Strategische Ausrichtung von Kliniken im Hinblick auf die Entwicklungspotentiale der Knie- und Hüftendoprothetik


Wissenschaftliche Studie, 2012
9 Seiten

Leseprobe

Strategische Ausrichtung von Kliniken im Hinblick auf die Entwicklungspotentiale der Knie- und Hüftendoprothetik

Kliniken sind durch Wettbewerbs- und Wirtschaftlichkeitsdruck gehalten, das Leistungsangebot der Nachfrage am Markt anzupassen. Gerade für kleinere Krankenhäuser ist es wichtig, im Rahmen einer strategischen Planung das Produktportfolio sinnvoll zu gestalten und hierbei die Zielgruppen zu identifizieren, für die eine medizinische Spezialisierung aufgrund der vorhandenen Kompetenzen sinnvoll erscheint. Die Arbeit betrachtet das Entwicklungspotential bei Knie- und Hüftendoprothesen bedingt durch die demographische Veränderung der Bevölkerung.

1. Strategische Planung

Der zunehmende Wettbewerbs- und Wirtschaftlichkeitsdruck und die verstärkte Arbeitsteilung im Gesundheitswesen bewirken eine Abkehr von den statischen und historisch gewachsenen Aufbaustrukturen im Krankenhaus. Um den geänderten Rahmenbedingungen zu begegnen, ist eine strategische Planung und Organisation der internen und externen wertschöpfenden Prozesse und Tätigkeiten sowie die Entscheidung über mögliche Eigen- und Fremdleistungen erforderlich. Aufgrund der Komplexität der Leistungserstellung im Krankenhaus (u. a. hohe Arbeitsteiligkeit) werden neben der Optimierung des operativen Prozessmanagements auch die strategische Planungen und kooperative Vernetzung mit Blick auf die Vielzahl der beteiligten Wertschöpfungspartner immer wichtiger. Durch Verknüpfung von präventions-, akut-, rehabilitations- und ergänzenden Leistungen soll eine insgesamt effizientere Gesundheitsversorgung erreicht werden.

2. Produktportfolio

Das Management eines Produktportfolios hat zum Ziel, mit einer Vielfalt an Produkten einen nachhaltigen Umsatzstrom zu generieren, aus dem die Gewinne erwirtschaftet werden, um notwendige Wachstums- und Entwicklungsmaßnahmen einzusetzen. Das Ziel eines Produktportfoliomanagements besteht in erster Linie darin, dass eine ausgewogene Mischung von Produkten erstellt und aufrechterhalten werden. Das Portfoliomanagement hat vor allen Dingen die Aufgabe, in einer sich ständig verändernden Umwelt ein Produktportfolio in einen dynamischen Gleichgewichtszustand zu bringen, sodass dauerhaft ein stabiler ökonomischer Zustand erreicht wird. Die Optimierung eines Portfolios muss demnach sowohl die strategische Bedeutung der Produkte als auch die direkte ökonomische Bedeutung eines Produkts, welche über den Deckungsbeitrag gemessen wird, beachten.

Strategisch-ökonomische Portfoliomatrix

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da das Produkt - ob in operativ-ökonomischer oder in strategischer Hinsicht - im Mittelpunkt der Portfoliobetrachtung steht, muss es entsprechend klar definiert sein. Hierbei ist die Individualität eines jeden Krankenhauses hinsichtlich der ressourcen- und marktseitigen Synergiepotentiale zu beachten und auf der Basis von ICD- oder OPS-Codes sowie anderer Falldaten eigene Leistungsgruppen zu definieren, die als Objekte der Portfolioplanung ökonomisch und strategisch zu bewerten sind.

Bei der Bewertung von Produktgruppen muss neben der Bewertung der aktuellen Nachfrage auch der strategische Wert Beachtung finden, indem z. B. für jede einzelne Produktgruppe geprüft wird, welche Bedeutung sie voraussichtlich in der Zukunft erlangen wird.

Wird die Nachfrage steigen? Welche Faktoren haben Einfluss auf die Nachfrage? Wie werden sie die Nachfrage verändern? Welche Kompetenzen müssen ggf. im Unternehmen in diesem Zusammenhang entwickelt werden? Welche Engpasskapazitäten sind zu beachten?

Intensive, auf Produktgruppen ausgerichtete strategische Analysen müssen Antworten auf diese Fragen geben. Erst dann ist es möglich, Auswahlentscheidungen zu Gunsten oder auch zu Lasten einzelner Produktgruppen im Krankenhaus zu treffen.

Neben den Bemühungen um eine Kostenoptimierung der internen Prozesse und Arbeitsabläufe ist auch eine Veränderung des Angebotsspektrums der Kliniken zu beobachten. Hierbei erfolgt eine zunehmende Spezialisierung der Krankenhäuser (Konzentration auf die Kernkompetenzen) und eine fortschreitende Leistungsverlagerung in den ambulanten Bereich. Ferner rückt die Qualität der medizinischen Leistungen stärker in den Focus. Die ist gerade für kleine Kliniken die Chance, sich gut und nachhaltig am Markt zu positionieren.

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Details

Titel
Strategische Ausrichtung von Kliniken im Hinblick auf die Entwicklungspotentiale der Knie- und Hüftendoprothetik
Autor
Jahr
2012
Seiten
9
Katalognummer
V191825
ISBN (eBook)
9783656183280
ISBN (Buch)
9783656183716
Dateigröße
405 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strategische, ausrichtung, kliniken, hinblick, entwicklungspotentiale, knie-, hüftendoprothetik
Arbeit zitieren
PhDr Manfred Fischer (Autor), 2012, Strategische Ausrichtung von Kliniken im Hinblick auf die Entwicklungspotentiale der Knie- und Hüftendoprothetik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191825

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