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Hexenverfolgung in der Schweiz

Title: Hexenverfolgung in der Schweiz

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Hexenverfolgungen und –prozessen in der nachmaligen Schweiz, wobei erst ein historisch-chronologischer Überblick gegeben wird und zeitliche sowie regionale Schwerpunkte aufgezeigt werden. Anschließend findet die Quellenarbeit statt, bei der einzelne Lebensschicksale und regionale Prozesse analysiert werden. Hierbei wird auch auf die Vorstellung des Hexenwesens, sowie auf mögliche Gründe und Ursachen der Verfolgungen eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge der Hexenprozesse

2.1 Hohes und spätes Mittelalter

2.2 Frühe Neuzeit

3. Prozesswellen und regionale Schwerpunkte der Hexenverfolgung

3.1 1447-1456

3.2 1457-1466

3.3 1477-1486

3.4 1487-1496

3.5 1497-1506

3.6 Die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert

4. Weitere Beispiele für Hexenprozesse anhand von Quellenarbeit

4.1 Der Prozess gegen Perrissone Gappit 1464

4.2 Der Prozess gegen Jean Poesiouz 1480

5. Zusammenfassung und Abschluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hexenverfolgungen und -prozesse in der nachmaligen Schweiz, mit einem Fokus auf dem 15. Jahrhundert. Ziel ist es, durch einen historisch-chronologischen Überblick und die Analyse konkreter Quellen die Entstehung des Hexenwahns, regionale Schwerpunkte sowie die soziokulturellen Hintergründe und Motive hinter den Verfolgungen aufzuzeigen.

  • Historisch-chronologische Einordnung der Hexenverfolgung in der Schweiz.
  • Identifikation regionaler Schwerpunkte (Westschweiz, Wallis, Luzern).
  • Analyse spezifischer Prozessakten und Einzelschicksale.
  • Untersuchung der Ursachen und Motive (soziale Konflikte, Machtpolitik, Krisenzeiten).
  • Vergleich zwischen volkstümlichen Magievorstellungen und der gelehrten Dämonologie.

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Prozess gegen Perrissone Gappit 1464

Im Fall von Perrissone Gappit ist nicht nur der Prozess selbst, sondern es sind auch die Voreuntersuchungen (auf 8 Seiten, jede doppelseitig beschrieben) überliefert, was sehr selten vorkam. Die Akten enthalten drei unterschiedliche Unterschriften: der Kommissar Claude Burritaz für die Voruntersuchung, der Notar Jean Colomb und Jean Brunet für den Prozess.

Der Prozess begann im Januar 1464 in Châtel-Saint-Denis (im heutigen Kanton Fribourg, damals zum savoyischen Lehensverband gehörig) und wurde durch den Vizeinquisitor, dem Dominikaner Damien Berruerii, ausgeführt. Der Prozess setzte sich aus sieben Sitzungen zusammen (23. Januar bis 4. Februar) und lief nach typischer inquisitorischer Art ab: Zuerst fand die Voruntersuchung (inquisitio) auf Grund von Gerüchten (mala fama) oder Denunzierungen statt. Während dieser wurden die Zeugen befragt. Diese Voruntersuchung sollte streng geheim bleiben. Darauf folgte die Befragung des/ der Verdächtigten. Bei diesen Sitzungen wurden Mahnungen erhoben (normalerweise maximal drei Ermahnungen) um ein Geständnis unter Eid herbeizuführen. Es wurde meist ein Zwischenurteil erstellt um die Folter zu legitimieren. Hatte der Verurteilte endlich gestanden, kam man zum Ende des Prozesses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der schweizerischen Quellenlage für die Hexenforschung und umreißt die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Die Anfänge der Hexenprozesse: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Wurzeln des Hexenwesens im Mittelalter und die Entwicklung der ersten Vorstellungen von Sekten und Teufelspakten.

3. Prozesswellen und regionale Schwerpunkte der Hexenverfolgung: Hier werden die zeitlichen Häufungen der Hexenprozesse sowie spezifische regionale Brennpunkte in der Schweiz analysiert.

4. Weitere Beispiele für Hexenprozesse anhand von Quellenarbeit: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Interpretation der Prozessakten gegen Perrissone Gappit und Jean Poesiouz.

5. Zusammenfassung und Abschluss: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die sozioökonomischen und machtpolitischen Ursachen der Hexenprozesse in der Schweiz zusammen.

Schlüsselwörter

Hexenverfolgung, Schweiz, Hexenprozesse, Inquisition, 15. Jahrhundert, Quellenarbeit, Waadt, Wallis, Luzern, Teufelspakt, Häresie, Schadenzauber, Sozialgeschichte, Dominikaner, Justizmord.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Geschichte und Dynamik der Hexenverfolgungen in der nachmaligen Schweiz vom 15. bis ins 18. Jahrhundert.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Hexenglaubens aus der Ketzerei, die Rolle von Inquisition und weltlicher Justiz sowie der Einfluss soziokultureller Faktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, einen chronologischen Überblick über die Verfolgungswellen zu geben und durch die Analyse spezifischer Quellen die tatsächlichen Motive hinter den Prozessen zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine historisch-chronologische Analyse und die interpretative Auswertung erhaltener Prozessakten (Quellenarbeit).

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Prozesswellen, regionale Schwerpunkte in der Schweiz sowie konkrete Fallbeispiele, um die Instrumentalisierung von Hexereivorwürfen aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hexenverfolgung, Inquisition, Westschweiz, Schadenzauber, Teufelspakt und soziale Konflikte.

Wie lässt sich der Prozess gegen Perrissone Gappit als Demonstration von Macht verstehen?

Der Autor argumentiert, dass dieser Prozess als Demonstration bischöflicher Herrschaftsinteressen in einem umstrittenen Gebiet genutzt wurde.

Welche Rolle spielten "alltägliche Konflikte" bei den Prozessen, etwa bei Jean Poesiouz?

Die Untersuchung zeigt, dass Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Probleme mit Verwandten oft als Auslöser für Denunziationen dienten, die dann durch das Inquisitionssystem in Prozesse umgewandelt wurden.

Warum blieb die Zahl der Hinrichtungen in Zürich laut Arbeit vergleichsweise gering?

Die Arbeit führt dies auf die zentralisierte Blutgerichtsbarkeit in Zürich im Vergleich zu anderen, politisch zersplitterten Gebieten zurück.

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Details

Title
Hexenverfolgung in der Schweiz
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
32
Catalog Number
V194389
ISBN (eBook)
9783656194927
ISBN (Book)
9783656194811
Language
German
Tags
Hexenverfolgung Schweiz Mittelalter Hexen Aberglaube
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Hexenverfolgung in der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194389
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