„IDEE: jeder Begriff = I. ist eine Eins gegenüber vielen Einzeldingen ..., Leben ohne
I.n = Traum ..., Leben mit I.n = Wachen ..., über der Gerechtigkeit und Besonnenheit gibt es
noch etwas Höheres ..., die I.n des Guten = der höchste Lebensgegenstand ..., Einzeldinge
sind nur brauchbar, wenn sie sich der I. bedienen ..., für jedes Ding eine I. angenommen ..., I.n
sind nur denkbar, nicht sehbar ..., I.n = Objekte im Teil des Erkennbaren ...“1
Die Erläuterung der Idee aus dem Anhang in Platons bedeutendem Werk, der Politeia, soll als
Grundgerüst der folgenden Arbeit dienen. Es sollen diese angerissenen Aspekte der Ideen
ausführlicher betrachtet werden und weiterhin sollen die darauf aufbauenden Fragen
beantwortet werden: Was sind Ideen? / Was ist der „Traum“? / Was ist das „Wachen“? / Was
ist der höchste „Lebensgegenstand“? / Was ist das „Denkbare“? / Was das „Sehbare“? /
Was ist die „Erkenntnis“?
Im Grunde also widmen sich all diese Fragen einem Kern: Was ist die Ideenlehre Platons und
wie stellt sie sich dar?
In der Politeia greift Platon die Ideenlehre, wie auch in vielen anderen seiner Werke, auf in
den drei zentralen und gleichermaßen berühmten Gleichnissen: dem Höhlengleichnis, dem
Sonnengleichnis und dem Liniengleichnis. Wie Platon diese gebrauchte, nämlich im Sinne der
Veranschaulichung der Ideenlehre, so sollen diese sie auch hier gebraucht werden und im
Anschluss an die theoretische Betrachtung der Ideenlehre zunächst beschrieben werden, um
dann ihre Aussagen bezüglich der Lehre herauszustellen. Ziel der Arbeit soll es also sein,
Platons Ideenlehre in ihren Ansätzen zu erklären und zu veranschaulichen.

1 Platon, Politeia, Hrsg. Reclam, Stuttgart, 2000, Anhang, Namen– und Sachregister, S.666.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Wesen der Ideenlehre

2.1 Grundzüge der Ideen

2.2 Die Klassen der Ideen

2.3 Die zwei Welten

2.3.1 Ideenwelt und Sinneswelt

2.3.2 Meinen und Wissen

2.4 Begründung der Ideenlehre

2.5 Erkenntnis – Philosophen

3. Das Höhlengleichnis

3.1 Beschreibung des Höhlengleichnisses

3.2 Bedeutung des Höhlengleichnisses

3.3 Bedeutung für den Staat

4. Das Sonnengleichnis

4.1 Beschreibung des Sonnengleichnisses

4.2 Bedeutung des Sonnengleichnisses

5. Das Liniengleichnis

5.1 Beschreibung des Liniengleichnisses

5.2 Bedeutung des Liniengleichnisses

6. Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Platons Ideenlehre, wie sie in der Politeia dargelegt wird, systematisch zu erklären und anhand der drei zentralen Gleichnisse (Höhlen-, Sonnen- und Liniengleichnis) zu veranschaulichen. Dabei soll geklärt werden, wie Platon die Erkenntnis von der bloßen Sinneswahrnehmung abgrenzt und welche Rolle die Ideen als urbildhafte Ursachen der Erfahrungswelt spielen.

  • Grundlagen und Wesen der platonischen Ideenlehre
  • Die epistemologische Unterscheidung zwischen Meinen und Wissen
  • Analyse des Höhlengleichnisses als Darstellung des Erkenntnisaufstiegs
  • Die Funktion der Idee des Guten im Sonnengleichnis
  • Die methodische Systematik des Liniengleichnisses

Auszug aus dem Buch

3.1 Beschreibung des Höhlengleichnisses

„Stell dir die Menschen vor in einem unterirdischen, höhlenartigen Raum, der gegen das Licht einen weiten Ausgang hat über die ganze Höhlebreite; in dieser Höhle leben sie von Kindheit, gefesselt an Schenkeln und Nacken, so dass sie dort bleiben müssen und nur gegen vorwärts schauen, den Kopf aber wegen der Fesseln nicht herumdrehen können;“(514a) So leitet Platon im siebenten Buch der Politeia das Höhlengleichnis ein. Er beschreibt weiterhin, dass „von oben her, hinter ihrem Rücken das Licht eines Feuers“ scheint, wobei zwischen Menschen und Feuer „ein Weg in der Höhe“ lang führt, auf dem andere an einer Wand „mannigfaltige Geräte“ (514b) vorbeitragen. Dabei halten es die Vorbeitragenden so, dass sie „teils sprechen, teils schweigen.“ (515a)

Was nun die Gefesselten alleinig sehen können, sind nicht die Geräte, sondern lediglich die Schatten derer, wobei sie sich darüber nicht bewußt sind. Das heißt, „Wenn sie sich untereinander unterhalten könnten, da würden sie wohl glauben, die wahren Dinge zu benennen, wenn sie von den Schatten sprechen, die sie sehen.“ (515b)

Nun wird im Gleichnis einer der Gefesselten von seiner Qual befreit und gezwungen in das wahre Licht, die Sonne zu sehen. Dabei „würden ihn seine Augen schmerzen und fluchtartig würde er sich dem zuwenden, was er anzublicken vermag“(515e) Jener solle dann aber weggezogen werden von der Höhle und solange lernen mit seinen Augen zu sehen, bis er sogar „die Sonne, nicht ihr Abbild ... erkennen [kann].“(516b) Nachdem er dann die Fähigkeit zu sehen erlangt hat aber, würde er wieder hinabgeschickt, so dass er dort von den „Unwissenden“ „ausgelacht ... und bespöttelt“(517a) wird und sie ihn sogar töten würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Ideenlehre und Definition der zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Das Wesen der Ideenlehre: Untersuchung der platonischen Unterscheidung zwischen Ideen und vergänglichen Dingen sowie Einteilung der Ideen in verschiedene Klassen.

3. Das Höhlengleichnis: Darstellung und philosophische Interpretation des Höhlengleichnisses als Aufstieg zur Erkenntnis und seine Bedeutung für die Staatsführung.

4. Das Sonnengleichnis: Analyse des Sonnengleichnisses zur Klärung der Idee des Guten als Ursache für Erkenntnis und Sein.

5. Das Liniengleichnis: Erläuterung der systematischen Einteilung des Seienden und der entsprechenden Erkenntnisvermögen anhand des Liniengleichnisses.

6. Abschließende Bemerkung: Reflexion über die Relevanz und die existenzielle Tragweite der Ideenlehre.

Schlüsselwörter

Platon, Ideenlehre, Politeia, Höhlengleichnis, Sonnengleichnis, Liniengleichnis, Erkenntnistheorie, Ontologie, Idee des Guten, Wahrheit, Philosophie, Sinneswahrnehmung, Dialektik, Erkenntnis, Ideenwelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit erläutert Platons Ideenlehre, wie sie in seinem Hauptwerk „Politeia“ entwickelt wird, und analysiert die drei berühmten Gleichnisse, die zur Veranschaulichung dieser Lehre dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen Ideenwelt und Sinneswelt, die Theorie des Erkenntnisaufstiegs, die Funktion der „Idee des Guten“ sowie die politische Dimension der Philosophie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Platons Ideenlehre in ihren Ansätzen verständlich zu erklären und zu verdeutlichen, wie die Gleichnisse zur theoretischen Untermauerung und Veranschaulichung der Ideen dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primärquellen (Platon) und deren Einordnung durch philosophische Fachliteratur (u.a. Gottfried Martin, Karl Bormann).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Grundlegung der Ideenlehre und analysiert im Anschluss daran detailliert das Höhlen-, Sonnen- und Liniengleichnis hinsichtlich ihrer deskriptiven und philosophischen Bedeutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ideenlehre, Höhlengleichnis, Erkenntnistheorie, Ontologie und die Rolle des Philosophen im Staat charakterisiert.

Was symbolisieren die Schatten in der Höhle?

Die Schatten stehen für die wahrnehmbare Welt der Sinneserfahrung, die für den „ungebildeten“ Menschen fälschlicherweise als alleinige Realität gilt.

Warum ist das Höhlengleichnis für den Staat wichtig?

Weil es die Forderung begründet, dass nur Philosophen, die die Wahrheit der Ideen geschaut haben, befähigt sind, den Staat gerecht zu führen, und daher aus ihrem Erkenntnisstand wieder in die „Höhle“ der Gesellschaft hinabsteigen müssen.

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Details

Titel
Platons Ideenlehre - erläutert anhand der drei zentralen Gleichnisse der Politeia
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Gerechtikkeit und Politik. Platons politische Philosophie
Note
1,3
Autor
Tina Seifert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
21
Katalognummer
V19053
ISBN (eBook)
9783638232692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Platons Ideenlehre Gleichnisse Politeia Gerechtikkeit Politik Platons Philosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Seifert (Autor:in), 2003, Platons Ideenlehre - erläutert anhand der drei zentralen Gleichnisse der Politeia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19053
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