Thomas Becket als Primas der englischen Landeskirche


Seminararbeit, 2008
22 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Der Verlauf des Konflikts
2.1 Die Wahl Thomas Beckets
2.2 Erste Differenzen
2.3 Die Synode von Westminster
2.4 Der Hoftag zu Clarendon
2.5 Das Gericht zu Northampton

3. Fazit

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

1.: Einleitung

Die Geschehnisse um den englischen Kanzler Thomas Becket, der im Jahre 1162 zum Primas der englischen Landeskirche gewählt wurde, finden seit jeher vor allem in der Literatur großen Widerhall. Besonders dem Streit zwischen Becket und seinem englischen König Heinrich II. und der Ermordung Beckets durch 4 englische Ritter aus dem Gefolge Heinrichs in der Kathedrale von Canterbury am 29. Dezember des Jahres 1170 wird hierbei auf Grund der Brisanz eine große Bedeutung beigemessen.

Der Autor Ken Follett greift sowohl den Machtkampf zwischen regnum und sacerdotium als auch die anschließende Ermordung in einer Rahmenhandlung seines 1989 erschienen und äußerst erfolgreichen Romans The Pillars of the Earth[1] auf.

Dass der am 21. Februar 1173 kanonisierte Becket als Heiliger und Märtyrer zudem eine wichtige Figur im christlichen Glauben darstellt, beweist der Status Canterburys als Ausgangspunkt einer der wichtigsten Pilgerwege der Christenheit. Die Rolle Canterburys als Pilgerstätte findet sich beispielsweise bereits in den zwischen 1390-1400 v. Chr. erschienenen Canterbury Tales[2]. Diese Sammlung von Erzählungen, verfasst vom englischen Autor Geoffrey Chaucer, gilt als wichtigstes Werk der mittlenglischen Literatur. Dies trug sicherlich seinen Teil dazu bei, die Geschehnisse in Canterbury nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auch in Fachkreisen wurde und wird das Thema Becket unter Beachtung verschiedener Aspekte untersucht und diskutiert. Dies ist sicher neben der Beispielhaftigkeit des Konfliktes zwischen Becket und Heinrich für den umfassenderen Machtkampf zwischen Kirche und weltlicher Macht auch mit der außergewöhnlich umfangreichen Quellenlage zu erklären.

Hier sind natürlich in erster Linie die zahlreichen Hagiographien[3] zu nennen, die die Entwicklungen um Becket beschreiben, auf Grund ihrer möglichen ideologischen Tendenz aber auch eine ausführliche Untersuchung bedürfen. Von den Hagiographien gelten jene Wilhelm FitzStephens[4] und Herbert von Boshams[5] generell als die authentischsten und verlässlichsten, da beide Becket zeitweise begleitet haben und so beim Verfassen ihrer

Schriften auf Informationen aus erster Hand zurückgreifen konnten[6]. Neben diesem Quellentypus sind außerdem noch die Briefe zu nennen, welche von Anne Duggan im Jahre 2000 in ihrem Werk The Correspondence of Thomas Lecket, Archbishop of Canterbury[7] in umfangreicher Form ediert wurden. Duggans Edition enhält neben den Briefen des Primas auch zahlreiche Schreiben seiner Ratgeber, seines Königs, des Papstes und verschiedener Gegner wie zum Beispiel Gilbert Foliots.

Abgesehen von diesen und anderen Quellen stützt sich die vorliegende Arbeit hauptsächlich auf die umfangreiche Menge an englischer Fachliteratur, unter der Frank Barlows Thomas Becket[8] von 1986 und Dom Adrian Knowles[9] Arbeit mit dem selben Titel aus dem Jahre 1971 besonders hervorgehoben werden müssen.

Auch in deutschen Fachkreisen wurden einige Abhandlungen über das Leben Thomas Beckets verfasst. So erschien 2002 das Werk Hanna Vollraths mit dem Titel Thomas Beckett, Höfling und Heiliger[10], dass zahlreiche neue Ansätze lieferte und daher ebenfalls als Grundlage dieser Hausarbeit dient. Im selben Jahr veröffentlichte Stefanie Jansen ihr hochgelobtes Buch Wo ist Thomas Becket? Der ermordete Heilige zwischen Erinnerung und Erzählung[11], in dem sie den Einfluss der Kanonisation Thomas Beckets auf die ihn behandelnden Hagiographien untersucht.

Mit Hilfe der großen Menge an Quellen und Fachliteratur wird in dieser Arbeit die Zeit zwischen der Wahl Beckets zum Erzbischof von Canterbury im Jahre 1162 und seiner Flucht nach Frankreich zwei Jahre später behandelt. In diesem Zusammenhang gilt es, die verschiedenen Theorien bezüglich der Begründung der Wahl eines weltlichen Potentaten zum geistlichen Oberhaupt Englands darzustellen und zu erläutern. Ebenso soll geklärt werden, ob die Quellen und die Literatur darüber Auskunft erteilen, ob gegen die Wahl Beckets zum Erzbischof Widerstand existierte, oder ob der neue Primas einvernehmlich und friedlich angenommen wurde. Welche Gründe könnte es weiterhin für Becket gegeben haben, mit der Wahl zum Primas auch sein Amt als englischer Kanzler aufzugeben? Und welche

Entwicklungen rechtfertigten es, dass der Londoner Bischof Gilbert Foliot, der allgemein als wichtigster innerkirchlicher Gegner Thomas Beckets gesehen wird, seinen Primas mit den Worten „semper fuit stultus et semper erit“[12] beleidigte? Auch bleibt generell zu ergründen, wie es zum Streit zwischen König und Erzbischof kam, wie dieser verlief und welche Streitparteien sich im Laufe des Streites bildeten.

2.: Der Verlauf des Konflikts 2.1: Die Wahl Thomas Beckets

Als am 18. April des Jahres 1161 der Erzbischof Theobald von Canterbury nach 23-jähriger Amtszeit starb, wurde ein Nachfolger für das höchste Amt innerhalb des englischen Klerus gesucht. Dieser wurde im nach einem Zeitraum von etwa einem Jahr[13] im englischen Kanzler und Archidiakon Canterburys, Thomas von London, gefunden.

Es stellt sich die Frage, warum ausgerechnet ein Kanzler zum höchsten Geistlichen der englischen Landeskirche gewählt wurde, obwohl es an starker Konkurrenz durch angeblich gelehrtere und geistlichere Kandidaten wie Gilbert Foliot[14], dem damaligen Bischof von Hereford, nicht mangelte?

Zunächst lässt sich die Wahl Beckets mit der Unterstützung des englischen Königs Heinrich II. für seinen Kanzler begründen. Heinrich benötigte für seine angestrebten Reformen einen kooperativen und vertrauenswürdigen Kandidaten an der Spitze der englischen Landeskirche[15]. Die Vertrautheit zwischen König und Kanzler[16] scheint ein weiterer Antrieb für die Unterstützung Beckets zu sein. Die meisten Biographen des Erzbischofs sehen später in erster Linie dessen Großmut und Treue als Anlass für seine Berufung[17]. Johannes von Salisbury, der ebenfalls zu den Hagiographen Beckets zählt, vermutet in diesen Zusammenhang, dass nicht klerikale, sondern politische Gründe hinter der Wahl des Londoners stehen[18]. Herbert von Bosham wirft dem König in seiner Vita im Nachhinein sogar vor, er habe bereits damals Absichten gegen die Kirche gehegt[19]. Darüber hinaus hatte sich Theobald, der ehemalige Erzbischof von Canterbury, kurz vor seinem Tod Thomas Becket als Nachfolger gewünscht[20]. Dies deutet darauf hin, dass der Kanzler in den Augen Theobalds scheinbar die nötigen geistlichen und verwalterischen Qualitäten gehabt haben muss. Zudem muss der Erzbischof der Überzeugung gewesen sein, dass Thomas stark genug sei um an der Spitze einer Landeskirche zu stehen.

Unterstützt durch die Intervention des Königs[21] wurde Thomas also 1162 durch die Mönche der Abtei zu Canterbury[22] und durch die Suffragane[23] zum Primas der englischen Kirche ernannt[24].

In Anbetracht der Tatsache, dass Beckets weltliche Vergangenheit unter Wählern und Standesgenossen bekannt war[25] drängt sich die Frage auf, ob es Widerstand gegen die Wahl gegeben hat. Ähnlich wie bei den Motiven für die Kandidatur und Wahl Beckets existieren auch hier verschiedene Meinungen und Zeugnisse. Während z.B. laut Appleby und Knowles lediglich Gilbert Foliot[26] lautstark gegen die Wahl des Kanzlers protestierte[27], vermutet Sarnowsky unter Berufung auf Herbert von Bosham, dass Becket gegen den anhaltenden Widerstand zahlreicher Bischöfe eingesetzt wurde[28]. Wo der Mönch und Becket-Biograph Roger von Pontigny von einem kurzzeitigen und schwachen Widerstand berichtet[29] schildert Edward Grim einen ungleich aggressiveren Protest, der unter den Mönchen noch nach der Wahl anhielt[30].

Überraschenderweise scheint Thomas selbst auch Widerstand gegen seine eigene Wahl geleistet zu haben[31], da er laut Johannes von Salisbury zur Annahme des Amtes überredet werden musste[32]. Dies und einen etwaigen Widerstand gegen seine Wahl streitet Thomas im Jahre 1166 in einem Brief an Bischof Gilbert von London jedoch unter anderem mit der Aussage ab, er habe keinen „protest of the kingdom, but rather its acclamation"[33] vernommen.

Ein weiterer Streitpunkt auf Grund unterschiedlicher Quellenaussagen bezieht sich auf den Aspekt einer Konversion Beckets, d.h. ob der weltliche Potentat sozusagen in das geistliche Amt ,hineingewachsen’ ist. Während Appleby keinen Beweis für eine Konversion Beckets vom weltlichen Potentaten zum frommen Geistlichen sieht[34] und Gilbert Foliot diesem Wandel misstraut[35], unterstreichen die zeitgenössischen Biographen ebenso wie Brooke, Knowles und Smalley einen solchen Wandel[36].

[...]


[1] Vgl. K. Follett, „The Pillars of the Earth“, London, 1989.

[2] Vgl. L.D. Benson (ed.), „The Riverside Chaucer. Third Edition“, Boston 1987.

[3] In D. Knowles, „Archbishop Thomas Becket: a character study“, in: The Historian and Character, Cambridge, 1963, S.98f; im Folgenden zitiert als D. Knowles, „Archbishop“: Erwähnung der 11 bekannten Hagiographen Johannes von Salisbury, Wilhelm von Canterbury, Benedikt von Petersborough, Alan von Tewkesbury, edward Grim, Wilhelm FitzStephen, Herbert von Bosham, Guernes von Pont S. Maxence, Anonym I (Roger von Pontigny), Anonym II und des anonymen Autors des „Icelandic Sap.“

[4] Vgl. W. FitzStephen, „Vita Sancti Thomae, Cantuariensis Archiepiscopis et Martyris“, S.57, in: J.C. Robertson & J.B. Sheppard, „Materials for the History of Thomas Becket, Archbishop of Canterbury“, London 1965, Band III; im Folgenden zitiert als FitzStephen.

[5] Vgl. H. v. Bosham, „Vita Sancti Thomae, Archiepiscopi et Martyris“, in: J.C. Robertson & J.B. Sheppard, „Materials for the History of Thomas Becket, Archbishop of Canterbury“, London 1965, Band III; im Folgenden zitiert als HoB.

[6] Vgl. S. Jansen, „Thomas Becket. Der ermordete Heilige zwischen Erinnerung und Erzählung“, Husum 2002, S. 140; im Folgenden zitiert als S. Jansen, „Wo ist Thomas Becket“; H. Vollrath, „Thomas Beckett. Höfling und Heiliger“, Göttingen 2002, S.43; im Folgenden zitiert als H. Vollrath, „Thomas Beckett.“: Sie bezeichnet von Bosham als „unversöhnlichen Scharfmacher“, der weder urteils- noch wertefrei schildert.

[7] Vgl. A. Duggan (ed.), „The Correspondence of Thomas Becket. Archbishop of Canterbury, 1162-1170, Vol. 1 : letters 1-175“, Oxford 2000; im Folgenden zitiert als AD; Rezension durch Norman Tanner in: „English Historical Review“, V. 117, London (2002) S.378-380; durch S. Jansen in: „Historische Zeitschrift, B.273, München (2001) S.749-751.

[8] Vgl. F. Barlow, “Thomas Becket”, London 1986; im Folgenden zitiert als F. Barlow, “Thomas Becket.”

[9] Vgl. D. Knowles, “Thomas Becket”, London 1971; im Folgenden zitiert als D. Knowles, “Thomas Becket”.

[10] Vgl. H. Vollrath, “Thomas Beckett”, S. 97.

[11] Vgl. S. Jansen, “Wo ist Thomas Becket”, S.73; Rezension durch Robert Bartlett in: „English Historical Review“, V.118, London (2003) S.748-750; durch F. Rexroth in: „Historische Zeitschrift“, B. 278, München (2004) S.173-175.

[12] Vgl. F. Barlow, „Thomas Becket“, London 1986, S.113; im Folgenden zitiert als F. Barlow, „Thomas Becket“; H. Vollrath, „Thomas Beckett“, S.97; FitzStephen, S.57.

[13] Vgl. H. Vollrath, „Thomas Beckett“, S.50; W. H. Hutton, „Thomas Becket: Archbishop of Canterbury“, Cambridge 1926, S.51; im folgenden zitiert als W. H. Hutton, „Thomas Becket“; und A. Morey & C.N.L. Brooke, „Gilbert Foliot and his letters“, Cambridge 1965, S.151; im folgenden zitiert als Morey & Brooke, „Gilbert Foliot and his letters“; in D. Knowles, „Thomas Becket“, London 1971, S. 50; im Folgenden zitiert als D. Knowles, „Thomas Becket“: als Grund für die einjährige Vakanz vermutet der Autor die Abwesenheit Heinrichs II., der sich laut dem Autor zur Zeit der Nachfolgersuche in der Normandie befindet; F. Barlow, The Feudal Kingdom of England 1042-1216, London - New York 1955, S.290; im folgenden zitiert als F.Barlow, „Feudal Kingdom“; gibt den 27. Mai 1162 als Zeitpunkt der Wahl an.

[14] D. Knowles, „The Episcopal colleagues of Archbishop Thomas Becket”, Cambridge 1970, S.44; im folgenden zitiert als D. Knowles, „Episcopal colleagues”: Foliot als besserer Kandidat; B. Smalley, „The Becket conflict and the schools: A Study of Intellectuals in Politics”, Oxford 1973, S.178; im folgenden zitiert als B. Smalley, „The Becket conflict”: sieht Foliot als „professional theologian and model of virtue [...].”; zudem D. Knowles, „Archbishop” S.110.

[15] Vgl. W.L. Warren, „Henry II.“, London 1973, S. 447; im folgenden zitiert als W.L. Warren, „Henry II.“; F. Barlow, Thomas Becket, S.90; D. Knowles, „Thomas Becket“, S.50; H. Vollrath, „Gewissensmoral und Konfliktverständnis: Thomas Becket in der Darstellung seiner Biographen“, in: Historisches Jahrbuch der Göttes Gesellschaft 109 (1989) S.40; im folgenden zitiert als H. Vollrath, „Gewissensmoral und Konfliktverständnis“; W.L. Warren, „Henry II“, S.450: Beckets Ähnlichkeit zum defensiven und reformbereiten Theobald als Grund für die Wahlhilfe des Königs; Erwähnung des Reformwunsches auch bei HoB, S.181.

[16] Vgl. AD 109, S.501.

[17] Vgl. Johannes von Salisbury, „Vita s. Thomae Becket Cantuariensis”, in: J.C. Robertson & J.B. Sheppard, „Materials for the History of Thomas Becket, Archbishop of Canterbury“, London 1965, Band II, S.305; im folgenden zitiert als JoS; Edward Grim, „Vita S. Thomae Becket, Cantuariensis Archepiscopi et Martyris”, in: J.C. Robertson & J.B. Sheppard, „Materials for the History of Thomas Becket, Archbishop of Canterbury“, London 1965, Band II, S.366; im folgenden zitiert als EG; William von Canterbury, „Vita et Passio S. Thomae“, in: J.C. Robertson & J.B. Sheppard, „Materials for the History of Thomas Becket, Archbishop of Canterbury“, London 1965, Band I, S.6f; im folgenden zitiert als WoC; und FitzStephen, S.366.

[18] Vgl. JoS II, S.305.

[19] Vgl. HoB III, S.181; W.L. Warren widerspricht dem in „Henry II.“, S.447, wo er vermutet, dass Heinrich lediglich die Grenze zwischen Staat und Kirche neu definieren wollte, da diese unter Heinrichs Vorgänger Stephen verschwommen war.

[20] Vgl. D. Knowles, „Thomas Becket“, S.50; F. Barlow, „Thomas Becket”, S.65 glaubt, dass Theobald Thomas auf Grund seiner “feelings” für diesen als Nachfolger empfahl; F. Barlow erklärt in „Feudal Kingdom“, S.291, dass Theobald Thomas vorgeschlagen hatte, damit dieser die Rechte der Kirche verteidigen und gleichzeitig mit dem König befreundet bleiben würde; Theobalds Wunsch auch in Jacobus de Voragine, „Die Legenda Aurea“, Heidelberg 1984, S.78; im folgenden zitiert als Jacobus de Voragine, „Legenda Aurea“; und WoC I, S.4; W.H Hutton vermutet in „Thomas Becket“, S.51, dass Theobald Heinrich um Beckets Nachfolge bat.

[21] Vgl. J. Sarnowsky, „England im Mittelalter“, Darmstadt 2002, S.95; im folgenden zitiert als J. Sarnowksy, „England im Mittelalter“; Jacobus de Voragine, „Die Legenda Aurea“, S.78; in AD 109, S. 503 beklagt Foliot, dass Heinrich die Wähler bedrohte um so Beckets Wahl zu garantieren; Foliot wirft Becket in AD 41, S.210 Undankbarkeit gegenüber Heinrich vor und unterstreicht so den royalen Einfluss bei der Wahl; Becket streitet diesen in AD 95, S.404f vehement.

[22] Appleby meint in J.T. Appleby, „Heinrich II. - König von England“, Stuttgart 1965, S.78; im folgenden zitiert als J.T. Appleby, „Heinrich II.“, dass die Mönche die Wahl durchführen durften, da der Erzbischof gleichzeitig Vorsteher ihrer Abtei war.

[23] Vgl. D. Knowles, „Thomas Becket“, S.52; W.H. Hutton, „Thomas Becket”, S.55.

[24] Die Behauptung, die Wahl sei einstimmig und ohne Störung verlaufen, die W.H. Hutton in „Thomas Becket“, S.55 äußert, erscheint im Anbetracht des Widerstandes beinahe unglaubwürdig.

[25] Vgl. W.H. Hutton, „Thomas Becket“, S.55.

[26] Foliot selbst sieht Becket als ungeeignet für das Amt; diese These wird vertreten in H. Vollrath, „Thomas Beckett", S.54; W.H. Hutton, „Thomas Becket", S.55; und Morey & Brooke, „Gilbert Foliot and his letters", S.149; laut D. Knowles in „Thomas Becket" S.161 hatte Foliot selbst Ambitionen für das Amt; diese Vermutung findet sich auch in AD 96, S.435.

[27] Vgl. J.T. Appleby, „Heinrich II.," S.79; und D. Knowles, „Thomas Becket", S.69; FitzStephen III, S.36:

„Solus Gilbertus Herefordiae [...] quod potuit, dissuasit; ut putabatur non bene zelans electionem, sed male electum.”

[28] Vgl. J. Sarnowsky, „England im Mittelalter", S.99; W.L. Warren, „Henry II., S.456; D. Knowles, „Thomas Becket”, S.51 hält Beckets mangelnde Bildung für den Hintergrund des Widerstandes; Foliot gibt die säkulare Vergangenheit in AD 109, S.505 als Grund an; gleicher Grund bei HoB III., S.183; auch Foliot erwähnt in AD 109, S.367 den Protest zahlreicher Bischöfe; W.H. Hutton, „Thomas Becket", S.53 erwähnt, dass neben den Bischöfen auch die Mutter Heinrichs, Kaiserin Mathilde, gegen die Wahl Beckets riet.

[29] Vgl. Roger von Pontigny, „Life of Becket", in: J.C. Robertson & J.B. Sheppard, „Materials for the History of Thomas Becket, Archbishop of Canterbury", London 1965, Band IV, S. 15f; im folgenden zitiert als RoP; der den Widerstand dadurch begründet, dass Becket entgegen der Tradition der Erzdiözese Canterbury niemals Mönch gewesen war; diese These wird z.B. auch von W.H. Hutton in „Thomas Becket", S.55 vertreten.

[30] Vgl. EG II, S.368; W.H. Hutton, „Thomas Becket", S.59 erwähnt das anhaltend weltliche Auftreten Beckets als Grund für den andauernden Widerstand der Mönche.

[31] Vgl. H. Vollrath, „Thomas Beckett", S.51.; in „Archbishop", S.110 vermutet D. Knowles, dass Beckets Widerstand aus dem Wissen resultierte, das er niemals ein adäquater Primas sein würde; W.H. Hutton, „Thomas Becket", S.54 erwähnt, dass Thomas vor allem den Bruch mit Heinrich fürchtete, hält eine Vorahnung Beckets bezüglich des drohenden Konflikts dennoch für unwahrscheinlich; WoC I, S.7; HoB III, S.181f.

[32] Vgl. JoS II., S.306f.

[33] Vgl. AD 96, S.435.

[34] Vgl. T. Appleby, „Heinrich II.", S.79f.

[35] Vgl. B. Smalley, „The Becket Conflict", S.178.

[36] Vgl. EG II, S.368f; JoS II, S.306f; FitzStephen III, S.37f. und WoC I, S.10: „exteriori clericum exhiberet, interiori monachum occultaret [.] gaudens quia exteriori mundum falleret, interiori fratribus suis conformaret.";

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Thomas Becket als Primas der englischen Landeskirche
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
22
Katalognummer
V190619
ISBN (eBook)
9783656150862
ISBN (Buch)
9783656151623
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thomas, becket, primas, landeskirche
Arbeit zitieren
Patrick Schmitz (Autor), 2008, Thomas Becket als Primas der englischen Landeskirche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190619

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