In der Einleitung soll dem Leser das Thema näher gebracht werden. Dabei wird kurz auf die Ausgangslage, die Problemstellung und die eigentliche Zielsetzung eingegangen.
Im zweiten Kapitel werden die beiden zentralen Begriffe dieser Arbeit anhand von theoretischen Grundlagen näher erläutert: Interkulturelle Kommunikation und Gastfreundschaft, wobei letzteres erst ab Kapital vier vertieft aufgegriffen wird.
Im dritten Kapitel werden kulturspezifische Denkstrukturen und daraus resultierende Handlungsmuster vorgestellt, die die Identifikation von potentiellen interkulturellen Missverständnissen erleichtern können. Erste Beispiele und Hinweise für interkulturelle Missverständnisse fließen erläuternd mit ein.
In Kapitel vier wird die Rolle der Gastfreundschaft in der Begegnung zwischen Reisenden und Bereisten diskutiert und der Einfluss von kultureller Identität und Fremdwahrnehmung dargestellt. Abschließend werden potentielle interkulturelle Missverständnisse anhand konkreter Beispiele aufgezeigt.
Das fünfte Kapitel zeigt welche Kompetenzen das Gelingen oder Scheitern von Verständigungsprozessen zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Sozialisationserfahrungen
fördern und stellt Handlungsstrategien vor, die sowohl für Gastgeber
als auch Gäste hilfreich sein können.
Eine kritische Reflexion und einen Ausblick enthält Kapitel sechs.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Themeneinführung und Fragestellung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Interkulturelle Kommunikation
2.2 Gastfreundschaft
3 Kulturstandards
3.1 Edward T. Hall
3.1.1 High- and Low-Context-Cultures
3.1.2 Raum
3.1.3 Monochronismus und Polychronismus
3.2 Die Kulturdimensionen von Geert Hofstede
3.2.1 Power Distance Index (PDI)
3.2.2 Individualism versus Collectivism (IDV)
3.2.3 Masculinity versus Feminity (MAS)
3.2.4 Uncertainty Avoidance (UAI)
3.2.5 Long-term versus Short-term Orientation (LTO)
3.2.6 Indulgence versus Restraint (IVR)
3.2.7 Länderprofile
4 Das Ritual der Gastfreundschaft
4.1 Die Interaktionspartner
4.2 Kulturelle Identität
4.3 Fremdeinflüsse
4.4 Interkulturelle Missverständnisse
5 Interkulturelle Kompetenz
6 Fazit
7 Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Gast und Gastgeber im Alpentourismus unter besonderer Berücksichtigung der interkulturellen Kommunikation. Ziel ist es, Hindernisse in der kommunikativen Interaktion zwischen Reisenden und Einheimischen zu identifizieren und zu klären, inwieweit Gastfreundschaft als ein die Kommunikation förderndes Element fungieren kann.
- Interkulturelle Kommunikation im touristischen Kontext
- Die Rolle der Gastfreundschaft als soziales Prinzip und Dienstleistung
- Analyse kultureller Unterschiede mittels Modellen von Hall und Hofstede
- Identitätskonflikte durch Tourismus und Fremdwahrnehmung
- Entwicklung von interkultureller Kompetenz bei Gastgebern und Gästen
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Raum
Das Forschungsgebiet der Proxemik beschäftigt sich mit dem Raumverhalten als einem Teil der nonverbalen Kommunikation. Das Empfinden räumlicher Distanzen oder des Raumes allgemein ist stark von Kultur beeinflusst. Je nach Kultur haben die sog. Distanzzonen jeweils unterschiedliche Ausmaße. Bei Nordeuropäern ist beispielsweise eine größere Körperdistanz feststellbar als bei Südeuropäern.
Die Distanz zu überschreiten kann ebenso ein Fehler sein wie sie zu unterschreiten. Wählt man die „falsche“ Distanz zu einer Person, in deren Kulturkreis normalerweise geringe Körperabstände zueinander eingenommen werden, kann dies etwa auf übertriebene Vorsicht, Feindseligkeit oder mangelndes Vertrauen schließen lassen und sich negativ auf die Gesprächssituation auswirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Ausgangslage sowie die zentrale Fragestellung zur Rolle der Gastfreundschaft in der interkulturellen Kommunikation im Tourismus vor.
2 Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte der interkulturellen Kommunikation als dynamischen Austauschprozess sowie die historische und soziale Bedeutung des Gast-Begriffes.
3 Kulturstandards: Hier werden theoretische Modelle von Hall (High-/Low-Context) und Hofstede (Kulturdimensionen) vorgestellt, um kulturspezifische Denk- und Verhaltensmuster zu analysieren.
4 Das Ritual der Gastfreundschaft: Dieser Teil diskutiert die Rolle der Gastfreundschaft bei der Begegnung von Reisenden und Einheimischen sowie die Auswirkungen auf kulturelle Identität und mögliche Missverständnisse.
5 Interkulturelle Kompetenz: Es werden Handlungsstrategien und Schlüsselqualifikationen definiert, die für ein Gelingen der Kommunikation zwischen Akteuren mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund erforderlich sind.
6 Fazit: Das Fazit resümiert die Ambivalenz des Tourismus als Entwicklungsfaktor sowie als Belastung für kulturelle Identitäten und betont die Notwendigkeit interkultureller Handlungskompetenzen.
7 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Monographien, Internetquellen und Fachbeiträge.
Schlüsselwörter
Alpentourismus, Interkulturelle Kommunikation, Gastfreundschaft, Kulturstandards, Edward T. Hall, Geert Hofstede, Kulturelle Identität, Fremdwahrnehmung, Interkulturelle Kompetenz, Tourismus, Soziale Interaktion, Missverständnisse, Gast, Gastgeber, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die interkulturelle Kommunikation zwischen Einheimischen und Touristen im Alpenraum und untersucht die Rolle der Gastfreundschaft in diesem Prozess.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind interkulturelle Kommunikationsmodelle, die Definition von Gastfreundschaft in einem kommerzialisierten Umfeld sowie die Bewahrung kultureller Identität im Tourismus.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Kommunikationshindernisse zwischen Gast und Gastgeber zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Gastfreundschaft die Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen verbessern kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse durch interkulturelle Kommunikationsmodelle (Hall, Hofstede) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur zur Tourismussoziologie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kulturstandards, die Analyse des Rituals der Gastfreundschaft, die Diskussion von kultureller Identität und Fremdeinflüssen sowie die Bedeutung interkultureller Kompetenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Alpentourismus, interkulturelle Kompetenz, Identität, Gastfreundschaft und kulturelle Distanz charakterisiert.
Inwiefern beeinflussen die Kulturdimensionen von Hofstede die Analyse?
Sie dienen als Analyseinstrument, um die unterschiedlichen Erwartungshaltungen an Macht, Individualität und Unsicherheit bei Reisenden und Einheimischen in verschiedenen Nationen vergleichend darzustellen.
Warum ist das "Ritual der Gastfreundschaft" im Tourismus kritisch zu betrachten?
Der Autor weist darauf hin, dass durch die Kommerzialisierung das Risiko besteht, dass Gastfreundschaft zu einer bloßen "Fassade" und Inszenierung verkommt, anstatt eine authentische menschliche Begegnung zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Diplom-Verwaltungswirtin (FH) Monika Welzmüller (Autor:in), 2012, Gastfreundschaft im Alpentourismus und ihre Rolle in der Interkulturellen Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191096