Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Mediale Musik und technische Aura

Der Einfluss neuer Medien auf Musik

Titel: Mediale Musik und technische Aura

Diplomarbeit , 2011 , 70 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Alex Getmann (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit, möchte ich Veränderungen in der Musik anhand verschiedener Medien und Technologien beschreiben. Um mich nicht eines technologischen Determinismus schuldig zu machen, sollen auch institutionelle und kulturelle Faktoren beachtet werden. Die Betrachtung der Musik soll in einem medientheoretischen Rahmen erfolgen, weshalb die historischen Zäsuren - Schrift, Buchdruck, analoge Speichermedien und Computer - aus der Medienwissenschaft entliehen sind. Der Fokus dieser Arbeit liegt im Allgemeinen auf der Unterhaltungsmusik und im Speziellen auf Rap-Musik. Jedoch wird die klassische Musik immer wieder zum Vergleich herangezogen und soll gegensätzliche Entwicklungen und Dichotomien in der Musik verdeutlichen. Auf Liedtextanalysen hingegen, wird in diesem Rahmen verzichtet. Hier offenbart ein Blick auf die Funktionsweisen und Logiken des Geflechts aus Institutionen, Technologien und Kultur einen größeren und allgemeineren Überblick über Musikproduktion, -distribution und über die Rezeption von Musik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Musik und Medien

2. Im Geflecht der Medientheorien

2.1 Einleitung

2.2 Anthropologische vs. Technikzentrierte Medientheorie - das Henne/Ei-Problem

2.3 Kritische Theorien und Kulturtheorien - Zwischen Hochkultur und Pop

2.4 Fazit/Positionierung

3. Historische Zäsuren, Medien(r)evolutionen und Musik

3.1 Medien und Technologien

3.2 Die Notation im Zeitalter der Schrift und des Buchdrucks

3.2.1. Schrift/Notation

3.2.2. Buchdruck/Notation

3.3 Das elektrische Zeitalter - Analoge Speichermedien und die Musikindustrie

3.3.1. Unsichtbare Musik - Wie uns neue Technik das Hören lehrte

3.3.2. Produktion von Sound

3.3.3. Rezeption von Sound, Verbreitung und Musikpraxis

3.3.4. Radio und Musikindustrie im Schatten der Speichermedien

3.3.5. Zwischenfazit

4. Digitale Medien und der Computer als Musikinstrument

4.1 Der Medienbegriff beim Computer

4.2 Digital vs. Analog

4.3 Autorschaft und neue Kompositionsmethoden

4.3.1. Die Funktion des Autors

4.3.2. Multitrack-Recorder

4.3.3. MIDI

4.3.4. Gemeinsam einsam - Das abgeschottete Heimstudio und die Vernetzung über das Internet

5. Das Sampling im Hip-Hop - Zwischen Diebstahl, kultureller Teilhabe und musikalischer Expression

6. Mediale Musik und ihre Grenzen - ein Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen in der Musikproduktion, Distribution und Rezeption durch technologische Innovationen von der Schrift bis zum digitalen Computerzeitalter. Dabei wird der technologische Determinismus kritisch hinterfragt, um ein differenziertes Verständnis für das komplexe Zusammenspiel von Medientechnologien, kulturellen Rahmenbedingungen und institutionellen Strukturen zu entwickeln, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle des Samplings im Hip-Hop.

  • Medientheoretische Grundlagen und Kontroversen
  • Historische Transformationen: Von der Notation zur digitalen Produktion
  • Die Rolle des "Sounds" als technologisches und ästhetisches Konzept
  • Autorschaft und Kompositionsmethoden im digitalen Zeitalter
  • Sampling: Kulturelle Teilhabe versus Urheberrecht

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Schrift/Notation

Eine orale Kultur ist eine Kultur des Ohres. Der Mensch existiert im akustischen Raum und hat zur Kommunikation und zur Wissensüberlieferung nur die Sprache. Somit kann Wissensgenerierung und -überlieferung nur im Erfahrungsbereich des Menschen stattfinden, was ihn in gewisser Weise beschränkt. Zur Wissensspeicherung stehen nur mnemotechnische Mittel wie die Wiederholung oder der Reim zur Verfügung, weshalb Komplexität schwer zu erreichen ist. Mit der Schrift jedoch kommt ein neues Mittel zum Einsatz, welches einschneidende Veränderungen nach sich zieht. Die Schrift erlaubt es uns Wissen auszulagern, um es in Form von abstrakten Zeichen zu speichern und bei Bedarf wieder abzurufen. Das Sinnesorgan Ohr büßt zu Gunsten des Auges an Dominanz ein, oder - um es mit McLuhan zu sagen - man bekommt „ein Auge für ein Ohr“.

Mit dem langen Entwicklungsprozess der Schrift geht auch die ebenso lange Entwicklung der Notation einher und führt zu weitreichenden Veränderungen in Produktion, Distribution und Rezeption von Musik. Durch die schriftliche Fixierung von Musik werden Voraussetzungen für die Reproduktion geschaffen. Der musikalische Ablauf kann angehalten und zurückverfolgt werden und ermöglicht einen Überblick über die sonst so flüchtige und verklingende Kunst. Mit anderen Worten: Die (Linien-) Notation verhält sich zur Musik wie die Schrift zur Sprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Musik und Medien: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein und begründet die Notwendigkeit einer medientheoretischen Untersuchung der Musik sowie die Fokussierung auf Rap als Fallbeispiel.

2. Im Geflecht der Medientheorien: Das Kapitel stellt verschiedene medientheoretische Positionen vor, um diese als analytischen Rahmen für die Betrachtung der Musikwissenschaft zu nutzen.

3. Historische Zäsuren, Medien(r)evolutionen und Musik: Hier werden die historischen Entwicklungen von der Notation über analoge Speichermedien bis hin zur industriellen Musikverwertung analysiert.

4. Digitale Medien und der Computer als Musikinstrument: Dieses Kapitel widmet sich der digitalen Transformation, der Rolle des Computers sowie neuen Fragen der Autorschaft und Produktion.

5. Das Sampling im Hip-Hop - Zwischen Diebstahl, kultureller Teilhabe und musikalischer Expression: Eine detaillierte Untersuchung der umstrittenen Sampling-Technik im Kontext des Hip-Hop, unter Berücksichtigung von Urheberrecht und kultureller Bedeutung.

6. Mediale Musik und ihre Grenzen - ein Resümee: Das abschließende Resümee fasst die zentralen medienwissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen und plädiert für einen vorurteilsfreien Umgang mit medialen Musikformen.

Schlüsselwörter

Medientheorie, Musikwissenschaft, Musikproduktion, Sound, Sampling, Hip-Hop, Notation, Digitalisierung, Autorschaft, Copyright, Musikindustrie, Medientechnologie, Oralität, Schriftkultur, Musikrezeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen technischer Medien auf die Musik sowie die wechselseitigen Beziehungen zwischen Technologie, Musikpraxis und gesellschaftlichen Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Medientheorie, die Geschichte der Musiktechnologie (von der Notation bis zum Computer), das Konzept des "Sounds", Fragen der Autorschaft und die rechtliche sowie kulturelle Problematik des Samplings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Veränderungen in der Musik anhand verschiedener Technologien nachzuweisen, ohne dabei einem technologischen Determinismus zu verfallen, und zu beleuchten, wie sich dadurch Identität, Produktion und Distribution wandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen medientheoretischen und kulturwissenschaftlichen Rahmen, um verschiedene technologische Zäsuren im Kontext der Musikgeschichte analytisch einzuordnen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch und thematisch die Medieneinflüsse, unterteilt in Medientheorien, historische technologische Einschnitte, digitale Medien und schließlich das spezifische Fallbeispiel des Samplings im Hip-Hop.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Medientheorie, Sound, Sampling, Hip-Hop, Autorschaft, Copyright und die historische Entwicklung der Musiktechnologie.

Wie verändert Sampling das Verständnis von Autorschaft?

Sampling bricht mit dem klassischen Geniebegriff des Autors, da es auf dem Zerlegen, Auswählen und Arrangieren vorhandener Fragmente beruht und somit ein "Netzwerk von Verweisen" statt eines originären Werkes erschafft.

Warum ist das "Heimstudio" für die moderne Musikproduktion so bedeutend?

Das Heimstudio markiert eine Form der dezentralisierten Produktion, die Musiker unabhängiger von großen Studios macht, sie jedoch gleichzeitig isoliert und vor neue technische sowie ökonomische Herausforderungen stellt.

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mediale Musik und technische Aura
Untertitel
Der Einfluss neuer Medien auf Musik
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Medienwissenschaft, Musikwissenschaft
Note
1,8
Autor
Alex Getmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
70
Katalognummer
V193122
ISBN (eBook)
9783656182726
ISBN (Buch)
9783656183341
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Musik Urheberrechte Mediengeschichte Zäsur Hip Hop Computermusik Heimstudio MIDI Medientheorie Notation Sound Digital Multitrack
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alex Getmann (Autor:in), 2011, Mediale Musik und technische Aura, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193122
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  70  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum