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Das Erstgespräch in der psychologischen Beratung

Titel: Das Erstgespräch in der psychologischen Beratung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ulla Nachtigall (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung
Das Erstgespräch in der psychologischen Beratung ist, wie der Name sagt, ein Ge-spräch, das zum ersten Mal zwischen zwei Interaktionspartnern stattfindet. Hier sind es der Therapeut und der Klient, die erstmals aufeinandertreffen. Sofort finden Ge-genübertragungsprozesse statt, die über Empathie oder Antipathie entscheiden. Es kommt, wie bei jedem Gespräch, auch nicht nur darauf an was gesagt wird, sondern auch wie es gesagt wird, denn das therapeutische Gespräch ist stets mehr als nur bloßer Informationsaustausch. Egal wie wir es drehen, das Erstgespräch ist von An-fang an emotional geladen, wobei die Sprache (dazu gehört auch die Körpersprache) und unsere Gedanken Träger dieser Emotionen sind. Diese Emotionen können im Spannungsverhältnis zu den Aufgaben stehen, die das Erstgespräch hat.
Ich werde in meiner Arbeit zunächst eine Definition des Erstgespräches geben und dann auf den Ablauf des Erstgespräches eingehen. Sodann komme ich auf die Ziele und Aufgaben des Erstgespräches zu sprechen. Des Weiteren möchte ich genauer auf die Anamneseerhebung eingehen, besonders auf die Differenzierung zwischen Fakten und Sichtweisen, die Problem- und Ressourcenexploration und den Kontrakt für weitere Zusammenarbeit. Schließlich behandle ich das Thema Kommunikation näher, indem ich auf das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun eingehe. Als nächstes wird das Thema Gegenübertragung im Erstgespräch aufgegriffen. Zuletzt werden mögliche Probleme eines Erstgespräches behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Ablauf des Erstgespräches

4. Ziele und Aufgaben des Erstgespräches

5. Anamnese

5.1 Differenzierung zw. Fakten und Sichtweisen

5.2 Problem- und Ressourcenexploration

5.3 Kontrakt für eine weitere Zusammenarbeit

6. Kommunikation

6.1 Das Modell von Schulz von Thun

7. Gegenübertragung im Erstgespräch

8. Mögliche Probleme eines Erstgespräches

9. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung des Erstgesprächs in der psychologischen Beratung. Ziel ist es, den Ablauf, die methodischen Anforderungen an den Therapeuten sowie die emotionalen Dynamiken, die bereits bei der ersten Begegnung zwischen Klient und Berater entstehen, fundiert darzustellen und zu analysieren.

  • Struktur und Phasen des Erstgesprächs
  • Methodik der Anamneseerhebung und Differenzierung von Fakten und Sichtweisen
  • Bedeutung der Kommunikation nach dem Modell von Schulz von Thun
  • Die Rolle der Gegenübertragung als emotionaler Faktor
  • Herausforderungen und potenzielle Probleme im Erstkontakt

Auszug aus dem Buch

3. Der Ablauf eines Erstgespräches

Bevor ein Erstgespräch überhaupt stattfinden kann, ist es erforderlich für Bedingungen zu sorgen, dass sich der Klient wohlfühlen kann. Dazu gehört zunächst einmal ein passender Raum, der möglichst ruhig gelegen und nicht zu überfüllt mit Gegenständen sein soll. Störungen jeglicher Art sollen vermieden werden. Sogar die Anordnung der Stühle für den Therapeuten und den Klienten ist wichtig. Sie sollen nicht direkt gegenüber stehen wie bei einem Arzt, sondern leicht schräg zueinander. Der Therapeut sollte dem Klienten einen Sessel zur Verfügung stellen, damit es dieser bequem hat und er sich nicht schon zu Beginn unwohl fühlt.

Treffen nun Klient und Therapeut aufeinander, erfolgt eine höfliche Begrüßung und oft ein small talk, um das Eis zu brechen. So wird der Gesprächseinstieg leichter, indem man nicht gleich „zur Sache“ kommt, sondern erst einmal über etwas Alltägliches spricht z.B. ob die Praxis leicht zu finden war o.ä. Der Klient ist in dieser Situation mit Sicherheit sehr angespannt, sodass es am Fingerspitzen- und Feingefühl des Therapeuten liegt, dem Klienten seine Ängste zu nehmen. Es ist hilfreich zu erwähnen, dass man es toll findet, dass der Klient den ersten Schritt in eine gute Richtung getan hat. Dies freut den Patienten, denn er kann stolz auf sich sein. Weiterhin sollte dem Klienten zu Beginn deutlich gemacht werden, dass es die Schweigepflicht gibt und dass er in der Therapie zu nichts gezwungen wird. (vgl. Nicholds 1970, S. 19f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung und die emotionalen Aspekte des ersten Kontakts zwischen Therapeut und Klient sowie ein Ausblick auf die behandelten Schwerpunkte.

2. Definition: Definition des Erstgesprächs als Prozess zum Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und zur ersten Einschätzung der Anliegen und Ressourcen.

3. Ablauf des Erstgespräches: Beschreibung der notwendigen Rahmenbedingungen sowie der phasenweisen Gestaltung des Gesprächs von der Begrüßung bis zum Abschluss.

4. Ziele und Aufgaben des Erstgespräches: Erläuterung der zentralen therapeutischen Zielsetzungen wie Beziehungsaufbau, Diagnosestellung und Prognose sowie der Klärung der Indikation.

5. Anamnese: Analyse des wichtigsten Teils des Erstgesprächs, der sich mit der Erfassung des Familiensystems, der Problemsituation und den Ressourcen auseinandersetzt.

6. Kommunikation: Untersuchung der kommunikativen Dynamik, insbesondere unter Anwendung des Kommunikationsquadrats von Schulz von Thun.

7. Gegenübertragung im Erstgespräch: Reflexion über die emotionalen Reaktionen des Therapeuten auf den Patienten und deren Bedeutung für den Therapieprozess.

8. Mögliche Probleme eines Erstgespräches: Erörterung schwieriger Situationen wie Antipathie, fehlende Freiwilligkeit oder emotionale Überforderung beider Beteiligter.

9. Fazit: Zusammenfassende Würdigung der Komplexität des Erstgesprächs und der hohen Anforderungen an die Professionalität des Therapeuten.

Schlüsselwörter

Erstgespräch, Psychologische Beratung, Anamnese, Kommunikation, Schulz von Thun, Gegenübertragung, Therapeut, Klient, Beziehungsaufbau, Diagnostik, Indikation, Ressourcenexploration, Familiensystem, Emotionalität, Professionelles Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Erstgespräch in der psychologischen Beratung und beleuchtet dessen besondere Bedeutung als Ausgangspunkt einer möglichen Therapiebeziehung.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den strukturellen Ablauf des Erstgesprächs, die Anamneseerhebung, die Anwendung kommunikationspsychologischer Modelle sowie die Reflexion der therapeutischen Haltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie ein Erstgespräch gestaltet werden muss, um Vertrauen aufzubauen, Informationen zu gewinnen und die Eignung einer therapeutischen Zusammenarbeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse psychologischer Fachliteratur und kommunikationstheoretischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Durchführung der Anamnese, die Analyse von Kommunikationsprozessen sowie die kritische Betrachtung von Gegenübertragungsphänomenen und typischen Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Erstgespräch, Anamnese, Kommunikation, Gegenübertragung, therapeutische Beziehung und Diagnostik.

Warum spielt das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun eine so große Rolle?

Das Modell hilft dem Therapeuten, die vier Ebenen (Sachebene, Selbstkundgabe, Beziehung, Appell) in den Aussagen des Klienten differenziert wahrzunehmen und besser auf die impliziten Botschaften zu reagieren.

Was genau ist mit der "Gegenübertragung" gemeint?

Damit sind alle Einstellungen, Gefühle und unbewussten Reaktionen des Therapeuten gemeint, die im Kontakt mit dem Klienten entstehen und für den Verlauf der Therapie von entscheidender Bedeutung sind.

Warum ist die Unterscheidung von Fakten und Sichtweisen so schwierig?

Da der Klient seine eigene subjektive Wahrnehmung der Welt schildert, gibt es selten absolute Fakten. Der Therapeut muss lernen, diese subjektiven Sichtweisen als solche zu erkennen, ohne vorschnell über deren "Wahrheit" zu urteilen.

Was ist die größte Herausforderung bei einem "unfreiwilligen" Klienten?

Bei Klienten, die unter Druck in die Praxis kommen, ist der Beziehungsaufbau erschwert und die Compliance geringer, was den Therapeuten vor die Herausforderung stellt, dennoch eine professionelle und hilfreiche Arbeitsbasis zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Erstgespräch in der psychologischen Beratung
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Autor
Ulla Nachtigall (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V193381
ISBN (eBook)
9783656184324
ISBN (Buch)
9783656184515
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erstgespräch beratung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulla Nachtigall (Autor:in), 2010, Das Erstgespräch in der psychologischen Beratung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193381
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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