Modelle werden in unterschiedlichen Bereichen von Unternehmen eingesetzt. Neben dem eigentlichen Sinn, spielt zusätzlich noch die Sichtweise auf das Modell (fachlich, konzep-tionell oder technisch) eine Rolle.
Hierbei haben beteiligte Parteien oftmals eine unterschiedliche Interpretation von Durchgängigkeit.
Nach Definition des Autors ist ein Modellierungsansatz dann durchgängig, wenn:
1. Die Anforderungen und Erfordernisse alle beteiligten Parteien (Fachbereich, IT und Management) inhaltlich in den Modellen abgedeckt werden können.
2. In allen Stufen des Prozessmanagements (Prozessdesign, -implementierung, -ausführung sowie Prozessanalyse und –optimierung) Modelle zum Einsatz kommen.
3. Die Modelle der unterschiedlichen Stufen des Prozessmanagements hinreichend miteinander verknüpft werden können, so dass zwischen den Modellen keine Inkonsistenzen oder Widersprüche entstehen.
Durch die Vielzahl existierender Modellierungssprachen (Notationen) und –standards sind derzeit noch Transformationen notwendig, um einen durchgängigen Einsatz von Modellen zu erzielen.
Die vorliegende Ausarbeitung untersucht die Thematik der Durchgängigkeit der Modellierung und das Verschmelzen der Sicht auf Prozesse von Seiten des Fachbereichs und der Informatik auf und dient als Leistungsnachweis. Die Zielgruppe stellen die Interessierte aus dem Bereich Business Process Engineering und Unternehmensentwicklung dar.
Unterschiedliche Modellierungsansätze werden unter die Lupe genommen, aber auch der Begriff der Durchgängigkeit in Bezug auf Prozessmodellierung besprochen.
Die Herangehensweise an eine durchgängige Prozessmodellierung, sowie deren Vor- und Nachteile werden ebenfalls behandelt wie fachliche, technische und organisatorische Vo-raussetzungen, die notwendig sind um nachhaltig erfolgreich Prozesse zu modellieren.
Inhaltsverzeichnis
1 ZUSAMMENFASSUNG
2 EINLEITUNG
3 EINFÜHRUNG IN DIE MODELLIERUNG
4 SICHTWEISEN AUF DIE MODELLIERUNG
4.1 FACHBEREICHSSICHT
4.2 IT-SICHT
4.3 EINORDNUNG UNTERSCHIEDLICHER NOTATIONEN UND SICHTWEISEN
5 MODELLIERUNGSANSÄTZE
5.1 ZENTRALE MODELLIERUNG
5.2 DEZENTRALE MODELLIERUNG
5.3 UNTERSTÜTZUNG DURCH WERKZEUGE
6 VORAUSSETZUNGEN, CHANCEN & RISIKEN
7 EMPFEHLUNGEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Analyse von Gestaltungsansätzen zur IT-gestützten Geschäftsprozessmodellierung, wobei der Fokus insbesondere auf der Durchgängigkeit der Modellierung über den gesamten Prozesslebenszyklus und der Überbrückung der Sichtweisen zwischen Fachbereich und Informatik liegt.
- Durchgängigkeit der Modellierung im Prozessmanagement
- Abgleich zwischen fachlicher, konzeptioneller und technischer Sicht
- Vergleich von zentralen und dezentralen Modellierungsansätzen
- Einsatz von grafischen Modellierungswerkzeugen versus BPM-Systemen
- Anforderungen an eine erfolgreiche IT-gestützte Prozessmodellierung
Auszug aus dem Buch
3 EINFÜHRUNG IN DIE MODELLIERUNG
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Modell ein abstraktes Abbild einer Sache oder eines Konzeptes (z.B. ein Auto, ein Flugzeug, ein Gebäude, etc.) oder eines Teils dieser Sache (z.B. ein Reifen, ein Flügel, ein Raum, etc.). Modelle werden angelegt, um die Sache, die sie repräsentieren, zu visualisieren, zu verändern oder zu testen, ohne das Original verfügbar haben zu müssen. Modelle ermöglichen daher, die Absichten eines Designers Anderen verständlich zu machen, und tragen dazu bei, das Konzept und letztendlich das realisierte Ergebnis entscheidend zu verbessern.
Modelle werden in der IT, wie in nachfolgender Abbildung 1 dargestellt, in unterschiedlichsten Einsatzbereichen genutzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ZUSAMMENFASSUNG: Definiert die Durchgängigkeit eines Modellierungsansatzes und betont die Notwendigkeit, Fachbereich, IT und Management über den gesamten Prozesslebenszyklus hinweg zu integrieren.
2 EINLEITUNG: Beschreibt die steigenden Anforderungen an IT-Systeme und die strategische Bedeutung von Geschäftsprozessverständnis und Messbarkeit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
3 EINFÜHRUNG IN DIE MODELLIERUNG: Erläutert den allgemeinen Modellbegriff und dessen vielfältige Einsatzbereiche wie Dokumentation, Analyse und Codegenerierung in der IT.
4 SICHTWEISEN AUF DIE MODELLIERUNG: Unterscheidet zwischen fachlichen, konzeptionellen und technischen Perspektiven und deren Bedeutung für eine ganzheitliche Prozessbetrachtung.
5 MODELLIERUNGSANSÄTZE: Vergleicht zentrale und dezentrale Methoden der Modellierung und bewertet den Nutzen verschiedener Werkzeugklassen.
6 VORAUSSETZUNGEN, CHANCEN & RISIKEN: Beleuchtet die Herausforderungen bei der Etablierung durchgängiger Modellierung und die Notwendigkeit von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.
7 EMPFEHLUNGEN: Fasst zusammen, dass ein ganzheitlicher Ansatz von den spezifischen Anforderungen abhängt und eine klare Vision für den gesamten Prozesslebenszyklus erfordert.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessmodellierung, Durchgängigkeit, IT-gestützte Prozessmodellierung, Prozessmanagement, BPMN, Fachbereichssicht, IT-Sicht, Modellierungsansätze, Prozessdesign, Modellierungswerkzeuge, BPM-Systeme, Prozesslebenszyklus, Prozessoptimierung, Business Alignment, Unternehmensmodell
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert Ansätze zur IT-gestützten Geschäftsprozessmodellierung unter dem Aspekt der Durchgängigkeit über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Prozessmodellierung, dem Abgleich zwischen Business-Anforderungen und IT-Umsetzung sowie der Bewertung verschiedener Werkzeuglösungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Verschmelzung der fachlichen und technischen Sicht auf Prozesse zu identifizieren und Voraussetzungen für einen durchgängigen Modellierungsansatz aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse bestehender Konzepte und Modellierungsansätze, ergänzt durch die Definition des Autors zur Durchgängigkeit im Prozessmanagement.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden verschiedene Sichtweisen auf die Modellierung (Fachbereich vs. IT), unterschiedliche Modellierungsansätze (zentral vs. dezentral) sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Werkzeugklassen detailliert untersucht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Geschäftsprozessmodellierung, Prozesslebenszyklus, Durchgängigkeit, Business Alignment und Modellierungsnotationen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen zentraler und dezentraler Modellierung?
Die zentrale Modellierung durch ein Spezialistenteam schont die Ressourcen der Fachabteilung, birgt aber Risiken in der inhaltlichen Genauigkeit. Die dezentrale Modellierung in Workshops fördert das gemeinsame Verständnis, erfordert jedoch eine hohe Teamdisziplin.
Welche Rolle spielen grafische Werkzeuge im Vergleich zu dedizierten BPM-Systemen?
Grafische Werkzeuge sind kostengünstig, stoßen aber bei der Standardisierung und Integration an Grenzen. BPM-Systeme bieten durch ein zentrales Repository und Strikte Methodeneinhaltung eine bessere Basis für durchgängige Prozesse, sind jedoch aufwendiger in der Einführung.
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- Achim Tutschner (Author), 2010, Analyse der Gestaltungsansätze zur IT-gestützten Geschäftsprozessmodellierung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194554